Dorfbewegung Brandenburg e.V. - Netzwerk Lebendige Dörfer

Günter Thiele

Pretschener Anger 26
15913 Märkische Heide

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Aktuelle Meldungen

Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“

(05.12.2018)

Wie attraktiv ist der ländliche Raum für das nachhaltige Leben und Arbeiten? Wie stärken Menschen auf dem Land die Regionalkultur ihrer Heimat? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sucht innovative Projekte und Ideen über den Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“ des Fonds Nachhaltigkeitskultur.

 

Vom Land haben viele Städter heute oft nur noch ein vages Bild, das zwischen romantisch und trostlos pendelt. Tatsächlich tragen industrielle Landwirtschaft, Zweitwohnsitze und Stellplatzwüsten um Logistikzentren kaum zu einer ländlichen Nachhaltigkeitskultur bei und fördern mitunter sogar die Abwanderung. Gerade im ländlichen Raum liegt aber eine Quelle langfristig angelegter Sorgfalt im Umgang mit Natur und Menschen, die Zukunftsfähigkeit über den ländlichen Raum hinaus aufzeigt. Das Land kann Zukunft (be)schreiben. Das Potenzial ist groß. Regionale Wertschöpfungsketten könnten ausgebaut werden. Die Umwelt könnte durch ihre Nutzung besser geschützt werden. Ein nachhaltiger Tourismus könnte den sozialen Zusammenhalt stärken.

 

Bewerben Sie sich jetzt beim Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung! Die besten Vorschläge haben die Chance, eine Förderung durch den Fonds Nachhaltigkeitskultur zu gewinnen. Letzter Bewerbungstag ist der 20. Januar 2019.

 

Projekte zur Zukunftsfähigkeit im ländlichen Raum gesucht

Willkommen sind Denkanstöße und Zukunftsskizzen aus der Vor-Ort-Perspektive (etwa „Mein Land im Jahr 2030“) ebenso wie Überlegungen zur Ausweitung konkreter, beispielgebender Projekte der Nachhaltigkeitskultur.

 

Ihre Ideen und Projekte müssen nachweisbar dazu beitragen, dass Deutschland die Nachhaltigkeitsziele erreicht. Ansetzen können Sie zum Beispiel in den Bereichen Wertschöpfungsketten regionaler Produkte (Erzeugung, Verarbeitung und Absatz) und Dienstleistungen. Identitätsstiftende und den Zusammenhalt fördernde Projekte und Ideen sind ebenfalls gesucht.

Willkommen sind Denkanstöße und Zukunftsskizzen aus der Vor-Ort-Perspektive ebenso wie Überlegungen zur Ausweitung konkreter, beispielgebender Projekte der Nachhaltigkeitskultur.
 

https://www.tatenfuermorgen.de/fonds-nachhaltigkeitskultur/ideenwettbewerbe/

 

„Akademie der Dorfhelden" als „Demografie-Beispiel des Monats" geehrt

(03.12.2018)

Hilfe zur Selbsthilfe für ehrenamtlich Engagierte - das bietet das Trebnitzer Modellprojekt „Akademie der Dorfhelden". Das vom Verein „Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum" im Landkreis Märkisch-Oderland organisierte Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramm lehnt sich eng an die Bedürfnisse von Ehrenamtlern im ländlichen Raum an. Im Auftaktjahr standen sieben Seminare zu Themen wie Projektentwicklung, Finanzierung, Förderanträge oder Öffentlichkeitsarbeit auf dem Programm. Staatskanzleichef Martin Gorholt zeichnete unser in Brandenburg bislang einziges Projekt dieser Art am 30. November 2018 im Schloss Trebnitz als „Demografie-Beispiel des Monats" November aus.

 

Die Interessen und Bedürfnisse der Engagierten waren zunächst auf einer Auftaktkonferenz im November 2017 erfasst und auf dieser Grundlage ein Fortbildungsprogramm entwickelt worden. An den Seminaren nahmen rund 250 Interessierte teil, die überwiegend ehrenamtlich in lokalen Vereinen aktiv sind. Auf der derzeit tagenden dreitägigen Abschlusskonferenz unter dem Motto „Und weiter geht´s!" sollen die bisherigen Angebote evaluiert und neue Ideen für das Jahr 2019 entwickelt werden. Dabei geht es auch um die Einbeziehung der polnischen Nachbarn. Bei der „Akademie der Dorfhelden" arbeitet der Verein „Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum" mit dem Kreis-, Kinder- und Jugendring Märkisch-Oderland, der LAG Märkische Seen und der Dorfbewegung Brandenburg zusammen.

 

Gorholt sagte: „Mit dem Projekt haben die Organisatoren ins Schwarze getroffen. Das zeigt die gute Resonanz auf die Seminare. Sicherlich liegt das auch daran, dass die Konzeption der Akademie passgenau die Bedarfe der Menschen aufgreift und ihnen Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ideen und Projekte anbietet. Mit dem dahinterstehenden Netzwerk werden Kontakte ermöglicht und Erfahrungen ausgetauscht. Auch das oft schwierige Verhältnis zwischen Akteurs- und Verwaltungsebene wurde thematisiert und ein besseres gegenseitiges Verständnis befördert. Da die Teilnehmer ihr Wissen als Multiplikatoren an ihre Vereine und Organisationen weitergeben, gehen von der Akademie wesentliche Impulse für den gesamten ländlichen Raum im Landkreis Märkisch-Oderland aus."

 

Ilona Tkocz, die Koordinatorin des Projekts, sagte: „Besonders begeistert hat uns die sehr diverse Zusammensetzung der Teilnehmenden - sowohl vom Alter her (17-70 Jahre) als auch was die individuellen Hintergründe und Motivationen betrifft. Dank unserer Projektpartner konnten wir nicht nur die Qualität des Projekts gewährleisten, in der Zusammenarbeit sind wir auch enger zusammengerückt. Wir freuen uns schon darauf, weiter auf diese Weise für die Region wirken zu können."

 

Das Projekt „Akademie der Dorfhelden" ist ein Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten" unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

 

Kontakt für das Demografie-Beispiel des Monats November:

Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e.V., Ilona Tkocz, E-Mail tkocz(at)schloss-trebnitz.de

 

Quelle und mehr Informationen:

http://www.brandenburg.de/de/demografie/bb1.c.547439.de

 

Foto zur Meldung: „Akademie der Dorfhelden" als „Demografie-Beispiel des Monats" geehrt
Foto: „Akademie der Dorfhelden" als „Demografie-Beispiel des Monats" geehrt

Dialog zum Thema „Brand- und Katastrophenschutz: Die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren in den ländlichen Räumen Brandenburgs“

(03.12.2018)

Die Enquete-Kommission hat Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen zum Thema „Brand- und Katastrophenschutz: Die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren in den ländlichen Räumen Brandenburgs“ zur Kommentierung das Dialogportal gestellt.

 

Nun sind Sie wieder gefragt!

Vorschläge der Kommission:

Brand- und Katastrophenschutz: Die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren in den ländlichen Räumen Brandenburgs

 

Mit Beschluss vom 10. Juni 2015 hat der Landtag Brandenburg die Enquete-Kommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ (EK 6/1) eingesetzt und ihr verschiedene Arbeitsaufträge vorgeben.

Eine Besonderheit dabei ist, dass neben den für Enquete-Kommissionen üblichen Durchführungen von Anhörungen sowie der Einholung von Gutachten auch Bürgerinnen und Bürger direkt in die Arbeit der EK 6/1 einbezogen werden sollen. Dies soll einerseits durch Bürgersprechstunden in den zahlreich geplanten auswärtigen Sitzungen der Kommission, aber auch hier auf dem Dialogportal erfolgen.

 

Das Dialogportal ist eine Art digitaler Sitzungsraum der Kommission, wo Sie sich nicht nur über die aktuelle Kommissionsarbeit informieren können, sondern auch direkt mitwirken sollen.

Die Kommission möchte von Ihren Erfahrungen profitieren. Sie selbst kennen Ihre Regionen am besten. In positiver wie auch in negativer Hinsicht: Welche positiven Entwicklungen gibt es? Was macht das Leben in Ihrer Region besonders „lebenswert“? Welche Probleme gibt es? Wo sollte etwas konkret verändert werden?

 

Die Kommission kann ihnen zwar keine zeitnahe Lösung versprechen, aber sie will Ihre Anregungen bei der Erarbeitung dieser Lösungen nutzen

Neuer Infobrief ist online

(19.11.2018)

Liebe Aktive der Dorfbewegung in Brandenburg, 

es tut sich was in Brandenburg! In vielen Regionen schließen sich Dörfer und Akteure zusammen, um Dorfentwicklung und Teilhabe voranzubringen. 

Der aktuelle Infobrief der Dorfbewegung gibt darüber einen kleinen Einblick, bei vielen dieser Aktivitäten ist die Dorfbewegung Brandenburg e.V. aktiv involviert. 
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir uns

am:   8. Dezember 2018
zum:  TAG DER DÖRFER in Neuseddin treffen. 

Wir brauchen Euer Feedback und Eure Gestaltungskraft, kommt also gern aktiv mit uns ins Gespräch.

 Mit freundlichen Grüßen
 Euer Team von der
 Dorfbewegung Brandenburg e.V.

Das neue Dorf: Gestalten, um zu überleben - vier Handlungsfelder zum Erhalt dörflicher Gemeinden

(30.10.2018)
Bleibt uns tatsächlich nur, den Verlust der Dörfer zu beklagen und den Triumph der Städte zu feiern? Der Autor sagt nein! Er ist überzeugt von der Zukunft des Dorfes.
 
Unsere Dörfer haben riesige Probleme – und ebenso große Chancen. Diese zu sehen und aktiv zu gestalten ist die Botschaft dieses Buches. 
Wie der Weg zum neuen Dorf beschritten werden kann, beschreibt Clemens Renker mit profundem Wissen und seiner  persönlichen Erfahrung aus der aktiven Dorferneuerung. Das Dorf hat Zukunft, wenn es gelingt, die neuen Chancen zu erkennen und die seit Jahrhunderten bestehenden Ursachen für das Erfolgsmodell „Dorf“ zu revitalisieren.
 
Renker stellt die richtigen Fragen und liefert  konkrete Handlungsanweisungen: Worin besteht die Existenzberechtigung von  Dörfern? Wie können sich Dörfer im Wettbewerb mit Städten wirkungsvoll positionieren? Gibt es zur „Smart City“ ein „Smart Village“? Welchen Menschen bieten Dörfer welche vorteilhafteren Leistungen und Lebensqualitäten? Wie erzielen Dörfer nachhaltige Einnahmen, um ihre Infrastruktur und Daseinsvorsorge finanzieren zu können? Nach welchen Werten, Normen und Regeln wollen die Menschen im Dorf zusammenleben? 
 
Es ist ein motivierendes Buch für alle politisch Verantwortlichen und die engagierten Bürger von Dörfern, die Ihre Zukunft aktiv gestalten wollen.

 

Taschenbuch: 180 Seiten

Verlag: Springer Gabler; Auflage: 1. Aufl. 2018 (29. Mai 2018)Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3658214457

ISBN-13: 978-3658214456

 

Foto zur Meldung: Das neue Dorf: Gestalten, um zu überleben - vier Handlungsfelder zum Erhalt dörflicher Gemeinden
Foto: Das neue Dorf: Gestalten, um zu überleben - vier Handlungsfelder zum Erhalt dörflicher Gemeinden

Leben in zukunftsfähigen Dörfern: Modellprojekt zur Unterstützung nachhaltiger ländlicher Entwicklung

(19.10.2018)

Das Projekt „Leben in zukunftsfähigen Dörfern“ unterstützt die Kooperation von fünf Dörfern aus bundesweit fünf verschiedenen Regionen mit einem regional ansässigen Ökodorf. Zielgruppe sind insbesondere ländliche Gemeinden, in welchen Abwanderung und Überalterung, Verlust an Kulturlandschaft und ökologischer Vielfalt sowie soziale und kulturelle Stagnation zu einer schleichenden Not der Bevölkerung sowie ihrer natürlichen Lebensgrundlagen führen.

 

Eine Trendwende auf dem Land muss keine Utopie sein. Deutschlandweit mehren sich gute Beispiele für Dörfer und Landkreise, die unter intensiver Beteiligung der Bevölkerung eine lebenswerte Perspektive für Mensch und Umwelt entwickeln.

 

Mehr Informationen

Dorf- und Regionalentwicklung: politisch – sozial – kreativ

(19.10.2018)

ASG Schwerpunktheft Ländliche Räume 3/2018

 

Mit der aktuellen Ausgabe liefert die ASG einen Beitrag zu einem gesellschaftlichen Diskurs, der besonders denjenigen eine Orientierung für die Zukunft geben will, die sich abgehängt und nicht gehört fühlen.

 

Die Beiträge und Erfahrungsberichte aus einzelnen Bundesländern zu aktuellen Dorfbewegungen und sozialen Entwicklungsprozessen – vom Dorfgespräch in Bayern über den Jugend-Demografie-Dialog in Niedersachsen bis zu Innovationsprozessen als Chance für die Regionalentwicklung peripherer ländlicher Räume – geben in diesem Kontext wertvolle Anregungen.

 

Näheres

Foto zur Meldung: Dorf- und Regionalentwicklung: politisch – sozial – kreativ
Foto: Dorf- und Regionalentwicklung: politisch – sozial – kreativ

Studie: Vereinssterben in ländlichen Regionen - Digitalisierung als Chance

(05.10.2018)

„(...) auf dem Land droht dem organisierten Engagement vielerorts das Aus. Das ist das zentrale Ergebnis einer Untersuchung, mit dem das Projekt ZiviZ Anfang September 2018 an die Öffentlichkeit gegangen ist.

 

Neben der Analyse der Vereinsstrukturen wird auch die Frage aufgeworfen, wie durch die Nutzung digitaler Techniken für das gemeinsame Engagement Arbeitsprozesse verbessert werden können, Kommunikation erleichtert wird und durch digitale Kommunikation mehr Engagierte erreicht werden können.“

 

https://www.ziviz.de/landdigital

(Quelle: Newsletter Wegweiser Bürgergesellschaft)

Foto zur Meldung: Studie: Vereinssterben in ländlichen Regionen - Digitalisierung als Chance
Foto: Studie: Vereinssterben in ländlichen Regionen - Digitalisierung als Chance

„Mein Dorf – Ein Thema für uns“ - Herbst MOOC (Massive Open Online Course) schaltet im November erneut die Foren frei!

(05.09.2018)

Im DorfMOOC finden Sie vielfältige Anregungen, wie Sie Ihren Blick auf das Leben in Ihrem Ort neu ausrichten können. Hier erzählen Akteure, wie sie es angegangen sind. Hier finden Sie Inspiration und Handwerkszeug, um selbst aktiv zu werden.

 

Der Online Course möchte dazu anregen, sich mit anderen zusammenzutun, um gemeinsam weitere Ideen zu schmieden und schließlich umzusetzen.

Vom 2.-24. November 2018 werden die Foren der Plattform erneut freigeschaltet. Zurzeit wird eine Vorlage für Vortreffen geplant, die Interessierte in ihrem Ort, ihrer Gemeinde, ihrer Nachbarschaftshilfe im September / Oktober selbst organisieren können. Dazu wird Material, Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit und ggf. eine Schulung per Videokonferenz angeboten.

 

Auskunft erteilt:

annegret.zander@ekkw.de,

Telefon: 06181-969120;

Näheres: https://unser-dorf-mooc.de/aktuelles/

Ortsbildgestaltung: Paretz ist 14. Mitgliedsdorf der AG Historische Dorfkerne

(05.09.2018)

Aus dem zweistufigen Bewerbungsverfahren 2017/2018 ist dieses Jahr das Preussische Musterdorf Paretz im Havelland als Kandidat für die Mitgliedschaft in der interkommunalen Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne im Land Brandenburg hervorgegangen. Dem Vorschlag der siebenköpfigen Begutachtungs-Kommission folgten die Mitglieder der AG und nahmen Paretz einstimmig auf.

 

Paretz ist seit 2017 wieder ein eigenständiger Ortsteil der Stadt Ketzin / Havel, umfasst rund 400 Einwohner und verfügt über eine sehr engagierte Dorfgemeinschaft, die zusammen mit der ortsansässigen Helga-Breuninger-Stiftung das kulturelle Leben über Paretz hinaus im ländlichen Raum bereichert und sich für den Erhalt der historischen Dorfanlage einsetzt.

 

Mehr

 

[Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne im Land Brandenburg]

"Grün-Check" zur Ortsbildgestaltung

(05.09.2018)

Der gut besuchte Workshop zur „Ortsbildgestaltung – Grün im Dorf“ brachte viele Anregungen und Erkenntnisse für die Teilnehmer/innen ebenso wie für die Fachleute und Veranstalter.

 

Attraktiv gestaltete Orte entwickeln sich öfter zu lebendigen und wirtschaftlich gut aufgestellten Dörfern, das zeigte Gerd Strütt am Beispiel mehrerer brandenburgischer Dörfer, an deren Gestaltung er als Landschaftsarchitekt in den 90er Jahre beteiligt war. Ein direkter kausaler Zusammenhang lässt sich zwar nicht herstellen, doch liegt die Annahme nah, dass mit einem einladenden Ortsbild und einem harmonischen Gesamteindruck leichter neue Bewohner sowie Betreiber von Gaststätten, Unternehmer und andere Engagierte zu gewinnen sind.

 

Der gemeinsame Einsatz für die Ortsbildgestaltung setzt zudem ein gutes Zusammenwirken von Kommunalvertretern und Bürger/innen voraus und fördert wiederum ein konstruktives Miteinander und eine lebendige Dorfgemeinschaft. Wie sich die Kulturgeschichte in den Brandenburger Dörfern widerspiegelt und wie eine ortstypische Gestaltung heutzutage aussehen kann, hatte zuvor Sophia Dehn von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde ausgeführt.

 

Dokumentation „Ortsbildgestaltung – Grün im Dorf“

 

 

Foto zur Meldung: "Grün-Check" zur Ortsbildgestaltung
Foto: "Grün-Check" zur Ortsbildgestaltung

DorfDialog des Forums von Staatskanzlei als Demografie-Projekt des Monats ausgezeichnet

(05.09.2018)

Der Fahrplan fürs Dorf, den das Forum im Rahmen des DorfDialogs anbietet, wurde von der Staatskanzlei des Landes Brandenburg als Demografie-Projekt des Monats ausgezeichnet. Im Rahmen eines aktuellen Seminars mit dem Dorf Spaatz in der Gemeinde Havelaue übergab Martin Gorholt, Chef der Staatskanzlei, (Foto Mitte) die Urkunden an den Ortsvorsteher von Spaatz, Silvio März, und Franziska Ullrich vom Forum.

 

Das Land vergibt diese Auszeichnung seit 9 Jahren an Projekte und Initiativen, die vor Ort zur Bewältigung des demografischen Wandels beitragen, Lösungsansätze vor Ort entwickeln und anderen als gutes Beispiel dienen können.

 

Mit dem Seminar Fahrplan fürs Dorf können Dörfer und Gemeinden ihre Dorfentwicklung voranbringen. Nach einem Vor-Ort-Gespräch mit Ortsbegehung, bei dem der Bedarf mit den Verantwortlichen im Ort geklärt wird, entwickelt das Forum ein individuell maßgeschneidertes Programm für das anderthalbtägige Seminar. Dieses wird im Sinne einer Klausurtagung in der Heimvolkshochschule am Seddiner See durchgeführt, so dass sich die Teilnehmenden voll und ganz darauf einlassen können. Für eine angenehme Atmosphäre und das leibliche Wohl wird gesorgt, der gesellige Austausch am Abend trägt zu Entspannung und Gemeinschaftssinn bei.

 

Die Moderation des Seminars übernimmt das Forum, bei besonderem Bedarf können Fachleute für Beiträge zu bestimmten Themen herangezogen werden. Der Fokus liegt jedoch auf dem eigenen Erarbeiten der Themen, Ziele und Aufgaben durch die Orts- und Gemeindevertreter. Das konzentrierte Arbeiten an den vordringlichen Themen des eigenen Dorfes und der Gemeinde sowie das strukturierte Vorgehen im Rahmen der externen Moderation schaffen Klarheit über Prioritäten und die nächsten Schritte und motivieren wieder für gemeinsame Aufgaben und Projekte. Die Teilnehmenden können für dieses Seminarangebot Angebot eine Bildungsfreistellung bei ihrem Arbeitgeber beantragen.

 

Seminar Fahrplan fürs Dorf

Foto zur Meldung: DorfDialog des Forums von Staatskanzlei als Demografie-Projekt des Monats ausgezeichnet
Foto: DorfDialog des Forums von Staatskanzlei als Demografie-Projekt des Monats ausgezeichnet

Pilotversuch mit MIL- Förderung: Sechs Orte erproben Leitlinien zur Ortsgestaltung

(15.08.2018)

Das MIL hat Förderanträge für sechs ländliche Orte bewilligt, die mit dem Wissen und dem Engagement ihrer Bürgerschaft Leitlinien für die bauliche Gestaltung erarbeiten. Spielregeln für solche Verfahren und deren fachliche Begleitung formuliert der Orientierungsrahmen, den das Ministerium in Abstimmung mit der Brandenburgischen Architektenkammer erarbeitet hat. 

 

Die sechs Orte Boitzenburg, Fredersdorf, Groß Dölln, Michelsdorf, Nahmitz und Neulietzegöricke eint der Wunsch der Gemeindeverwaltungen, den Bauherren bessere Hinweise und Regeln an die Hand zu geben, um Bausünden und Fehlgriffe bei der Ortsgestaltung möglichst auszuschließen. Auf diese Weise soll historische Bausubstanz besser erhalten und erneuert, aber auch Neues in die Ortsbilder eingefügt werden, ohne das der Charakter der Orte beeinträchtigt wird. Oft sind es Details wie Einfriedungen, Bepflanzung und die Farb- und Materialwahl, die über die Gestaltungsqualität entscheiden.

 

Wenn sich die Bürgerinnen und Bürger hierzu im Ort fachkompetent austauschen und verständigen, ist das oft wirkungsvoller als der Erlass einer öffentlichen Bauvorschrift mit Ge- und Verboten, so die Einschätzung und Erwartung der beteiligten Gemeinden.  

Die Arbeit an den Leitlinien liegt wesentlich in der Hand der engagierten Bürgerinnen und Bürger. Um die Begleitung durch Fachleute zu gewährleisten, gibt es eine Landesförderung.  Die aktuell geförderten Pilotgemeinden, die auch im MIL-Projekt „Stadt-Land gestalten“, dem Modellvorhaben „Baukultur und Tourismus“ und der Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne aktiv sind, werden ihre Praxiserfahrungen später austauschen und das MIL wird das für das eigene Aufgabenfeld „Baukultur im ländlichen Raum“ berücksichtigen.

 

Quelle: MIL Brandenburg

Foto zur Meldung: Pilotversuch mit MIL- Förderung: Sechs Orte erproben Leitlinien zur Ortsgestaltung
Foto: Pilotversuch mit MIL- Förderung: Sechs Orte erproben Leitlinien zur Ortsgestaltung

Förderung der ländlichen Entwicklung durch die Bundesregierung

(15.08.2018)
Am 24. April 2018 hat die Bundesregierung eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE zur »Förderung der ländlichen Entwicklung durch die neue Bundesregierung« (Drucksache 19/1368) beantwortet (Drucksache 19/1813).
 
In der Antwort finden sich auch Aussagen zur Weiterführung von Bundesprogrammen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), zum Dorfwettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« oder zu Mehrfunktionshäusern.

Antwort der Bundesregierung

Bürgerdialog mit der Europäischen Dörferbewegung im Hohen Fläming

(12.08.2018)

Donnerstag 27.09.18

10.00 Uhr Anreise Flughafen

12.00 Uhr Rahmenprogramm für die Gäste, Besichtigung von Bürgerschaftlichen Projekten in Garrey 

17.00 Uhr Bürgerdialog in Rädigke im Gasthof Moritz  auf dem Podium 1-Moderation Nothart Rohlfs, 2-Netzwerk Dörferbewegung Ralf Rafelt, 3-Peter Backa aus Finnland, 4-Staffan Bond aus Schweden, jeder Referent ca. 10 min. Vorstellung, dann Fragen aus dem Publikum „Dialog“

19.30 Uhr Ausklang mit Einzelgesprächen zum Kennenlernen und Austausch bei Suppe und Getränken

 

Freitag 28.09.18

9.00 Uhr Empfang im Landtag durch die Enquete-Kommission, angefragt

10.00 Uhr Stadtrundgang und Kleingespräche

15.00 Uhr Fachgespräch in Potsdam mit Kommunalabgeordneten und Vertretern der Brandenburger Dörferbewegung

 

Träger: Institut für Nachhaltige Entwicklung und Strukturpolitik, Sitz Groß Kreutz

in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Dorfbewegung Hoher Fläming“

in Zusammenarbeit mit der Dorfbewegung Brandenburg

mit Unterstützung des Arbeits- und Ausbildungsförderungsvereins Kuhlowitz

gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung

 

In der Dorfbewegung haben sich Dorfgemeinschaften zusammengeschlossen, um in ihren Dörfern etwas zu bewegen. Sie wollen sich selbst um die Angelegenheiten ihres Dorfes kümmern und die dörfliche Lebensqualität verbessern.

Die finnische Dorfbewegung SYTY entstand in den 70er Jahren als Reaktion auf den wirtschaftlichen Niedergang und die Entvölkerung ländlicher Regionen. Unser Gast Peter Backa ist ein leitender Mitarbeiter der finnischen Dorfbewegung.

In Schweden wurden vor Deutschland Dörfer zu Großgemeinden zusammengeschlossen. So ist ganz Gotland eine Gemeinde. Als Reaktion auf das Verschwinden der Dörfer aus der politischen und verwaltungsmäßigen Landschaft gibt es in Schweden auf der lokalen Ebene 4.400 Dorfgruppen. Auf allen Ebenen gibt es Vernetzung zwischen den Dorfgruppen. Zweijährlich findet der Dörferreichstag statt mit bis zu 1.000 Vertretern lokaler Dorfgruppen. Unser Gast Staffan Bond ist leitender Mitarbeiter der schwedischen Dorfbewegung und der europäischen Vereinigung der Dorfbewegungen ERCA.

Die Brandenburger Dorfbewegung entstand 2006 nach einer Fahrt von acht Brandenburgern zum schwedischen Dörferreichstag. Auch in Brandenburg sind Dörfer nach den gesetzlichen Großgemeindebildungen für die Politik und die Landesregierung nicht mehr existent, es gibt keine Statistiken mehr über Dörfer, Ortsbeiräte und Ortsvorsteher haben keine Rechte und keine eigenen Finanzen mehr.

 

Text von Chris Rappaport auf Grundlage von Prof. Dr. Kurt Krambach, „Dorfbewegung – Warum und Wie?“ und Vanessa Halhead „Dorfbewegungen in Europa“

Foto zur Meldung: Bürgerdialog mit der Europäischen Dörferbewegung im Hohen Fläming
Foto: Bürgerdialog mit der Europäischen Dörferbewegung im Hohen Fläming

GEMA-Nachlässe für sozialen und ehrenamtlichen Bereich

(06.08.2018)

Die Gemeinschaft der Musikurheber bietet jetzt reduzierte Vergütungssätze sowie Sondernachlässe für die Musiknutzung im sozialen und ehrenamtlichen Bereich.

 

Die GEMA möchte Verantwortung übernehmen, indem sie die kreative Leistung des Einzelnen schützt und damit den Wert des schöpferischen Musikschaffens für die Gesellschaft und die kulturelle Vielfalt erhält.Die Wertschätzung der GEMA soll jetzt auch dem sozialen und ehrenamtlichen Engagement gelten. Dafür bietet die Gemeinschaft der Musikurheber jetzt Nachlässe für die Musiknutzung im sozialen und ehrenamtlichen Bereich.

 

weitere Informationen

Jugendbeteiligung als Zukunftsstrategie zur Gestaltung des demografischen Wandels in ländlichen Regionen

(29.06.2018)

Die AG „Jugend gestaltet Zukunft“ wurde als zehnte und jüngste Arbeitsgruppe der Demografiestrategie des Bundes ins Leben gerufen. Initiativen von und mit Jugendlichen wurden zwischen 2015-2018 durch die Leuphana Universität Lüneburg in den Landkreisen Friesland, Lichtenfels, Kyffhäuserkreis und Vorpommern-

Rügen begleitet.

 

Um Bemühungen auch anderer Landkreise und Kommunen um Jugendbeteiligung zu unterstützen entstand die nun vorliegende Handreichung: https://tinyurl.com/y8kq9ahp

Foto zur Meldung: Jugendbeteiligung als Zukunftsstrategie zur Gestaltung des demografischen Wandels in ländlichen Regionen
Foto: Jugendbeteiligung als Zukunftsstrategie zur Gestaltung des demografischen Wandels in ländlichen Regionen

REGION: Gemeinsam Demokratie auf dem Land stärken! - Barcamp auf der Burg Storkow

(29.06.2018)

Am 18./19. Juni 2018 fand das zweite Barcamp für LEADER-Aktionsgruppen und Lokale Partnerschaften für Demokratie statt. Gemeinsam mit der Deutschen Vernetzungsstelle ländliche Räume (dvs) hatte das BBE nach Storkow und Seelow geladen.

 

Im Mittelpunkt stand die die Frage, wie Partnerschaften für Demokratie aus dem Bundesprogramm »Demokratie Leben!« und LEADER-Aktionsgruppen (LAG) ländliche Räume zusammen attraktiv, inklusiv und demokratisch gestalten können. Die vorgelebte Kooperation der Partner vor Ort, der LEADER-Region Märkische Seen und der Partnerschaft für Demokratie Märkisch-Oderland wirkten anregend und zeigten, wie Kooperation auch über die Gremien beider Strukturen verstärkt werden kann.

Während der Sessions diskutierten die Teilnehmenden u.a. Ehrenamt und Vernetzung, Argumente für Kooperationen und bürokratische Hindernisse. Einblicke in die Veranstaltung gibt es auf der Social Wall #bcdemokratie .

Social Wall

 

Foto zur Meldung: REGION: Gemeinsam Demokratie auf dem Land stärken! - Barcamp auf der Burg Storkow
Foto: REGION: Gemeinsam Demokratie auf dem Land stärken! - Barcamp auf der Burg Storkow

Themenschwerpunkt: Engagement in ländlichen Räumen

(29.06.2018)
Freiwilliges Engagement ist ein zentraler Baustein, um das Leben insbesondere in ländlich geprägten Regionen lebenswerter zu machen. Dieses Engagement mit seinen spezifischen Herausforderungen sichtbar zu machen, ist Ziel des diesjährigen Themenschwerpunkts »Engagement in ländlichen Räumen« und des Thementages am 17. September 2018 in der BBE-Kampagne »Engagement macht stark!«.
 
Wie man den Entwicklungen positiv begegnet, demonstriert anschaulich der Verein FAL, gegründet vom diesjährigen Engagement-Botschafter Klaus Hirrich. Er und seine MitstreiterInnen machten nach dem Fall der Mauer aus dem kleinen Dorf Wangelin einen lebenswerten und blühenden Ort. Weitere good practice Initiativen aus den ländlichen Regionen und Beiträge u.a. von der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Glöckner und vom Vorsitzenden des BBE-SprecherInnenrates Thomas Röbke finden sich im aktuellen Kampagnenschwerpunkt. Interessierte können sich am Thementag beteiligen, indem sie ihre Aktion im Engagementkalender eintragen oder dem Kampagnenteam Ideen vorschlagen.

Weitere Informationen zum Engagement-Botschafter Klaus Hirrich

Kampagnenschwerpunkt »Engagement in ländlichen Räumen«

Engagementkalender
 

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Foto: Themenschwerpunkt: Engagement in ländlichen Räumen

FÖRDERPERIODE 2021 – 2027: Gemeinsame Agrarpolitik nach 2020

(25.06.2018)

Die Diskussion rund um die EU-Agrarpolitik 2021 – 2027 ist in vollem Gange. Legislativvorschläge der EU-Kommission zur Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik in der Förderperiode 2021 – 2027 sowie Vorschläge zur Ausgestaltung des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) 2021 – 2027 liegen bereits vor.

 

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg engagiert und positioniert sich. Es will eine moderne und nachhaltig wirtschaftende, umweltgerechte, flächendeckende sowie multifunktionale Landwirtschaft der Zukunft sichern. Die für Brandenburg typische Agrarstruktur spielt hierbei eine wesentliche Rolle.

 

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier: 

weiter

 

 

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Foto: FÖRDERPERIODE 2021 – 2027: Gemeinsame Agrarpolitik nach 2020

Landkreis LOS: Veranstaltungsreihe „Aktiv – Dorf mit Zukunft" gestartet

(22.06.2018)

Das neue Veranstaltungsformat des Landkreises Oder-Spree „Aktiv – Dorf mit Zukunft" wird fortgesetzt. Zur Premiere in dieser Woche (18.06.2018) waren mehr als 50 Teilnehmer aus Kommunen, Verwaltungen und von Kultureinrichtungen auf die Burg Beeskow gekommen.

 

Nach Abschluss der Auftaktveranstaltung waren sich die Teilnehmer einig, dass sich eine solche Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch zur Entwicklung des ländlichen Raumes lohne und die Intensivierung der Zusammenarbeit der Gemeinden im Landkreis mit der Kreisverwaltung und weiteren Partnern erklärtes Ziel sein sollte. Bürgerinnen und Bürger, ehrenamtliche Tätige sowie Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sind aufgerufen, ihre thematischen Vorschläge für künftige Veranstaltungen einzubringen. Dafür kann die Mailadresse kreisentwicklung(at)l-os.de  genutzt werden.

 

Herausgearbeitet wurde während der Veranstaltung, dass Instrumente der informellen Planung wie die Aufstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) oder eines Integrierten Dorfentwicklungsplans (IDEP) mit verbindlichen Vorgaben zur Erhaltung der Siedlungsstruktur und des örtlichen Erscheinungsbildes in den dörflichen Gemeinden noch zu zögerlich genutzt werden. Solche Planungen sind allerdings in den meisten Förderprogrammen als Voraussetzung für eine Antragstellung festgeschrieben.

Untersetzt mit einer Reihe von Bildbeispielen wurde zudem auf den besonderen Stellenwert von Satzungen bei der Wahrnehmung der Planungshoheit einer Kommune hingewiesen. Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen sind aus Sicht der Kreisverwaltung gut geeignet, um das Erscheinungsbild eines jeden Ortes festzuschreiben und Erhaltenswertes wirkungsvoll zu schützen. Gleichwohl müssten sie aber auch als einengendes oder gar ausschließendes Planungsinstrument verstanden werden. Bei der Aufstellung seien daher eine breite Beteiligung der Bevölkerung und ein besonderes Verantwortungsbewusstsein für die zu treffenden Entscheidungen notwendig.

 

Aus dem Publikum wurde die Sorge geäußert, dass sich Orte, die einmal eingemeindet wurden und nun als Ortsteil weiterbestehen, gefühlt keine Einflussmöglichkeit auf die eigene Entwicklung haben. Die Entscheidungen würden „die da oben" treffen, die mit dem eigentlichen Ort nur wenig zu tun hätten. Landrat Rolf Lindemann ermutigte die Gäste sich selbst aktiv an der Entwicklung ihrer Orte zu beteiligen: „Die da oben gibt es in einer Demokratie nicht, Sie sind diejenigen die Verantwortung vor Ort übernehmen und die Ihnen gegebenen Gestaltungsspielräum nutzen müssen".

 

Auf großes Interesse stieß die Vorstellung des von der Bundesstiftung Kultur geförderten Projektes „Neue Auftraggeber". Auftraggeber sind dabei die vor Ort lebenden Menschen, die sich

selbst eine Stimme und ihren Wünschen eine Form geben wollen. Während die Auftragsvergabe zur Schaffung eines Kunstwerkes lange nur Privilegierten vorbehalten war, soll nun jeder die Möglichkeit dazu erhalten und mit Künstlern zusammenarbeiten können. Die Umsetzung wird von der Bürgerschaft vor Ort initiiert und von einem ortskundigen Mediator begleitet. Dabei soll etwas Neues geschaffen werden und das Leben in den Orten kulturell und sozial bereichern. Die Gesellschaft der „Neuen Auftraggeber" schafft den Rahmen dafür und unterstützt Bürgerinnen und Bürger, Künstler und Kooperationspartner bei der Beauftragung, Finanzierung und Ausführung anspruchsvoller Vorhaben. Auf diese Art wurden in ganz Europa schon über 500 Projekte gemeinschaftlich vorbereitet und umgesetzt.

 

Arnold Bischinger, Amtsleiter des Kultur- und Sportamtes der Kreisverwaltung, stellte abschließend die Förderinstrumentarien des Landkreises Oder-Spree für den Bereich der Kulturförderung vor. Der Kulturbegriff wird dabei weit gefasst. Demnach werde das kulturelle Leben in seiner Vielfalt und die Vermittlung des kulturellen Erbes öffentlich gefördert, nicht zuletzt auch aufgrund der Erkenntnis, dass kulturelles Leben zu einem Wirtschafts- und damit Standortfaktor geworden und unabdingbar für nachhaltige touristische Entwicklungen ist. Förderquoten von bis zu 60 Prozent der Sachkosten ohne Personalkosten sind möglich. Der Schwerpunkt der kreislichen Förderung ist auf Projekte ausgerichtet aber auch einmalig begangene Dorfjubiläen können unterstützt werden.

Informationen zur Kulturförderung des Landkreises Oder-Spree

 

Quelle: Medieninformation 59/2018 Landkreis Oder-Spree

Foto zur Meldung: Landkreis LOS: Veranstaltungsreihe „Aktiv – Dorf mit Zukunft" gestartet
Foto: Landkreis LOS: Veranstaltungsreihe „Aktiv – Dorf mit Zukunft" gestartet

MIL veröffentlicht Positionspapier zum ländlichen Raum

(21.06.2018)

Ein auf Initiative und unter Federführung des MIL erarbeitetes Positionspapier fasst Einschätzungen und Hinweise zusammen, wie gutes Planen und Bauen unter den besonderen Bedingungen in kleinen Städten in Gemeinden in ländlichen Räumen funktionieren kann.

 

Als breite Plattform aus Landesministerien, Wirtschaft, Planerverbänden, Kommunen und Wissenschaft hat das Netzwerk Baukultur Brandenburg bereits im vergangenen Jahr unter Leitung von Ministerin Kathrin Schneider mit der Arbeit am Thema „Baukultur im ländlichen Raum“ begonnen.

Ausgehend von einem gemeinsamen Verständnis der vorhandenen Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten stellt das Positionspapier in 14 Schwerpunkten die gemeinsamen Bewertungen, Erwartungen und Gestaltungsansätze dar.

 

Das Papier spricht auch Verfahrens- und Strategiefragen an und richtet sich dabei an private und öffentliche Aktive: vor Ort, aber auch auf den übergeordneten Ebenen. Es geht um die Verantwortung der Gemeinden und die Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement, aber auch um die benötigten planerischen und finanziellen Mittel.

Nicht zuletzt nimmt das Positionspapier Stellung zur Rolle von Ortskern und ländlichen Ortsteilen, zu Fragen des Umgangs mit bestehenden Baustrukturen und ihrer Ergänzung durch Neubauten. Das MIL wird das Positionspapier des Netzwerks Baukultur in den parlamentarischen Raum tragen und zum Gesprächsthema machen, z.B. gegenüber Institutionen und Beteiligten in Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Das MIL hat die Netzwerkpartner ausdrücklich ermutigt, dies in Ihrem jeweiligen Wirkungskreis ebenfalls zu tun.

 

Positionspapier

 

Quelle: MIL

Foto zur Meldung: MIL veröffentlicht Positionspapier zum ländlichen Raum
Foto: MIL veröffentlicht Positionspapier zum ländlichen Raum

AG Historische Dorfkerne im Land Brandenburg unterwegs

(20.06.2018)

Am 10. Juni 2018 fand das Jahrestreffen mit Exkursion der Ag Historische Dorfkerne Brandenburgs und der IG Schönste Dörfer Sachsens statt.

 

Begonnen wurde 10 Uhr in Neuhardenberg, die Begrüßung erfolgte durch den Vorsitzenden , Amtsdirektor Karsten Birkholz, MDL Simona Koß und den stellvertretenden Bürgermeisten Neuhardenberg Dietmar Zimmermann. Mitglieder des Heimatverein Neuhardenberg e.V. übernahmen die Führung durch das Dorfmuseum Alte Schule und einen kleinen Ortsrundgang mit Kirchenbesichtigung. Dietmar Zimmermann und Horst Wilke übernahmen die Reiseleitung der Tagungsteilnehmer, erläuterten die Besonderheiten der Region Oderbruch bei einer Rundfahrt über Bärwinkel, Letschin, Wilhelmsaue, Altlewin, Neulewin und Neulietzegöricke. Horst Wilke begrüßte als Bürgermeister die Teilnehmer als Dorfschulze und informierte zur Dorfgeschichte des Kolonistendorfes.

 

In der anschließenden Gesprächsrunde wurden Ziele der weiteren Zusammenarbeit der beiden Bundesländer erörtert, Herr Hoppe als Vertreter des Landwirtschaftsministeriums bekräftigte die Wichtigkeit der AG Historische Dorfkerne und Vernetzung z.B. mit Sachsen. Das Bestreben zur Erlangung des europäischen Kulturerbesiegels wurde diskutiert und eine weitergehende Zusammenarbeit gewünscht.

 

AG Historische Dorfkerne im Land Brandenburg

Foto zur Meldung: AG Historische Dorfkerne im Land Brandenburg unterwegs
Foto: AG Historische Dorfkerne im Land Brandenburg unterwegs

Engagementförderung: Analysetool für gemeinnützige Organisationen

(20.06.2018)

Die Akademie für Ehrenamtlichkeit stellt auf ihrer Webseite ein Analysetool für gemeinnützige Organisationen zur Verfügung, mit dessen Hilfe der Entwicklungsstand der Engagementförderung in der eigenen Organisation ermittelt werden kann – von den Voraussetzungen für ehrenamtliches Engagement bis hin zur Verabschiedung von Freiwilligen.

 

Die Beantwortung der Fragen dauert nur wenige Minuten. Es wird empfohlen, das Analysetool möglichst in einer kleinen Gruppe auszufüllen, beispielsweise im Vorstandsteam, da verschiedene Mitglieder einer Organisation die Situation oft unterschiedlich einschätzen. Nach Beantwortung des Fragebogens erhalten die Organisationen innerhalb weniger Tage eine Auswertung mit ersten Handlungsempfehlungen.

Analysetool

„Kerniges Dorf!“: Abschlussbroschüre zum Wettbewerb 2017

(31.05.2018)

Die Broschüre zum bundesweiten Wettbewerb „Kerniges Dorf!“ ist erschienen und kann auf der Website der Agrarsozialen Gesellschaft e. V. (ASG) heruntergeladen werden.

 

Mit dem Wettbewerb zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Dörfer aus, die ihre bauliche Gestaltung

an die Bevölkerungsentwicklung anpassen.

 

Mehr zum Wettbewerb und zum Dowload

Foto zur Meldung: „Kerniges Dorf!“: Abschlussbroschüre zum Wettbewerb 2017
Foto: „Kerniges Dorf!“: Abschlussbroschüre zum Wettbewerb 2017

Dorfbewegung Brandenburg im Bund europäischer Dorfbewegungen

(21.05.2018)

Am 6. März fand die diesjährige Generalversammlung von ERCA (European Rural Community Alliance) als virtuelles Treffen statt. Ziel von ERCA ist es, bestehende Dorfbewegungen in Europa zu fördern und die Gründung neuer Dorfbewegungen zu unterstützen.

 

Als eine weitere Aufgabe gestaltet ERCA, gemeinsam mit den Netzwerken PREPARE und ELARD, das Europäische Ländliche Parlament (ERP). Seit 2013 findet es auf Initiative von ERCA alle zwei Jahre statt, als europaweites Treffen von Dorfakteuren, Dorfbewegungen und Europa-Politikern. Die bei den Parlamenten beschlossenen Ziele sollen dauerhaft auf europäischer Ebene vertreten werden - hierzu fanden im Nachgang des ERP 2017 Treffen mit Kommissions-Beschäftigten statt, zudem ist ERCA ist Mitglied der „Civil Dialogue Group on Rural Development“.

 

Staffan Nilsson von der schwedischen Dorfbewegung „Hela sverige ska leva!“ (Ganz Schweden soll leben!) ist für ein Jahr zum Präsidenten gewählt worden, Kim Smedslund von "Suomen Kylätoiminta ry" (Finnische Dorf-Aktions-Bewegung) zum Vizepräsidenten.

 

Der Verein „Dorfbewegung Brandenburg e.V.“ ist das erste regionale deutsche Mitglied. Für zwei Jahre ist Dr. Ulrike Schumacher, neben Mitgliedern aus Irland, Schottland und Katalonien, in den Vorstand gewählt worden. Die freiberufliche Soziologin ist den Aktivitäten zum Aufbau einer brandenburgischen Dorfbewegung seit 2005 verbunden.

Digitalisierung: Neue Formen der Beteiligung im ländlichen Raum

(16.05.2018)

Abgehängte Bürger in ländlicher Diaspora? In Zeiten der Digitalisierung ist das eigentlich kein Thema: Ideen für neue Formen der Vernetzung und Zusammenarbeit schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Sie verbessern das Miteinander von Kommunen und Bürgern, erleichtern die Nahversorgung in entlegenen Regionen und lassen neue Kontakte und Beziehungen entstehen.

 

In der Aufsatzsammlung „Digitalisierung – neue Plattformen für Beteiligung und Demokratie auf dem Land?“ der CSU-nahen Hanns Seidel Stiftung berichten Autoren unterschiedlicher Fachrichtungen über erfolgreiche Digitalisierungsstrategien im ländlichen Raum.

 

Silke Franke/Holger Magel (Hrsg.), Digitalisierung – Neue Plattformen für Beteiligung und Demokratie auf dem Land? Hanns Seidel Stiftung, Akademie für Politik und Zeitgeschehen, München 2018, 130 Seiten
Download

MIL empfiehlt Leitlinien für die bauliche Gestaltung in kleinen Ortschaften

(08.05.2018)

Kleine Gemeinden und Ortschaften können selbst Leitlinien für die bauliche Gestaltung erarbeiten und dabei das Wissen und das Engagement der Bürgerschaft nutzen. Denn auch auf dem Lande braucht gute Baukultur Spielregeln: Viel läuft über Bauherrenberatung und gute Beispiele. Und wo rechtliche Regelungen (z.B. Satzungen) nötig sind, müssen diese gegenüber den Betroffenen gut erläutert werden.

 

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat in Abstimmung mit der Brandenburgischen Architektenkammer einen Orientierungsrahmen für Leitlinien zur Ortsgestaltung erarbeiten lassen.

 

Dieser Orientierungsrahmen steht als „Anleitung“ zum Download zur Verfügung. Er zeigt auf, wie die Bürgerschaft vorgehen sollte und wie die Arbeit an den Leitlinien von Fachleuten begleitet werden sollte. Ob die Gestaltungsleitlinien in Vorschläge und Empfehlungen münden oder auch in rechtsverbindliche Festlegungen, müssen Bürgerschaft und Gemeinde grundsätzlich selbst entscheiden.

Der Orientierungsrahmen des MIL wird zunächst einem kleinen Kreis von interessierten Kommunen aus den ländlichen Räumen Brandenburgs im Jahr 2018 erprobt werden. Der Kreis der Kommunen wird auf Grundlage des MIL-Projekts „Stadt-Land gestalten“, dem Modellvorhaben „Baukultur und Tourismus“ und der Arbeitsgemeinschaft Historische Dorfkerne gebildet. Für die pilothafte Leitfadenerarbeitung wurde eine Unterstützung mit Lotto-Mitteln vom MIL in Aussicht gestellt.

 

Orientierungsrahmen zum Download

 

Foto zur Meldung: MIL empfiehlt Leitlinien für die bauliche Gestaltung in kleinen Ortschaften
Foto: MIL empfiehlt Leitlinien für die bauliche Gestaltung in kleinen Ortschaften

Dorfkirchensommer 2018 in Brandenburg

(08.05.2018)

250 Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, Lesungen und Gottesdienste stehen beim diesjährigen Brandenburger Dorfkirchensommer auf dem Programm.

Die vielen Dorfkirchen im Land würden dadurch zusätzliches Leben und eine überregionale Ausstrahlung erhalten, betonte Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, am Samstag zur Eröffnung.

 

Von den gut 2000 Kirchen der Landeskirche sind nach den Angaben etwa 1600 in Dörfern. Mittlerweile seien 1400 in Brandenburg bereits restauriert, auch dank des Engagements vieler Ehrenamtlicher. „Es gibt erfreulich viele Menschen, denen ihre Kirche am Herzen liegt“, sagte der Bischof.

Viele Dörfer litten unter den Wegzug junger Menschen. Andererseits verbrächten immer mehr Menschen Urlaub und Wochenenden auf dem Lande und fühlten sich den Orten verbunden, sagte Dröge. Kulturelle Veranstaltungen wie der Dorfkirchensommer seien da ein Anziehungspunkt.

 

Zum Programm des diesjährigen Dorfkirchensommers gehören eine Bustour zu Schlössern und Dorfkirchen in der Prignitz (9. Juni) und eine Lesung mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck (25. August). Die Veranstaltungen laufen bis 31. Oktober.

 

Mehr zum Dorfkirchensommer erfahren

 

Wenn Sie sich mit einer eigenen Veranstaltung am Dorfkirchensommer 2018 beteiligen möchten, nutzen Sie bitte die Online-Eingabemaske "Veranstaltungen im Rahmen des Dorfkirchensommers" der Veranstaltungsdatenbank www.ekbo-termine.de.

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Foto: Dorfkirchensommer 2018 in Brandenburg

LESETIP: Neues Wohnen auf dem Land

(02.05.2018)

Demografischer Wandel und gemeinschaftliche Wohnformen im ländlichen Raum

 

Eva Wonneberger untersucht, wie sich demografischer Wandel in ländlichen Regionen besonders auf die Gebäudenutzung und infrastrukturelle Versorgung der Gemeinden auswirkt. Hier können neue Wohnformen einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie das Wohnangebot beleben, die bröckelnde Sozialstruktur verbessern und Angebote an Nachbarschaftshilfe sowie Möglichkeiten für Gemeinschaftsleben bieten, die in die Quartiere hineinwirken.

 

ISBN 978-3-658-21362-6

 

Bestellen

 

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Foto: LESETIP: Neues Wohnen auf dem Land

BRANDENBURG: Dialog zu Kreativität auf dem Land

(26.04.2018)

Die Enquete-Kommission zur Zukunft der ländlichen Regionen hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, erste Thesen zum Thema „Kreativität auf dem Land – Raumpioniere, lokale Identität und bürgerschaftliches Engagement“ auf dem Dialogportal zur Kommentierung einzustellen.

 

Nun haben wieder alle Bürger*innen die Möglichkeit, der Kommission ihre Meinung zu den Schlussfolgerungen mitzuteilen – was ist von den aufgeführten Punkten wichtig und richtig, aber vielleicht auch entbehrlich.

 

„Kreativität auf dem Land – Raumpioniere, lokale Identität und bürgerschaftliches Engagement“

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Foto: BRANDENBURG: Dialog zu Kreativität auf dem Land

Zusammenleben vor Ort: Bericht zur 3. Fachwerkstatt

(24.04.2018)

Am 11. und 12. April 2018 fand in Witzin und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) die dritte Fachwerkstatt der Reihe »Zusammenleben vor Ort – Gemeinsam. Demokratisch. Engagiert.« statt. Auch die Dorfbewegung Brandenburg war dazu eingeladen.

 

Ziel der Reihe ist es, Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen der ländlichen Räume miteinander zu Fragen des demokratischen Zusammenlebens ins Gespräch zu bringen und gemeinsam zu diskutieren, wie eine gute Kooperation von Kommunalpolitik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements gelingen kann.

 

Die Reihe wird als Kooperation des BBE mit der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durchgeführt. Die Abschlussveranstaltung ist für den September 2018 geplant und soll – wie die Auftaktveranstaltung – in Berlin stattfinden.

Bericht zur Fachwerkstatt auf der Webseite des BBE

Bericht in der »Schweriner Volkszeitung«

Foto zur Meldung: Zusammenleben vor Ort: Bericht zur 3. Fachwerkstatt
Foto: Quelle: Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

Aufwandsentschädigungen für BürgermeisterInnen in Sachsen

(24.04.2018)

Ein Gesetzentwurf des Sächsischen Landtags (Drucksache 6/11669) sieht vor, die Aufwandsentschädigungen für BürgermeisterInnen in Sachsen zu erhöhen.

 

Derzeit bekommen Sachsens ehrenamtliche BürgermeisterInnen eine Aufwandsentschädigung von 630 bis 1.720 Euro im Monat. Die Höhe hängt von der Bevölkerungszahl der Gemeinde ab. Nach der Erhöhung erhalten die BürgermeisterInnen künftig zwischen 1.700 und 2.550 Euro. Der Sächsische Städte- und Gemeindebund (SSG) hat die geplante höhere Aufwandsentschädigung in Sachsen begrüßt. Kritisch sieht er den Vorschlag, die Gemeinderäte über die Höhe der Aufwandsentschädigung entscheiden zu lassen.

Weitere Informationen

Gesetzentwurf (Drs 6/11669)

Ehrenamt 4.0 - digitale Zukunft der Vereine auf dem Land

(16.04.2018)

Die Herausforderungen der Digitalisierung für Vereine auf dem Land und die Antworten darauf erörtert Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes. Aus der Perspektive des LandFrauenverbandes skizziert sie die verschiedenen engagementpolitischen Dimensionen der Digitalisierung im ländlichen Raum.

 

Was bedeutet Engagement 4.0, was Vereinsarbeit 4.0? Welche finanziellen Herausforderungen gibt es, wo besteht Forschungs- und Unterstützungsbedarf? Angesichts der Chancen und Aufgaben hält sie kritisch fest: »Im Zusammenhang mit ehrenamtlichem Engagement steht die Digitalisierung bisher kaum auf der Tagesordnung, weder in der Wissenschaft, noch auf politischer Ebene, wo dieses Querschnittsthema bisher durch die Raster der politischen Ressorts gefallen zu sein scheint.«

Beitrag von Brigitte Scherb (HTML)
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Foto zur Meldung: Ehrenamt 4.0 - digitale Zukunft der Vereine auf dem Land
Foto: Ehrenamt 4.0 - digitale Zukunft der Vereine auf dem Land

Wettbewerb „Kerniges Dorf!“ – Broschüre zum Download

(16.04.2018)

Die Preisträger und Sonderpreisträger des Wettbewerbs „Kerniges Dorf!“ wurden während des Abendempfangs des 11. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung im Rahmen der Internationalen Grünen Woche Berlin 2018 durch das BMEL ausgezeichnet und erhielten ihre Urkunden aus den Händen von StS Dr. Hermann Onko Aeikens und der Vorsitzenden des Vorstands der Agrarsozialen Gesellschaft, Dr. Juliane Rumpf.

In der Broschüre zum Wettbewerb werden sämtliche Preisträger sowie alle Finalisten mit ihren Ideen und Maßnahmen vorgestellt. Die Broschüre kann als pdf von der Website der ASG herunterladen werden:
www.asg-goe.de/wettbewerb.shtml
 

Foto zur Meldung: Wettbewerb „Kerniges Dorf!“ – Broschüre zum Download
Foto: Wettbewerb „Kerniges Dorf!“ – Broschüre zum Download

Land mit Zukunft – Neue Ideen vom Runden Tisch

(26.03.2018)

„Die Großstädte boomen, das platte Land schrumpft“, diese Formel bringt die derzeitige demografische Entwicklung in Deutschland auf den Punkt. Sehr anschaulich zeigt sich diese Zweiteilung auch in Hessen: Während im Süden des Bundeslandes, im Rhein-Main-Gebiet, die meisten Gemeinden wachsen, schwindet die Bevölkerung abseits der Städte im Norden bereits seit einigen Jahren – mit sichtbaren Folgen. Leerstehende Ladenlokale, baufällige Wohnhäuser, geschlossene Gaststätten und verwaiste Haltestellen prägen vielerorts das Straßenbild.

 

Eine drohende Abwärtsspirale lässt sich nur zusammen mit den Menschen vor Ort aufhalten. Dieser Grundgedanke ist Kern des Programms „Land mit Zukunft“ der Landesstiftung "Miteinander in Hessen" und der Herbert Quandt-Stiftung. Bürgerinnen und Bürger haben in Nordhessen an Runden Tischen Versorgungslücken ausgemacht und dann darauf zugeschnittene Projekte entwickelt – professionell unterstützt und gefördert vom Programm „Land mit Zukunft“.

 

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat das Programm begleitet und zusammengefasst, wie erfolgreiche Projekte entstanden sind, aber auch, wo und warum es zu Fehlschlägen kam.

 

Hier geht's zur Studie

 

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Foto: Land mit Zukunft – Neue Ideen vom Runden Tisch

Digitale Lösungen: Förderung für Smart Village beantragen

(26.03.2018)

Den Dörfern wird eine digitale Zukunft vorausgesagt. Die mabb - die gemeinsame Medienanstalt der Länder Berlin und Brandenburg - will es genauer wissen und fördert Dörfer und Kommunen, die mit modellhaften Projekten die Digitalisierung vorantreiben wollen.

 

Bewerben Sie sich bis zum 13. April als smart village und lassen Sie sich digitale Angebote in Ihrer Kommune fördern.
http://www.smart-village.net/

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Foto: Digitale Lösungen: Förderung für Smart Village beantragen

Den Dorfladen erfolgreich führen

(26.03.2018)

Bei einem Laden-Check im benachbarten Dorfladen in Seddin lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars, worauf sie bei der Einrichtung eines Dorfladens achten müssen: Sichtbarkeit des Ladens im Ort, Hinweisschilder und Außenwerbung, barrierefreier Zugang und Beleuchtung, Positionierung der Warenregale, Präsentation der Waren, Etikettierung und sehr viele Details mussten sie beim Ladenrundgang checken.


Wichtig ist, diese Erkenntnisse auf den eigenen Laden zu übertragen. Denn als Betreiber muss man auch auf finanzielle und organisatorische Aspekte achten, und vielleicht sind mehrere Entscheider am Geschäft beteiligt und sich nicht immer einig. Da hilft es, die Perspektive des Kunden einzunehmen und das Erscheinungsbild des Geschäfts noch einmal neu zu betrachten. Hilfreich ist der Austausch mit anderen Ladenbetreibern und Experten, die einen unverstellten Blick haben und mit konstruktiver Kritik unterstützen können.

 

Die Teilnehmer/innen des ersten Seminar s aus der Reihe "Den Dorfladen erfolgreich führen" konnten viele Anregungen und fachliche Hinweise mitnehmen und profitierten vom gegenseitigen Austausch. Das nächste Seminar findet am 27. und 28. April statt.

 

Mehr Infos unter Aktuelles vom Forum

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Foto: Den Dorfladen erfolgreich führen

Eine fondsübergreifende europäische Förderung für die integrierte Entwicklung der ländlichen Gebiete

(23.03.2018)

Vor dem Hintergrund der laufenden Beratungen über den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union haben der Europäische Ausschuss der Regionen und die internationale Vereinigung Ländlicher Raum – Umwelt – Entwicklung (R.E.D.) am 19. März auf einer Konferenz in Brüssel Finanzierungsmöglichkeiten für die integrierte Entwicklung der ländlichen Gebiete erörtert.

 

Sie fordern die EU-Organe auf, einen fondsübergreifenden Fördertopf für die Entwicklung des ländlichen Raums einzuführen.

 

Alle Informationen

Einladung zur Seminarreihe "Den Dorfladen erfolgreich führen" am Seddiner See, Start im März 2018

(27.02.2018)

Das Forum ländlicher Raum - Netzwerk Brandenburg lädt Sie herzlich zur Seminarreihe "Den Dorfladen erfolgreich führen" ein, die im Rahmen des DorfDialogs angeboten wir. Mit diesem Angebot möchte das Forum Sie beim Aufbau Ihres Dorfladens unterstützen.

 

Im ersten Seminar am 16. und 17. März erhalten Sie fundierte Sachkenntnis über die verschiedenen Konzepte und über die Standbeine, die in einem Dorfladen von Bedeutung und für seinen Erfolg notwendig sind. Im zweiten Seminar am 27. und 28. April geht es um die Ladengestaltung, die Auswahl des Sortiments und regionale Produkte, die Verhandlung mit Lieferanten und besondere Angebote zum Erleben und Genießen.

 

Die Seminare finden im Rahmen des DorfDialogs beim Forum ländlicher Raum - Netzwerk Brandenburg statt, jeweils von Freitag Nachmittag bis Samstag Nachmittag in der Heimvolkshochschule am Seddiner See.

 

Die Anmeldung erfolgt über die Website unter:

Anmeldung Dorfladen-Seminare

 

Kontakt:

Dorothea Angel 

Forum ländlicher Raum - Netzwerk Brandenburg

Heimvolkshochschule am Seddiner See

Seeweg 2

14554 Seddiner See

 

Tel.: 033205-2500-22 (Mo-Do 8-16 Uhr)

Fax.: 033205-2500-19

www.forum-netzwerk-brandenburg.de

angel(at)forum-netzwerk-brandenburg.de

Foto zur Meldung: Einladung zur Seminarreihe "Den Dorfladen erfolgreich führen" am Seddiner See, Start im März 2018
Foto: Einladung zur Seminarreihe "Den Dorfladen erfolgreich führen" am Seddiner See, Start im März 2018

Kooperationssuche SMART Villages

(27.02.2018)

Die slowenischen LEADER-Regionen LAG Posavje, LAG Prlekija und die LAG Kras suchen für ein „Smart Village“-Projekt u.a. Kooperationspartner aus Deutschland.

 

Ein Informationsblatt mit den Kerninformationen finden Sie hier.

 

Über weitere Fragen und Interesse freuen sich Goran Šoster, einer der European Rural Parliament-Initiatoren (goran(at)prlekija.com), und Janja Jordan (janja.jordan(at)krsko.si).

Foto zur Meldung: Kooperationssuche SMART Villages
Foto: Kooperationssuche SMART Villages

Mal über Tabuthemen reden – Dokumentation der Dezembertagung 2016 des DGD-Arbeitskreises „Städte

(26.02.2018)

Die Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen wirft angesichts der Disparitäten ländlicher Räume Fragen auf: Wie soll bzw. kann man diese Entwicklung gestalten? Wenn bei langfristig anhaltender Schrumpfung Entwicklung konzentriert werden muss, drohen entwicklungsferne Räume auf der Strecke zu bleiben. Andererseits

wiederholt die Politik immer wieder reflexartig, dass kein Dorf aufgegeben werden soll. Wie passt das zusammen?

 

Die Dokumentation der Veranstaltung stellt die dort präsentierten Antworten vor

Foto zur Meldung: Mal über Tabuthemen reden – Dokumentation der Dezembertagung 2016 des DGD-Arbeitskreises „Städte
Foto: Mal über Tabuthemen reden – Dokumentation der Dezembertagung 2016 des DGD-Arbeitskreises „Städte

MITREDEN: Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion (LEP HR), 2. Entwurf

(26.02.2018)

Auf ihren Sitzungen am 19.12.2017 haben das Brandenburger Kabinett und der Berliner Senat den 2. Entwurf des Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR) zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

Schriftliche Stellungnahmen sind unter Angabe des Namens der stellungnehmenden Privatperson beziehungsweise der Bezeichnung der stellungnehmenden Institution, der Anschrift und der Unterschrift des Stellungnehmenden beziehungsweise des Zeichnungsberechtigten bis zum 7. Mai 2018 an die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL) zu senden.

 

Entwurf des LEP auf der Website der Gemeinsamen Landesplanung

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Foto: MITREDEN: Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion (LEP HR), 2. Entwurf

WICHTIG: Neue Datenschutz-Grundverordnung

(26.02.2018)

Am 25.05.2018 treten die Vorschriften nach der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in Kraft.

 

Die neuen Regelungen gelten nicht nur für Unternehmen, sondern für alle natürlichen und juristischen Personen - auch für Vereine und betreffen damit auch Museen.

 

Informieren Sie sich hier über die neuen Regelungen.

Flüchtlinge: Gut leben auf dem Land?

(12.12.2017)

Welches Potenzial haben ländliche Räume zur Integration von Flüchtlingen? Je nach Blickwinkel sind die Antworten sehr unterschiedlich. Kurze Wege, soziale Nähe und ein entspannter Wohnungsmarkt stehen für günstige Vorzeichen. Erfolgreiche  Integration mildert hier sogar die negativen Folgen des demografischen Wandels ab.

 

Es kann aber auch ganz anders kommen. Wo Verkehrsverbindungen schlecht sowie Sprachkurse und Arbeitsplätze rar sind, ist Eingliederung schwierig. Mal abgesehen davon, dass soziale Nähe nicht automatisch mit gesteigerter Willkommenskultur einhergeht. Eine Bestandsaufnahme der Robert Bosch Stiftung will es genau wissen: Wie haben Landkreise und Gemeinden die Aufnahme und Integration bewältigt, welche Herausforderungen stellen sich künftig?

 

Befragt wurden 95 Akteure und Institutionen aus kommunaler Politik und Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft im Zeitraum von März bis Mai 2017.

 

Rainer Ohliger / Raphaela Schweiger / Lisa Marie Veyhl, Auf dem Weg zur Flüchtlingsintegration im ländlichen Raum. Ergebnisse einer Bedarfsanalyse in sieben Landkreisen, Robert Bosch Stiftung, 2017, 38 Seiten

 

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Dorfbewegung auf der Neulandgewinner-Konferenz dabei

(08.12.2017)

Das Neulandgewinner-Forum am 29. November 2017 in Berlin stand unter dem Titel "Gesellschaft selber machen". Erstmals fand das Neulandgewinner-Forum gemeinsam mit der Vernetzungsstelle Ländliche Räume (dvs) statt, die den Marktplatz für Dörfer mit der Veranstaltung zusammenführte.

 

Die Brandenburger Akteure des ländlichen Raums waren sehr zahlreich vertreten, wie auf dem Deutschlandmodell zu sehen war, das vorerst in neuartiger Zuteilung den "hohen Norden", den "tiefen Süden" und die "weite Mitte" abbildete. In diesem Zuschnitt war Brandenburg teilweise dem Norden, teils der weiten Mitte zugehörig. Mittags wurde das Modell gemeinsam in die geografisch "richtige" Form gebracht.

 

In einem der sechs Ideenlabore am Nachmittag wurde das zukunftsfähige Dorf diskutiert. Einhelliges Ergebnis war: Orte der Begegnung sind notwendig für ein lebendiges Dorf, diese müssen aber nicht fest gemauert und immer am gleichen Platz sein. Eine kreative Idee: der mobile Stammtisch. Dass sich Menschen begegnen, ihre Vorstellungen austauschen und gemeinsam Projekte angehen, und dass diese Akteure befähigt werden, solche Prozesse aktiv zu gestalten, sahen die Teilnehmenden ebenfalls als zentrale Voraussetzung für gelingende Dorfentwicklung. Interessant daran: der Ausbau von Gebäuden und der Infrastruktur wurde von vielen erst als der zweite Schritt gesehen.

 

Quelle: Forum Ländlicher Raum

Lesetipp 2: Politisch aktiv werden – Öffentlichkeit herstellen – Rechte durchsetzen

(28.11.2017)

Der völlig neu überarbeitete Ratgeber für den politisch interessierten Bürger, erklärt Grundlagen des politischen Handelns und zeigt in 99 Tipps, was der Einzelne auf verschiedenen Ebenen tun kann. Von der gezielten Informationsbeschaffung über die Meinungsbildung bis hin zur Bürgerbeteiligung mittels Petitionen, Initiativen oder Online-Verfahren, werden unterschiedliche Möglichkeiten aufgezeigt.

 

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Unser neuer Infobrief ist da!

(27.11.2017)

Liebe Dorfakteurinnen und Dorfakteure sowie andere an der Dorfentwicklung Interessierte,

 

auf vielen Ebenen spüren wir derzeit eine große Dynamik und Hinwendung zum ländlichen Raum sowie den Dörfern. Dies bietet uns nun große Chancen, uns Gehör zu verschaffen. Dies sollte in einem konstruktiven Dialog geschehen, der Handlungsbedarf kenntlich macht und Schritte zur Aushandlung von Lösungen ermöglicht.

Dafür haben wir uns gemeinsam mit vielen Partnern auf den Weg gemacht, um geeignete Formate zu entwickeln, die die Dörfer dabei unterstützen, aktiv zu sein und zu werden. Wir laden Sie herzlich ein, sich der Dorfbewegung anzuschließen – gemeinsam werden wir gehört!

 

Weiterhin in diesem InfoBrief:

3. Europäisches Ländliches Parlament

 

Hier herunterladen

 

Lesetipp: „Das neue Dorf“

(27.11.2017)

Das Dorf als Synthese von Stadt und Land

 

Wie neu gegründete Dörfer uns eine selbstbestimmte Existenz ermöglichen; wie Bio-Gärtnereien und Minifarmen nahegelegene Städte versorgen; wie Permakultur gesunde Ernährung und gesundes Klima gewährleistet; wie Kinder in und mit der Natur aufwachsen können — all das will Ralf Otterpohl in seiner Publikation „Das Neue Dorf“ zeigen. Er entwirft dazu eine Synthese der Vorteile von Stadt und Land, die in der Tradition von Transition Town und Ökodorf steht.

 

180 Seiten, oekom verlag München, 2017

ISBN-13: 978-3-96006-013-0

Preis: 20.00 €

Foto zur Meldung: Lesetipp: „Das neue Dorf“
Foto: Lesetipp: „Das neue Dorf“

Smart Villages: Europäische Kommission publiziert Aktionsplan

(27.11.2017)

Mit einer großen Konferenz in Cork, Irland hat die Europäische Kommission im September 2016 die Diskussion über die Zukunft der ländlichen Entwicklung gestartet. Ein Teil davon betrifft die Lebensqualität in den Regionen. Nun wurde ein Aktionsplan für

„Smart Villages“ publiziert.

 

Zur PDF-Datei

 

Foto zur Meldung: Smart Villages: Europäische Kommission publiziert Aktionsplan
Foto: Smart Villages: Europäische Kommission publiziert Aktionsplan

DorfDialog in Brandenburg

(27.11.2017)

Die Einrichtung von Dorfläden und Multifunktionshäusern in den Dörfern ist seit der Einrichtung der ersten Läden vor etwa 15 Jahren bis heute ein ungebrochener Trend, wenn auch in überschaubarem Ausmaß. Denn es ist keine leichte und schnelle Sache, eine entsprechende Initiative auf den Weg zu bringen und vor allem ein solches Angebot dauerhaft zu erhalten. Mittlerweile gibt es Erfahrungen und Netzwerke, die es leichter machen, selbst diesen Weg zu gehen.

 

Bei einer Fachwerkstatt des Modellvorhabens Mobil.Dasein.OPR wurden Konzepte und Netzwerke zur multifunktionalen Nutzung von Gebäuden, zum Aufbau von Dorf läden sowie Angebote zur Förderung und Dorfentwicklung vorgestellt. Auch das Forum präsentierte das Seminarangebot "Fahrplan fürs Dorf" zur Dorfentwicklung, außerdem eine geplante Seminarreihe zum erfolgreichen Betrieb von Dorfläden. In vorerst drei Modulen zu Konzeption und Standbeinen, Sortimentsgestaltung und Marketing, Ehrenamt und professioneller Betriebsführung begleiten wir Sie mit fundierter fachlicher Unterstützung beim Aufbau Ihres Dorfladens.

 

Mehr Infos und die Anmeldung finden Sie bei den aktuellen Veranstaltungen des Forums Ländlicher raum Brandenburg, außerdem Lesestoff zur Einstimmung auf das Thema auf unserer Website unter Themen.

Foto zur Meldung: DorfDialog in Brandenburg
Foto: DorfDialog in Brandenburg

Gesamtauswertung der Zukunftswerkstätten des Bundesministeriums für Ernäherung und Landwirtschaft liegt vor

(09.11.2017)

Mehr als 1300 Fachleute und regional Aktive haben sich bei den Zukunftswerkstätten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beteiligt. Zwischen Mai und September 2017 kamen bei der Online-Beteiligung sowie bei vier Veranstaltungen in ländlichen Regionen Deutschlands mehr als 3000 Rückmeldungen zu wichtigen Fragen der ländlichen Entwicklung zusammen.

 

Eine wichtige Erkenntnis: In vielen Gemeinden und Landkreisen gibt es Ideen, wie sich Zukunft auf dem Land gestalten lässt, und die Menschen am Ort sind bereit, sich dafür zu engagieren. Das Resümee der Ergebnisse liegt jetzt vor – als interaktive Dokumentation und als übersichtlicher Download.

 

Unter dem Motto „Regional vernetzt – gemeinsam stark“ hatten Fachleute und Engagierte bei den Zukunftswerkstätten diskutiert, was aus ihrer Sicht die zentralen künftigen Handlungsfelder für die Entwicklung ländlicher Regionen sind und welche Rahmenbedingungen es braucht, um das Land zukunftsfähig zu gestalten.

 

Bei vier Veranstaltungen im Hochsauerlandkreis und dem Werra-Meißner-Kreis sowie den Landkreisen Elbe-Elster und Tirschenreuth ging es um Themen aus den Bereichen Wirtschaft und Arbeit, Versorgung und Infrastruktur sowie Gemeinschaft und Zusammenleben. Konkrete Fragestellungen dazu hatten die Teilnehmenden vorab über die digitale Plattform des BMEL erarbeitet. Bei den vier Zukunftswerkstätten waren mehr als 400 Akteure und Entscheider aus den Regionen dabei und arbeiteten in drei, digital begleiteten Workshops intensiv miteinander.

Das BMEL nutzt die Ergebnisse, um den Blick für die Entwicklung ländlicher Räume weiter zu schärfen und den Bedarf in den Regionen, Landkreisen und Gemeinden sichtbar zu machen. Sie werden auf der Fachebene im Ministerium vorgestellt und zugänglich gemacht. Themen, die in den Zukunftswerkstätten entwickelt wurden, können mit Veranstaltungen, Expertengesprächen etc. aufgegriffen und vertieft werden.

Klicken Sie hier, um direkt zur interaktiven Dokumentation zu gelangen...

 

Zur interaktiven Dokumentation...

Pageflow Präsentation Ergebnisse Zukunftswerkstätten 2017

 

Download der Ergebnisse der Zukunftswerkstätten...

Download Ergebnisse Zukunftswerkstatt 2017

 

Quelle: BMEL

Foto zur Meldung: Gesamtauswertung der Zukunftswerkstätten des Bundesministeriums für Ernäherung und Landwirtschaft liegt vor
Foto: Quelle: https://www.bmel.de/DE/Laendliche-Raeume/Infografiken/_node.html

Agrarflächen - Preisspekulation

(01.11.2017)

Es gibt einen Leitfaden zur Abwehr übermäßiger Preisspekulation beim Verkauf von Agrarflächen. Mit dieser Handreichung ist die Kommission der dringenden Aufforderung des Parlaments vom 30. März 2017 nachgekommen, einen umfassenden Katalog von Kriterien zur Bodenmarktregulierung zu veröffentlichen, um der Preisspekulation in Bezug auf landwirtschaftliche Flächen und zu großer Konzentration von Landbesitz vorbeugen zu können.

Damit reagierte das Parlament auf die Entwicklung, dass die Kauf- und Pachtpreise von Agrarflächen in vielen Regionen Europas mittlerweile auf ein Niveau gestiegen sind, welches es vielen Landwirten unmöglich macht, sich vor dem Verlust gepachteter Flächen zu schützen oder zum Erhalt lebensfähiger Betriebe notwendige Flächenaufstockungen durch den Kauf von Boden vorzunehmen. Unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Gerichtshofs der EU betont die Kommission, dass unter bestimmten Voraussetzungen gewisse nationale Beschränkungen möglich sind, und zwar beispielsweise

  • die Bindung des Erwerbs von Landflächen an vorherige Genehmigungen nationaler Stellen;
  • die Beschränkungen der Größe zu erwerbender Flächen;
  • Vorkaufsrechte für bestimmte Agrarflächen-Käufer, z.B. für Pachtlandwirte, Nachbarn, Miteigentümer oder den Staat;
  • staatliche Preisinterventionen.
     

Diskriminierende Beschränkungen, wie die allgemeine Voraussetzung der Gebietsangehörigkeit für den Erwerb von Landflächen sind aber nach dem EU-Recht ebenso unzulässig, wie

  • Verpflichtungen zur Selbstbewirtschaftung,
  • Unternehmen den Erwerb von Landflächen zu verbieten oder
  • als Voraussetzung für den Kauf von Agrarflächen landwirtschaftliche Qualifikationen zu verlangen.
     

Von Landkonzentration wird gesprochen, wenn der Handel mit landwirtschaftlichen Nutzflächen mit einer Größenordnung des Landerwerbs einhergeht, welche in Europa unüblich ist. Zahlen von 2010 zeigen, dass in der EU-27 bereits etwa 3 % der landwirtschaftlichen Betriebe 50 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche kontrollierten und im Gegensatz dazu im Jahr 2012 80 % der Betriebe lediglich über 12 % des Agrarlandes verfügten.

 

Der Umfang und die Geschwindigkeit der Landkonzentration sind alarmierend. Dies gilt ganz besonders für Länder wie Rumänien, Ungarn und Bulgarien. Doch auch in Deutschland, Italien und Spanien sind die Problemstellungen nicht un-bekannt. Der Konzentrationsgrad von Agrarland in Europa ähnelt der ungleichen Verteilung von Landbesitz in Ländern wie beispielsweise Brasilien, Kolumbien und den Philippinen.

 

Pressemitteilung

Leitfaden (Englisch) 

Plenum

 

Quelle: Dr. Christian Ehler MdEP

Foto zur Meldung: Agrarflächen - Preisspekulation
Foto: Agrarflächen - Preisspekulation

Politik für die ländlichen Räume: Meldungen aus der Bundes und Landespolitik

(26.10.2017)

Bundespolitik

Wie sollte eine künftige Bundesregierung Politik für ländliche Räume gestalten? Der Sachverständigenrat Ländliche Entwicklung (SRLE) beim BMEL hat hierzu Empfehlungen formuliert. Das zwölf Mitglieder starke SRLE-Gremium unter Vorsitz von Professor Dr. Henneke hat in seiner Stellungnahme mit dem Titel "Weiterentwicklung der Politik für ländliche Räume in der 19. Legislaturperiode" acht Kernempfehlungen an den Bund formuliert. Diese zielen darauf, ländliche Räume in der nächsten Legislaturperiode verstärkt in den Blick der Bundespolitik zu nehmen.

 

Landespolitik Brandenburg

Lesen Sie die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Anke Schwarzenberg (Fraktion DIE LINKE) zur Halbzeit der ELER-Förderperiode. Das Jahr 2017 markiert die Halbzeit der regulären EU-Förderperiode 2014-2010. Unter News aus Brandenburg finden Sie den Link zu den Dokumentationen aus dem Brandenburger Landtag.

 

Quelle: Forum ländlicher Raum Brandenburg

 

DorfDialog: Wohnraum für jung und alt – anders leben im Dorf

(26.10.2017)

Einen Fahrplan für’s Dorf zum neuen Wohnen erarbeiteten sich VertreterInnen aus der Gemeinde Bronkow (Amt Altdöbern, Landkreis Oberspreewald-Lausitz) und dem havelländischen Pausin (Ortsteil der Gemeinde Schönwalde-Glien) am 13. und 14. Oktober 2017 in der Heimvolkshochschule am Seddiner See.

 

In diesem anderthalbtägigen Vertiefungsseminar des DorfDialogs unter fachkundiger Anleitung von Dr. Sabine Bauer vom Büro querfeldein wurden eigene Ideen und Ansätze aus den Dörfern aufgegriffen und gemeinsam weiterentwickelt. Impuls-Beiträge zu neuen Wohnformen für ältere Mitmenschen von Hendrik Nolde (Fachstelle Altern und Pflege im Quartier) und zu Finanzierungsmöglichkeiten von Michael Franke (Regionalmanagement der LEADER-Region Energieregion Lausitzer Seenland) rundeten das DorfDialog-Seminar ab und ließen es in konkrete Handlungsschritte für das Weiterarbeiten zu Hause in den Dörfern münden. Nicht zu vergessen der Austausch untereinander von Dorf zu Dorf: er inspirierte die SeminarteilnehmerInnen und verhalf allen zu einem Motivationsschub für weitere Aktionen im eigenen Dorf.

 

Mehr HIER

 

Quelle: DorfDialog

[DorfDialog]

Foto zur Meldung: DorfDialog: Wohnraum für jung und alt – anders leben im Dorf
Foto: DorfDialog: Wohnraum für jung und alt – anders leben im Dorf

Akademie der Dorfhelden: Was braucht Zivilgesellschaft im ländlichen Raum?

(25.10.2017)

Sie haben ein Vorhaben oder eine Idee und suchen Unterstützung?
Sie möchten sich mit Gleichgesinnten austauschen?
Sie haben schon eigene Projekte umgesetzt und möchten Ihre Erfahrung weitergeben?

Dann werden Sie Teil der Dorfhelden-Akademie!

 

Die Akademie der Dorfhelden richtet sich an alle aktiven Leute im ländlichen Raum Brandenburgs, die Ideen oder Vorhaben umsetzen wollen und Unterstützung bei Gleichgesinnten suchen. Wir suchen Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren und möchten mit Ihnen Ideen entwickeln, wie man politische Mitbestimmung im ländlichen Raum stärken kann.

 

Auftakt-Konferenz, 15.-17. November 2017
Die Akademie der Dorfhelden beginnt mit der Auftakt-Konferenz vom 15. bis 17. November 2017 in Trebnitz. Zwei Dinge stehen dabei im Vordergrund: Probleme und Herausforderungen der lokalen Akteure aufzunehmen und Ideen für den ländlichen Raum zu entwickeln. Wir möchten, dass Sie mit uns und miteinander ins Gespräch kommen und Ihr Vorhaben voranbringen, indem Sie sich gegenseitig beraten und Mut machen. In kleinen Arbeitsgruppen können sie von den Erfahrungen der anderen profitieren. Gemeinsam entwickeln Sie Ihre Ideen weiter und arbeiten an Problemlösungen.
Das Programm der Konferenz finden Sie hier

 

Wie geht es danach weiter?
Die Konferenz ist eine Plattform zum Auftakt eines anderthalbjährigen Projektes, in dem wir Hilfe zur Selbsthilfe bei der Umsetzung Ihrer Vorhaben bieten. Was brauchen Sie, um Ihre Idee umzusetzen oder bei Ihrem Vorhaben voranzukommen? Sie entscheiden mit, welche Fortbildungen angeboten werden, je nachdem was Sie wirklich benötigen. Denkbar sind Themen wie Selbstorganisation, Öffentlichkeitsarbeit, Gesprächsführung, Förderanträge, Mitbestimmungsmöglichkeiten oder verschiedene Methodenkoffer.

Außerdem planen wir gemeinsam mit Partnern aus Polen eine Fahrt nach Brüssel, bei der Sie Ihre Ideen und Forderungen Ihren EU-Vertretern und Entscheidungsträgern der EU-Förderprogramme vorstellen können. Warum Brüssel? Um am Ende zu guten Ergebnissen und verbindlichen Absprachen zu kommen, etwa Paten für Ihr Vorhaben zu finden oder Ihre Forderungen politisch voranzubringen.

 

Projektpartner, die bereits an Bord sind:
Ortsbeirat Trebnitz

Sind Sie neugierig geworden?
Dann melden Sie sich gerne verbindlich bis zum 10. November 2017 an.
Bitte diese Anmeldung ausdrucken, ausfüllen und einsenden

 

Die Anmeldung schicken Sie bitte an:
per E-Mail: empfang(at)schloss-trebnitz.de
per Post: Schloß Trebnitz Bildungs-und Begegnungszentrum e.V.
Platz der Jugend 6
15374 Müncheberg OT Trebnitz
Tel: 033477 519-0

 

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei und inklusive Unterkunft in Mehrbettzimmern und Verpflegung.

Mit der Anmeldung schicken Sie uns bitte bis zu 3 Ideen, die sie umsetzen wollen oder bis zu 3 Themen, die Sie zurzeit beschäftigen!

 

Kontakt
Mehr Informationen zu der „Akademie der Dorfhelden“ und der Konferenz erhalten Sie bei Maria Schlüter (schlueteratschloss-trebnitz.de) und Ilona Tkocz (tkoczatschloss-trebnitz.de).

 

Hier finden Sie den Informations-Flyer zum Download, Versand, Druck

Foto zur Meldung: Akademie der Dorfhelden: Was braucht Zivilgesellschaft im ländlichen Raum?
Foto: Akademie der Dorfhelden: Was braucht Zivilgesellschaft im ländlichen Raum?

15. Brandenburger Dorf- und Erntefest 2018: Ausrichter Neuzelle wird am 8. September 2018 feiern

(20.10.2017)

Das Amt Neuzelle wird am 8. September 2018 in seinem größten Ortsteil Neuzelle das 15. Brandenburger Dorf- und Erntefest feiern. Damit kehrt das Landesfest zu seinen Wurzeln zurück.

 

Am 2. Oktober 2004 fand in Neuzelle das 1. Brandenburger Dorf- und Erntefest als Zusammenlegung des Brandenburger Dorffestes und des Brandenburger Landeserntefestes statt.

 

Das Amt Neuzelle liegt im Osten Brandenburgs an der deutsch-polnischen Grenze und ist landschaftlich eingebettet zwischen Schlaubetal und Oder-Neiße- Mündung. Mit der Gründung des Amtes im Jahr 1992 schlossen sich 17 Orte zum Amt Neuzelle zusammen. Seit der Gemeindegebietsreform 2002 bilden die Gemeinden Neuzelle, Neißemünde und Lawitz das Amt Neuzelle.

Die Landwirtschaft und die dörfliche Ausstrahlung der 17 Ortsteile prägen die Region. Neben Handels- und Gewerbebetrieben sind die Landwirtschaftsbetriebe weiterhin ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

 

Zu einem neuen und wichtigen Wirtschaftszweig hat sich in den letzten Jahren der Tourismus entwickelt. Ein Grundstein für diese Entwicklung wurde bereits 1268 durch Heinrich den Erlauchten Markgraf von Meißen mit der Stiftung des ehemaligen Zisterzienser-Klosters gelegt, welches maßgeblich die Region geprägt hat und im nächsten Jahr sein 750. Jubiläum feiert. Neuzelle lockt auch mit einer reizvollen Umgebung immer mehr Besucher an. Naturliebhaber schätzen die abwechslungsreiche Landschaft mit leicht hügeligen Abschnitten, Höhenzügen mit tiefen Rinnenseen, ausgedehnten Bachtälern wie Schlaube- und Dorchetal sowie der Oder - Neiße Flussniederung. Der nahegelegene Naturpark Schlaubetal lädt zum Wandern und Fahrradfahren ein. Seit 2003 trägt die Gemeinde Neuzelle den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“.

 

Im Amt Neuzelle gibt es viele aktive Vereine. Heimat- und Traditionsvereine und Sportvereine sind in vielen Ortsteilen aktiv. Der Strohhausverein Neuzelle kümmert sich um den Erhalt des ältesten Hauses von Neuzelle. Mit der Rekultivierung des „Scheibe“ genannten Hügels inmitten der prachtvollen barocken Klosteranlage als Weinberg im Jahr 2002 trug der Neuzeller Winzerverein dazu bei, das kulturelle Erbe der Neuzeller Klostermönche zu bewahren und das alte traditionelle Weinbaugebiet in dieser Region wieder zu beleben.

 

Das Amt Neuzelle wird zum 15. Brandenburger Dorf- und Erntefest diese vielfältigen Aktivitäten präsentieren. Die Agrargenossenschaft Neuzelle e.G. und das Kloster werden für den Erntekronenwettbewerb, die Kür der Landeserntekönigin und den pro-agro-Erlebnismarkt eine imposante Kulisse bieten. Eine Brandenburger Weinverkostung und die Brandenburger Suppenstraße sollen das Fest kulinarisch bereichern. Eine große Technikschau wird in unmittelbarer Nähe zum Agrarmuseum viele Besucher auf das Gelände der Agrargenossenschaft kommen lassen. Beide Veranstaltungsorte wird ein großer Festumzug verbinden.

 

Neuzelle wird mit seinen Partnergemeinden Zielona Gora, Polen und Langenberg, Nordrhein-Westfalen über das Land Brandenburg hinaus ausstrahlen.

 

Der Verband pro agro e.V., der Brandenburger Landfrauenverband e.V. und der Landesbauernverband e.V. werden das Amt bei der Vorbereitung und Durchführung der Brandenburger Dorf- und Erntefestes unterstützen.

Traditionell stellen die Gastgeber der Brandenburger Dorf- und Erntefeste jeweils im Januar in der Brandenburghalle 21A auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ihr Programm ausführlicher vor. Schon jetzt beginnt die Arbeit des Festkomitees für das ländliche Landesfest 2018.

 

Foto zur Meldung: 15. Brandenburger Dorf- und Erntefest 2018: Ausrichter Neuzelle wird am 8. September 2018 feiern
Foto: 15. Brandenburger Dorf- und Erntefest 2018: Ausrichter Neuzelle wird am 8. September 2018 feiern

Mobilität — Herausforderungen für den ländlichen Raum

(09.10.2017)

In vielen ländlichen Regionen wird der Bevölkerungsrückgang, begleitet von einer Verschiebung der Altersstruktur, für die Menschen zunehmend zum Problem. Die Sicherung der Mobilität spielt gerade dort eine zentrale Rolle - für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, die tägliche Versorgung oder die Erreichbarkeit von Ärzten und Apotheken. 

 

Zentrale Fragen der Mobilität im ländlichen Raum lauten unter anderem:

  • Welche besonderen Mobilitätsanforderungen bestehen dort?
  • Welchen Stellenwert hat der Pkw für die Mobilität?
  • Wie werden die Mobilitätsprobleme und -bedürfnisse bewältigt? 
  • Welche Alternativen zum Pkw bestehen?
 
Der ADAC hat Handlungsfelder und Empfehlungen zur Mobilitätssicherung im ländlichen Raum auf einer Seite gebündelt.
 
 

 

Foto zur Meldung: Mobilität — Herausforderungen für den ländlichen Raum
Foto: Mobilität — Herausforderungen für den ländlichen Raum

Digitalisierung ist für alle da - Digitale Dörfer

(24.09.2017)

Digitalisierung als Herausforderung und Chance für Menschen und Regionen jenseits der großen Städte ist das Thema des Beitrages von Gerald Swarat, Berliner Kontaktbüro des Fraunhofer IESE (Kaiserslautern). Er greift dabei auf Erfahrungen aus dem Smart-Rural-Areas-Forschungsprogramm zurück, innerhalb dessen die »Digitalen Dörfer« mit dem Land Rheinland-Pfalz ein Highlight-Projekt darstellen.

 

Darin werden zusammen mit den BürgerInnen in ländlichen Regionen neue Konzepte für eine moderne Nachbarschaftshilfe entwickelt, die digitale Lösungen einschließen. Zum Beispiel ein regionaler Online-Marktplatz mit Apps zur Lieferung bestellter Waren durch Freiwillige. Zu den Apps BestellBar und LieferBar kam in einer dritten Testphase im Oktober 2016 die TauschBar hinzu, ebenso wurden DigiTaler für freiwillige Leistungen eingeführt: »Das Projekt ist somit aus den Gedanken geboren, dass Nachbarschaftshilfe und Gemeinschaftsgefühl auf dem Land eine ideale Basis bieten, die durch Digitalisierung in nachhaltig tragfähige Lösungen transformiert werden kann.«

Beitrag von Gerald Swarat

 

Quelle: Bundesnetzwerk für Bürgerschaftliches Engagement

Wie das Engagement älterer Menschen ländliche Räume belebt: Dokumentation

(24.09.2017)

Im Fokus der gemeinsamen Fachwerkstatt von BBE und Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros zur Entwicklung engagement- und demokratiefördernder Infrastrukturen für ländliche Regionen stand das Engagement älterer Menschen, das sich als wichtige Stütze einer Kultur des Miteinanders vor Ort erweist.

 

Die Dokumentation fasst die Veranstaltung zusammen, deren Ziel es war, teilhabeorientierte Ansätze aufzuzeigen, um damit auch populistischen und ausgrenzenden Tendenzen in der Gesellschaft entgegenzuwirken. In Workshops, mit interaktivem Theater und in lebendigen Diskussionen wurde das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Dabei erhielten die Teilnehmenden Einblicke in erfolgreiche Konzepte aus Arnsberg und anderen Kommunen und tauschten ihre Erfahrungen aus.

Download Dokumentation

BRANDENBURG: Ergebnisse der BürgerInnenbefragung zu Einschätzungen und Zukunftserwartungen im ländlichen Raum

(18.09.2017)

Die Enquêtekommission des Landtags zur „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ hatte im letzten Herbst beschlossen, eine telefonischen Umfrage zu Einschätzungen und Zukunftserwartungen hinsichtlich regionaler Entwicklung unter Bürgerinnen und Bürgern des weiteren Metropolenraumes zu beauftragen.

 

Die inhaltliche Begleitung der Beauftragung und Durchführung erfolgte unter anderem durch die Berichterstattergruppe unseres Abgeordneten Benjamin Raschke. Als inhaltliche Schwerpunkte der Meinungsumfrage wurden die Themen Daseinsvorsorge, lebenswerte Region, lokale Demokratie und bürgerschaftliches Engagement festgelegt.

 

Die Ergebnisse belegen: Die Zufriedenheit der BrandenburgerInnen in den ländlichen Räumen ist insgesamt zu Recht groß! JedeR Zweite würde einem guten Freund oder einer guten Freundin (fast) uneingeschränkt den Zuzug in die eigene Gemeinde empfehlen, nur jedeR Achte würde davon abraten. Sorge bereitet den BrandenburgerInnen jedoch die Entwicklung gerade in den kleinen Gemeinden und Dörfern. Nur 16 Prozent der Menschen haben dort das Gefühl, dass ihre örtlichen Interessen von der Landes- oder Kommunalpolitik wahrgenommen und vertreten werden. Deshalb werden wir in der Kommission weiterhin für mehr Selbstbestimmung von Dörfern und Ortsteilen, beispielsweise durch Ortsteilbudgets oder mehr Rechte für OrtsvorsteherInnen, streiten. Ein weiteres Ergebnis: Je kleiner die Gemeinde, desto größer ist auch die Unzufriedenheit mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) - in Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohner liegt diese bei 57 Prozent.

 

Ausführlicher Ergebnisbericht auf der Homepage des Landtags

 

aktuelle Presselinks:

 

Foto zur Meldung: BRANDENBURG: Ergebnisse der BürgerInnenbefragung zu Einschätzungen und Zukunftserwartungen im ländlichen Raum
Foto: BRANDENBURG: Ergebnisse der BürgerInnenbefragung zu Einschätzungen und Zukunftserwartungen im ländlichen Raum

Digitalisierung und Engagement

(04.09.2017)

Spannende Sammlung der Akademie für Management und Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema Digitalisierung im Ehrenamt. Dort finden sich Hinweise zur bevorstehenden Fachkonferenz und zu Ressourcen, Interviews und einige Praxishilfen.

 

Reinlesen lohnt sich!

 


 

Beim Workshop von BBE und Wikimedia Deutschland im Juni wurden offene Fragen zum digitalen Engagement identifiziert und Cluster für die weitere Bearbeitung gebildet:
- Was ist Digitales Engagement?
- Welche Rahmenbedingungen schaffen?
- Inklusion und Befähigung
- Zukunft denken

 

hier lesen

 

Quelle: Heldenrat - Beratung für soziale Bewegungen e.V.

Neuer Infobrief erschienen

(30.08.2017)

Wer unseren aktuellsten Infobrief mit der Post noch nicht erhalten hat - hier zum NACHLESEN:

  •  Dorfentwicklung mit LEADER
  •  3. Europäsches Lädliches Parlament
  •  Aktuelle Umfrage

 

 

[InfoBrief Nr. 4]

Foto zur Meldung: Neuer Infobrief erschienen
Foto: Neuer Infobrief erschienen

Gutachten zur Brandenburger Energiestrategie

(28.08.2017)

Brandenburg hat Fortschritte beim Erreichen der Ziele seiner „Energiestrategie 2030“ gemacht. So sanken die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 36 Prozent. Eine signifikante Energieeinsparung ist Brandenburg bisher aber nicht gelungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Prognos AG für das Brandenburger Wirtschaftsministerium, die Anfang August veröffentlicht wurde.

Das Gutachten beschreibt drei mögliche Zukunftsentwicklungen. Der Energieverbrauch wird in allen drei Szenarien zurückgehen. Entscheidend für die künftigen CO2-Emissionen ist der Umgang mit Braunkohle und das Ausbautempo der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie.

 

Zur Studie

Foto zur Meldung: Gutachten zur Brandenburger Energiestrategie
Foto: Gutachten zur Brandenburger Energiestrategie

Fachtag “Gesund leben auf dem Land? - Gesundheitsförderung trifft partizipative Dorfentwicklung”

(23.08.2017)

Dorfentwicklung braucht Beteiligung und Engagement – Beteiligung braucht Ausdauer und Gesundheit.

26.September 2017 in Daun

 

Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) in der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) hat ein Programm mit Beiträgen von Praktiker*innen und Expert*innen zum Thema Gesundheitsförderung in ländlichen Gemeinden zusammengestellt, die aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse präsentieren, Erfahrungen aus der Praxis berichten, Arbeitsansätze anbieten und zur Diskussion einladen.

 

Weitere Informationen: https://tinyurl.com/y9xupong

Bilanz der ländlichen Entwicklungspolitik der Bundesregierung

(22.08.2017)

Auf die Kleine Anfrage von mehreren Bundestagsabgeordneten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 18/13045) hat die Bundesregierung mit einer Bilanz der ländlichen Entwicklungspolitik der Bundesregierung geantwortet. (Drucksache 18/13212)

 

Sie zeigt unter anderem Ländervergleiche in unterschiedlichen Themenfeldern und Sichtweisen.

 

Neben Thüringen verzeichnet Brandenburg den höchsten

Anteil Beschäftigter in wissensintensiven Industrien in den sehr ländlichen Räumen, weist aber andererseits überdurchschnittliche Pendeldistanzen auf, da unser Land über keine oder nur wenige eigene starke Arbeitsmarktzentren verfügt und Beschäftigte

sich daher sehr stark hin zu Arbeitsmarktzentren in benachbarten Ländern orientieren.

 

Bilanz herunterladen

 

 

Foto zur Meldung: Bilanz der ländlichen Entwicklungspolitik der Bundesregierung
Foto: Bilanz der ländlichen Entwicklungspolitik der Bundesregierung

AG Historische Dorfkerne in Brandenburg erhält Zuwachs

(17.08.2017)

Fürstlich Drehna/Hohenseefeld – Agrarminister Jörg Vogelsänger hat heute die beiden Neumitglieder der AG Historische Dorfkerne im Land Brandenburg - die Dörfer Fürstlich Drehna (Stadt Luckau) und Hohenseefeld (Gemeinde Niederer Fläming) besucht. Damit gehören 13 Mitglieder aus zehn Landkreisen der im September 2005 gegründeten Gemeinschaft an, die das Gegenstück der AG Städte mit historischen Stadtkernen ist.

 

Anliegen der Arbeitsgemeinschaft ist, die für Brandenburg typischen Dorfstrukturen zu bewahren, zu pflegen und weiter zu entwickeln. Neben dem Erhalt des ländlichen Kulturerbes steht die Nutzung der vorhandenen Bausubstanz im Mittelpunkt.

Mit der Arbeitsgemeinschaft wurde ein Zusammenschluss geschaffen, der Aktivitäten von haupt- und ehrenamtlich engagierten Menschen in diesem Bereich bündelt und ihr Zusammenwirken befördert, werbewirksam das Interesse an historisch gewachsener Dorfstruktur wecken soll und viele Partner aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens als Unterstützung gewinnen möchte.

 

Quelle: MLUL

AG Historische Dorfkerne

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Foto: AG Historische Dorfkerne in Brandenburg erhält Zuwachs

„Viele wollen zurück aufs Land“: Studie des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL)

(15.08.2017)

Seit der Jahrtausendwende ist bundesweit jeder fünfte Abgewanderte in seinen Heimatkreis zurückgekehrt. Die höchsten Rückkehrquoten entfallen auf ländliche Regionen in Thüringen, Bayern und im Saarland. Deutlich geringer ist die Rückkehrquote in Städten.

 

Das geht aus Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des IAB und des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung für sein Webangebot „Nationalatlas aktuell“ aufbereitet hat.

 

Mehr lesen

Foto zur Meldung: „Viele wollen zurück aufs Land“: Studie des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL)
Foto: „Viele wollen zurück aufs Land“: Studie des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL)

Rock‘ dein Dorf! Videowettbewerb fürs Land mit großem Dorfkonzert als Gewinn

(15.08.2017)

Zwei Minuten, ein Handy, ein lebendiges Dorf. Mehr braucht es nicht, um ein kostenloses Stimmungskonzert mit den Dorfrockern zu gewinnen. Morgen starten der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. und die beliebte Drei-Brüder-Band den Wettbewerb „Rock‘ dein Dorf!“

 

„Bei euch im Dorf gibt es die coolste Feuerwehr, die engagierteste Landjugend, den erfinderischsten Karnevalclub? Ihr habt das vielfältigste Vereinsleben, den besten Dorf-Zusammenhalt? Wenn nicht, fangt einfach an! Trommelt alle zusammen und sorgt gemeinsam dafür, dass euer Dorf rockt! Bis Ende Oktober 2017 habt ihr Zeit, das zu filmen und uns euren maximal 120 Sekunden langen Clip zukommen zu lassen. Wir wollen sehen, wie ihr euer Dorf rockt“, so BDL-Vize Barbara Bißbort.

 

Nicht nur ihr flimmern die Augen angesichts der vielen Möglichkeiten, das Landleben im eigenen Dorf von seiner Schokoladenseite zu zeigen. Auch die Musiker der Dorfrocker freuen sich auf die Zusammenarbeit und hoffentlich viele ins Bild gesetzte Liebeserklärungen fürs Land. „Uns geht es nicht um das ganz große Kino, sondern um echtes Landleben und Gemeinsinn“, so Markus Thomann von der Musikband.

Dafür braucht es weder Budget noch Vorkenntnisse. Ohne ein lebendiges Dorf, in dem junge Menschen Heimat finden, und etwas Engagement fürs Land geht es natürlich nicht, sind sich die Väter der Mitsinghymne „Dorfkind“ und der größte Jugendverband im ländlichen Raum einig.

Beide wollen zeigen, wie Gemeinsinn Gutes bewirkt, wie bunt und lebendig Landleben ist. Mit dem Wettbewerb „Rock‘ dein Dorf“ wollen sie nicht nur ein Ausrufezeichen setzen und reale Einblicke ins Dorfleben geben, sie wollen auch jedes Dorf, jede Landjugendgruppe und jeden Landliebenden ermutigen, selbst aktiv zu werden.

 

Eine Expertenjury mit Dorfrockern und BDL-Bundesvorstand wird die Filmclips sichten und bewerten. „Ohne Publikumsjoker wird die Entscheidung nicht gefällt“, verspricht Dorfrocker Markus.

Er und seine Brüder freuen sich schon auf das Gewinner-Dorf, das sich die Partyband fürs nächste Fest nach Hause holen wird. Doch das wird nicht alles sein. Als besonderen Gast werden die Dorfrocker die Königin von Mallorca mit zum Siegerfest bringen. Mit Mia Julia haben die Musiker kürzlich ihren Hit „Dorfkind“ neu aufgenommen. Seitdem sorgt der Song auch am Ballermann für Furore und ist dort - im wahrsten Sinne des Wortes - in aller Munde.

 

BDL-Vize Barbara Bißbort ist vor allem gespannt „auf eure Videodrehs und eure Filmclips. Ich bin überzeugt, dass sich das Mitmachen in jedem Fall lohnt.“

 

Wenn der Startschuss für „Rock‘ mein Dorf!“ morgen beim großen Dorfrocker Open AIR am Rennsteig in Thüringen gefallen ist, geht die Webseite www.deindorfrockt.de und www.rock-dein-dorf.de online. Da gibt’s alle Infos rund um den Wettbewerb, der vom 10.6. bis 31.10.2017 läuft.

Ein Dorf wird Galerie - Land(schafft)Kunst ist Demografie-Beispiel im Monat Juli

(15.08.2017)

Bemalte echte Kühe, pittoreske und grazile Tierskulpturen, Installationen, Gemälde, Videos und Fotografien: Die Ausstellung „Land(schafft)Kunst" im Gollenberger Ortsteil Neuwerder (Havelland) ist das „Demografie-Beispiel des Monats" Juli der Staatskanzlei. Die Auszeichnung wurde dem gleichnamigen Verein am 1. Juli 2017 vom Staatskanzleichef Thomas Kralinski überbracht.

 

Im Rahmen der dreiwöchigen Biennale nutzten 26 Künstler das ganze Dorf als Galerie und zeigten ihre Werke entlang der Dorfstraße in Ställen, Scheunen, Gärten oder auf Wiesen, Beeten und Bäumen. Initiatorin ist die Künstlerin Ulrike Hogrebe, die seit den 1990er Jahren in Neuwerder lebt. Inzwischen liegt die alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung, die auf rund 4.000 Besucher zurückblicken kann, in den Händen des Fördervereins Land(schafft)Kunst.

 

Kralinski begründete die Entscheidung für die Ehrung: „Für uns alle stellt sich die Frage, wie es gelingt, Orte lebenswert und zukunftssicher zu gestalten. Bei der Suche nach Antworten kommt es auf das Engagement, die Kreativität und die Eigenverantwortung der Menschen an. In Neuwerder sind alle diese Faktoren zu spüren und zu sehen. Die Ausstellung „Land(schafft)Kunst" hat den Ort verschönert und belebt. Dabei hat das ganze Dorf mitgemacht. Die Idee der Biennale hat die Dorfgemeinschaft zusammengeschweißt. Nun schon zum sechsten Mal haben die Bewohner Tür und Tor für Künstler und Besucher geöffnet. Sie stehen damit auch sinnbildlich für ein weltoffenes und kreatives Brandenburg und stärken in vorbildlicher Weise die Attraktivität des ländlichen Raumes."

 

Mit dem Demografie-Beispiel ehrt die Staatskanzlei nachahmenswerte Projekte, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Sie werden auf der Internetseite www.demografie.brandenburg.de auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten" dargestellt.

Kontakt:
Ulrike Hogrebe, Telefon 033875/31260, E-Mail

mail(at)ulrike-hogrebe.de

Informationen zum Projekt: www.land-schafft-kunst.de

 

Foto zur Meldung: Ein Dorf wird Galerie - Land(schafft)Kunst ist Demografie-Beispiel im Monat Juli
Foto: Quelle: Staatskanzlei Potsdam

Jetzt online: Intelligentes Projektmanagement für Non-Profits

(15.08.2017)

Projekte bereits im Vorfeld so planen, dass am Ende möglichst viel dabei rumkommt – wie das geht, hat Phineo auf www.wirkung-lernen. de zusammengetragen.

Die Website basiert auf dem Kursbuch Wirkung, erweitert um Arbeitshilfen, Videos und Tests. Zielgruppe sind all jene, die sich sozial engagieren.

Sie ist nicht nur barrierearm, sondern auch kostenlos – dank der Zuwendungen des BMFSFJ, der Bertelsmann Stiftung, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, der Vodafone Stiftung und des SAP Stiftungsfonds.

www.wirkung-lernen.de

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Foto: Jetzt online: Intelligentes Projektmanagement für Non-Profits

Zeitschrift „Ländlicher Raum“ mit Schwerpunkt „Rechtspopulismus im ländlichen Raum – Verstehen – Sensibilisieren – Handeln“

(10.07.2017)

Ob Brexit, Donald Trump oder die Landtagswahlen der letzten Jahre in mehreren deutschen Bundesländern – nachdem die Stimmen ausgezählt waren, gelangten Kommentatoren bei der Ursachenforschung u. a. zu dem Schluss, „das Land“ habe maßgeblich zu den unerfreulichen Abstimmungsergebnissen beigetragen.

 

Da es „das Land“ aber genauso wenig gibt wie „das Volk“, wollen wir in der aktuellen Ausgabe der Frage nachgehen, wer diejenigen sind, die Trump, AfD und Ähnliche gewählt haben. Was treibt sie um und gibt es Faktoren, die es Rechtspopulisten in ländlichen Regionen womöglich tatsächlich leichter machen, Stimmen zu gewinnen? Vor dem Hintergrund der Diskussionen um Hassrede im Internet nehmen wir auch die Rolle und Dynamik der Sozialen Medien näher unter die Lupe.
Aus den Analysen ergeben sich verschiedene Punkte, an denen Gegenmaßnahmen ansetzen können, um der Verbreitung rechtspopulistischer Meinungen aktiv entgegenzuwirken. Einige Ideen und Akteure stellen wir vor.

Weitere Themen im Heft:

· Vernetzbar: Rückblick ASG-Frühjahrstagung – Potenziale der Digitalisierung für ländliche Räume

· Wahrnehmbar: Rückblick 3. Internationale Frauentagung – Ergebnisse und Forderungen

· Haltbar: Warum Jugendliche im ländlichen Raum bleiben

· Wandelbar: Dörfliche Freiraumkultur im 19. und frühen 20. Jahrhundert

· Machbar: Ergebnisse des 5-jährigen, bundesweiten „Planspiels Flächenhandel“


Mehr unter www.asg-goe.de/zeitschrift-aktuell.shtml

MOL: Teilnehmer des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft‟ stehen fest

(06.07.2017)

Sechs Orte aus Märkisch-Oderland nehmen am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil.

  • Die Gemeinde Neulewin (Amt Barnim-Oderbruch) mit dem Ortsteil Neulewin,
  • die Gemeinde Neutrebbin (Amt Barnim-Oderbruch) mit dem Ortsteil Neutrebbin,
  • die Gemeinde Golzow (Amt Golzow),
  • die Gemeinde Zechin (Amt Golzow),
  • die Gemeinde Gusow-Platkow (Amt Neuhardenberg),
  • sowie der Ortsteil Trebnitz (Stadt Müncheberg)

 

haben ihre Chance genutzt und sich beworben.

 

Bereits seit über zwanzig Jahren beteiligen sich Gemeinden des Landkreises am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft‟, der in Brandenburg zur Tradition geworden ist.

Bis zum 30. Juni 2017 konnten sich Gemeinden und Gemeindeteile (Ortsteile) zur Teilnahme am 10. Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft‟ anmelden.

 

Landrat Gernot Schmidt erklärt hierzu:

„Wettbewerb belebt das Geschäft. Daher freue ich mich, dass wieder Orte ihren Hut in den Ring geworfen haben und für ein aktives Dorfleben werben. Die Teilnehmer sollten sich allerdings nicht als Kontrahenten auffassen, sondern als Nachbarn und Partner die sich gegenseitig unterstützen und viel voneinander lernen können.“

 

Eine Bewertungskommission wird den Kreis ab September 2017 bereisen und die teilnehmenden Gemeinden besuchen.

Grundlage der Bewertung ist die Betrachtung der ganzheitlichen Entwicklung des Dorfes. Neben Erhalt und Erlebbarkeit der Dorfstruktur und des dörflichen Umfelds werden auch die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Aktivitäten in der Gemeinde bewertet.

 

Die Auszeichnung der Sieger findet im feierlichen Rahmen im November dieses Jahres satt.

Der Erstplatzierte erhält 2.000 Euro und die Gemeinden auf Platz zwei und drei können sich über 1.000 beziehungsweise 750 Euro freuen.

 

Zudem warten Sonderpreise auf die Sieger in den einzelnen Bewertungskategorien

 

  • Entwicklungskonzepte

  • Aktivitäten

  • Baugestaltung

  • Grüngestaltung

  • Gesamteindruck

 

Der Kreiswettbewerb dient als Vorentscheidung für den Landeswettbewerb 2018, an dem die Kreissieger aus dem Land Brandenburg teilnehmen.

 

Hintergrund:

Der beliebte Dorfwettbewerb würdigt die Dorfentwicklung und die Bewahrung historischen Erbes genauso wie bürgerschaftliches Engagement und das Miteinander in der Gemeinschaft.

 

Teilnahmeberechtigt waren räumlich zusammenhängende Gemeinden sowie Gemeindeteile (Ortsteile) mit überwiegend dörflichem Charakter und bis zu 3.000 Einwohnern. Die Anmeldung der Dörfer erfolgte durch die jeweilige Stadt oder Gemeinde bzw. das Amt.

 

Kreissieger im letzten Wettbewerb war die Gemeinde Zechin im Amt Golzow, die sich 2015 auch erfolgreich beim Landeswettbewerb präsentierte.

 

Foto zur Meldung: MOL: Teilnehmer des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft‟ stehen fest
Foto: MOL: Teilnehmer des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft‟ stehen fest

Bundestag beschließt Reform des Genossenschaftsgesetzes und öffnet den Idealverein für wirtschaftliche Initiativen aus bürgerschaftlichem Engagement

(03.07.2017)

Am Ende des vorletzten Sitzungstages hat der Bundestag das Gesetz zum Bürokratieabbau und zur Förderung der Transparenz bei Genossenschaften beschlossen. Der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. (ZdK) begrüßt, dass mit diesem Gesetz kurz vor Ende der Legislaturperiode noch zwei Vereinbarungen im Koalitionsvertrag umgesetzt worden sind.

 

Ursprünglich war vorgesehen, dass für kleine Dorfläden der wirtschaftliche Verein geöffnet werden soll, um diesen eine geeignete Rechtsform zu bieten. Durch die jüngste Rechtsprechung des Bundesgerichthofes zu den Kitas in der Rechtsform des Vereins hat sich der Bundestag jedoch gegen eine solche Regelung entschieden.

 

Zukünftig können Dorfläden nach Ansicht des Bundestages auch als eingetragene Vereine geführt werden, wenn sie ideelle Ziele verfolgen und nicht vorsehen, dass Gewinne an Mitglieder ausgeschüttet werden. Das ist nach Ansicht des ZdK bei Dorfläden in der Regel der Fall, da die Nutzung des Ladens der Gewinn ist und eine Dividendenausschüttung häufig nicht beabsichtigt ist.

 

Die Änderungen im Genossenschaftsrecht beinhalten Erleichterungen für kleine und Kleinstgenossenschaften insbesondere im Rahmen der Prüfung und schaffen eine weitere Möglichkeit, damit Mitglieder ihre Genossenschaft mit Darlehen unterstützen können. Der ZdK begrüßt diese Entlastung.

Der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. vertritt als Genossenschaftsverband die Interessen der bei ihm angeschlossenen 412 Mitglieder. Dies sind in aller Regel kleinere Genossenschaften. Dazu gehören auch Dorf- und Weltläden, für die die Änderungen besonders hilfreich sind.

 

Weitere Informationen mit Details zum Gesetz und den Hintergründen finden Sie unter: http://www.zdk-hamburg.de/?p=2711

 

Pressekontakt:

Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. Mathias Fiedler Vorstandssprecher

Mail: presse@zdk.coop

Mobil: 0171 - 6 34 51 06

Foto zur Meldung: Bundestag beschließt Reform des Genossenschaftsgesetzes und öffnet den Idealverein für wirtschaftliche Initiativen aus bürgerschaftlichem Engagement
Foto: Bundestag beschließt Reform des Genossenschaftsgesetzes und öffnet den Idealverein für wirtschaftliche Initiativen aus bürgerschaftlichem Engagement

Dokumentation „Der Kampf gegen das Dorfsterben“ in der ARD Mediathek

(26.06.2017)

Immer mehr Menschen wohnen in Städten, immer weniger im ländlichen Raum. Wer bleibt, sind häufig nur die Alten. In vielen Orten Norddeutschlands fehlen junge Menschen. Zwar kann man nicht jedes Dorf retten, aber es gibt sehr interessante Beispiele, wie beispielsweise eine Busverbindung durch Ehrenamtliche entstehen kann.

 

Weitere Informationen

Foto zur Meldung: Dokumentation „Der Kampf gegen das Dorfsterben“ in der ARD Mediathek
Foto: Dokumentation „Der Kampf gegen das Dorfsterben“ in der ARD Mediathek

DORF MACHEN: Improvisationen zur sozialen Wiederbelebung

(07.06.2017)

Welche Zukunft haben Dörfer im Zeitalter der Städte? Welche Perspektiven und Potenziale kann der ländliche Raum noch bieten, wenn immer mehr Menschen vom Land in die Metropolen ziehen? Und könnte eine positiv gewendete „Gentrifizierung“ dabei helfen, Dörfer neu zu beleben?


Das nordhessische Dorf Gottsbüren versucht mit ungewöhnlichen Mitteln, der Entvölkerung des ländlichen Raums zu begegnen: mit einer Einladung an den Studiengang Raum & Design Strategien der Kunstuniversität Linz, am Beispiel Gottsbüren das Thema Leerstand auf dem Land zu erforschen. Ziel ist die Suche nach der Identität des Ortes und nach einer möglichen Neubelebung. Nicht als Blaupause für eine bessere Welt, sondern als flexibler Gestaltungsprozess. Die gemeinsam mit den DorfbewohnerInnen initiierten performativen Interventionen erregen überregionale Aufmerksamkeit und eröffnen dem Ort neue Perspektiven. Warum es sich in unserer urbanisierten Welt lohnt, auch die Dörfer als Lebensraum aufrechtzuerhalten, davon erzählt dieses Buch.


Mit Beiträgen von Michael Obrist (feld72), Philipp Oswalt, Elise Broeks und Bernadette La Hengst

https://www.jovis.de/de/buecher/details/product/dorf-machen.html

 

 

Foto zur Meldung: DORF MACHEN: Improvisationen zur sozialen Wiederbelebung
Foto: DORF MACHEN: Improvisationen zur sozialen Wiederbelebung

Europäisches Parlament will die Konzentration von Agrarland stoppen

(07.06.2017)

In einer Entschließung vom 27.4.2017 hat das Plenum betont, dass sich die Konzentration von Agrarflächen in der Hand Weniger negativ auf Landwirtschaft und die Entwicklung ländlicher Gemeinschaften auswirke.

 

Anlass für die Entschließung ist eine enorme Agrarlandkonzentration durch den massenhaften Aufkauf von Agrarland durch branchenfremden Investoren und Finanzspekulanten, wie Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und Unternehmen. Dadurch sind die Kauf- und Pachtpreise landwirtschaftlicher Flächen in vielen Regionen mittlerweile auf ein Niveau gestiegen, das zur finanziellen Spekulation einlädt und es zahlreichen klein- und mittelgroßen Agrarbetrieben betriebswirtschaftlich unmöglich macht, gepachtete Flächen zu behalten bzw. die zur Erhaltung lebensfähiger Agrarbetrieben notwendigen Flächenaufstockungen vorzunehmen.

 

Angesichts dieser Entwicklung fordert das Parlament, dass dem Agrarland ein besonderer Schutz gewährt und es den Mitgliedstaaten gestattet wird, den Verkauf, die Nutzung und die Verpachtung von Agrarland in Abstimmung mit den lokalen Gebietskörperschaften und den Bauernverbänden zu regulieren. In diesem Zusammenhang verweist das Plenum auf Instrumente zur Regulierung des Bodenmarktes, die in einigen Mitgliedsländern bereits im Einklang mit den EU-Verträgen erfolgreich angewendet werden, wie z.B.

  • Erfordernis einer staatlichen Genehmigung für den Erwerb und die Pacht von Land,
  • Vorkaufsrechte,
  • Verpflichtungen für die Pächter, eine landwirtschaftliche Tätigkeit auszuüben,
  • Einschränkungen des Erwerbs durch juristische Personen,
  • Deckelung der Hektarfläche, die gekauft werden kann,
  • Bevorzugung von Landwirten,
  • Flächenbevorratung,
  • Indexierung der Preise unter Bezugnahme auf die Einkünfte in der Landwirtschaft.
     

Bezüglich der angeregten Reglementierung des Bodenmarkts erinnert das Parlament an die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht vom 12. 1.1967 (1 BvR 169/63, BVerfG 21, 73-87). Danach müsse der ländliche Grundstücksverkehr nicht so frei sein wie der Verkehr mit jedem anderen Kapital, da Grund und Boden unvermehrbar und unentbehrlich seien und eine gerechte Rechts- und Gesellschaftsordnung dazu zwinge, die Interessen der Allgemeinheit beim Boden in weit stärkeren Maße zur Geltung zu bringen als bei anderen Vermögensgütern.

 

Die Kommission wird vom Plenum aufgefordert, Beobachtungsstelle für die Sammlung von Informationen und Daten über das Ausmaß der Konzentration von Agrarland und Landnutzungsrechten in der EU mit folgenden Aufgaben einzurichten:

  • Aufzeichnung der Kauf- und Pachtpreise sowie des Marktverhaltens von Eigentümern und Pächtern;
  • Beobachtung des Verlusts von landwirtschaftlichen Flächen durch anderweitige Nutzung sowie der Entwicklung von Bodenfruchtbarkeit und Bodenerosion;
  • dem Rat und dem Parlament regelmäßig einen Bericht vorzulegen zur Situation der Landnutzung, der Struktur, der Preise und der nationalen Politiken und Gesetze in Bezug auf Eigentum und Pacht landwirtschaftlicher Flächen;
  • die lokalen Gebietskörperschaften in die Entscheidungen über die Flächennutzung einzubeziehen.
     

Nach einer Studie aus dem Jahr 2015 kontrollierten 2013 in der EU-27 3,1 % der Betriebe 52,2 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen. Dieses Verteilungsmuster liegt, so die Studie, auf einem Niveau mit oder sogar über Ländern, die für ihre einschlägige Schieflage bekannt sind, wie Brasilien, Kolumbien und die Philippinen. In Deutschland kontrollierten 2013 11,2 % der Betriebe 55,1 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen.

 

Quelle: Dr. Christian Ehler MdEP

Foto zur Meldung: Europäisches Parlament will die Konzentration von Agrarland stoppen
Foto: Europäisches Parlament will die Konzentration von Agrarland stoppen

JETZT an unserer Umfrage über Dienstleistungen und Infrastruktur in den Dörfern teilnehmen

(29.05.2017)

Die Umfrage ist Teil einer internationalen Untersuchung in 11 europäischen Ländern, die der Vorbereitung des 3. Europäischen Ländlichen Parlaments dient.

Ihre Antworten sind dafür sehr wichtig.

 

Bitte klicken Sie den Link www.surveymonkey.de/r/2HFBCQW an und der Fragebogen erscheint. Am Ende des Bogens brauchen Sie nur auf „WEITER“ zu klicken und Ihre Ergebnisse werden zur Verarbeitung gesendet.

 

Der Verein Dorfbewegung Brandenburg e.V. liefert die Ergebnisse nicht nur an das 3. Europäische Ländliche Parlament, zu dem sich Dorfakteure und Dorfbewegungen aus 40 europäischen Ländern treffen, sondern wird sie vor allem auch wieder mit den beteiligten Dörfern auswerten. Viele von Ihnen, die bereits vor zwei Jahren an einer ähnlichen Aktion teilgenommen hatten, konnten erfahren, dass solche Ergebnisse dem Erfahrungsaustausch zwischen den Dörfern dienen und auch Einfluss auf die Politik für den ländlichen Raum haben können.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie aus diesen Gründen möglichst schnell, aber spätestens bis 10. Juni d. J. Ihre Antworten liefern könnten.

 

Herzlichen Dank, dass Sie sich 15 bis 20 Minuten Zeit nehmen, um an der Umfrage mitzuwirken.

Foto zur Meldung: JETZT an unserer Umfrage über Dienstleistungen und Infrastruktur in den Dörfern teilnehmen
Foto: JETZT an unserer Umfrage über Dienstleistungen und Infrastruktur in den Dörfern teilnehmen

Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels: NEUER DIALOG LÄUFT bis MITTE JUNI

(23.05.2017)

Diskussionspapier im Themenbereich "Wertschöpfung und Beschäftigung" der BEG 2 - Regionale Produkte

Die Berichterstattungsgruppe 2 hat sich intensiv mit der Förderung der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von regionalen Produkten befasst. Die gewonnenen Informationen sowie die daraus entstandenen Handlungsempfehlungen können hier eingesehen, kommentiert und bewertet werden.

 

Hintergrund der Befassung der Berichterstattungsgruppe 2 mit dem Thema ist, dass die deutsche Lebensmittelwirtschaft angesichts des Preisdrucks durch globalisierte Wertschöpfungsketten, der Konzentration in Verarbeitung und Handel sowie zunehmender ökologischer und sozialer Probleme vor großen Herausforderungen steht. In Reaktion auf diese Herausforderungen zeichnet sich in den letzten zwanzig Jahren ein stabiler Trend in der Entwicklung von Qualitäts- und Nischenmärkten ab, der insbesondere Chancen für kleine und mittelständische Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft bietet (i.green 2015).

 

Laut des Ernährungsreports 2016 (BMEL: 24) legen drei Viertel der Verbraucher/innen Wert auf eine regionale Herkunft von Lebensmitteln, fast 90% auf eine größere Beachtung artgerechter Tierhaltung und 70% auf eine bessere Umweltverträglichkeit der landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion.

Auch die großen Lebensmittelketten haben diesen Trend mittlerweile erkannt und bieten zunehmend Produkte aus ökologischem Anbau und regional erzeugte Lebensmittel an. Das bundesweit anhaltende Wachstum der Märkte für regionale und Bioprodukte wird durch politische Maßnahmen unterstützt (z.B. Einführung des Regionalfensters, Verabschiedung der Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und entsprechende Programme in fünf Bundesländern sowie Beschlüsse auf kommunaler Ebene).

 

Die Vorschläge werden hier zur Diskussion gestellt. Was halten Sie von den Vorschlägen?

zum Dialogportal

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Foto: Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels: NEUER DIALOG LÄUFT bis MITTE JUNI

Von wegen gähnende Leere! Ehrenamtliche Projekte für den ländlichen Raum

(23.05.2017)

Eine neue Handreichung der BBE stellt ermutigende ehrenamtliche Projekte für den ländlichen Raum vor, die zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.

 

Gute Ideen und Konzepte sind gefragt, um ländliche Räume – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – als attraktive, inklusive und offene Lebensregion zu gestalten. Wenn auf dem Land ein Projekt umgesetzt wird, berichtet meist die regionale Tageszeitung oder das Anzeigenblatt. So erreicht die Nachricht über inspirierende und wirksame Vorhaben kaum interessierte Leserinnen und Leser über das enge Verbreitungsgebiet oder die Projektwebsite hinaus.

 

Dem möchte das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mit der Veröffentlichung der Handreichung "Von wegen gähnende Leere" etwas entgegensetzen und kleine und große Projekte aus dem ländlichen Raum vorstellen und zur Nachahmung empfehlen.

 

Zum Download der Broschüre

© Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement

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Foto: Von wegen gähnende Leere! Ehrenamtliche Projekte für den ländlichen Raum

Neues Bund-Länder-Papier zur Neuausrichtung der Umsetzung der EU-Politik zur ländlichen Entwicklung

(09.05.2017)

Ende März wurde das durch die Agrarministerkonferenz autorisierte Eckpunktepapier des Bundes und der Länder zur Neuausrichtung der EU-Politik für den ländlichen Raum veröffentlicht.

 

Den Anstoß hierfür gab das ELER-Reset-Papier des sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft aus dem vergangenen Jahr und spiegelt sich unverkennbar in der Darstellung der aktuellen Situation im LEADER-Prozess und den darauf basierenden Vorschlägen zur Neuausrichtung wider. Das Papier der Agrarministerkonferenz nimmt Bezug auf den strategischen Gesamtrahmen, die Programmierung und das Verwaltungs- und Kontrollsystem der EU-Politik für die ländliche Entwicklung. Die langanhaltende Kritik am Bürokratie-Wahnsinn und die Tatsache, dass immer mehr potentielle Begünstigte von einer EU-Förderung absehen (insbesondere in der LEADER-Förderung), sind bei den Akteuren der Agrarministerkonferenz angekommen.

 

Die in dem Papier geäußerten Vorschläge zur Neuausrichtung sind an die beginnenden Beratungen in Brüssel zur Förderperiode nach 2020 gerichtet. Dabei appellieren die Autoren an eine grundlegende Vereinfachung um eine zielgerichtete, effiziente und nachhaltige Förderung mit einem europäischen Mehrwert zu bewirken, was auch im Interesse der BAG LAG (Bundesarbeitsgemeinschaft der Lokalen Aktionsgruppen) ist.

 

Eckpunktepapier des Bundes und der Länder zur Neuausrichtung der EU-Politik für den ländlichen Raum

 

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Foto: Neues Bund-Länder-Papier zur Neuausrichtung der Umsetzung der EU-Politik zur ländlichen Entwicklung

VEREIN: Neuer Vorstand der Dorfbewegung gewählt

(28.04.2017)

Auf der Mitgliederversammlung des Vereins Dorfbewegung Brandenburg - Netzwerk Lebendige Dörfer e.V. wurde am 27. April 2017 der alte Vorstand entlastet und ein neuer Vorstand gewählt.

 

Im Vorsitz löst Günther Thiele unseren bisherigen Vorstandsvorsitzenden Kurt Krambach ab, der sich aus dem Tagesgeschäft des Vereins zurückzieht. Grit Körmer als stellvertretende Vereinsvorsitzende und Andreas Bergmann als Schatzmeister stehen dem neuen Vorsitzenden zur Seite. Günter Thiele ist Gründungsmitglied des Vereins und engagiert sich seit vielen Jahren als Ortsvorsteher und für die Dorfbewegung.

 

Wir bedanken uns bei Kurt für die geleistete Arbeit und freuen uns, dass er uns bei der Vorbereitung unseres Beitrags zum diesjährigen Europäischen Parlaments der Dörfer (European Rural Parliament) weiterhin unterstützen wird.

Dazu in Kürze mehr Informationen.

 

Weitere wichtige Wegmarken werden die Verstetigung der Kommunikation mit den regionalen Dorfnetzwerken, die Zusammenarbeit mit der Enquetekommission und anderen Netzwerken im ländlichen Raum sowie die Teilnahme am diesjährigen Dorf- und Erntefest in Raddusch sein.

 

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Foto: VEREIN: Neuer Vorstand der Dorfbewegung gewählt

Ihre Stimme ist gefragt: „Einbindung der jungen Generation“ bei der Entwicklugn ländlicher Räume

(29.03.2017)

Am 17. Februar 2017 hat sich die Enquêtekommission mit dem Thema „Einbindung und Einbringung der jungen Generation bei Entscheidungen zur Entwicklung im ländlichen Raum“ beschäftigt.

 

Anhand praktischer Beispiele wurden an diesem Tag Möglichkeiten erörtert, junge Menschen in Entscheidungen zu involvieren, die sich auf die Entwicklung des ländlichen Raumes auswirken. Zunächst führte der Leiter des Bildungs- und Begegnungszentrums, Darius Müller, in die Aktivitäten der Einrichtung, insbesondere in die Aktionen der Trebnitzer „Dorf- und Parkhelden“, ein. Anschließend berichteten VertreterInnen der DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin, der Bürgermeister und der Jugendrat der Stadt Seelow, VertreterInnen der Landesregierung, des Landesjugendrings sowie der LAG Märkische Seen e. V. über ihre Erfahrungen und Vorstellungen im Bereich Jugendbeteiligung.

 

Im Ergebnis der Sitzung hat sich die Kommission auf Thesen zur Einbindung und Einbringung der jungen Generation bei Entscheidungen zur Entwicklung im ländlichen Raum verständigt.

 

Nun haben alle BürgerInnen die Möglichkeit ihre Meinung zu den Thesen zur Einbindung der jungen Generation der Enquêtekommission mitzuteilen.

zum Dialogportal

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Foto: Ihre Stimme ist gefragt: „Einbindung der jungen Generation“ bei der Entwicklugn ländlicher Räume

REGIOPART – Nachbarschaft & Partizipation

(24.03.2017)

Entwicklung von Nachbarschaft in strukturschwachen ländlichen Regionen Ostdeutschlands - Effekte von Partizipation für die Gesunderhaltung und soziale Teilhabe älterer Menschen

 

Die Entwicklung partizipativer Nachbarschaftsprojekte in den zwei ländlichen Regionen Mirow und Woldegk des ostdeutschen strukturschwachen Großkreises Mecklenburgische Seenplatte war zentrales Ziel des Vorhabens. Nachbarschaftliche Beziehungen sollen generationenübergreifend und unter Einbeziehung von Familien so entwickelt und gestärkt werden, dass eine zivilgesellschaftliche Ressource entsteht, die Gesundheit und Wohlbefinden im Alter befördert. Die privaten, halböffentlichen und öffentlichen Strukturen sollen verknüpft und ein funktionierender Bürger-Profi-Mix zur Bewältigung regionaler Herausforderungen, z.B. in der Pflege und Betreuung, aufgebaut werden.

 

Weitere Informationen: https://tinyurl.com/zvqn57y

Foto zur Meldung: REGIOPART – Nachbarschaft & Partizipation
Foto: REGIOPART – Nachbarschaft & Partizipation

Kirche und Diakonie in der Nachbarschaft: Neue Allianzen im ländlichen Raum

(24.03.2017)

Das Landleben erfährt in jüngster Zeit ein wachsendes öffentliches Interesse. Das hat einerseits mit den Problemlagen der schrumpfenden peripheren Regionen zu tun, andererseits mit den Horizonten einer Postwachstumsgesellschaft, für die der ländliche Raum Entfaltungsmöglichkeiten und Potenziale bietet.

 

Kooperation und gelingendes Zusammenspiel von politisch-administrativer und Bürgerkommune sind dabei von großer Bedeutung. Und Kirche und Diakonie sind hier natürliche Partner. Von ihrer sozialen, fachlichen und seelsorgerischen Kompetenz profitieren Gemeinwesen und Sozialraum.

 

Die dokumentierten Fachtage widmeten sich explizit den ländlichen Räumen und dem dortigen Umdenken angesichts strukturellen Wandels.

Den Volltext “Kirche und Diakonie in der Nachbarschaft – Neue Allianzen im Ländlichen Raum finden Sie hier:

PDF Diakonietext 05.2016

 

Hier finden Sie als Onlineangebot zur Veröffentlichung die Präsentationen der Veranstaltung “Ko-Kreation von Gemeinwohl” am 18./19.02.16 im Kloster Haydau in einem PDF zum Download:

Downloadlink

Foto zur Meldung: Kirche und Diakonie in der Nachbarschaft: Neue Allianzen im ländlichen Raum
Foto: Kirche und Diakonie in der Nachbarschaft: Neue Allianzen im ländlichen Raum

10. Kreiswettbewerbe MOL und LOS 2017 „Unser Dorf hat Zukunft“

(21.03.2017)

Am 27. Februar 2017 hat der Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg Jörg Vogelsänger gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg Karl-Ludwig-Böttcher zum 10. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" aufgerufen.

Die Landkreise sind aufgefordert, die Kreiswettbewerbe bis Oktober 2017 durchzuführen. Der Dorfwettbewerb hat eine lange Tradition in Deutschland, Brandenburg und auch in unseren Landkreisen MOL und LOS. Diese gilt es mit den nunmehr schon 10. Kreiswettbewerben fortzuführen.

 

Bewertungsbereiche sind:

  • Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen
  • Soziale und kulturelle Aktivitäten
  • Baugestaltung und –entwicklung
  • Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft

 

Es geht nicht darum, das schönste Dorf zu finden, sondern Dorfgemeinschaften, die aktiv Ihr Umfeld und Ihre Zukunft nach Ihren Möglichkeiten gestalten.

 

Die Sieger werden zum Landeswettbewerb 2018 delegiert. Auch auf Kreisebene werden die Platzierten geehrt und prämiert.

Beteiligen können sich interessierte Dörfer (keine Amtsgemeinden), die den Mut haben, den Wettbewerb zum Anlass zu nehmen, die Dorfgemeinschaft mit all ihren Stärken darzustellen und ihre Heimat zu gestalten. Es geht in erster Linie nicht darum, Siegprämien zu erlangen, sondern die Lebensqualität im Dorf zu erkennen und Ansätze für ein stärkeres Miteinander zu finden. Ländliche Regionen werden mit ihrer dorfgemäßen Baugestaltung und Siedlungsentwicklung, durch ihr attraktives Vereinsleben und ihrer Eigenart und Schönheit des Ortes geprägt.

Die Ziele und Teilnahmebedingungen sind aus den Anforderungen des Bundeswettbewerbs abgeleitet.

Bitte beachten Sie, dass nur räumlich zusammenhängende Gemeinden oder Gemeindeteile (Ortsteile) mit überwiegend dörflichem Charakter mit bis zu 3.000 Einwohnern teilnahmeberechtigt sind.

 

Die Bereisung der teilnehmenden Gemeinden

durch die Kreisbewertungskommissionen wird im Zeitraum September/Oktober 2017 erfolgen.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 30.06.2017 an die Ämterfür Landwirtschaft und Umwelt. Dazu verwenden Sie bitte die untenstehenden Anmeldeformulare.

 

Wenn Gemeinden oder Gemeindeteile Interesse an einer Teilnahme haben, können sie sich an folgende Personen im Amt für Landwirtschaft und Umwelt wenden:

 

MOL

Frau Christin Schütz (Tel.: 03346- 850 6324)  (ab 03.04.2017)

Herr Roland Prädel (Tel. 03346-850 6320)

 

LOS

Jana Fischer und Gerd Piefel

03366 35-1831 oder 35-2833

 

Landesweite Informationen zum Dorfwettbewerb

 

[Teilnahmebedingungen des Landeswettbewerbes und Anmeldung MOL]

[Unterlagen Anmeldung LOS]

[LOS.Kreiswettbewerb2017]

Foto zur Meldung: 10. Kreiswettbewerbe MOL und LOS 2017 „Unser Dorf hat Zukunft“
Foto: 10. Kreiswettbewerbe MOL und LOS 2017 „Unser Dorf hat Zukunft“

Erklärung der Dörferbewegung „Hoher Fläming"

(20.03.2017)

Zur Gründungsversammlung am 16. März 2017 auf der Burg Rabenstein

 

Ziele:

  1. Etablierung einer aktiven Dörferbewegung „Hoher Fläming" als Bestandteil der Dörferbewegung Branden­burg e.V.;
  2. Formulierung einer ordentlichen Sachargumentation zur Verbesserung des Gemeindefinanzausgleichs im Land Brandenburg im Interesse des ländlichen Raums als Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsraum in Ber­lin-Brandenburg;
  3. Politische Entscheidungsträger für die Belange der Dörfer sensibilisieren um die Weiterentwicklung der Dörfer zu ermöglichen;
  4. Erfahrungen bei der Gestaltung des Dorflebens weitergeben und von anderen Dörfern lernen;
  5. Die Mitbestimmung der Ortsbeiräte stärken.
     

Begründung:

Viele dörflich geprägte Gemeinden im ländlichen Raum aber auch viele Städte in Brandenburg haben das Prob­lem, dass sie keine ordnungsgemäßen Haushalte verabschieden können, da der Anspruch des Gesetzgebers an die heutigen Normen und Standards öffentlicher Leistungen in enormem Maß von den Möglichkeiten vieler Gemeinden zur Finanzierung derselben abweicht. In den Gemeinden Brandenburg besteht ein milliarden­schwerer Investitionsstau in den Kitas, den Schulen und auf öffentlichen Straßen und Wegen. Um die geltenden Standards wird drum herum improvisiert, obwohl genug Geld vorhanden ist.

 

Diesen Zustand wollen wir been­den!

Wir wollen genügend und qualitativ gute Kitaplätze!

Wir wollen die Kinder in unseren Einrichtungen qualitativ hochwertig verpflegen!

Wir wollen unseren Kindern in unseren Schulen möglichst wohnortnah lehren, ihr Leben zu bewältigen!

Wir wollen das soziale Miteinander im demokratischen Wertesystem der Bundesrepublik Deutschland an der Basis wieder stärken!

Wir wollen unsere Umwelt, unsere Natur und die Kulturlandschaft schützen und aktiv zum Klimaschutz beitra­gen!

Wir wollen für Gäste, für Touristen gute Gastgeber sein, wir wollen dass man sich bei uns gut erholen kann!

 

WIR ERWARTEN VOM STAAT IN UNSEREN GEMEINDEN ENDLICH EINE SOLIDE GRUNGFINANZAUSSTATTUNG FÜR DIE VERFASSUNGSGEMÄSSE ERFÜLLUNG UNSERER GESETZLICHEN AUFGABEN!!!

 

Burg Rabenstein, 16. März 2017

Vorschläge und Änderungen bitte an mich senden


Ralf Rafelt

ralf-rafelt(at)t-online.de

 

Kleines Dörfertreffen der LAG Märkische Seen: Engagierte Diskussionen

(14.03.2017)

Das Thema Dorf ist wieder in aller Munde:

die große Landlust steht dabei in Kontrast zu den tatsächlichen Herausforderungen für die in den Dörfern lebenden Menschen. Viele Dörfer haben sich auf den Weg gemacht, ihre Geschicke in die eigene Hand zu nehmen. Andere Dörfer suchen nach Ideen und Mitstreitern. Auch das Land Brandenburg fordert, neue Lösungsansätze zu entwickeln. Doch genügen die existierenden Ansätze und Handlungsspielräume, um die entwickelten Ideen umsetzen zu können?

 

Die Enquete-Kommission 6/1 zur „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels" soll Empfehlungen an den Landtag und die Landesregierung abgeben, wie im Land Brandenburg eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der ländlichen Regionen unterstützt und vorangetrieben werden kann. Dazu wurden bereits einige Thesen erarbeitet. Diese haben wir am 4. März 2017 gemeinsam mit rund 60 interessierten Bürgern aus der Region diskutiert, um der Kommission eine Rückmeldung direkt aus den Dörfern zu geben.

 

Bericht in der Märkischen Oderzeitung

 

Für uns war dieser trotz des ersten Frühlingstages gut besuchten Tages eine sehr gelungene Kooperation mit dem kreisweiten Verbund der "Partnerschaften für Demokratie" MOL, dem Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V. und der Dorfbewegung Brandenburg e.V. 

Wir sagen danke und werden diese Kooperation fortsetzen.

 

[Dokumentation herunterladen]

[Präsentation Dorfwettbewerb]

[Präsentation Forum ländlicher Raum]

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Foto: Kleines Dörfertreffen der LAG Märkische Seen: Engagierte Diskussionen

Gerhard Henkel: Rettet das Dorf! Was jetzt zu tun ist

(10.03.2017)

In großen Teilen Deutschlands veröden die ländlichen Gebiete. In seiner leidenschaftlichen Streitschrift „Rettet das Dorf!“ wirft Gerhard Henkel der Politik vor, die Dörfer mit ihren Reformen systematisch entmündigt zu haben.

 

Gleichzeitig zeigt er, wie es auch anders geht: Für sein Buch hat er akribisch zusammengetragen, wo es gelungen ist, Dörfer fit für die Zukunft zu machen.

 

► mehr erfahren

Foto zur Meldung: Gerhard Henkel: Rettet das Dorf! Was jetzt zu tun ist
Foto: Gerhard Henkel: Rettet das Dorf! Was jetzt zu tun ist

Aufruf: Tassilo Tröscher Wettbewerb 2017

(21.02.2017)

Staatsminister a.D. Dr. Dr. h.c. Tassilo Tröscher († 2003) hat 1992 aus Anlass seines 90. Geburtstages die „Tassilo Tröscher-Stiftung – Für die Menschen im ländlichen Raum“ begründet.


Aus den Erträgen der Stiftung werden in zweijährigem Turnus Preise für innovative Entwicklungen z.B. in den Bereichen Leben im ländlichen Raum, Dorfentwicklung, Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, Gestaltung landwirtschaftlicher Betriebsmodelle, Verbesserung der umweltverträglichen Landbewirtschaftung und artgerechten Tierhaltung etc. verliehen.

Im Jahr 2017 beträgt der Stiftungspreis 6 000 Euro.

 

Der Preis kann auf mehrere Projekte verteilt werden. Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2017.

 

Nähere Informationen unter: http://www.asg-goe.de/stiftungswettbewerb.shtml

 

Bewerben Sie sich!
 

Foto zur Meldung: Aufruf: Tassilo Tröscher Wettbewerb 2017
Foto: Aufruf: Tassilo Tröscher Wettbewerb 2017

Brandenburgs Dörfer sind aus dem Blick der Landesregierung verschwunden – es lebe das Dorf!

(14.02.2017)

Zur Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage „Zukunft der Dörfer in Brandenburg“ der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN nimmt BENJAMIN RASCHKE, Sprecher für ländliche Räume und Mitglied der Enquêtekommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels", wie folgt Stellung:

 

„Brandenburgs Dörfer sind verschwunden. Nicht von der Landkarte, aber offenbar aus dem Blick der rot-roten Landesregierung. Mit der Gemeindegebietsreform 2003 sind viele Brandenburger Dörfer zu Gemeinden zusammengeschlossen worden und existieren damit rechtlich nur noch als Ortsteile – für die sich die Landesregierung nach eigener Auskunft nicht mehr zuständig sieht. Noch nicht einmal Daten zu den brandenburgischen Dörfern werden in der amtlichen Statistik erhoben. Mit der Gemeindegebietsreform gingen auch viele Gemeinderäte und damit wichtige ehrenamtliche Strukturen verloren. Dass der Landesregierung jetzt die herausragenden Bündnisse der Ortsvorsteher im Landkreis Spree-Neiße oder in der Stadt Storkow, die sich trotz der Eingemeindung für ihre Dörfer einsetzen, nicht bekannt sind, ist ein fatales Signal.“

 

Das Vergessen der Dörfer hat Folgen: Weder wird das erfolgreiche Brandenburger Projekt der „Dorfkümmerer“ weiter finanziert, noch gibt es im neuen Landesentwicklungsplan Konzepte und Strategien, um die Zukunftsfähigkeit der Dörfer zu befördern. „Wir hören nicht zuletzt in den BürgerInnensprechstunden der Enquêtekommission von eingemeindeten Dörfern, in denen das Geld nur noch in die Kernstadt fließt oder ganze Ortsteile im Gemeinderat vergessen werden“, so BENJAMIN RASCHKE. „Da hilft es nicht, wenn Minister Vogelsänger darauf verweist, dass insgesamt für die ländlichen Räume viel Geld zur Verfügung stünde oder er einmal im Jahr das Bundesprogramm „Unser Dorf hat Zukunft“ bewirbt. Wir müssen die Dörfer wieder stärken und erwarten vom Ministerium hier ein Umdenken.“

 

Konkrete Vorschläge dazu lägen vor, so BENJAMIN RASCHKE, etwa Ortsteilbudgets für eingemeindete Dörfer oder weitergehende Mitspracherechte von Ortsvorsteherinnen und -vorstehern. Nötig sei auch eine stärkere Unterstützung der brandenburgischen „Dorfbewegung“, die seit Jahren dafür kämpft, dass die Stimme der Dörfer auch in Brandenburg gehört wird. „Die Stärkung der Dörfer muss und wird uns in der Enquêtekommission für ländliche Räume und im Parlament weiter beschäftigen“, so BENJAMIN RASCHKE abschließend.

 

Weiterführende Informationen

>> Große Anfrage „Zukunft der Dörfer in Brandenburg“ und Antwort der Landesregierung (pdf-Datei)

>> Dorfkümmerer

>> Bundesprogramm „Unser Dorf hat Zukunft“

 

 

Foto zur Meldung: Brandenburgs Dörfer sind aus dem Blick der Landesregierung verschwunden – es lebe das Dorf!
Foto: Brandenburgs Dörfer sind aus dem Blick der Landesregierung verschwunden – es lebe das Dorf!

Europäischer Ausschuss der Regionen: Es ist Zeit für eine systematische Vorgehensweise für die Entwicklung unserer ländlichen Gebiete

(09.02.2017)

Die Erfüllung der in der Cork2-Erklärung zum ländlichen Raum festgelegten Ziele war die zentrale Forderung von Anthony Buchanan, stellvertretender Vorsitzender der Fachkommission für natürliche Ressourcen (NAT) des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR), in einem offenen Austausch zwischen Vertretern der fünf Organe und Einrichtungen der EU. Die Veranstaltung fand am 20. Januar auf Einladung des EU-Kommissars für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Phil Hogan, und des deutschen Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, in Berlin statt.

 

Im September 2016 hatten mehr als 340 Interessenvertreter des ländlichen Raums in Cork (Irland) eine gemeinsame Vision über die Herausforderungen und Chancen in ländlichen Gebieten und landwirtschaftlichen Gemeinschaften entwickelt und Empfehlungen für die künftige Politik im Bereich der Landwirtschaft und des ländlichen Raums abgegeben. Die Cork-2.0-Erklärung „ Für ein besseres Leben im ländlichen Raum “, das wichtigsten Referenzdokument zur künftigen Politik für die Landwirtschaft und die Ausarbeitung eines Weißbuches zum ländlichen Raum würde eine klarere Ausrichtung auf die Zukunft der EU Landwirtschaft ermöglichen, erklärte Anthony Buchanan (UK/EA), stellvertretender Vorsitzender der Fachkommission NAT des AdR.
 
„Es ist offensichtlich, dass die Zielsetzungen der ersten Cork-Erklärung nicht ganz erreicht wurden, weil konkrete Verpflichtungen dazu fehlten. Wir brauchen einen operativen Aktionsplan, damit diese Erklärung nicht nur auf dem Papier steht, sondern zu konkreten Maßnahmen und Ergebnissen führt. Ein Weißbuch zum ländlichen Raum wäre ein Ausgangspunkt für eine systematischere Berücksichtigung der Anliegen des ländlichen Raums in allen Politikbereichen der EU“, sagte Buchanan. "Nur in Partnerschaft mit den lokalen und regionalen Gebietskörperschaften können wir durch schlüssige Strategien den Rückgang der ländlichen Gebiete aufhalten."
 
Der sechste Bericht über den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt macht deutlich, dass die Kluft zwischen Stadt und Land immer größer wird, auch weil sich die Groß- und Hauptstädte in rasantem Tempo entwickeln. Die Erhaltung der ländlichen Gebiete und Gemeinschaften als attraktive Orte zum Leben und Arbeiten ist eine der wichtigsten Prioritäten der Fachkommission NAT des AdR.
 
„Im Vergleich zum städtischen Raum entwickeln sich die ländlichen Gebiete langsamer, wodurch ein großes Potenzial zur Bewältigung wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Aufgaben zu wenig genutzt wird. Wir brauchen einen integrierten Ansatz, um die finanzielle Unterstützung der EU für die ländliche Entwicklung aufzustocken, die Ansatzpunkte zu diversifizieren und so Fragen des ländlichen Raums in allen EU-Politikbereichen zu etablieren. Auch wäre es uns dadurch möglich, konkrete Maßnahmen zur Einführung des sog. „rural proofing“ (eines Mechanismus, durch den die jeweiligen Auswirkungen auf den ländlichen Raum geprüft werden sollen) zu ergreifen und die Vorschriften für die Strukturfonds durch einen gemeinsamen strategischen Rahmen weiter zu harmonisieren, um die Programmplanung für die Entwicklung des ländlichen Raums und die Verwaltung zu vereinfachen“, sagte Buchanan.
 
Vor diesem Hintergrund werden die Mitglieder des AdR auf ihrer

Februar-Plenartagung in Brüssel eine Stellungnahme zu der Frage, wie die europäischen Junglandwirte besser unterstützt werden können, erörtern und verabschieden. Auch Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, wird an dieser Aussprache teilnehmen.

 

Kontakt:

Carmen Schmidle
Tel. +32 (0)2 282 2366
carmen.schmidle@cor.europa.eu

 

Foto zur Meldung: Europäischer Ausschuss der Regionen: Es ist Zeit für eine systematische Vorgehensweise für die Entwicklung unserer ländlichen Gebiete
Foto: Europäischer Ausschuss der Regionen: Es ist Zeit für eine systematische Vorgehensweise für die Entwicklung unserer ländlichen Gebiete

Dörfer aus Brandenburg holen Gold und Silber beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

(30.01.2017)

Auf IGW hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die 33 siegreichen Kommunen des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" ausgezeichnet. Schmidt lobte die Aktiven in den Gemeinden: "Der Erfolg des Dorfwettbewerbs wäre undenkbar ohne Ihr Engagement!"

 

Die Dorfbewegung Brandenburg gratuliert den Gewinnern aus Brandenburg ganz herzlich - Euer Erfolg macht uns allen Mut!

GOLD: Sauen - Landkreis Oder-Spree

SILBER: Straupitz, Landkreis Dahme-Spreewald

 

Gutes Leben auf dem Land – die Dorfgemeinschaften hatten der Jury viele Ideen und Konzepte dazu präsentiert. Unterm Strich waren die Ziele oft gleich: die Gemeinschaft im Ort stärken, alltagstauglich sein und das Dorf wirtschaftlich voranbringen.

Engagement - vor allem auf dem Land

Der Bundeslandwirtschaftsminister griff das bei seiner Rede vor etwa 2700 geladenen Gästen auf: "Engagement hat vor allem auf dem Land eine Heimat." Der Dorfwettbewerb sei auch eine "Erfolgsgeschichte des Ehrenamts".

 

Beispielhafter Einsatz im eigenen Ort

Die Aktiven in einem Dorf hatten zum Beispiel ehemalige Scheunen in Wohnungen für alle Altersstufen umgewandelt. Das legte den Grundstein für gegenseitige Hilfe, etwa bei der Kinderbetreuung oder beim Einkaufen. In anderen Orten bereichern die Menschen das Dorfleben mit ehrenamtlichen Fahrdiensten, einem Multifunktionenhaus, einer von Freiwilligen betriebenen Dorfgaststätte als Begegnungsort oder dem Bau eines Fahrradparcours für Kinder. In einem anderen Dorf stellten Männer und Frauen ein internationales Café auf die Beine, um Zuwanderer in der Gemeinschaft aufzunehmen und willkommen zu heißen.

 

Zukunftsthema Entwicklung ländlicher Regionen

Schmidt sagte bei der Preisverleihung: "Die Sicherung der Attraktivität unserer Heimat auf dem Land wird und muss ein zentrales Thema der nächsten Jahre werden." Mit seinem Ministerium setze er sich daher speziell für ländliche Entwicklung ein.

 

Quelle: BMEL

 

Ende Februar startet der neue Dorfwettbewerb - Informationen in Kürze hier

 

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Foto: Dörfer aus Brandenburg holen Gold und Silber beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

LandFrauen: Positionspapier Ehrenamt 4.0

(30.01.2017)

Am 6. Dezember 2016 verabschiedete das Präsidium des Deutschen LandFrauenverbandes das Positionspapier »Ehrenamt 4.0«.

 

Die Folgen, Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung der Gesellschaft für das Ehrenamt, so der LandFrauenverband, müssen allgemein und speziell auch mit Blick auf den ländlichen Raum genauer diskutiert werden. Für Vereine und Engagierte fordert er eine faire Chance auf dauerhafte digitale Teilhabe: »Ziel muss es sein, die digitalen Errungenschaften für das ehrenamtliche Engagement im ländlichen Raum gewinnbringend einzusetzen. Die Gemeinschaft und andere soziale Faktoren, die die Vereinskultur seit je her ausmachen, gilt es zu erhalten.«

Positionspapier des LandFrauenverbandes

 

 

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Foto: LandFrauen: Positionspapier Ehrenamt 4.0

Aus Politik und Zeitgeschichte: „Land und Ländlichkeit“

(30.01.2017)

Beilage Nov. 2016 der Zeitschrift „Das Parlament“

 

Die Entwicklung von ländlichen Regionen gestaltet sich sehr unterschiedlich. Hat in einigen Dörfern auch der letzte Lebensmittelladen geschlossen, der Landarzt sein Glück woanders gesucht und kommt, wenn überhaupt, nur noch ein Bus pro Tag, boomen andere Gegenden geradezu und wachsen an Einwohner*innen und Angeboten. Von "gleichwertigen Lebensverhältnissen" kann oft nicht mehr die Rede sein. Vielen Menschen erscheint indes ein ländliches Leben (wieder) als attraktiv. Die "Landlust" hat um sich gegriffen, Großstädter ziehen auf der Suche nach dem "guten Leben" raus, um ihre Vorstellungen von "Ländlichkeit" zu verwirklichen, oder holen das Rurale in Form von urban gardening oder urban farming in die Stadt.

 

Weitere Informationen

 

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Foto: Aus Politik und Zeitgeschichte: „Land und Ländlichkeit“

Förderinformation: Neue Auswahlrunde des Programms "Werkstatt Vielfalt" läuft noch bis 15. März

(27.01.2017)

Die Stiftung Mitarbeit führt die bereits neunte Auswahlrunde des Programms "Werkstatt Vielfalt" der Robert Bosch Stiftung durch. Ziel des Programms ist es, Kontakte zwischen jungen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus zu ermöglichen und so Brücken zwischen Lebenswelten zu bauen.

 

Junge Menschen in Deutschland wachsen in einer Gesellschaft auf, die so bunt und vielfältig ist wie nie zuvor. Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus sind von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier setzen die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« an: Sie bauen Brücken zwischen Lebenswelten und tragen zu einer lebendigen Nachbarschaft in der Gemeinde oder im Dorf bei. Sie sorgen dafür, dass Vielfalt zur Normalität wird.

 

Welche Projektideen können gefördert werden?

Die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« sind lokal oder stadtteilübergreifend angelegt. Das heißt, sie füllen ihre unmittelbare Nachbarschaft, ihre Gemeinde oder ihr Viertel mit Leben. Außerdem sind sie längerfristig ausgerichtet (6 bis 24 Monate). Die Robert Bosch Stiftung fördert Projekte mit jeweils bis zu 7.000 Euro.

 

Förderanträge können bis Mittwoch, 15. März 2017 eingereicht werden.

Mehr Informationen: www.mitarbeit.de/werkstatt_vielfalt.html

Quelle: Robert Bosch Stiftung

 

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Foto: Förderinformation: Neue Auswahlrunde des Programms "Werkstatt Vielfalt" läuft noch bis 15. März

Buchempfehlungen zum Thema Dorf

(20.01.2017)

„Rettet das Dorf!“ von Gerhard Henkel

Gerhard Henkel bietet in ›Rettet das Dorf!‹ konkrete Denkanstöße für Stadt und Land. Er zeigt Strategien und Beispiele für Verbesserungen von unten, auf der Lokal-, Gemeinde- und Regionalebene, sowie von oben durch Bund, Bundesländer, aber auch Kirchen, die Wissenschaft und zentrale Institutionen wie den Deutschen Städte- und Gemeindebund, Parteien und Stiftungen.

 

Weitere Informationen

 

„Wie Gott verschwand aus Jorwerd“ von Geert Mak

Jorwerd ist ein kleines friesisches Dorf im Norden der Niederlande. Doch was sich dort in den letzten fünfzig Jahren des 20. Jahrhunderts ereignete, lässt sich in ganz Europa finden: eine Revolution der Lebens- und Arbeitsverhältnisse, die im Laufe von nur zwei Generationen Lebensformen und Traditionen zum Verschwinden gebracht hat, die Jahrhunderte überdauert hatten. Eindringlich, detailreich und mit großer Sympathie erzählt Mak vom Verschwinden einer Welt: der dörflichen Welt.

 

Weitere Informationen

 

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Foto: Buchempfehlungen zum Thema Dorf

Fortsetzung des bundesweiten Wettbewerbs „Kerniges Dorf!“ ab 01. Februar 2017

(20.01.2017)

Jedes Dorf ist anders. Allein die Struktur unterscheidet sich zwischen Nordwest- und Südostdeutschland erheblich. Jedes Dorf ist auch eigen in seiner Entwicklung und hat eine eigene Geschichte. Nur die Menschen vor Ort können einschätzen, welche Ideen und Maßnahmen für ihr Dorf geeignet sind.

 

Der Wettbewerb steht sowohl Dörfern offen, die erste Anstrengungen machen, in ihrer Bevölkerung ein Bewusstsein für Leerstandsprobleme zu wecken, als auch solche, die einen Dorfumbau nahezu abgeschlossen haben. Dörfer oder Gemeinden, die vorbildlich zusammenarbeiten, um beispielsweise Baugebiete zu teilen oder einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch zu pflegen, können einzeln oder im Verbund teilnehmen.

 

Mit der Vergabe von insgesamt fünf Preisen werden die unterschiedlichen Voraussetzungen der Dörfer berücksichtigt. Jedes Gewinnerdorf erhält ein Preisgeld von 2 000 €, das von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gestiftet wird.

 

Weitere Informationen:

http://www.asg-goe.de/wettbewerb.shtml

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Foto: Fortsetzung des bundesweiten Wettbewerbs „Kerniges Dorf!“ ab 01. Februar 2017

Enquete-Kommission zu den Schlussfolgerungen „Perspektiven Ländlicher Räume“

(19.12.2016)

Der erste Dialog der Enquete-Kommission zu den Schlussfolgerungen „Perspektiven Ländlicher Räume“ ist abgeschlossen. Es gab eine rege Beteiligung. Nun hat die Enquete-Kommission die Aufgabe, die eingegangen Kommentare zu sichten und darüber zu diskutieren.

 

Die Enquete-Kommission hat in ihrer 12. Sitzung am 9.Dezember 2016 die Thesen/Schlussfolgerungen zum Themenblock
„Selbstbestimmung des ländlichen Raums und Lokale Demokratie aus Sicht der Dörfer" beschlossen.

Nun sind Sie gefragt. Kommentieren Sie die Thesen/ Schlußfolgerungen, sagen Sie der Enquete-Kommission wie sie die Thesen/Schlußfolgerungen finden, was aus Ihrer Sicht geändert werden sollte.

 

Bis 08.01.2017 haben Sie die Möglichkeit dazu. Anschließend wird die Kommission die Thesen/Schlußfolgerungen mit ihren Anmerkungen nochmals diskutieren.

 

Die Positionierungen und Schlussfolgerungen zur Daseinsvorsorge und Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse stellen den bisherigen Definitionsstand der Kommission zu diesen beiden, für den ländlichen Raum elementaren, Aspekten dar.

 

Beide Dialoge sind bis zum 8. Januar 2017 freigeschaltet.
Machen Sie mit und beteiligen Sie sich!

 

 

Foto zur Meldung: Enquete-Kommission zu den Schlussfolgerungen „Perspektiven Ländlicher Räume“
Foto: Enquete-Kommission zu den Schlussfolgerungen „Perspektiven Ländlicher Räume“

Für lebendige Dörfer – Was die Politik tun muss

(14.12.2016)

Das Klischee ist bekannt: Brandenburgs Dörfer sterben – Schuld ist der demografische Wandel. Während der Speckgürtel rund um Berlinboomt, dünnen die ländlichen Regionen fernab der Städte aus. Die jüngeren EinwohnerInnen ziehen weg, Kita und Dorfladen schwinden, und mit ihnen auch die Attraktivität der Wohnorte.

 

Benjamin Raschke findet: Das ist ein Pauschalurteil, das so längst nicht überall zutrifft. Dass man differenzieren muss, zeigen tolle, Mut machende Beispiele für funktionierende, wachsende Gemeinden überall in Brandenburg. Wir wollen noch mehr davon – getreu dem Motto: Es lebe das Dorf! Um den ländlichen Raum zu stärken, wurde im Sommer 2015 auf unsere Initiative im Landtag die Enquêtekommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ ins Leben gerufen. Eine Enquête wird immer dann eingerichtet, wenn langfristige, komplexe Fragestellungen zu untersuchen und zu lösen sind.

 

Ein Thema, mit dem sich die Kommission schwerpunktmäßig beschäftigt, ist gesellschaftliche und politische Teilhabe. Verantwortlich für die gleichnamige Arbeitsgruppe ist unser Sprecher für den ländlichen Raum Benjamin Raschke. Auch die Enquête selbst soll viel Beteiligung ermöglichen: mit Livestream, Online-Auftritt, Dialogportal und Bürgersprechstunde. Und, ganz wichtig: Die Kommission tagt nicht nur in Potsdam, sondern besucht nach und nach verschiedene ländliche Regionen Brandenburgs. Ob in Pinnow, Großräschen oder Schlieben: Die Bürgersprechstunde ist stets gut besucht.

 

So auch beim Ortstermin in Schönwalde. In der 850-Seelen-Gemeinde am Rande des Spreewaldes – der Heimat von Benjamin Raschke findet man Sparkasse, Dorfladen, Bäcker, Kita und Schule. Der Ort hat mehrmals den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen. Und: Schönwalde wächst! Nach Sprechstunde und Impulsvorträgen – unter anderem von Prof. Dr. Kurt Krambach, einem Vertreter der „Dorfbewegung Brandenburg“, die dafür eintritt, dass die politischen Forderungen des ländlichen Raums in der Landespolitik stärkeres Gehör finden – folgte eine lebendige Diskussion der Kommission. Was muss die Politik tun, um die Dörfer in Brandenburg zu stärken? Als vorläufiges Fazit sind dabei zehn Thesen entstanden, an denen Sie jetzt mitarbeiten können.

 

Quelle: Grüne Fraktion Brandenburg
Mehr zum Thema Zukunft des ländlichen Raums 

 

 

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Foto: Für lebendige Dörfer – Was die Politik tun muss

Chatbots und autonome Shuttles auf dem Land – Der Abschlussbericht der 11. Initiative Digitale Region

(02.12.2016)

Die Digitalisierung macht vor nichts halt – das hört man in letzter Zeit immer öfter. Doch stimmt das tatsächlich? Die Beteiligten der 11. Initiative Digitale Region sehen das differenzierter. Denn obwohl die Digitalisierung der Start kontinuierlich fortschreitet und Projekte wie die Smart City von Wirtschaft und Politik gefördert werden, rücken die ländlichen Räume Deutschlands zunehmend in  den Hintergrund.

 

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben das Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V. und Unternehmen für die Region e.V. einen Think Tank entwickelt, um ländliche Regionen für die digitale Zukunft vorzubereiten. Am 1. Dezember 2016 hat die Initiative ihren Abschlussbericht in Berlin vorgestellt.

mehr Informationen

 

 

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Zweiter Bericht zur Entwicklung ländlicher Räume beschlossen

(02.12.2016)

Der Zweite Bericht der Bundesregierung zur Entwicklung Ländlicher Räume folgt dem Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur Entwicklung ländlicher Räume der 17. Legislaturperiode (Bundestags-Drs. 17/8499 vom 25.01.2012).

 

Der Bericht gibt eine umfassende Darstellung der Situation und Entwicklung ländlicher Räume sowie der bundespolitischen Maßnahmen. Er berichtet über die Einrichtung des Sachverständigenrats Ländliche Entwicklung beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie die Koordination der für ländliche Räume relevanten Politikbereiche der Bundesregierung (Bundestags-Drs. 16/5421 vom 23.05.2007).

Download

 

 

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Foto: Zweiter Bericht zur Entwicklung ländlicher Räume beschlossen

Mehr Geld für den ÖPNV? Ja, aber es gibt auch Verlierer

(29.11.2016)

Aufbruchstimmung in den westdeutschen Ländern. Sie werden von den deutlich erhöhten Zuweisungen des Bundes zur Finanzierung des ÖPNV ("Regionalisierungsmittel") profitieren - zu recht! Der Nahverkehr in vielen Ballungsräumen ist heute eine Zumutung und bewegt kaum einen zusätzlichen Autofahrer zum Umsteigen. Infrastruktur und Fahrzeugpark müssen deutlich verbessert und aufgestockt werden. Soweit die eine Seite der Medaille.

 

Die Verlierer der Einigung bei den Finanzen sitzen östlich der Elbe. Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg heißen sie. In den Jahren bis etwa 2025 bekommen sie weniger Geld und im Durchschnitt steigt ab 2026 die Summe der Zuweisungen auf das heutige Niveau (Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind dann sogar die Verlierer auf der Verliererseite, denn sie erhalten weniger).

 

Für den DBV ist es unverständlich, wie die ostdeutschen Ministerpräsidenten diesem Kompromiss zustimmen konnten. Weniger Geld bedeutet zwangsläufig ein Leistungsabbau, weil noch nicht einmal die jährlichen Preissteigerungen aufgefangen werden können. Gerade in den ländlichen Regionen wird es deshalb, so befürchtet der DBV, zu einer weiteren Angebotsausdünnung auf allen Ebenen kommen. WIe mit weniger Geld die Barrierefreiheit bis zum 31.12.2021 hergestellt werden soll, ist eine der offenen  Fragen.

 

Der DBV fordert, dass die Fahrgäste in Zukunft an den ÖNV-Planungen beteiligt werden. Die bisher gepflegte Geheimhaltungsstrategie bei der Entscheidungsfindung auf politischer Ebene muss ein Ende haben. Entscheidungen sind mit den Betroffenen vorher zu diskutieren.

 

Pressekontakt: Frank Böhnke, Bundesschatzmeister, Ruf 01 77 / 8 93 43 94

 

Über den Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV):

Als „Lobby der Bahnkunden“ versteht sich der Deutsche Bahnkunden-Verband. Dabei vertritt der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Verein sowohl die Interessen von Fahrgästen im Nahverkehr, von Reisenden im Fernverkehr und Kunden im Güterverkehr. 1990 in Berlin gegründet, hat der bundesweit tätige Dachverband heute über 7.500 Mitglieder. Sie sind in Landesverbänden organisiert, die sich in Regionalverbände, Vereine und Initiativen untergliedern. Parteipolitisch neutral und unabhängig beschäftigen sich die ehrenamtlichen DBV-Mitglieder mit Themen wie Mobilität auf der Schiene, Infrastruktur, Finanzierung und barrierefreies Reisen. Neben der Interessenvertretung von Bahnkunden erarbeitet der DBV auch alternative Verkehrsmodelle, Verbindungen und gesetzliche Regelungen. Eines der Ziele des Verbraucherschutzvereins ist die Verbesserung des Kundenservices. Daneben widmen sich die DBV-Landesverbände der  „Bewahrung von eisenbahngeschichtlichen Werten“ und zeichnen Personen bei der Förderung des öffentlichen Verkehrs aus.

 

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Foto: Mehr Geld für den ÖPNV? Ja, aber es gibt auch Verlierer

Integrierte Mobilitätskonzepte zur Einbindung unterschiedlicher Mobilitätsformen in ländlichen Räumen

(10.11.2016)

Um die Mobilität aller Bevölkerungsgruppen in ländlichen und nachfrageschwachen Regionen unabhängig vom Einkommen und Alter auch in Zukunft zu gewährleisten, müssen innovative und integrierte Mobilitätskonzepte unter Einbezug aller Verkehrsträger entwickelt und umgesetzt werden. Beispielhaft wurden daher für drei Modellregionen des Aktionsprogramms "regionale Daseinsvorsorge" bestehende Angebote mit innovativen Ansätzen hin zu langfristig tragfähigen, integrierten Mobilitätskonzepten unter Einbeziehung der relevanten lokalen Akteure entwickelt.

Unabdingbar für die Passfähigkeit von neuen bzw. innovativen Konzepten war es, einen kleinteiligen Ansatz in Bezug auf die Ermittlung der Verkehrsnachfrage, der Mobilitätsangebote sowie der Standorte der Daseinsvorsorge zu verfolgen. Zentral ist zudem die Einbindung der lokalen Akteure in den gesamten Prozess der Konzepterstellung. Es fand daher eine effiziente Wissenstransformation von der Wissenschaft in die Praxis und umgekehrt statt, sodass durch die regionale Zusammenarbeit und dem intraregionalen Wissensaustausch ein spezifisches Know-how erarbeitet werden konnte.

Die erstellten integrierten Mobilitätskonzepte sind aus aufeinander abgestimmten, einzelnen Angebotsmaßnahmen zusammengesetzt. Basierend auf einer "Best-Practice"-Recherche und einer Ideen- bzw. Instrumentensammlung zu innovativen Mobilitätsangeboten wurde ein Baukastensystem mit den einzelnen Angebotsmaßnahmen erstellt. Aus diesem Baukasten kann sich auch in Zukunft bedient werden, um integrierte Mobilitätskonzepte in anderen Regionen zu erstellen. Die Lösungsansätze und erarbeiteten Mobilitätskonzepte bzw. das methodische Vorgehen und die durchgeführten Prozesse können somit auf andere Regionen übertragen werden.


Herausgeber
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Berlin
Referat G 30

Download (PDF, 3MB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)

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Foto: Integrierte Mobilitätskonzepte zur Einbindung unterschiedlicher Mobilitätsformen in ländlichen Räumen

Regionalität: ECHT KUH-L! – Wettbewerb für Schulklassen

(07.11.2016)

Am 26. Oktober 2016 startete Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, die neue Wettbewerbsrunde.

 

Regionalität im Fokus

Im Schuljahr 2016/2017 geht’s um das Thema "Regionalität". Unter dem Motto "Wissen wo’s herkommt – Lebensmittel aus der Region" sollen Kinder und Jugendliche herausfinden, was das Besondere an heimischen Lebensmitteln ist.

  • Welche Vorteile haben sie?
  • Wie arbeiten die (Bio-)Bäuerinnen und Bauern in der Region?
  • Woran erkennt man regionale Produkte und wo kann man sie kaufen?
  • Wie und wo kann man selbst Lebensmittel anbauen?
  • Und wie haben sich eigentlich früher unsere Großeltern ernährt?

Wettbewerbsbeiträge können von Klassenverbänden eingereicht werden, von Schüler- und außerschulischen Gruppen und auch von einzelnen Kindern und Jugendlichen. Der Kreativität sind dabei (fast) keine Grenzen gesetzt. Einsendeschluss ist der 31. März 2017.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Anmeldung finden Sie im Internet unter www.ECHTKUH-L.de.

 

Wie‘s geht

Wenn Sie mit Ihrer Klasse am Wettbewerb teilnehmen wollen, geht es hier direkt zum  Anmeldeformular (PDF-Datei). Der Einsendeschluss für Beiträge ist im kommenden Frühjahr, am 31. März 2017. Bis dahin ist ausreichend Zeit, um sich mit dem Theme Regionalität zu beschäftigen, eine geeignete Fragestellung zu entwickeln und Inhalt und Form des Beitrages zu gestalten. (Fast) alles ist vorstellbar: Dokumente in Bildern, Texten oder Film-/Audioform sind ebenso willkommen wie Webseiten, Blogs oder Dokumentationen von Aktionen. 

 

Attraktive Gewinne

Jede Klasse, die am Wettbewerb teilnimmt, wird für ihr Engagement und ihren Einsatz mit einer Teilnahmeurkunde geehrt. Zusätzlich gibt es natürlich noch tolle Preise. So wird in jeder Altersgruppe eine Klasse zur Siegerpreisverleihung nach Berlin eingeladen, andere machen Tagesausflüge oder erhalten Sach- oder Geldpreise.   

 

Mehr zum Thema

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Fachtag „Jugendpartizipation als Instrument der Dorfentwicklung"

(14.10.2016)

Bekanntermaßen stehen die ländlichen Räume vor großen Herausforderungen, bedingt u.A. durch Abwanderung junger Menschen, die es aufgrund abnehmender Infrastruktur (Mobilität, Freizeitangebote, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten) verstärkt in die Städte zieht. Gerade die Jugend bietet in diesem Zusammenhang aber auch das Potential für eine positive Entwicklung. Insofern gilt es, Möglichkeiten des demokratischen Miteinanders und der Mitgestaltung aufzuzeigen sowie Eigeninitiative zu stärken.

 

Dies war eines der Ziele des Fachtags zum Thema Jugendbeteiligung als Möglichkeit zur Entwicklung ländlicher Räume, den der Schloß Trebnitz e.V. in Zusammenarbeit mit der Berlin-Brandenburgischen Landjugend am 20. September 2016 veranstaltete. Zudem bot der Fachtag einen Blick über den Tellerrand nach Litauen: Vertreter_innen von sechs Landesarbeitsgemeinschaften, dem Landwirtschaftsministeriums

und des LEADER-Programms Litauen waren zu Gast.

 

Zu Beginn wurden eine Reihe von nationalen und europäischen Förderprogrammen vorgestellt, die an dem Punkt der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ansetzen: Matthias Hoffmann und Doreen Frenz vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg boten einen kurzen Überblick über die komplexen Strukturen der deutschen und brandenburgischen Förderlandschaft, Christopher Lucht von der Agentur Perspektive

Europa stellte das europäische Programm Erasmus+ vor.

Es zeigte sich, dass es hier zum Teil noch Unsicherheiten, etwa bei den Bewertungsmaßstäben von erfolgreicher Beteiligung gibt. Vaiva Petrauskienė von LEADER Litauen gab daraufhin einen Einblick in die Situation Litauens, die noch sehr von einem beginnenden Bewusstsein auf zivilgesellschaftlicher Ebene bei gleichzeitig mangelnden nationalen Förderstrukturen geprägt

ist.

 

Daraufhin folgten Vorstellungen erfolgreicher Projektbeispiele von Vertreter_innen von z.B. Forum ländlicher Raum, des KKJR Märkisch-Oderland und der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg.

Thematisiert wurden dabei immer wieder die Schwierigkeiten, die sich im Umgang mit freiwilligem Engagement boten, z.B. mit der Entwicklung von Ideen und Motivationen, der Zusammenarbeit zwischen Haupt- und jugendlichen Ehrenamtlichen - aber am Ende überwogen ganz klar die Vorteile der Einbindung von Kindern und Jugendlichen, da daraus in den jeweiligen Projekten eine hohe Bindungskraft resultiert, die wesentlich für die Identifikation mit dem eigenen Lebensraum ist.

 

Bindungsfaktoren müssen mit Hilfe von Vor-Ort-Angeboten aktiv werden. Umsetzungsbeispiele wurden in Projekten wie der Hierbleiber-Aktion, den von LEADER in der Region Märkische Seen finanzierten Spielplätzen und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten bzw. über ermöglichte Zugänge zu lokalen Projektentwicklungsverfahren, den Parkhelden des Schlossparks Trebnitz und der 48h-Aktion des Berlin-Brandenburgischen Landjugend e.V. gefunden.

In Litauen wurden in die Projekte auch der Verkauf selbstgeernteter und verarbeiteter Produkte, die Anbindung an den Tourismus und die Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche einbezogen. Aus litauischer Perspektive wurde auf die nötige Einbeziehung von Kindern im frühen Kitaalter und auch „unbequemen“ Jugendlichen verwiesen.

 

Nicht jene Projekte, welche Erwachsene als richtig für die Jugend empfinden, sondern echte Beteiligung muss ermöglicht und sichergestellt werden. Dafür braucht es auch Vertrauen und Risikobereitschaft, resultierte die Runde. Am Ende des Tages wurden in Workshops erste gemeinsame Interessenspunkte für eine mögliche Zusammenarbeit entwickelt.

Dabei standen Ideen eines Fachkräfteaustauschs, die Berichterstattung über verschiedene Projekte und Qualitätskriterien für die mobile Jugendarbeit zur Diskussion. Der Austausch darüber wurde von den deutschen und litauischen Teilnehmer_innen am Abend bei einem Buffet und musikalischer Begleitung fortgesetzt.

 

Quelle: Europäisches Zentrum für transnationale Partizipation/ LAG Märkische Seen

 

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Foto: Fachtag „Jugendpartizipation als Instrument der Dorfentwicklung"

Nur wer ländliche Entwicklung aktiv gestaltet, kann gewinnen

(10.10.2016)

Wie man schrumpfenden ländlichen Räumen aktiv begegnen kann, ist das Thema eines Beitrages von Danielle Rodarius, Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung in Bayern und Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V., und Dr. Klaus Zeitler, Sozialwissenschaftliches Institut für Regionale Entwicklung (SIREG) für das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.

 

Revitalisierung, Anstoßen von Umdenkprozessen, Ermöglichung und Aktivierung sind zentrale Orientierungspunkte ihrer Argumentation.

Dabei geht es auch um eine ermöglichende »Beziehungskultur« in Form eines veränderten Zusammenspiels von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft: »Kommunen im ländlichen Raum werden damit auch zum Testfeld für den Dialog zwischen Bürgern, Verwaltungen und Kommunalpolitikern über neue Formen des Gemeinwesens.«

Beitrag von Danielle Rodarius und Dr. Klaus Zeitler

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Foto: Nur wer ländliche Entwicklung aktiv gestaltet, kann gewinnen

Mitmach-Aktion „Unser Dorf: Wir bleiben hier!“

(26.09.2016)

Sie leben im ländlichen Raum. Sie lieben Ihren Ort. Sie wünschen sich, bis zum Lebensende hier bleiben zu können! Dazu können Sie etwas beitragen: Für sich selbst und für andere. Lernen Sie Ihre Nachbarschaft mit anderen Augen zu sehen.

 

Entdecken Sie Wohnwünsche in Ihrer eigenen Biografie, schauen Sie engagierten Menschen über die Schulter: Beim Bau eines Dorfladens, beim Organisieren von kulturellen und sozialen Treffpunkten, bei der Arbeit mit Flüchtlingen. Erfahren Sie von

Expertinnen und Experten wie man sich am besten organisiert und Verbündete findet. Treffen Sie sich mit anderen neugierigen Menschen, um über Ihre Ideen zu reden. Lassen Sie sich auf ganz neue Gedanken bringen. Ganz bequem von zu Hause aus! Sie brauchen nur einen Internetzugang, PC, Tablet oder Smartphone und schon geht es los! Mit einem Online-Kurs!

 

„Unser-Dorf-MOOC“ ist ein 6-wöchiger Kurs der Fachstelle Zweite Lebenshälfte im Landeskirchenamt Hanau. Er lädt ein zur mit Videoclips, inspirierenden Denkanstößen und vertiefenden Informationen. Jede Woche ein neues Thema. Je vielfältiger die Menschen, die mitmachen, desto interessanter wird es für alle!

 

Kursbeginn: 24.Okt.2016;

Näheres unter http://tinyurl.com/zc6ltyk ;

Information und Anmeldung: www.unser-dorf-mooc.de

Foto zur Meldung: Mitmach-Aktion „Unser Dorf: Wir bleiben hier!“
Foto: Mitmach-Aktion „Unser Dorf: Wir bleiben hier!“

Online: Dokumentation des VitaRegio-Tages 2016

(23.08.2016)

Der Vitaregiotag im Juni hat viele Erkenntnisse gebracht: über Dorfzentren und -gemeinschaftshäuser, über das Dorfleben mit Flüchtlingen und darüber, was ein künftiges Parlament der Dörfer leisten könnte. Jetzt ist die Dokumentation online.

 

"Alle(s) unter einem Dach - Dorfzentren und -gemeinschaftshäuser im ländlichen Raum" - war der Schwerpunkt des Vitaregiotags im Wulkower Ökospeicher. Die gut besuchte Veranstaltung - gemeinsam organisiert mit der Brandenburger Dorfbewegung - Netzwerk lebendige Dörfer e.V. - beschäftigte sich außerdem mit der Integration von Geflüchteten ins Dorfleben und mit der Selbstbestimmung von Dörfern.

 

Die Teilnehmer hörten interessante Beispiele für Dorfzentren. Darunter sehr unterschiedliche: Auf der einen Seite etwa das Bürger- und Kreativhaus im Altlandsberger Ortsteil Bruchmühle. Ein multifunktionaler Neubau, hauptamtlich geführt und von der Gemeinde substantiell unterstützt - für die Dorfbewohner bleiben keine Wünsche offen. Völlig anders hingegen das 70-Einwohner-Dorf Gessin in der Mecklenburger Schweiz. Dort haben sich Dorfbewohner so gut wie ohne staatliche Förderung aus einem alten Bauernhof ein Zentrum geschaffen, das weit in die Region ausstrahlt. Allen guten Beispielen gemeinsam war die Erfahrung, dass man aktive Dorfbewohner braucht mit einer klaren Vorstellung von ihren Bedürfnissen.

 

Weiterlesen: VitaregioTag 2016

 

Foto zur Meldung: Online: Dokumentation des VitaRegio-Tages 2016
Foto: copyright Ökospeicher Wulkow

Acker- und Grünland in Bayern weiter am teuersten

(22.08.2016)

proplanta - Der seit zehn Jahren in Deutschland zu beobachtende Anstieg der landwirtschaftlichen Grundstückspreise hat sich 2015 fortgesetzt, wenn auch in etwas abgeschwächter Form.

Wie aus dem in der vergangenen Woche vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Bericht zu den Kaufwerten für Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) hervorgeht, wechselte 2015 ein Hektar Acker- und Grünland im bundesweiten Durchschnitt für 19.578 Euro den Besitzer; das bedeutete gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 8,2 %.

Mit gut 22 % verzeichnete Brandenburg im vergangenen Jahr den relativ größten Preissprung, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 17,7 % und Mecklenburg-Vorpommern mit 14,6 %.

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Foto zur Meldung: Acker- und Grünland in Bayern weiter am teuersten
Foto: Acker- und Grünland in Bayern weiter am teuersten

Änderungen — Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK): Infrastrukturmaßnahmen in ländlichen Gebieten

(16.08.2016)

Der Bundestag hat am 7. Juli 2016 den vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegten Änderungen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) zugestimmt.

 

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sagte: "Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf wird nicht nur die Landwirtschaft modern und leistungsfähig gehalten – gerade in Zeiten der angespannten Märkte durch die schwierige Zeit hindurch, sondern wir können damit auch eine mittel- und langfristige Stärkung der Strukturen im ländlichen Raum erreichen."

Ziel der Gesetzesänderung ist es, ländliche Räume durch die erweiterte Förderungsmöglichkeiten innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe für Infrastruktur und Kleinstbetriebe voranzubringen. Die GAK soll so zu einem starken Steuerungsinstrument ausgebaut werden, das bessere Perspektiven schafft für Landwirte und für die Menschen in ländlichen Räumen.

Bereits heute ist die Gemeinschaftsaufgabe ein wichtiges Instrument für die integrierte ländliche Entwicklung. So werden über die GAK beispielsweise Vorhaben der Dorferneuerung und Dorfentwicklung sowie der Breitbandausbau in ländlichen Regionen gefördert.
 

Mit dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorgelegten Änderungsentwurf des GAK-Gesetzes, können künftig vor allem Infrastrukturmaßnahmen in denjenigen ländlichen Gebieten gefördert werden, in denen besondere Anstrengungen zur Grundversorgung erforderlich sind. Im Fokus stehen dabei Regionen, in denen beispielsweise der Einkauf, die Fahrt zur Schule oder der Arztbesuch zum echten Hürdenlauf werden.

Zu den neuen Fördermaßnahmen zählen insbesondere:

  • Investitionen in nichtlandwirtschaftliche Kleinstbetriebe
  • Investitionen in kleine Infrastrukturen und Basisdienstleistungen (wie die Nahversorgung mit Gütern und Dienstleistungen)
  • Investitionen zugunsten des ländlichen Tourismus
  • Investitionen zur Umnutzung auch dörflicher Bausubstanz.
     

Darüber hinaus sollen mit der Änderung des GAK-Gesetzes auch die Agrarumweltmaßnahmen gestärkt werden. Der Änderungsentwurf stellt jedoch auch sicher, dass die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft innerhalb der Europäischen Union sowie die Verbesserung des Küstenschutzes weiterhin die Eckpfeiler der GAK bleiben.

Am 7. Juli 2016 hat der Bundestag den vom BMEL vorgelegten Gesetzentwurf zur Änderung der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) in 2. und 3. Lesung beschlossen. Der Gesetzentwurf bedarf noch der abschließenden Zustimmung des Bundesrates, die für den 23. September 2016 vorgesehen ist.
 

Hintergrund

Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz vereinbart, um die im Grundgesetz angestrebten Ziele zur Verbesserung der Lebensverhältnisse gemäß Artikel 91a zu erreichen. Für die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz hat der Deutsche Bundestag die Mittel aufgestockt: Für den GAK-Rahmenplan 2016 um 30 Millionen Euro und für die neuen Maßnahmen nach der Änderung des GAK-Gesetzes zusätzlich um weitere 30 Millionen Euro.

 

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Foto: Änderungen — Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK): Infrastrukturmaßnahmen in ländlichen Gebieten

Beteiligen Sie sich bei der Erarbeitung der Mobilitätsstrategie Brandenburg 2030

(13.07.2016)

Mobilität zu sichern ist zentrale Voraussetzung für eine attraktive und zukunftsfähige Wirtschaft und das Leben der Menschen in unserem Land. Die Mobilitätsstrategie soll ein gemeinsames Verständnis von nachhaltiger Mobilität fördern. Es werden Ziele für die weitere Entwicklung der Mobilität in Brandenburg benannt und es wird beschrieben, wie diese Ziele zu erreichen sind, ohne darunter liegende Fachplanungen zu ersetzen.

 

Die Mobilitätsstrategie soll Leitbild sein und mit strategischen mobilitätspolitischen Zielen beschreiben, wie Mobilität bis zum Jahr 2030 organisiert sein soll. Sie soll mit allen relevanten Partnern innerhalb der Landespolitik, den Ressorts der Landesregierung, der Wirtschaft, Verbänden, Vereinen und Kommunen und unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet, diskutiert und abgestimmt werden.

Auf der Grundlage der Eckpunkte und der bereits geführten Diskussionen und Rückmeldungen wurde der vorliegende Entwurf erstellt.

 

Noch bis zum 31. August können Sie an dieser Onlinebeteiligung teilnehmen.

 

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Foto: Beteiligen Sie sich bei der Erarbeitung der Mobilitätsstrategie Brandenburg 2030

Dialogportal der Enquete-Kommission gestartet

(11.07.2016)

Nicht nur in den regelmäßigen Sprechstunden vor Ort, auch online wollen die Mitglieder der Enquete-Kommission "Zukunft der

ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen

Wandels" (EK 6/1) mit Bürgerinnen und Bürgern in einen regen

Austausch eintreten. Zu diesem Zweck eröffnet die Kommission

ab sofort ihr neues Dialogportal.

 

Dieses lädt Bürgerinnen und Bürger dazu ein, Ideen,

Anregungen, Fragen, aber auch Kritik an die Kommission zu richten, die anschließend in die weitere Gremienarbeit einfließen sollen. Im Zuge der Pressekonferenz präsentiert die mit der Umsetzung beauftragte Agentur das Portal anhand konkreter Beispiele und zeigt die verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten auf. Mit Beginn der Vorstellung geht das Dialogportal online. Unter der Adresse www.dialog.landtag.brandenburg.de

ist ab sofort für alle Interessierten erreichbar.

 

Den Schwerpunkt der regulären Kommissionssitzung ab

10:30 Uhr (ebenfalls Raum 1.050, Tagesordnung) bildet das Thema Mobilität. Auf einen Kurzvortrag der Landesregierung unter der Überschrift „Mobilitätsstrategie 2030“ folgen zwei Anhörungen mit Expertinnen und Experten, die zu Fragen aus den Bereichen Schienenpersonennahverkehr und Öffentlicher Personennahverkehr Stellung nehmen.

 

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Foto: Dialogportal der Enquete-Kommission gestartet

Ausstellung "Landgewinn" in Letschin eröffnet

(27.06.2016)

Groß Neuendorf (MOZ) Die Ausstellung "Landgewinn Letschin ist am Freitag mit Vertretern des Landes und der Gemeinde eröffnet worden. Sie macht auf die Kulturlandschaft Oderbruch aufmerksam und zeigt das organische Ganze von Fluss und Landschaft, Bauen und Wirtschaften, Leben und Lernen auf sechs Litfaßsäulen und mit einer Fotogalerie.

 

Die seit 250 Jahren immer wieder zu erringende Kulturlandschaft Oderbruch, beispielhaft an zehn Ortsteilen von Letschin dargestellt, steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Bernhard Schuster Präsident der Architektenkammer des Landes, machte deutlich, dass man mit den oftmals aufgemachten Gegensätzen von Natur- und Kulturlandschaft nicht weiterkommt. Der Kulturbegriff gehe viel tiefer und zeige auch die Identität der Landschaft. Das sei im politischen Raum mitunter schwer zu vermitteln, funktioniere aber unmittelbar bei verschiedenen Projekten, die mit inzwischen 35 Schulklassen landesweit laufen.

 

Hans-Joachim Stricker vom Infrastrukturministerium verwies auf die Bedeutung des Projekts "Landgewinn" auch für die praktische Politik. Die auf den sechs Litfaßsäulen in Letschin neben dem Schinkelturm und am Kulturhafen Groß Neuendorf dargestellten Beispiele enthalten auch für das Ministerium wichtige Erfahrungen, wie die Gestaltung lebenswerter Dörfer gelingen kann.

 

Die Ausstellung läuft bis zum 3. Oktober. Am 9. September gibt es um 17 Uhr in der Galerie am Maschinenhaus eine Diskussion zu den Themen, die beim Besuch der 18 Lieblings- und sechs Einblicksorte sowie von andern Orten ergeben haben.

 

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Foto: Ausstellung "Landgewinn" in Letschin eröffnet

openTransferMARKET: Neues Angebot zum Projekttransfer

(20.06.2016)

Wo finden erfolgreiche Organisationen Mitstreiter in anderen Städten und Regionen? Wo entdecken engagierte Bürgerinnen und Bürger soziale Projekte für ihre Nachbarschaft?

 

Der openTransfer MARKET bringt beide zusammen und folgt dabei einer ganz einfachen Philosophie: Statt immer wieder das Rad neu zu erfinden, übernehmen engagierte Bürger/innen solche Projekte, die anderen Orts schon höchst erfolgreich laufen. Ein solcher Projekttransfer spart Zeit, Geld und viel Nerven.

 

Das von der Stiftung Bürgermut getragene Angebot lässt sich nach verschiedenen Filtern, wie zum Beispiel Budget, Thema, Standort, Schwierigkeit oder Methoden durchsuchen. Wenn man ein geeignetes Projekt gefunden hat, lässt sich Kontakt zu den jeweiligen Verantwortlichen aufnehmen und man hat die Möglichkeit Co-Gründer/in zu werden. Momentan gibt es Projekte in den Themenfeldern Bildung, Familie, Gesundheit, Inklusion, Kunst, Migration, Soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. Es ist auch möglich als »Supporter« aktiv zu werden und spontan Projekte mit Geld, Räumlichkeiten oder Kompetenzen zu unterstützen.

http://market.opentransfer.de/

 

 

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Foto: openTransferMARKET: Neues Angebot zum Projekttransfer

Statement:Bürgerbeteiligung muss Alltagshandeln werden

(17.06.2016)

Die Energiewende führt vielerorts immer wieder zu Konflikten und Protesten. Gerade um den Bau von Windkraftanlagen gibt es regelmäßig Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Akteursgruppen.

 

Matthias Klopfer ist Oberbürgermeister von Schorndorf, einer Stadt mit knapp 40.000 Einwohner/innen im Regierungsbezirk Stuttgart. Er berichtet im Gespräch mit der "Stiftung Mitarbeit", welche konstruktive Rolle Bürgerbeteiligung bei kommunalen Konfliktthemen spielen kann.

 

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Foto: Statement:Bürgerbeteiligung muss Alltagshandeln werden

Publikation: Landflucht? Gesellschaft in Bewegung

(13.06.2016)

Immer mehr Menschen zieht es in die Städte, während der ländliche Raum kontinuierlich Bevölkerung verliert. Neuerdings ist auch in den Medien immer wieder die Rede von der Landflucht. Viele Studien belegen diese Entwicklung, wobei die Ergebnisse oft plakativ auf "Schwarmstädte" und "siechende Dörfer" verkürzt werden.

 

Die differenzierte Wirklichkeit zeigt allerdings, dass einige ländliche Regionen den demografischen Wandel besonders stark spüren, während andere ländliche Regionen an Bevölkerung gewinnen. Viele Großstädte und größere Mittelstädte boomen, aber andere sind ebenfalls von Abwanderung betroffen. Es kommt auf den regionalen Kontext, die Wirtschaftsstruktur und oft auch auf die Nachbarschaft an, sprich auf die Nähe zu Zentren oder Agglomerationen.

 

In diesem Heft soll daher das Thema Landflucht sachlich entlang der Fakten und Statistiken und des wissenschaftlichen Diskurses besprochen werden.


Wissenschaftliche Redaktion:
Antonia Milbert (antonia.milbert@bbr.bund.de)
Dr. Gabriele Sturm (gabriele.sturm@bbr.bund.de)

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Foto: Publikation: Landflucht? Gesellschaft in Bewegung

Auf dem Land fehlen junge Frauen

(13.06.2016)

Nach wie vor wandern mehr junge Frauen als Männer aus dünn besiedelten Räumen in die Großstädte und deren Umland. In vielen ländlich geprägten Regionen und strukturschwächeren Wirtschaftsräumen folgt daraus ein deutlich höherer Männeranteil in der Bevölkerung.

 

 Auf 100 Männer kommen in ländlichen Regionen Ostdeutschlands durchschnittlich 87 Frauen. Da die Frauen nur selten zurückkehren, verschieben sich die Geschlechterverhältnisse innerhalb der Altersgruppe in den betroffenen Regionen immer mehr. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Die Wissenschaftlerinnen untersuchten Daten auf Kreisebene zu Wanderungen der 18- bis 29-Jährigen innerhalb der Bundesrepublik. Junge Frauen sind demnach deutlich mobiler als gleichaltrige Männer und zudem jünger, wenn sie zum ersten Mal den Wohnort wechseln. In den meisten Großstädten sind junge Frauen gegenüber ihren männlichen Altersgenossen inzwischen in der Mehrheit.

In Ostdeutschland geht die Abwanderung junger Frauen in Richtung der Großstädte stärker auf Kosten der dünn besiedelten ländlichen Räume. Dort liegt der Männeranteil in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen fast überall überproportional hoch. Die Abwanderung der jungen Menschen verstärkt die Alterung der ländlichen Bevölkerung. Aber auch abgesehen vom Alter verändert sich die Struktur der Bevölkerung, wenn vor allem junge, gut qualifizierte Frauen fortziehen.

"Frauen fehlen als qualifizierte Fachkräfte, als potenzielle Partnerinnen und Mütter und als Teil der sozialen Netze in diesen Regionen. Das wird für die Entwicklung dieser Räume zum Problem", sagt BBSR-Expertin Antonia Milbert. "Viele junge Frauen sind deutlich mobiler, wenn die Heimatregion nicht genügend qualifizierte Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten bietet. Aber auch die Infrastrukturausstattung, das Wohnumfeld und Präferenzen für weniger traditionelle Lebensstile spielen als Abwanderungsmotive eine Rolle", führt Milbert aus. Umso wichtiger sei es, die ländlichen Räume insgesamt in ihrer ökonomischen Entwicklung zu stärken.

Weitere Analysen zum Thema hat das BBSR in der aktuellen Ausgabe seiner Fachzeitschrift "Informationen zur Raumentwicklung" veröffentlicht. Die Beiträge in diesem Heft stellen das Leben auf dem Land aus unterschiedlichen Blickwinkeln dar. Sie fokussieren sowohl auf die Situation von jungen als auch auf die von älteren Menschen. Nach welchen Mustern erfolgen Bewegungen vom Land in die Stadt oder umgekehrt? Was veranlasst Menschen dazu, in den Dörfern zu bleiben oder dorthin zurückzukehren? Welche Folgen ergeben sich für die Raum- und Regionalplanung? Und wie sieht es in anderen Ländern Europas aus?

 

Antworten auf diese Fragen bietet das IzR-Themenheft "Landflucht? Gesellschaft in Bewegung". Das Heft ist für 19 Euro zzgl. Versandkosten beim Steiner-Verlag erhältlich. Bezug: service@steiner-verlag.de

>> weitere Informationen zum aktuellen IzR-Themenheft

 

Quelle: BBSR

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Foto: Auf dem Land fehlen junge Frauen

Ausschuss der Regionen: Europäische Entscheidungsträger müssen dem ländlichen Raum mehr Aufmerksamkeit widmen

(01.06.2016)

Das Potenzial der ländlichen Gebiete als Triebkräfte der Innovation und des sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalts in Europa war das Thema einer Konferenz der Fachkommission für natürliche Ressourcen (NAT) des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR). Die Konferenz war Teil einer Reihe von Veranstaltungen in Innsbruck (Österreich), die der AdR aus Anlass des Europatages veranstaltet hat.

 

Ländliche Regionen sind von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung und den territorialen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt. Die wirtschaftliche Kluft zwischen städtischen und ländlichen Gebieten ist ein wachsendes Problem in Europa. Es ist daher ein erklärtes Ziel des Europäischen Ausschusses der Regionen, das Potenzial ländlicher Gebiete mehr ins Blickfeld der politischen Entscheidungsträger der EU zu rücken.

 

„Viele Akteure auf nationaler und europäischer Ebene vertrauen hauptsächlich auf Ballungszentren, wenn es um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft Europas geht. Das führt dazu, dass ländliche Gebiete nicht die benötigte Förderung erhalten und das Angebot an öffentlichen Dienstleistungen zurückgeht. Das muss sich ändern. Wir müssen dringend das Potenzial ländlicher Gebiete als Zentren der Entwicklung und Innovation mobilisieren, um Herausforderungen wie Beschäftigung, sozialen Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung in Europa zu meistern", erklärte Francina Armengol i Socias , Vorsitzende der Fachkommission NAT und Präsidentin der Regionalregierung der Balearischen Inseln (Spanien).

Ländliche Gebiete und Mischgebiete machen in Europa 91 % der Landfläche und 43 % der Bruttowertschöpfung aus, 56 % der Arbeitsplätze befinden sich in diesen Gebieten und etwa 60 % der Bevölkerung leben dort. Die Alpenregion ist zwar eine der reichsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen der Welt, jedoch auch hier nimmt das Stadt-Land-Gefälle stetig zu.

 

„Eine nachhaltige, umweltgerechte, innovative und wettbewerbsfähige Landwirtschaft ist Wirtschaftsmotor für den gesamten ländlichen Raum. Mit dem Programm für die ländliche Entwicklung sorgen wir für Beschäftigung in den Regionen. Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) hat in einer aktuellen Studie festgestellt, dass mit der ländlichen Entwicklung 2007 bis 2013 etwa 30 300 Arbeitsplätze gesichert wurden, davon mehr als drei Viertel außerhalb der Landwirtschaft“, betonte Andrä Rupprechter , österreichischer Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. „Um die aktuellen Herausforderungen wie Klimawandel, Globalisierung und stagnierende Märkte zu bewältigen, müssen wir diesen Weg konsequent fortführen."

 

AdR-Präsident Markku Markkula traf mit regionalen Sachverständigen, Wissenschaftlern und Politikern an der Universität Innsbruck zusammen, um zu erörtern, wie das Konzept der "intelligenten Städte" vor Ort Wirklichkeit wird; er nahm zudem an Bürgerdialogen teil, die mit örtlichen Partnern in vier Sprachen (Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch) veranstaltet wurden.

 

„Unsere Mitglieder sind Präsidenten von Regionen, Bürgermeister sowie Gemeinderatsmitglieder, die von den Bürgerinnen und Bürger gewählt wurden, um über die Fragen zu entscheiden, die ihnen am nächsten liegen. Da sie den Alltag der Bevölkerung aus nächster Nähe kennen, ist es wichtig, dass sie deren Wünsche und Anliegen auch nach Brüssel tragen. Deshalb war es uns immer ein zentrales Anliegen, den Bürgerinnen und Bürgern zuzuhören, und die Bürgerdialoge stehen im Mittelpunkt der Tätigkeiten unserer Institution und unserer Mitglieder, natürlich vor allem am Europatag", sagte Präsident Markkula abschließend.

 

Quelle: Ausschuss der Regionen

 

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Foto: Ausschuss der Regionen: Europäische Entscheidungsträger müssen dem ländlichen Raum mehr Aufmerksamkeit widmen

Prüfverfahren zur Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken

(24.05.2016)

Seit 1994 wurden bundesweit rund 500 Bahnstrecken mit einer Gesamtlänge von über 5000 Kilometern stillgelegt. Bereits stillgelegte, aber physisch noch vorhandene Bahnstrecken werden nun erneut unter die Lupe genommen. Die DB Netz AG und der Deutsche Bahnkunden-Verband e. V. haben sich dazu auf ein Prüfverfahren verständigt.

 

Es soll untersucht werden, ob moderne Regionalzugverbindungen auf alten Trassen eine sinnvolle Alternative zum Individual- oder dem straßengebundenen Öffentlichen Nahverkehr darstellen könnten. Durch die Prüfung möchte man verhindern, dass durch die Zweckentfremdung der Bahntrassen Schäden für die Zukunft entstehen, die zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr korrigiert werden können.

 

Regionen und Dörfer sind bis 30. Juni 2016 aufgerufen, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Sie können dem Deutschen Bahnkunden-Verband mitteilen, welche derzeit stillgelegte Bahntrasse sich aus ihrer Sicht für eine Reaktivierung eignen könnte. Sofern möglich, wird um nähere Angaben zum vorhandenen Potenzial im Güter- und Personenverkehr gebeten.

 

Fragen, Anmerkungen und Interessenbekundungen senden sie bitte bis zum 30. Juni 2016 an bahnstrecken(at)bahnkunden.de.

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Foto: Prüfverfahren zur Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken

DJI-Studie: Perspektiven für Jugendliche im ländlichen Raum

(24.05.2016)

Kein Jugendtreff, kein Bus nach 17 Uhr, kein WLAN und kaum Lehrstellen. Im Vergleich zu ihren Altersgenossen in der Stadt fühlen sich junge Menschen auf dem Land benachteiligt. Es fehlen wohnortnahe Gymnasien, Jobs und Freizeitangebote. Die Angebote von Schützenvereinen, freiwilliger Feuerwehr und Fußball-Clubs reichen nicht aus.

Eine aktuelle Studie zeigt, was jungen Menschen einen Verbleib in der Region erleichtern würde.

 

Die jugendliche Landflucht betrifft längst nicht mehr nur den Osten Deutschlands, sondern hat genauso die strukturschwachen Räume in Westdeutschland erreicht,. Auch dort wächst der Anteil der älteren Bevölkerung. Das DJI-Team des Projekts „Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen“ fragte junge Menschen auf dem Land und politische Entscheidungsträger nach Perspektiven und stellt Handlungsoptionen für ein ineinandergreifendes Handeln von Kommunen, Land und Bund vor.

 

Junge Menschen auf dem Land im Fokus

"Es gibt nur wenige Studien, die die Perspektiven von Jugendlichen auf dem Land in den Fokus nehmen", sagt Dr. Birgit Reißig, Leiterin des Forschungsschwerpunkts „Übergänge im Jugendalter“ und Mitautorin der Studie. In strukturschwachen Regionen Westdeutschlands bahne sich inzwischen eine vergleichbare Situation wie in ländlichen Gegenden Ostdeutschlands an. Die Studie untersuchte deshalb drei Kreise in West- und fünf Kreise in Ostdeutschland, die unterschiedlich auf die demografische Entwicklung reagieren. Die Gründe, warum vor allem Jugendliche zwischen 18 und 22 Jahren ihre Heimat verlassen, sind vielfältig: Neben schlechten Ausbildungs- und Jobperspektiven sowie drohender Arbeitslosigkeit spielen auch die eingeschränkte Mobilität, verkrustete Strukturen in den Gemeinden, fehlende politische Mitspracherechte sowie die nicht vorhandene digitale Erreichbarkeit eine Rolle für die Landflucht.

 

Jugendliche schätzen das Landleben 

Dabei erleben viele Landjugendliche ihre Heimat durchaus positiv: Sie schätzen den familiären Umgang in vertrauter Umgebung, lieben die Natur und fühlen sich sicherer als in der Stadt – allerdings nur, wenn das Gefühl von Benachteiligung und Enge nicht überwiegt. "Landjugendliche haben ein sehr unterschiedliches Freizeitverhalten, das mit dem Wunsch, die Region zu verlassen, korreliert", erklärt Sarah Beierle, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt. Insgesamt unterscheidet die Studie vier verschiedene Freizeittypen.

  • Typ Wochenend-Freizeiter: besucht meist eine Ganztagsschule, feiert am Wochenende in der nächsten Großstadt durch und freut sich, wenn er nach der Schule seine Heimat verlassen kann.
  • Typ Jugendeinrichtungs-Nutzer: verabredet sich mit seiner Peer-Group im Jugendtreff oder am See, fürchtet die Stadt und möchte in der Region bleiben.
  • Typ Alles-in-kurzen-Distanzen-erreichbar: nutzt wohnortnah Schule, Vereine und Jugendeinrichtungen; verlässt für eine gute Ausbildung oder Job gern die Heimat. Eine Rückkehr wird nicht ausgeschlossen.
  • Typ Mehrfach-Engagierter: ist im Sportverein wie in der Jugendband aktiv, gut integriert, verfügt in Familie und Freundeskreis über Unterstützung und kann sich ebenfalls vorstellen, später in die Region zurückzukommen.

 

Mobilität und politische Teilhabe auch an Bedürfnissen junger Menschen ausrichten 

"Viele junge Menschen auf dem Land fühlen sich nicht ernst genommen, weil sich Freizeitangebote, Fahrpläne von Bussen und Zügen und die Möglichkeiten nach politischer Teilhabe an Älteren orientieren", so der Projektleiter Frank Tillmann. Langfristig ließe sich die Lebensqualität deutlich verbessern, wenn Kommunen beispielsweise einen kostenlosen Breitband-Internet-Hotspot in Dorf und Schulbus zur Verfügung stellten, Fahrradwege ausbauten, Ganztagsschulen, Vereine und Kirchen ihre Räume für Jugendliche nach 17 Uhr öffneten und die interkulturelle Jugendarbeit gestärkt würde. Auch empfiehlt die Studie andere Formen jugendlicher Mitbestimmung. "Mit endlosen Gemeindesitzungen, in denen die Schließung des Jugendtreffs gegen 22 Uhr verhandelt wird und der Jugendvertreter nicht mehr nach Hause kommt, weil kein Bus fährt, locken sie niemanden mehr hinter dem Ofen hervor", sagt Frank Tillmann.

 

Ausbildungs- und Berufsperspektiven verbessern 

Entscheidend sei es auch, Ausbildungs- und Berufsperspektiven zu verbessern, indem sich Kleinstbetriebe zu Ausbildungsverbünden zusammenschlössen, es eine mobile Bildungsberatung für Rückkehrwillige und transparentere Informationen über freie Lehrstellen und Jobs in der Region gäbe. Damit strukturschwache Regionen langfristig für junge Menschen attraktiv bleiben und werden, bedarf es einer langfristigen abgestimmten Unterstützung von Kommunen, Land und Bund – so ein zentrales Ergebnis der Studie, die von der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer gefördert und finanziert wurde.

 

Hintergrund

Für die Studie wurden nach verschiedenen Kriterien drei strukturschwache Landkreise mit einer hohen Jugendabwanderung in den "alten Bundesländern", nämlich Birkenfeld in Rheinland-Pfalz, Wunsiedel im Fichtelgebirge in Bayern und der Werra-Meißner-Kreis in Hessen sowie der Kyffhäuserkreis in Thüringen, Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt, Prignitz in Brandenburg und Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt. In jeder Untersuchungsregion wurden fünf Experteninterviews mit (jugend)politischen ‚Akteuren sowie eine Gruppendiskussion mit fünf bis zehn Jugendlichen durchgeführt. Anhand von Indikatoren wie z. B. Beschäftigungsperspektive, Angebote der Jugendarbeit oder digitale Erreichbarkeit wurde darüber hinaus ein regionaler Teilhabeindex entwickelt, der die Unterschiede in den verschiedenen Landkreisen veranschaulicht.

 

Der Abschlussbericht steht unter dem Titel "Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen. Projektergebnisse und Handlungsempfehlungen" (pdf 3,5 MB) auf der Webseite des Deutschen Jugendinstituts zum Download zur Verfügung.  

 

Quelle: Deutsches Jugendinstitut e. V. vom 02.05.2016

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Foto: DJI-Studie: Perspektiven für Jugendliche im ländlichen Raum

Impulspapier: Bürgerbeteiligung im Ländlichen Raum

(19.05.2016)

Die Frage, welche Zukunft Gemeinden in peripheren ländlichen Räumen haben und wie Bewohner/innen diese mitgestalten können, rückt zunehmend in den Fokus politischer und gesellschaftlicher Diskussionen.

 

Es gilt eine lebenswerte Zukunft in den Landgemeinden zu sichern. Um das Leben auf dem Land für die Menschen attraktiv zu machen, müssen gemeinsam Visionen, Wege, Aktivitäten und Projekte zur Gestaltung einer erfolgversprechenden, nachhaltigkeitsorientierten Zukunft erarbeitet werden. Bürgerbeteiligung kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten.


Vor diesem Hintergrund hat das Thementeam »Bürgerbeteiligung zur Stärkung ländlicher Räume« in Zusammenarbeit mit den Teilnehmer/innen der Tagung »Bürgerbeteiligung und Lernkultur – Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume« eine Orientierungshilfe erarbeitet. Das Papier »Merkmale gelungener Bürgerbeteiligung in Landgemeinden« zeigt, welche Faktoren wichtig sind, um eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung in Dörfern und Städten in strukturschwachen, peripheren ländlichen Räumen zu sichern.

>> Impulspapier »Gemeinsam Zukunft entwickeln! Merkmale gelungener Bürgerbeteiligung in Landgemeinden« zum Download

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Foto: Impulspapier: Bürgerbeteiligung im Ländlichen Raum

Vorankündigung: Unser Dorf: Wir bleiben hier!

(13.05.2016)

Der 6-Wochen Online-Marktplatz für Information, Austausch und Ideen im Herbst 2016

 

Das gemeinsame Projekt der Fachstelle Zweite Lebenshälfte (EKKW) und des Fachbereichs Erwachsenenbildung (EKHN) „Unser Dorf MOOC“ wurde am 1. April 2016 vom Kultusministerium Wiesbaden genehmigt.

 

Die meisten Experten für den Online-Kurs sind bereits gefunden und die ersten inhaltlichen Absprachen getroffen. Im Moment werden Videoaufnahmen vorbereitet. Erster Drehort ist Freienseen, wo Dr. Ulf Häbel über die DorfSchmiede informieren wird.

Ansehen

 

Das von 24. Oktober – 4.Dezember 2016 geplante Online-Markttreffen ist ein informativer und vergnüglicher Kurs im Internet. Er wird den Austausch von Dörfler*innen im Online-Chat („Dorf-Schwatz“) und bei realen Markttreffen ermöglichen, Expertengespräche im Webinar anbieten und gemeinsame

Projekte generieren. Über Näheres informiert der Flyer.

 

MOOCs sind „Massive Open Online Courses“. Der erste solche Kurs wurde 2008 durchgeführt. Wie sich das Format seitdem entwickelt hat, welche verschiedenartigen MOOCs existieren und den Stand von MOOCs in Deutschland beschreibt der folgende Artikel. lesen

 

 

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Foto: Vorankündigung: Unser Dorf: Wir bleiben hier!

Dorfbewegung Brandenburg mit Leben erfüllen

(09.05.2016)

Liebe Sympathisanten der Dorfbewegung Brandenburg,

 

der Ökospeicher e. V. Wulkow hat die Dorfbewegung Brandenburg e.V. eingeladen, den Vitaregio-Tag in diesem Jahr als Partner mitzugestalten. Der Vorstand hat beschlossen, diese Einladung wahrzunehmen und die Vorbereitung des Tages gleichzeitig zur  Gewinnung von Dörfern für die Brandenburger Dorfbewegung zu nutzen. Wir bitten alle Sympathisanten, nach ihren Möglichkeiten daran mitzuwirken.

 

Wir wollen unseren Beitrag zum Vitaregio-Tag folgendermaßen gestalten:

Zwei unserer vorjährigen Untersuchungsdörfer – Wittbrietzen und Bruchmühle – präsentieren ihre Erfahrungen mit Dorfgemeinschaftshäusern zum Thema: „Alle(s) unter einem Dach – Dorfzentren und Mehrfunktionshäuser im ländlichen Raum“ und diskutieren ihre Erfahrungen in einem Workshop mit anderen Dörfern.  Damit wollen wir direkt den Erfahrungsaustausch zwischen den Dörfern fördern.

 

Zusätzlich haben wir die Möglichkeit, einen Plenarbeitrag und Workshop zum Thema „Selbstbestimmung der Dorfgemeinschaften und Stimme der Dörfer“ zu gestalten. Der Verlust von Selbstbestimmung war im vorigen Jahr das an erster Stelle genannte Problem in den Untersuchungsdörfern. Indem wir das und die Vorstellungen  zu einem Parlament der Dörfer mit Dorfvertretern, Politikern und potenziellen Kooperationspartnern diskutieren, wird der Vitaregio-Tag – wie auch schon die Arbeitsgruppe 4 des vorjährigen Tages der Dörfer – zu einem weiteren Eckstein auf dem Weg zu einem Parlament der Dörfer.

 

Wir bitten alle Mitglieder und Sympathisanten, die auf dem Dorf wohnen oder anderweitig mit Dörfern verbunden sind, sich an der Vorbereitung und an der Kampagne zur Dörfergewinnung zu beteiligen. Es geht darum, möglichst viele Vertreterinnen und Vertreter aus Dörfern zur Teilnahme am Vitaregio-Tag zu gewinnen und gleichzeitig sich der Dorfbewegung zugehörig zu erklären. Den Vitaregio-Tag können wir dazu nutzen, einen ersten Schritt in Richtung brandenburgisches Dörferparlament zu machen.

 

  • Dörfer und Akteure, die zum Vita-Region Tag kommen möchten bzw. an der Dorfbewegung interessiert sind und ihre Zugehörigkeitserklärung unterschreiben, melden sich bitte unter info@lebendige-doerfer.de   an

  • Kopien ausgefüllter „Erklärungen“ können per E-Mail info@lebendige-doerfer.de   oder per Post an die Geschäftsadresse des Vereins  (siehe Fußzeile) geschickt werden.
     

Es würde uns sehr freuen, wenn wir mit dieser ersten Aktion ein Zeichen setzen und nun die ersten gemeinsamen Schritte in Richtung „Stimme der Dörfer“ gehen können. Bitte unterstützt uns tatkräftig und leitet diese Mail gern weiter.

 

Weitere Informationen direkt unter www.lebendige-doerfer.de

[Erklärung zur Dorfbewegung]

[Flyer Vitaregiotag 11. Juni 2016]

[Informationen zur Dorfbewegung]

Foto zur Meldung: Dorfbewegung Brandenburg mit Leben erfüllen
Foto: Dorfbewegung Brandenburg mit Leben erfüllen

Der ländliche Raum: Generationengerechtigkeit als Versorgungsgerechtigkeit?

(03.05.2016)

Ländliche Räume befinden sich in einer Abwärtsspirale  – wie können wir eine generationengerechte Versorgung auf dem Land gewährleisten?

 

Immer mehr Menschen suchen ihr Glück in den Städten und in Ballungsgebieten. Gerade die jüngeren Generationen verlassen ländliche Regionen. Zwar können manche Dörfer, die landschaftlich schön liegen und eine attraktive Bausubstanz haben, hier einen gewissen Kontrapunkt setzen und junge Menschen anziehen. Gleichwohl befinden sich einige entlegene Räume in einer Abwärtsspirale: Sie sind schlecht erreichbar, verfügen über wenig Arbeitsplätze und haben eine deutlich alternde Bevölkerung. Dieser Trend wird weiter anhalten. Ändern ließe sich dies vermutlich nur durch eine grundlegende Veränderung unserer Lebensvorstellung. Da dies derzeit nicht zu erwarten ist, müssen wir uns Gedanken machen, wie wir eine generationengerechte Versorgung auf dem Land gewährleisten können.

 

Podiumsdiskussion der BÖLL-Stiftung

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Foto: Der ländliche Raum. Urheber: good friends Studio Berlin. Creative Commons Lizenzvertrag

Tag des offenen Hofes 2016: Agrarbetriebe in den Dörfern präsentieren sich

(25.04.2016)

Der Tag des offenen Hofes ist eine der zentralen Veranstaltungen der Bauernfamilien, um mit Ihnen - den Bürgerinnen und Bürgern - in den Dialog zu treten.

Dazu öffnen auch 2016 wieder zahlreiche Landwirte über das gesamte Bundesgebiet verteilt ihre Hoftore und laden Sie ein, sich ein Bild von der täglichen Arbeit in der Landwirtschaft zu machen. 2014 haben rund 800 Betriebe zum Tag des offenen Hofes eingeladen. Und auch dieses Jahr werden sich ähnlich viele Bäuerinnen und Bauern beteiligen.
 


Initiiert wird der TdoH vom Deutschen Bauernverband, dem Bund der deutschen Landjugend und dem Deutschen Landfrauenverband. Ab dem Frühjahr öffnen Bauernfamilien ihre Betriebe. Das zentrale Wochenende findet 2016 am Wochenende nach Pfingsten am 21. Und 22. Mai statt. Über die Hälfte der Höfe werden an diesem Wochenende zum Tag des offenen Hofes einladen.

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Foto: Tag des offenen Hofes 2016: Agrarbetriebe in den Dörfern präsentieren sich

Tag der Regionen 2016 unter dem Motto: Unsere Region in der Einen Welt – miteinander, nachhaltig, krisenfest

(14.04.2016)

Zum 18. Mal wird in diesem Jahr bundesweit der Tag der Regionen gefeiert und mit ihm alles, was zu einem ökologischen, sozialen und nachhaltigen Lebensstil gehört.

Unter dem Motto „Unsere Region in der Einen Welt – miteinander, nachhaltig, krisenfest“ hebt der diesjährige Aktionstag Bedeutung und Potenzial von Regionen innerhalb

unserer globalisierten und vernetzten Welt hervor.

 

Veranstaltungen können für den Aktionszeitraum vom 23. September bis 9. Oktober 2016, mit dem Erntedanktag

am 2. Oktober als Höhepunkt, angemeldet werden.

 

Ein Flug von Deutschland nach Australien dauert 22 Stunden. Eine Banane aus Ecuador landet innerhalb von vierzehn Tagen in unserer Obstschale. 28 Millionen Deutsche senden ihre Nachrichten über Facebook in die Welt hinaus. In Zeiten der Globalisierung wird unser Planet immer kleiner. So klein, dass oft zu groß gedacht wird. Das Motto zum diesjährigen Tag der Regionen „Unsere Region in der Einen Welt – miteinander, achhaltig, krisenfest“ thematisiert angesichts momentaner Krisenherde und zukünftiger Herausforderungen unsere globale Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung.

Hierbei werden Regionen als grundlegende Bausteine innerhalb einer globalisierten und vernetzten Welt, mit dem Potenzial zur Bekämpfung vieler Probleme unserer heutigen Gesellschaft, hervorgehoben. Ob Klimaschutz, soziale Arbeitsbedingungen oder Ernährungssicherung – oftmals kann die Lösung Regionalität lauten.

 

Kleiner denken, um gemeinsam Größeres zu erreichen, diese Botschaft soll vom diesjährigen Tag der Regionen ausgehen. Dabei werden Fragen aufgeworfen wie: Welche Möglichkeiten

haben wir, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Perspektiven und Arbeitsmärkte zu entwickeln und zu stabilisieren? Wie können wir stabile Strukturen und Entwicklungsprozesse initiieren und gleichzeitig die Potenziale der Regionen fördern? Welche Impulse brauchen wir,

um den Bewusstseinswandel für einen nachhaltigen Konsum voranzubringen?

 

Vom 23. September bis 9. Oktober 2016 stellt der Tag der Regionen deutschlandweit an vielen Orten Antworten auf diese Fragen vor.

Das Aktionsbündnis „Tag der Regionen“ ruft zum Mitmachen auf. Aktionen und Veranstaltungen, welche die Stärken der Regionen präsentieren und die Chancen einer lebendigen Region zeigen

und bei denen regionale Produkte, Dienstleistungen und Handwerk oder regionales Engagement im Mittelpunkt stehen, können ab sofort wieder über www.tag-der-regionen.de

oder direkt in den Koordinationsbüros angemeldet werden.

 

Weitere Informationen:

Presse Aktionsbündnis „Tag der Regionen“

Koordinationsbüro Süd, Gisela Endt, Hindenburgstr. 11, 91555 Feuchtwangen, Tel. 09852-1381, Fax 09852-615291, E-Mail: bund-sued(at)tag-der-regionen.de

Koordinationsbüro Nord, Brigitte Hilcher, Zur Specke 4, 34434 Borgentreich, Tel. 05643-948537, Fax 05643-948803, E-Mail: bund-nord(at)tag-der-regionen.de

 

Foto zur Meldung: Tag der Regionen 2016 unter dem Motto: Unsere Region in der Einen Welt – miteinander, nachhaltig, krisenfest
Foto: Tag der Regionen 2016 unter dem Motto: Unsere Region in der Einen Welt – miteinander, nachhaltig, krisenfest

Dokumentation der Begleitveranstaltung im Rahmen des „Zukunftsforums Ländliche Entwicklung” 2016

(11.04.2016)

Im Beitrag der Deutschen Akademien Ländlicher Raum sollte gezeigt werden, wie mit Maßnahmen im Bereich des sozialen Dorfumbaus (z.B. Mehrgenerationen­häuser) und mit Ideen für eine zukunftsfähige Entwicklung die Möglichkeiten der Menschen zur aktiven Teilhabe und der generationenübergreifende Zusammenhalt unter veränderten Bedingungen weiterentwickelt und verbessert werden können.

 

Im Blickpunkt stand die Frage, ob "Sorgende Gemeinschaften" als Leitbild in der ländlichen Entwicklung Verwen­dung finden und wie ein derartiges Leitbild vor Ort gestaltet werden kann.

 

 

[Dokumentation der Begleitveranstaltung im Rahmen des „Zukunftsforums Ländliche Entwicklung” am 21. Januar 2016 auf der IGW in Berlin]

Foto zur Meldung: Dokumentation der Begleitveranstaltung im Rahmen des „Zukunftsforums Ländliche Entwicklung” 2016
Foto: Dokumentation der Begleitveranstaltung im Rahmen des „Zukunftsforums Ländliche Entwicklung” 2016

Interaktive Karte als Web-App: Wachsende und schrumpfende Städte und Gemeinden

(08.04.2016)

Mit dieser neu überarbeiteten Kartenanwendung lassen sich wachsende und schrumpfende Städte und Gemeinden in Deutschland einfach verorten. Die Anwendung ist in aktuellen Browsern auf Desktop-Computern und verschiedenen mobilen Endgeräten lauffähig.

 

Ob eine Gemeinde wächst oder schrumpft, lässt sich nicht allein an Bevölkerungsgewinnen oder -verlusten festmachen. Um die Lage der Kommunen abzubilden, hat das BBSR einen umfassenden Ansatz entwickelt, der über die Bevölkerungsentwicklung hinaus weitere Indikatoren berücksichtigt. Dazu gehören der Gesamtwanderungssaldo, die Arbeitsplatzentwicklung, die Entwicklung der Erwerbsfähigen, der Arbeitslosenquote und der Gewerbesteuerkraft.

 

Die Bedienung der Karte ist denkbar einfach und orientiert sich an der Funktionsweise gängiger Kartendienste wie z.B. Google Maps. Mit einem Klick kann jede/r Interessierte die Informationen für die eigene Kommune abrufen.

 

Zum Start der Anwendung hier klicken

Foto zur Meldung: Interaktive Karte als Web-App: Wachsende und schrumpfende Städte und Gemeinden
Foto: Interaktive Karte als Web-App: Wachsende und schrumpfende Städte und Gemeinden

Studie untersucht Nahversorgung in ländlichen Räumen

(08.04.2016)

Eine Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung weist große Unterschiede bei der Nahversorgung in ländlichen Räumen nach. Die Wissenschaftler haben die Distanzen zu wichtiger Infrastruktur ausgewertet.

 

Viele Kleinstädte und Landgemeinden in dünn besiedelten Regionen sind mit einem Bevölkerungsrückgang konfrontiert - und müssen ihre Infrastruktur anpassen.

Die Entfernung zum nächsten Supermarkt, zur Apotheke, zum Hausarzt, zur Grundschule sowie zur ÖV-Haltestelle beträgt für gut die Hälfte der Landbevölkerung derzeit nicht mehr als jeweils 1.000 m Luftlinie, d.h. etwa 15 Minuten Fußweg. Örtlich können die Distanzen aber auch deutlich darüber liegen.

 

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Foto zur Meldung: Studie untersucht Nahversorgung in ländlichen Räumen
Foto: Studie untersucht Nahversorgung in ländlichen Räumen

Modellvorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen"

(24.03.2016)

Mit dem Modellvorhaben leistet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Beitrag dazu, gleichwertige Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen zu gewährleisten. Es soll die 18 Modellregionen dabei unterstützen, Daseinsvorsorge, Nahversorgung und Mobilität besser zu verknüpfen, um die Lebensqualität in der Region zu verbessern und wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen.

 

In dem Modellvorhaben wird besonderer Wert darauf gelegt, dass neben Politik, Verwaltung, Anbietern von Dienstleistungen der Daseinsvorsorge und Nahversorgung sowie Vertretern der Zivilgesellschaft von Beginn an auch die verschiedenen Ziel- und Nutzergruppen, wie Jugendliche, Familien mit Kindern und ältere Menschen, vor Ort aktiv in die Entwicklung und Umsetzung von Standortkonzepten und Mobilitätsangeboten eingebunden werden. So können deren Ideen aufgenommen und die Akzeptanz und Effizienz von künftigen Lösungen gefördert werden.

 

Je nach Ausgangsbedingungen wird der strategische Ansatz des Modellvorhabens in den einzelnen Regionen variieren können. Während ein Konzept zur Bündelung von Standorten der Daseinsvorsorge in "Kooperationsräumen" eher nur Mittel- bis langfristig umgesetzt werden kann, wird sich ein integriertes Mobilitätskonzept auch schon in kürzerer Frist auf die vorhandene Verteilung der Daseinsvorsorgeeinrichtungen ausrichten können. In Verbindung mit dem Kooperationsraum-Konzept muss dieses Mobilitätskonzept aber so flexibel gestaltet werden, dass es jederzeit an die Umsetzung des Kooperationsraum-Konzeptes angepasst werden kann.

 

Weitere Informationen...

Foto zur Meldung: Modellvorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen"
Foto: Modellvorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen"

Gemeinsam Zukunft entwickeln! Merkmale gelungener Bürgerbeteiligung in ländlichen Gemeinden

(22.03.2016)

Die Frage, welche Zukunft Gemeinden in peripheren ländlichen Räumen haben und wie Bewohner/innen diese mitgestalten können, rückt zunehmend in den Fokus politischer und gesellschaftlicher Diskussionen. Es gilt, eine lebenswerte Zukunft in den Landgemeinden zu sichern.

 

Um das Leben auf dem Land für die Menschen attraktiv zu machen, müssen gemeinsam Visionen, Wege, Aktivitäten und Projekte zur Gestaltung einer erfolgversprechenden, nachhaltigkeitsorientierten Zukunft erarbeitet werden. Bürgerbeteiligung kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten.


Vor diesem Hintergrund hat das Thementeam »Bürgerbeteiligung zur Stärkung ländlicher Räume« in Zusammenarbeit mit den Teilnehmer/innen der Tagung »Bürgerbeteiligung und Lernkultur – Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume« hierzu eine Orientierungshilfe erarbeitet: Das Papier »Merkmale gelungener Bürgerbeteiligung in Landgemeinden« zeigt, welche Faktoren wichtig sind, um eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung in Dörfern und Städten in strukturschwachen, peripheren ländlichen Räumen zu sichern.

 

Auf einem Netzwerktreffen am 10. Juni 2016 soll über weitere Perspektiven zur Arbeit im Thementeam diskutiert werden.

 

Haben Sie Interesse, sich in diesem Thementeam zu engagieren? Dann wenden Sie sich bitte an unseren Netzwerker Thomas Ködelpeter: oekologische-akademie(at)gmx.de

 

>> weitere Informationen

>> Papier »Gemeinsam Zukunft entwickeln! Merkmale gelungener Bürgerbeteiligung in Landgemeinden«

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Foto: Gemeinsam Zukunft entwickeln! Merkmale gelungener Bürgerbeteiligung in ländlichen Gemeinden

Neue Veröffentlichung zu Seniorengenossenschaften

(22.03.2016)

Organisierte Nachbarschaftshilfen praktizieren Subsidiarität in einer höchst modernen Form. Bürgerinnen und Bürger sorgen gegenseitig dafür, dass sie in ihrer vertrauten Umgebung in Würde altern können und dass Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich vermieden wird. Engagierte unterstützen ihre Mitmenschen, treffen damit aber zugleich ein gutes Stück Vorsorge für sich selbst.

Der Monitor 07 Generali Zukunftsfonds nimmt diese Seniorengenossenschaften unter die Lupe. Er präsentiert die wichtigsten Ergebnisse eines Forschungsprojektes von Prof. Doris Rosenkranz an der Technischen Hochschule Nürnberg. Kühle Fakten zu einem äußerst erwärmenden Thema: Der Verantwortung für uns und den Nächsten. In der Ausgabe werden ebenfalls Erfahrungen aus der Praxis von Seniorengenossenschaften vorgestellt.

 

Weitere Informationen und Download

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Foto: Neue Veröffentlichung zu Seniorengenossenschaften

Flüchtlingshilfe auf dem Land

(07.03.2016)

Wegen fehlender Infrastruktur ist die Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Land oft eine Herausforderung. Dennoch biete sie auch eine besondere Chance zur Integration. Diese Erfahrung hat die evangelische Initiative "Willkommen im Dorf" gemacht - und gibt sie nun in einer Broschüre zum Aufbau von ehrenamtlicher Hilfe in ländlichen Regionen weiter.

 

Eine Schlüsselrolle könnten dabei die örtlichen Vereine übernehmen. Auf dem Land sei es oft leichter, Netzwerke zu bilden, erklärt Sarah Kirchhoff, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde im rheinhessischen Jugenheim, die das Patenprojekt „Willkommen im Dorf“ bereits seit Ende 2014 betreibt. So seien in ihrem Ort „alle Vereine, politische Parteien und interessierte Bürgerinnen und Bürger“ in das Engagement für Flüchtlinge eingebunden. „Wenn ein Flüchtlingsmädchen singen will, eine Flüchtlingsfrau zur Gymnastik möchte oder ein Junge Fußball spielen will, dann wenden sich die Patinnen und Paten an den entsprechenden Verein. Die sorgen dafür, dass die Geflüchteten in der Wohnung abgeholt und auch wieder zurückgebracht werden.“

 

Neben den Patenschaften für einzelne Familien können auch Patenschaften für ein Haus oder eine Wohnung mit Flüchtlingen übernommen werden. Durch das spezielle Patensystem erhielt die Initiative bereits bundesweite Aufmerksamkeit, erklärt Uli Röhm, Mitbegründer von „Willkommen im Dorf“. Zunehmend kamen Anfragen zum Projekt. Dies sei der Anstoß gewesen, „die praktischen Erfahrungen aufzuschreiben“. Denn Informationen darüber, wie eine Initiative ohne professionelle Strukturen vor Ort mit Freiwilligen Hilfe für Flüchtlinge aufbauen könne, fehlten bislang.

 

So bietet die Broschüre „Willkommen im Dorf“ nun auf 48 Seiten einen Mix aus Sachinformationen zu den Themen Flucht und Integration, praxisnahen Tipps mit Checklisten und Beispielen sowie Erfahrungsberichte. Unterstützt wird die Veröffentlichung von der Diakonie Hessen, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche der Pfalz. Im Dorf gebe es „weniger Anonymität, jeder kennt jeden und man kümmert sich um die Nachbarn“, erklärt der evangelische Probst für Rheinhessen, Klaus-Volker Schütz. Dies seien gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration, die auf dem Land besser gelingen könne als in städtischen Ballungsräumen.

 

Die Arbeitshilfe „Willkommen im Dorf“ kann als gedrucktes Exemplar kostenlos angefordert werden bei:
Diakonie Hessen
Meike Haas
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
E-Mail: meike.haas@diakonie-hessen.de
Fax: 069 7947 996229

 

Als Download steht sie im Internet bereit unter www.menschen-wie-wir.de/willkommen-im-dorf

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Foto: Flüchtlingshilfe auf dem Land

Neue OECD-Politik für den ländlichen Raum

(03.03.2016)

In der jüngsten Konferenz der OECD über ländliche Entwicklung wurden Vorschläge für die Umsetzung der „neuen Entwicklungspolitik für den ländlichen Raum“ gesammelt. Es geht darum, neue und in der Entstehung begriffene Möglichkeiten zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung ländlicher Gebiete durch Diversifizierung zu erkunden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Investitionen, auf der Verbesserung von Beziehungen zwischen städtischen und ländlichen Gebieten und auf den verschiedensten Formen partnerschaflichen Zusammenarbeit.

 

Die OECD-Konferenz über die Politik zur landlichen Entwicklung fand unter dem Titel „National Prosperity through Modern Rural Policy: Competitiveness and well-being in rural regions“ (Nationaler Wohlstand durch moderne Politik fur den landlichen Raum: Wettbewerbsfahigkeit und Wohlbefinden im landlichen Raum) vom 19. bis zum 21. Mai 2015 in Memphis, USA, statt. Zum 10. Mal kamen im Rahmen dieser Konferenz

führende Beamte, internationale Experten und Vertreter des privaten Sektors aus der ganzen Welt zusammen, um sich uber bewahrte Verfahrensweisen fur ländliche Gebiete auszutauschen.

 

Anlass für die Konferenz war die Erkenntnis, dass das „neue Paradigma fur den ländlichen Raum“, das die OECD 2006 in einer Veröffentlichung aufgestellt hatte, in Anbetracht der Krise zwar wichtiger denn je ist, doch nur in unzureichendem Maße umgesetzt wird. Ziel der OECD ist es nun, ihre Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten auf der Grundlage ihres Dokuments „New Rural Policy: Linking  up for Growth“ (Neue Politik fur den ländlichen Raum: Gemeinsam fur Wachstum) neu zu beleben.

 

Die zentrale Botschaft bzw. Aussage dieser neuen Politik fur den landlichen Raum scheint den Wirtschaftssektor zu betreffen: In Krisenzeiten, bei knappen öffentlichen Ressourcen, müssen ländliche Gebiete als Quellen von „Chancen, Optionen und Wachstum“ gesehen werden, die in die übrige Wirtschaft ausstrahlen. Diese Chancen dürfen die Mitgliedstaaten nicht ungenutzt lassen.

 

WEITERE INFORMATIONEN

http://www.oecd.org/rural/rural-development-conference/

http://www.oecd.org/gov/regional-policy/thenewruralparadigmpoliciesandgovernance.htm

http://www.oecd.org/economy/ rural-urbanpartnerships-an- integrated-approach-toeconomic-development.htm 

Foto zur Meldung: Neue OECD-Politik für den ländlichen Raum
Foto: Neue OECD-Politik für den ländlichen Raum

Europapolitik: EU soll ländliche Gebiete modernisieren und das Stadt-Land-Gefälle beheben

(01.03.2016)

Bei einem Treffen am 11. Februar im AdR legten Regional- und Kommunalpolitiker konkrete Vorschläge zur Förderung der Modernisierung der ländlichen Gebiete in Europa sowie zur Behebung des zunehmenden Entwicklungsgefälles zwischen Stadt und Land vor. Der Bevölkerungsrückgang im ländlichen Raum sei ein ernstes Problem in Europa, daher würden mehr Mittel für Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung benötigt. Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) spricht sich für ein Weißbuch aus, das als Ausgangspunkt für eine Politik zur Entwicklung der ländlichen Räume nach 2020 dienen soll, da die Vorbereitungen für die künftige Zuweisung von EU-Mitteln demnächst anlaufen.

 

Erschwerte Zugänglichkeit, eine unzureichende Infrastruktur, fehlende Märkte und Arbeitsmöglichkeiten, niedrige Löhne und Landflucht sind einige der Probleme, mit denen viele ländliche Gebiete in Europa heute zu kämpfen haben. In der Stellungnahme "Innovation und Modernisierung der ländlichen Wirtschaft" schlagen Kommunal- und Regionalvertreter konkrete Abhilfemaßnahmen vor. Hierzu zählen die Unterstützung von Kleinunternehmen bei der Produktentwicklung und der gemeinsamen Vermarktung zur Verbesserung ihrer Position auf lokalen Märkten, die Förderung der Berufsbildung und des Ausbaus des Hochgeschwindigkeitsinternets und der IKT-Kenntnisse in ländlichen Gebieten.

 

Es geht auch um Geld. Randel Länts (EE/SPE), Mitglied des Stadtrats von Viljandi und Berichterstatter für diese Stellungnahme: "Die ländlichen Gebiete sind durch die Mittelkürzungen unter noch größeren Druck geraten. Die zunehmende Kluft zwischen Stadt und Land muss jetzt angegangen werden, da sie sonst zu einer ernsthaften Bedrohung für den territorialen Zusammenhalt in der EU wird."

Der AdR warnt davor, dass die Überlebensfähigkeit der ländlichen Gebiete durch die Mittelkürzungen in Gefahr gerät. Weniger als 25% der Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sind nach Angaben der Europäischen Kommission für die ländlichen Gebiete vorgesehen. Auch die Mittel der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) fallen im Vergleich zum Zeitraum 2007-2013 um 11% geringer aus. Eine weitere Sorge der Kommunal- und Regionalvertreter ist, dass die Mitgliedstaaten immer mehr GAP-Mittel von der Entwicklung des ländlichen Raums auf Agrarinvestitionen und direkte Einkommenshilfen für Agrarbetriebe verlagern und so das langfristige nachhaltige Wachstum vernachlässigen.

 

Die im laufenden Förderzeitraum für die ländliche Entwicklung zur Verfügung stehenden Mittel müssen ihrer Ansicht nach unbedingt aufgestockt werden. Innovation und Modernisierung müssen zum Eckpfeiler der ländlichen Entwicklung werden. Die ländlichen Gebiete müssen dem Abwärtstrend entgegenwirken und vom Grundsatz des territorialen Zusammenhalts profitieren, um zu der Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und inklusives Wachstum beizutragen. Die politischen Entscheidungsträger der lokalen und regionalen Ebene schließen sich der Forderung nach einem Weißbuch für eine Politik zur Entwicklung der ländlichen Räume nach 2020 an, einer Initiative der interfraktionellen Arbeitsgruppe Ländliche Gebiete, Bergregionen und entlegene Gebiete des Europäischen Parlaments und der Europäischen Bewegung für den ländlichen Raum (M.E.R.).

 

Ländliche Gebiete und intermediäre Regionen machen zusammen 91% des EU-Gebiets aus, hier leben 60% der Bevölkerung der EU, hier werden 43% der Bruttowertschöpfung erwirtschaftet und hier sind 56% der Arbeitsplätze in der EU angesiedelt.

Hinweise:

Die EU-Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums für den Zeitraum 2014-2020 verfolgt drei langfristige strategische Ziele: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft, Gewährleistung der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen sowie Klimaschutz und eine ausgewogene räumliche Entwicklung der ländlichen Gebiete. Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum sollen solche Ziele über sechs thematische Schwerpunkte fördern, u.a. durch die Förderung von Wissenstransfer in Land- und Forstwirtschaft und ländlichen Gebieten, die Verbesserung der Existenzfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe, die Förderung der Organisation der Lebensmittel-Lieferkette und die Förderung der Ressourceneffizienz sowie Unterstützung einer Umstellung hin zu einer emissionsarmen, klimaresistenten Wirtschaft im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und Lebensmittelindustrie.

 

Die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums ist die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik. Die Mitgliedstaaten erhalten EU-Mittel, die sie auf nationaler oder regionaler Ebene im Rahmen von kofinanzierten Mehrjahresprogrammen verwalten. Für die 28 Mitgliedstaaten sind 118 Programme vorgesehen, die mit insgesamt 99,6 Mrd. EUR ausgestattet sind (aufgrund von Mittelübertragungen von der ersten Säule ist dies mehr als der vor einem Jahr angekündigte Betrag von 95,6 Mrd. EUR).

 

Hier finden Sie die Länderdossiers zur ländlichen Entwicklung 2014-2020.

 

Frühere Stellungnahmen des AdR

CdR 65/2012 fin – Stellungnahme Legislativvorschläge für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik und der Politik der ländlichen Entwicklung nach 2013

CdR 1684/2012 fin – Stellungnahme Von der örtlichen Bevölkerung betriebene Maßnahmen zur lokalen Entwicklung

CdR 1749/2012 fin – Stellungnahme Die europäische Innovationspartnerschaft: "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit"

CdR 3765/2013 fin – Stellungnahme Nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete

 

Quelle: Ausschuss der Regionen

Ansprechpartner:
David Crous
+32 (0) 476 87 99 29
david.crous@cor.europa.eu

Foto zur Meldung: Europapolitik: EU soll ländliche Gebiete modernisieren und das Stadt-Land-Gefälle beheben
Foto: Europapolitik: EU soll ländliche Gebiete modernisieren und das Stadt-Land-Gefälle beheben

Weiterbilden: DorfDialog-Startseminar

(29.02.2016)

Wie wird unsere Kommune fit für die Zukunft? Das DorfDialog-Startseminar ist ein Angebot an brandenburgische Gemeinden, deren Ortsteile ihre Zukunft selbst mitgestalten wollen. Das Forum ländlicher Raum Brandenburg möchte Sie auf diesem Weg begleiten und Ihnen fachlich den Rücken stärken.

 

Zusammen mit einer zweiten Gemeinde werden Ihre konkreten Anliegen, Ideen, Fallbeispiele und Fragen Schwerpunkte Ihres Startseminars sein. Das Seminar heißt Startseminar im Rahmen der Veranstaltungsreihe DorfDialog, da es folgendes bewirken soll in ihrer Gemeinde:

  • den Prozess der Ortsgestaltung in Ihrer Gemeinde zu initiieren
  • den begonnenen Prozess der Ortsgestaltung in Ihrer Gemeinde eine neue Ausrichtung zu geben
  • den begonnenen Prozess mit der Nachbargemeinde fortzusetzen.
     

Das 1,5-tägiges Seminar richtet sich an MultiplikatorInnen aus interessierten Ämtern und Gemeinden:

  • OrtsvorsteherInnen, GemeindevertreterInnen, Mitglieder der Gemeindevertretung
  • Vertreter von Vereine, Kirchengemeinden, engagierte BürgerInnen
  • Vertreter der zuständigen Gemeinde, idealerweise HauptverwaltungsbeamtInnen oder deren Vertreter
  • Ideal für Gemeinden mit neu gewählten Gemeindevertretungen und Ortsbeiräten, die in ihrer Gemeinde bzw. ihren Ortsteilen neue Ideen umsetzen wollen. (gern wie ein Merkzettel an obigen Block angeheftet)
     

Das nehmen Sie mit aus dem Startseminar:

  • den Blick von außen auf Ihre Kommune kennenlernen
  • sich der eigenen Stärken bewusst werden
  • Entwicklungschancen für ihre Kommune erkennen
  • einen konkreten Fahrplan für die Gemeinde erstellen, um die begonnene Zukunftsarbeit konkret vor Ort fortzusetzen.
  • Ideen erhalten zur Gewinnung von weiteren Akteuren in der eigenen Gemeinde.
     

Wie melde ich unsere Gemeinde an?
1. Schritt: beim Forum erfragen, welche Termine noch frei sind und Wunsch für die Partner-Gemeinde äußern (falls vorhanden).
2. Schritt: mind. 5 max. 10 MitstreiterInnen aus den o.g. Zielgruppen für die Teilnahme an diesem 1,5 tägigen Seminar gewinnen.
3. Schritt: Anmelden beim Forum
 

Veranstaltungsort:
Heimvolkshochschule am Seddiner See
Kosten pro Teilnehmender:
30 EUR (inkl. Unterkunft und Verpflegung)

 

Kontakt:

Forum ländlicher Raum - Netzwerk Brandenburg

Heimvolkshochschule am Seddiner See
Seeweg 2 | 14554 Seddiner See
Telefon: 033205 2500-20 | Telefax: 033205 2500-19
Internet: http://www.hvhs-seddinersee.de
E-Mail: info@forum-netzwerk-brandenburg.de

Foto zur Meldung: Weiterbilden: DorfDialog-Startseminar
Foto: Weiterbilden: DorfDialog-Startseminar

BMEL veröffentlicht Video "Ländliche Regionen verstehen"

(29.02.2016)

Immer mehr Menschen zieht es vom Land in die Stadt, viele Großstädte boomen. Haben wir also in Zukunft volle Städte und leere Dörfer? Was tut die Politik dafür, dass unsere Dörfer lebendig bleiben? Ein neues Erklär-Video des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft versucht Antworten zu geben.

 

Die Bedeutung ländlicher Regionen für Leben und Arbeiten, Wirtschaft und Kultur in Deutschland kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie sind die Basis für die Lebensmittel- und Energieversorgung und bieten Raum für Erholung. Zugleich bestehen große Herausforderungen, denen sich Politik und Gesellschaft stellen müssen. Die Broschüre "Ländliche Regionen verstehen" stellt die ländlichen Regionen und ihre Bedeutung, Trends und Herausforderungen vor. Ein 3-minütiges Video fasst für Eilige die wichtigsten Erkenntnisse der Broschüre zusammen und kann hier angesehen werden:

Link zum BMEL-Video auf YouTube

Die Broschüre kann digital gelesen und heruntergeladen werden auf den Internetseiten des BMEL und kann als Printausgabe kostenlos direkt beim Ministerium bestellt werden.

Foto zur Meldung: BMEL veröffentlicht Video "Ländliche Regionen verstehen"
Foto: BMEL veröffentlicht Video "Ländliche Regionen verstehen"

Neue Wege für ländliche Räume - Forschungen zu Innovationen auf dem Lande

(24.02.2016)

Unlängst verabschiedete sich das Wissenschaftsjahr 2015, das sich mit der Zukunftsfähigkeit von Städten befasste. Dahinter stand die Idee, dass nicht nur die großen Ballungsräume zukunftsfähige Konzepte für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung brauchen, sondern dass Antworten auf drängende, gesamtgesellschaftliche Zukunftsfragen auch in den Städten selbst gesucht und gefunden werden können. Die Ausgabe 52 des Institutsmagazins des IRS wagte einen Perspektivwechsel: Können auch ländliche Räume, insbesondere periphere und strukturschwache Regionen Quelle von Innovationen sein und Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen anbieten? Sie können!

 

Demographischer Wandel, wirtschaftlicher Strukturwandel, Klimawandel und Energiewende – von vielen bedeutenden Transformationsprozessen scheinen ländliche Räume eher betroffen zu sein, als dass sie diese beeinflussen können. Sie leiden unter Abwanderung von jungen und qualifizierten Menschen, spüren die Effekte der Alterung besonders deutlich oder werden Austragungsort von Konflikten um Erneuerbare Energien. Das Gefühl der Ohnmacht scheint für die Gemeinden in strukturschwachen ländlichen Regionen Realität, Vorurteil und Stigma zugleich zu sein. „Natürlich können die großen Herausforderungen, vor denen diese Räume stehen, nicht negiert werden“, sagt Prof. Dr. Gabriela Christmann, Leiterin der Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“.

Doch der besondere Problemdruck und gewisse Freiheiten gaben auch den Impuls vieler Akteure vor Ort, neue Wege zu beschreiten und nach innovativen Lösungen zu suchen. Diese Lösungen sind so divers wie die Akteure, die sie initiieren, und die Probleme vor Ort: In einer Gemeinde organisieren Gewerbetreibende eine Kulturwoche, welche zu einem Identitätswandel des Ortes beitragen soll. In einer anderen Gemeinde schließen sich Bauern und Bürger zusammen und gründen ein Bioenergiedorf. In einer dritten bietet ein Sozialunternehmen ein offenes Labor an, in dem jedermann Technologien nutzen kann, zu denen sonst nur ein erschwerter Zugang besteht.

Die lokalen Kontextbedingungen und Akteurskonstellationen in den Gemeinden und die sozialen Prozesse und Verläufe der innovativen Projekte sind Untersuchungsgegenstand des aktuellen Leitprojekts von Christmanns Abteilung. Einen Einblick in die sechs Gemeinden, das Untersuchungsdesign und erste Beobachtungen des seit Jahresbeginn laufenden Projekts bietet der Beitrag ab Seite 8in diesem Heft. Den Bioenergiedörfern (ab Seite 10) ist ein gesonderter Artikel gewidmet.

Der Forschungsgegenstand der Innovation ist auch über die Arbeiten zu ländlichen Räumen hinaus ein zentraler Forschungsgegenstand des IRS. In der Vergangenheit haben Wissenschaftler der Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ von Prof. Oliver Ibert und aus Christmanns Abteilung intensiv zur Prozesshaftigkeit und Räumlichkeit von Innovationen sowie zu sozialen Innovationen geforscht. Welche konzeptionellen Besonderheiten der Kontext des ländlichen Raumes für Innovationen hat, ist Thema eines Interviews mit Christmann und Ibert ab Seite 05 in diesem Heft.

Kontakt:
Prof. Dr. Gabriela Christmann
Leiterin der Forschungsabteilung "Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum"
gabriela.christmann@irs-net.de
03362/793-270


more information:

http://www.irs-net.de/publikationen/irs-aktuell/index.php?id=52

Download der Ausgabe No. 85 des Institutsmagazins "IRS aktuell" von der Website des IRS

Foto zur Meldung: Neue Wege für ländliche Räume - Forschungen zu Innovationen auf dem Lande
Foto: Neue Wege für ländliche Räume - Forschungen zu Innovationen auf dem Lande

Gesucht: Kommunal unterstützte Projekte, die Stadt und Land verbinden

(24.02.2016)
Was machen Kommunen zur Stärkung der Regionalität? Was kann man tun, um der steigenden Nachfrage der Verbraucher nach regionalen Produkten einen Markt zu bieten, die Lebensqualität vor Ort zu steigern und regionale Wertschöpfungsketten zu stärken?
 
Der Bundespreis REGIOkommune will Beispiele für den Nutzen und Mehrwert derartiger regionaler Vernetzungen sichtbar machen, um Geleistetes hervorzuheben, Anregungen zu geben und zur Nachahmung zu motivieren.
 
Ab dem 1. Februar 2016 werden Städte und Gemeinden im Rahmen des Bundespreises REGIOkommune dazu aufgerufen, innovative Ansätze zur Steigerung der Erzeugung, der Verarbeitung und des Absatzes von regionalen Produkten und Dienstleistungen vorzustellen, die sie in Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft, Institutionen, Regionalinitiativen und Verbänden umsetzen. Besonders erfolgreiche Konzepte werden von einer Jury ausgewählt und ausgezeichnet. Die Wettbewerbsbeiträge sollen anderen Kommunen einen Anreiz eben, regionale Produkte durch Verwendung zu fördern oder selbst im Bereich der Regionalvermarktung aktiv zu werden und so zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung, zur regionalen Arbeitsplatzsicherung sowie zum Erhalt der örtlichen Nahversorg
ung und Daseinsvorsorge beitragen.
 
Viele Initiativen des Handwerks und der Landwirtschaft, der Gastronomie, der regionalen Finanzdienstleister, kirchlicher Gruppen und Umweltverbände bieten ein großes Angebot regionaler Produkte und Dienstleistungen an. „Vom Streuobstsecco als belebendem Aperitif bei öffentlichen Veranstaltungen über regionale Getränke bei der Gemeinderatsitzung, Bauern- und Handwerkermärkte, regionale Schlachthöfe, Markthallen für Regionales bis hin zu regionalen Einkaufsführern: das alles und vieles mehr können die Kommunen und deren Akteure gemeinsam beim Bundespreis REGIOkommune publik machen“, erläutert Heiner Sindel, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes der Regionalbewegung.
 
Der Bundespreis REGIOkommune ist eine Initiative des Bundesverbands der Regionalbewegung (BRB) und wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Kooperationspartner sind das Aktionsbündnis Tag der Regionen, der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).
 
Der Bewerbungszeitrum läuft bis zum 15. Juni 2016. Weitere Informationen zum Bundespreis, zu den Bewertungskriterien und Teilnahmebedingungen stehen unter www.regiokommune.de. Hier finden sich ein Online-Formular und weitere detaillierte Anleitungen zum Verfahren.
 
Kontakt zum Wettbewerbsbüro:
Ilonka Sindel, Jana Betz
Bundesverband der Regionalbewegung e.V.
Hindenburgstraße 11
91555 Feuchtwangen
T: 09852 1381
www.regiokommune.de

Foto zur Meldung: Gesucht: Kommunal unterstützte Projekte, die Stadt und Land verbinden
Foto: Gesucht: Kommunal unterstützte Projekte, die Stadt und Land verbinden

Leitfaden zur Auftragsvergabe für Projekte, die aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds finanziert werden

(12.02.2016)

Das von der EU nun vorgelegte Dokument dient als Leitfaden für die Vermeidung von Fehlern, die häufig bei der öffentlichen Auftragsvergabe für aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds kofinanzierte Projekte beobachtet werden.

 

Das Ziel besteht darin, die Durchführung operationeller Programme zu erleichtern und bewährte Verfahrensweisen zu fördern. Es verfügt über keinen rechtsverbindlichen Charakter, enthält aber allgemeine Empfehlungen und orientiert sich an gelungenen Praxisbeispielen.

 

Die in diesem Leitfaden enthaltenen Konzepte, Ideen und Lösungen lassen nationale Rechtsvorschriften unberührt und sind unter Berücksichtigung des einzelstaatlichen Rechtsrahmens zu beachten und gegebenenfalls anzupassen.

 

Hier herunterladen

Foto zur Meldung: Leitfaden zur Auftragsvergabe für Projekte, die aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds finanziert werden
Foto: Leitfaden zur Auftragsvergabe für Projekte, die aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds finanziert werden

Themenjahr 2017: Projektideen bei Kulturland Brandenburg anmelden

(08.02.2016)

Das kommende Jahr 2017 steht ganz im Zeichen des 500. Jahrestages der Reformation in Deutschland. Kulturland Brandenburg wird sich mit einem Themenjahr diesem Thema widmen. Anliegen des Themenjahres ist es, auf die historische Bedeutung der Reformation als gesellschaftliches, kulturelles und religiöses Ereignis für das Land Brandenburg zu verweisen. 

 

Unter dem Titel „Luther und die Folgen“ (Arbeitstitel) sollen kulturelle und künstlerische Projekte durchgeführt werden, die die mit der Reformation verbundenen Veränderungen im Alltagsleben der Menschen in den Fokus stellen. So soll das Veranstaltungsprogramm zum Themenjahr von Kulturland Brandenburg 2017 sowohl ein attraktives kulturtouristisches Angebot für Besucher des Landes beinhalten als auch den Bewohnern Brandenburgs wichtige Aspekte der Landesgeschichte auf interessante und vielfältige Weise vermitteln.

 

Eine inhaltliche Orientierung zum Themenjahr gibt der Flyer „Reformation in Brandenburg“ sowie das ausführliche Exposé.

 

Projektideen für das Themenjahr können bis spätestens zum 27. Mai 2016 in der Geschäftsstelle der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gemeinnützige GmbH, Kulturland Brandenburg, Schloßstraße 12, 14467 Potsdam, oder per Mail an: h.chmura@kulturland-brandenburg.de, eingereicht werden.

Foto zur Meldung: Themenjahr 2017: Projektideen bei Kulturland Brandenburg anmelden
Foto: Themenjahr 2017: Projektideen bei Kulturland Brandenburg anmelden

Anpassungsstrategien zur regionalen Daseinsvorsorge - Empfehlungen der Facharbeitskreise Mobilität, Hausärzte, Altern und Bildung

(27.01.2016)

Empfehlungen der Facharbeitskreise Mobilität,

Hausärzte, Altern und Bildung

 

In der Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beschäftigen sich Facharbeitskreise bundesweit zu den am häufigsten bearbeiteten Themen in Modellregionen: Mobilität, Verkehr, hausärztliche Versorgung, schulische Bildung, Altern und bürgerschaftliche Selbstverantwortung.

 

Beteiligt waren Vertreter aus den jeweiligen MORO-Regionen, Vertreter von Landes- und Bundesministerien sowie fachliche Experten aus Verbänden und Wissenschaft. Im Fokus standen Lösungsansätze aus den Regionen, die ein überregionales Potenzial zur Nachahmung haben können.

 

Hrsg.: BMVI MORO PraxisHeft 2 Berlin, September 2015 (Stand: Januar 2015). Herunterladen »hier

Foto zur Meldung: Anpassungsstrategien zur regionalen Daseinsvorsorge - Empfehlungen der Facharbeitskreise Mobilität, Hausärzte, Altern und Bildung
Foto: Anpassungsstrategien zur regionalen Daseinsvorsorge - Empfehlungen der Facharbeitskreise Mobilität, Hausärzte, Altern und Bildung

Neuer Ratgeber für wirksame Flüchtlingshilfe

(27.01.2016)

Schon heute leisten soziale Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen Großartiges, um Geflüchteten nicht nur ein herzliches Willkommen, sondern auch ein besseres Ankommen in Deutschland zu bereiten. Dafür stehen nun zwei neue Angebote von phineo zur Verfügung.

 

Neuer Ratgeber für wirksame Flüchtlingshilfe

Der Ratgeber zeigt, wo Unterstützung für Geflüchtete am meisten benötigt wird und wo Ansatzpunkte für das eigene Engagement liegen, z.B. in der Rechtsberatung oder der Ausbildung von Menschen mit Fluchthintergrund. Unternehmen und Stiftungen erhalten Tipps, wie sie ihr Engagement für Flüchtlinge mit ihrem bisherigen gesellschaftlichen Wirken zusammenbringen.
 
Ratgeber „Vom Willkommen zum Ankommen. Wirksames Engagement für Flüchtlinge in Deutschland“ zum Download (PDF, 6,7 MB).
 

74 wirkungsvolle Projekte auf www.für-flüchtlinge-spenden.de

Auf www.für-flüchtlinge-spenden.de stellt PHINEO außerdem 74 Spendenprojekte vor, die sich in den Bereichen Integration, Asyl und Demokratieförderung engagieren und die Zielgruppe der geflüchteten Menschen ansprechen. Alle Organisationen wurden von PHINEO mit dem „Wirkt-Siegel“ ausgezeichnet.
 
Ausblick:

Im April erscheint der PHINEO-Themenreport zur Flüchtlingshilfe mit relevanten AkteurInnen, Rahmenbedingungen, Qualitätskriterien und Entwicklungen des Engagementfeldes.
 

Foto zur Meldung: Neuer Ratgeber für wirksame Flüchtlingshilfe
Foto: Neuer Ratgeber für wirksame Flüchtlingshilfe

Informationen: Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)

(25.01.2016)

Die GD AGRI hat eine neue Informationsblattreihe veröffentlicht, die einen Überblick darüber gibt, wie die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten umgesetzt wird.
 

Die Informationsblätter enthalten Angaben zum Agrarsektor in den einzelnen Ländern, wichtige Ergebnisse aus dem Zeitraum 2007–2013, Pläne für die reformierte GAP 2014–2020 sowie interessante Projektbeispiele, die zur Entwicklung der ländlichen Gebiete beitragen.

Für diejenigen, die mehr über die GAP 2014–2020 erfahren möchten, steht online ein freier E-Learning-Kurs (auch in Deutsch)zur Verfügung, der auch Module zur ländlichen Entwicklung und Direktzahlungen für Landwirte enthält. 

Foto zur Meldung: Informationen: Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)
Foto: Informationen: Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)

Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen

(25.01.2016)

„Aufwachsen auf dem Land" – Für viele klingt das nach Idylle, nach Weite und Natur. Andere denken an Krise, an „ausgeblutete" Orte und Perspektivlosigkeit. Zwischen diesen zwei Polen bewegt sich die Diskussion über ländliche strukturschwache Regionen.

 

Selten wird dabei jedoch deren Bevölkerung zu ihren Lebensrealitäten befragt und noch seltener wird die Gruppe der dort aufwachsenden Jugendlichen in den Blick genommen. Dabei liegt die Bedeutsamkeit von jungen Menschen für die Vitalität einer Region auf der Hand. So scheinen junge Menschen hinsichtlich der Frage, inwieweit sie für sich eine Zukunft im ländlichen Raum sehen, durch Abwanderung eine Abstimmung mit den Füßen durchzuführen, mit weit reichenden Konse-quenzen für die demografische Entwicklung in den betroffenen Regionen.

 

Wie wirken sich diese Entwicklungen auf das Aufwachsen von Jugendlichen in jenen Regionen aus, die in besonderer Weise von der Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung betroffen sind? Werden deren Belange (noch) angemessen berücksichtigt und wenn ja, wie?

Das von der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer geförderte Projekt „Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen" zielt darauf ab, mögliche jugendpolitische Handlungsansätze im Umgang mit den demografischen Herausforderungen im ländlichen Raum zu beschreiben.

 

Im Rahmen des Projekts wurde analysiert, wie ausgewählte strukturschwache Landkreise mit einem geringen Bevölkerungsanteil junger Menschen strategisch damit umgehen und was dies für die Jugendlichen selbst und ihr Aufwachsen bedeutet.

 

Die zentralen Ergebnisse der Befragung der Jugendlichen und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen der Studie

Foto zur Meldung: Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen
Foto: Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen

Flüchtlinge als Chance für ländliche Räume

(21.01.2016)

Zwar lassen sich die meisten Flüchtlinge in großen Städten nieder. Doch einzelne Kommunen machen vor, dass Asylbewerber auch zu neuen Landbewohnern werden können.

 

Im Jahr 2015 wurden bei der Erstverteilung der Asylsuchenden auf die Bundesländer rund 1,1 Millionen Einreisende registriert. Wie genau diese Zahl ist, lässt sich nur schwer abschätzen. Denn die Erfassung ist unvollständig, es kommt zu Doppelzählungen, zu Rück- oder Weiterreisen. Sicher hingegen ist, dass die große Zahl an Flüchtlingen, die derzeit – und voraussichtlich auch weiterhin – nach Deutschland kommen, über das gesamte Land verteilt werden. Auch in kleineren Orten oder entlegenen Regionen sind Menschen aus Syrien, Irak oder Afghanistan angekommen.

 

Damit stellt sich die Frage, was der zurzeit zu beobachtende Zustrom für die ländlichen Regionen bedeutet: Ist es nur ein kurzfristiger Anstieg, der verebbt, wenn keine Notunterkünfte mehr benötigt werden? Oder werden die neu Angekommenen, wenn sie bleiben dürfen, in die Städte weiterziehen? Bisherige Erfahrungen lassen das vermuten.

 

Verschiedene Faktoren entscheiden darüber, wo es die Zuwanderer hinzieht. In erster Linie wird es der Ort sein, wo bereits Verwandte oder jedenfalls Landsleute leben. Natürlich spielt auch eine Rolle, wo es Arbeitsmöglichkeiten gibt und wo sich eine preisgünstige Wohnung finden lässt. Ländliche Gemeinden, die häufig unter Bevölkerungsrückgang leiden, können damit nur teilweise aufwarten. Sie bieten jedoch andere Vorteile: Wo die Gemeinschaft in Vereinen oder über die Freiwillige Feuerwehr organisiert ist, wo man sich gegenseitig kennt und unterstützt, ist eine Integration prinzipiell leichter möglich als im anonymen städtischen Umfeld. Die mitunter verrufene „soziale Kontrolle“ im Dorf kann auch der Vertrauensbildung dienen. Integration lässt sich nicht „von oben“ anordnen oder vorschreiben. Sie muss vor Ort gestaltet werden.

 

Vollständigen Artikel beim Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung lesen

 

Mehr Informationen zum Thema Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen

 

Foto zur Meldung: Flüchtlinge als Chance für ländliche Räume
Foto: Flüchtlinge als Chance für ländliche Räume

Praxishandbuch Online-Fundraising

(21.01.2016)

Die Tage der Spendenbüchsen sind gezählt. Immer mehr Vereine, soziale Initiativen, Projekte und Stiftungen möchten nicht mehr (nur) auf der Straße oder via Brief, sondern kostensparend und effektiv im Internet Spenden sammeln und Unterstützer mobilisieren. Anhand vieler Praxisbeispiele werden die Grundlagen für erfolgreiches Online-Fundraising erläutert: von der nutzerfreundlichen Website-Gestaltung über effizientes Social-Media-Management bis hin zur Planung und Evaluation von Fundraising-Kampagnen. 

 

Lampe, Björn / Ziemann, Kathleen / Ullrich, Angela (Hg.): Praxishandbuch Online-Fundraising.Wie man im Internet und mit Social Media erfolgreich Spenden sammelt. Bielefeld 2015, 188 S., 9,99 Euro, ISBN 978-3-8376-3310-8

 

Informationen, Bestellung und Download 

Foto zur Meldung: Praxishandbuch Online-Fundraising
Foto: Praxishandbuch Online-Fundraising

Arbeitsgruppen am Tag der Dörfer

(26.08.2015)

beim Tag der Dörfer am 10.10. in Garrey gibt es ab 14.00 Uhr folgende Arbeitsgruppen:

 

AG 1 Hürden überwinden bei der Dorfentwicklung

Die Dorfentwicklung selbst in die Hand zu nehmen ist angesagt, aber die zu erwartenden Hürden nicht zu ignorieren. In der AG besteht die Möglichkeit mit Manuel Slupina, dem Mitverfasser der Studie „Von Hürden und Helden – Wie sich das Leben auf dem Land neu erfinden lässt“,  über bürgerinitiierte Projekte zur Verbesserung der Lebenssituationen in Dörfern vertieft zu diskutieren. Die Teilnehmenden können konkrete Anliegen und ihre Erfahrungen einbringen. Es werden Forderungen formuliert, die im Hinblick auf die zukünftige Arbeit der Enquetekommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ anschließend mit Politikern diskutiert werden.

 

AG 2 Dörfer neu gedacht – Entwicklungschance digitale Welt

Die Referentin Barbara Lippa ist Teil der Initiative Internet & Gesellschaft Collaboratory, die 2014 Empfehlungen für internetbasierte Innovationen in den ländlichen Räumen entwickelt hat. Wie durch den Einsatz von IT ermöglicht wird, ländliche Regionen zu unterstützen und zu stärken, soll vor dem Hintergrund des demografischen Handlungsdrucks diskutiert werden. Digitale Lösungen für Verwaltung und Politik sowie in der Pflege und Gesundheitsversorgung stehen dabei im Mittelpunkt. In der AG sollen die damit verbundenen Herausforderungen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten diskutiert werden.

 

AG 3 Kernbotschaften Brandenburger Dörfer: Erwartungen der Dorfgemeinschaften an sich selbst und an die Politik

Der Verein „Dorfbewegung Brandenburg – Netzwerk Lebendige Dörfer“ fördert  die Dorfentwicklung von unten, durch die Bewohner selbst. Am Vortag werden dazu aktuelle Ergebnisse einer Befragung in ausgewählten Dörfern Brandenburgs vorgestellt. In der AG wird mit Landespolitikern weiter diskutiert. Es zeigt sich, dass einige Bereiche des dörflichen Lebens selbstständig gelöst werden. Manchen neuen Problemen, z. B. Windkraftanlagen, ´die erst durch den Verlust der dörflichen Selbstbestimmung zutage treten, hat die Dorfgemeinschaft wenig entgegenzusetzen.

Die Befragungsergebnisse und auf dem Tag der Dörfer  diskutierten Empfehlungen werden als Stimme der Brandenburger Dörfer zusammen mit den Ergebnissen aus 30 Ländern auf dem 2. Europäischen Ländlichen Parlament in Österreich im November 2015 präsentiert.

 

AG 4 Alte Häuser, neue Nutzung

Das alte Dorf als Traditionsspeicher für kulturelle Werte, Vielfalt des Landlebens und Wandel kann gestärkt und wiederbelebt werden durch den Neugebrauch überlieferter und leerstehender Gebäude für Neubürger und Dorfgemeinschaft. Die Referentin Irmelin Küttner zeigt auf wie Bürgerinitiativen, Vereine und Kommunalpolitiker die Plattform für eine erfolgreiche Umsetzungen sind. Zudem wird auch das Projekt Gestaltungsbeirat der Architektenkammer Brandenburg vorgestellt.

 

der Flyer zum Tag der Dörfer anbei: bitte jetzt anmelden.

[Download]

Foto zur Meldung: Arbeitsgruppen am Tag der Dörfer
Foto: Arbeitsgruppen am Tag der Dörfer

Netzwerk Heimat im Landkreis Potsdam-Mittelmark

(20.08.2015)

ein Netzwerk Heimat im Landkreis Potsdam-Mittelmark soll entstehen. Geplante regionale Aktivitäten sind:

-Besuche von Heimatvereinen und Dorfakteuren

-Veranstaltungen mit Heimatvereinen (als Angebote zur Fortbildung und zur Vernetzung) und bei Heimatvereinen (zum Zeigen guter Beispiele)

-Veröffentlichungsreihe in Tages- und Werbezeitungen

 

Treffen am Mi, 11.11. 17.00 Uhr beim Verein zur Förderung des oekologischen Landbaus und der Landschaftspflege OeLaLa, Lindenplatz 1, 14827 Wiesenburg-Reetz

-Referat Andreas Trunschke: Heimat digital - Möglichkeiten und konkrete Ideen

(30 min.) 

-Referat Eva Loth, Verein Pro Reetz: über  www.Reetz-Fläming.de und Überlegungen zur einer Druckversion

-Vorstellung  "Dorfbote für Garrey", ein Mitteilungsblatt fürs Dorf 

durch Gabriele Eissenberger

 

Abschlussveranstaltung Mi, 09.12. 15.00 Uhr im Kreistagssitzungssaal in Bad Belzig, Niemöller Str. 1

 

 

im Landkreis Potsdam-Mittelmark gibt es circa 60 Heimat- und Dorfvereine. Interesse am Projekt haben bisher 10 Vereine signalisiert, 5 Vereine sind als Partner beigetreten

 

die Studie der Hochschule für nachhaltige Entwicklung HNE Eberswalde zum Thema Heimatvereine in Brandenburg ist erhältlich bei und Rückantwort zur Teilnahme an Chris Rappaport unter rappaport@freenet.de oder 033207-52480

Dörferausstellung im Fläming

(11.08.2015)

Die Dörferausstellung wird derzeit im Fläming gezeigt:

15.09. - 08.10.        TGZ Bad Belzig

am 10.10.               Lehmanns Scheune Garrey

ab 11/15                 Steintherme Bad Belzig

 

weitere Ausstellungsorte gesucht, Info unter Rappaport@freenet.de

Foto zur Meldung: Dörferausstellung im Fläming
Foto: Vernissage der Dörferausstellung im TGZ Bad Belzig, Vortrag von Chris Rappaport von Brandenburg 21, Foto: Schwinzert, Landkreis POtsdam-Mittelmark, Pressereferent

Von Hürden und Helden

(07.07.2015)
      Wir brauchen Freiräume, um zu experimentieren
Die sogenannten Standards sollen vergleichbare Lebensumstände
in der Stadt und auf dem Land gewährleisten. Aufgrund des
demografischen Wandels im ländlichen Raum verwandeln sie sich
jedoch zunehmend zu Hürden. Welche Rahmenbedingungen
braucht die Daseinsvorsorge? fragt Manuel Slupina vom
Berlin-Institut in seinem neuen Buch "Von Hürden und Helden".
SERVICE:
Die Studie „Von Hürden und Helden.
Wie sich das Leben auf dem Land neu
erfinden lässt“ des Berlin-Instituts zeigt,
wie es kreativen Menschen gelungen ist,
trotz verschiedenartiger, bürokratischer
Hürden Lösungen für die wachsenden
Versorgungsprobleme in ländlichen
Regionen zu finden. Bestellung unter

http://www.berlin-institut.org/publikationen.html

 

 

zum Tag der Dörfer am 10.10.2015 in Garrey im Fläming hat Michael Slupina als Referent zugesagt

Projektbeschreibung Tag der Dörfer

(05.07.2015)

Projektbeschreibung

Tag der Dörfer

Dorfgemeinschaftshaus, Garrey, 10.10.15 10:00-17:00

 

 

Am 10.10.2015 wird in Garrey in der Gemeinde Rabenstein/Fläming der Tag der Dörfer unter dem Motto „Dörfer neu denken“ stattfinden. Dieser Tag wird durch Brandenburg 21 – Verein zur nachhaltigen Lokal- und Regionalentwicklung im Land Brandenburg e.V. und seiner AG Lebendige Dörfer in enger Zusammenarbeit mit Vertretern des Dorfes Garrey, der Gemeinde Rabenstein/Fläming und der Lokalen Aktionsgruppe LAG FlämingHavel, Sitz Wiesenburg vorbereitet und durchgeführt.

 

An dem Tag der Dörfer treffen sich Vertreter aus ländlichen Regionen von ganz Brandenburg, um angeregt durch zwei Einführungsreferate zur Situation der Dörfer und zu Visionen für Dörfer in anschließenden Arbeitsgruppen zum Thema „Dörfer neu denken“ zu beraten, in Erfahrungsaustausch zu treten und Maßnahmen zu formulieren, die der dörflichen Entwicklung in Brandenburg eine zukunftsfähige Perspektive öffnen.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch festzustellen, dass der demografische Wandel das Land zunehmend in Gewinner-(wirtschaftsstarke Metropolen) und Verliererzonen (ökonomisch schwache ländliche Regionen) teilt. Laut Grundgesetz soll es den Menschen auf dem Land jedoch nicht schlechter gehen als den Menschen in der Stadt.

 

Was können die Menschen in den Dörfern selbst verändern, um zu verhindern, dass unsere Dörfer aussterben? Was muss staatlicherseits geleistet werden, damit das Leben auf dem Land attraktiv bleibt bzw. wird? Welche staatlich gesetzten Rahmenbedingungen sind erforderlich, um einer weiteren Verschlechterung der Lebensbedingungen entgegenzuwirken und um den Menschen vor Ort ein bürgerschaftliches Engagement zu erleichtern.

 

Wie bereits in der Landesnachhaltigkeitsstrategie des Landes Brandenburg gefordert, müssen in diesen Fragen die Bürger aktiv eingebunden werden und verstärkte Möglichkeiten zur Mitwirkung erhalten.

 

In der Suche nach Antworten auf diese Fragen und angeregt durch die Beteiligung am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist bei den Garreyern und der Gemeinde Rabenstein der Wunsch entstanden, den diesjährigen Tag der Dörfer in Garrey durchzuführen. Der Tag der Dörfer soll das Umdenken unterstützten, um mit den Menschen vor Ort Lösungswege zu entwickeln, um aus eigener Kraft die Lebensbedingungen zu verbessern.

 

Diskutiert werden daher:

- Hürden bei der Dorfentwicklung

- Dörfer neu gedacht: Welche Stärken und  Chancen ergeben sich für Dörfer daraus?

- Aktivierungsstrategien und Organisationsformen der dörflichen Mitwirkung

- Potentielle Kooperations- und Bündnispartner bei der nachhaltigen Dorfentwicklung

 

Im Sinne des Erfahrungsaustausches gibt es am Rande der Veranstaltung die Möglichkeit, dass sich die Dörfer der Region und aus Brandenburg präsentieren. Dies wird durch die Wanderausstellung „Lebendige Dörfer“ unterstützt. Diese Ausstellung von Brandenburg 21 wird ab August in der Region gezeigt.

 

Foto zur Meldung: Projektbeschreibung Tag der Dörfer
Foto: Projektbeschreibung Tag der Dörfer

Dagmar Schmidt neue Koordinatorin der AG Lebendige Dörfer

(02.06.2015)

Die Arbeitsgemeinschaft Lebendige Dörfer des Vereins Brandenburg 21 e.V. hat Dagmar Schmidt am 1. Juni zunächst bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Frühjahr kommenden Jahres zu ihrer neuen AG-Koordinatorin erkoren.

Dagmar Schmidt arbeitet für die Drosos Stiftung und als freie Prozessgestalterin, wo sie Organisationen und lokale Akteure dabei unterstützt, ihre eigenen Entwicklungsprojekte und –strategien zu entwickeln. Ihre Passion sind der strategische Aufbau und die Pflege von Netzwerken und Kooperationen. So hat sie in der Lausitz für die European Climate Foundation eine Studie erstellt, wie Beteiligungsprozesse bei der nachhaltigen Zukunftsgestaltung eine Rolle spielen können. In folgedessen moderiert sie jetzt den abschließenden regionalen Stakeholder-Prozess, um ein Modell der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit zu etablieren.

 

Die Arbeitsgemeinschaft dankte dem langjährigen Sprecher Wolf-Christian Schäfer und seinem Stellvertreter Günther Thiele für ihr Engagement für die Dörfer Brandenburgs.

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Foto: Logo

“HEIMAT eine Positionsbestimmung“ des BUND HEIMAT UND UMWELT IN DEUTSCHLAND BHU

(19.03.2015)

Brandenburg 21 hat am Geschäftsführertreffen des BUND HEIMAT UND UMWELT IN DEUTSCHLAND BHU teilgenommen.

 

Einige Landesheimatverbände haben eine 100-jährige Tradition, andere haben intensiven Kontakt zum Land. Der Rheinische Verein z.B. veranstaltet 2015 das Themenjahr 200 Jahre Rheinland in Preußen mit überwältigender Resonanz www.danke-berlin-2015.de.

 

Die Übergabe der roten und weißen Mappe mit den Problemen der Heimatvereine findet am 08.+09.05.15 beim Niedersachsentag des Niedersächsischen Heimatbundes durch den Ministerpräsidenten statt. Bitte rechtzeitige Anmeldung, da auf 500 Plätze begrenzt www.heimatbund-niedersachsen.de.

 

Der Niedersächsische Heimatbund führt zudem Fortbildungen zu ehrenamtlichen „Dorfberatern“ durch, das Wort „kümmern“ verwenden sie bewusst nicht. 

 

Die Landesheimatverbände suchen den Kontakt zu Chronisten. So berichtete der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt von der Potsdamer Geschichtsbörse im Februar im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte HBPG.

 

Zur Mitgliederversammlung des BHU am 05.+06.06.15 in Merseburg wird es einen 15 min. Beitrag von Brandenburg 21 zu “Dorfbewegung und Heimat” mit Bericht unserer Heimat- und Dörferarbeit in Brandenburg geben.

 

Der BHU plant eine Tagung mit Buch „Innovationsteams Ländlicher Raum“ und wird einen Beitrag von Brandenburg 21 aufnehmen.

 

Das BHU-Papier “HEIMAT eine Positionsbestimmung“ enthält Vorschläge zur Integration und zum Rollenverständnis von Heimat in der sich immer schneller ändernden Welt:

Präambel

Wir Heimatverbände, der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland und seine Landesverbände, übernehmen als starkes zivilgesellschaftliches Netzwerk Verantwortung für die Gesellschaft. Wir stehen für bürgerschaftliches Engagement in den Bereichen Kultur, Natur und Heimat. Wir begrüßen viele Formen und Ideen, den Heimatbegriff mit Leben zu erfüllen und kreativ zu erweitern, als Bereicherung.

Unser Heimatverständnis ist getragen von den Prinzipien, Bewährtes zu erhalten, Neues zu entwickeln, Partizipation zu ermöglichen und Integration anzubieten. Eine starke Identität und Offenheit für neue Ideen und fremde Menschen fördern Integration. Für die Hinzugekommenen bietet dies die Chance, sich in die Gesellschaft einzubringen und Heimat zu finden. Alle, die zur freiheitlichen und demokratischen Gemeinschaft beitragen, sind willkommen. Deswegen sprechen wir uns gegen alle Formen von Nationalismus und Ausgrenzung aus.

In diesem Papier formulieren wir I. unser Heimatverständnis,

II. unser Selbstverständnis und unsere Aufgaben sowie

III. unsere Forderungen.

Unser Heimatverständnis

I. Heimat entsteht aus emotionalen Bindungen und sozialer Vernetzung in einem

persönlichen Handlungs- und Verantwortungsraum.

Heimat bedeutet Verortung, die materiell und räumlich, virtuell oder in anderen Formen ausgebildet sein kann. Ankerpunkte für Heimat können die Landschaft, die Stadt, das Dorf oder die Nachbarschaft sein, das Natur- und Kulturerbe, aber auch Gemeinschaft, geteilte Überzeugungen, gemeinsame Interessen und vielfältige Weisen des realen und virtuellen Austauschs von Menschen. Heimat ist dynamisch, weil es im Leben der Menschen viele Ankerpunkte geben kann.

Wenn Menschen sich verankert und gestärkt fühlen, empfinden sie ihr Lebensumfeld als Heimat, denn Heimat betrifft den Menschen als soziales Wesen. Als persönlicher Verantwortungsraum umspannt Heimat Lokales und Internationales. Geschichtsbewusstsein und die Suche nach Erklärungen dafür, warum die Dinge so – geworden – sind, wie sie heute sind, gehören zur Aneignung von Heimat dazu. Freude am Mitwirken und Ideen für die Zukunft sind weitere wichtige Triebfedern, wenn es darum geht, individuelle und gesellschaftliche Lebensqualität zu erhalten und zu gestalten.

Heimat zu finden ist auch ein Vernetzungsprozess, der den sozialen Zusammenhalt stärkt. Die Grundlage dafür ist Kommunikation, eine Voraussetzung ist die Möglichkeit der Teilhabe und der Teilnahme für alle. Die Bedeutung und integrierende Wirkung von Heimat erfordert Vermittlung.

Heimat zu pflegen und zu gestalten braucht zivilgesellschaftliches Engagement, das hoheitliche Strukturen auf Augenhöhe ergänzt. Heimat-, Geschichts- und Bürgervereine sowie viele neu entstandene Formen von Engagement haben große Bedeutung für das soziale Leben, vom ländlichen Raum bis zu den Städten. Mit ihrer Arbeit tragen diese engagierten Menschen zur Stabilität der Gesellschaft bei, z.B. in Zeiten neuer Ideale des Wirtschaftens und Zusammenlebens und im Spannungsfeld staatlicher Hoheit und privatisierender Tendenzen. Wir verstehen das Recht auf Heimat und auf Partizipation als Menschenrecht.

Unser Selbstverständnis und unsere Aufgaben

II. Unsere Aufgabe als Heimatverbände sehen wir in der Unterstützung und Aktivierung der Menschen, die ihre Handlungsräume erhalten und gestalten. Aus unserer interdisziplinären Arbeit und ganzheitlichen Sichtweise ergibt sich unser besonderes Profil.

Wir Heimatverbände verstehen uns als Koordinatoren und Moderatoren, die die Menschen anregen, sie vernetzen und ihnen assistieren. Dabei agieren wir an der Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Behörden, Institutionen und Wissenschaft. Wir unterstützen Menschen, damit sie mitwirken und in der Gemeinschaft zu geeigneten Lösungen beitragen können. Wir leisten Hilfestellung, wenn Menschen Daseinsvorsorge treffen und Gemeinschaft pflegen. Indem wir das Wissen um Vergangenes bewahren, fördern wir die Entwicklung der Gesellschaft. „Zukunft aus Herkunft“ ist unsere Devise bei der Erfüllung unseres Aktivierungs- und Bildungsauftrages.

Als Heimatverbände bündeln wir die Ideen und Kompetenzen von Einzelpersonen und Vereinen und tragen zur Umsetzung von globalem und lokalem Wissen bei. Aktuelle Themen sind z.B. demographischer und soziokultureller Wandel, Energiewende und Landschaftswandel, Flächenverbrauch und immaterielles Kulturerbe. Mit Blick auf Europa fördern wir das Bewusstsein über das gemeinsame Erbe und die kulturelle Vielfalt sowie Austausch und Verständigung darüber und suchen nach geeigneten Partizipationsformen.

Bei Planungsprozessen setzen wir uns für Heimat als Schutzgut ein, damit Planung die Menschen sowie deren Wünsche und Gefühle berücksichtigt. Wir begleiten Partizipation und fördern Integration.

Unsere Forderungen

III. Wir Heimatverbände leisten durch Unterstützung und Bündelung von Ehrenamt und Freiwilligenarbeit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Wir fordern eine Politik, die diese Arbeit anerkennt, fördert und konsequent in Entscheidungs- und

Gestaltungsprozesse einbindet.

Das Recht auf Mitgestaltung von Heimat – der Nachbarschaft, des Dorfs, der Stadt, der Landschaft sowie des ganzen Gemeinwesens – soll allen Menschen zugestanden werden.

In die Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse soll Heimat als Kategorie eingebunden werden, weil sie die soziale Dimension in nachvollziehbarer Form zum Ausdruck bringt. Das Konzept Heimat ergänzt vorhandene Instrumente der Planung in positiver Weise, weil es das soziale Gefüge berücksichtigt. In diesen Prozessen wollen wir Heimatverbände unseren Beitrag im offiziellen Rahmen leisten können.

Gelingende Teilhabe braucht niedrige Schwellen und ein sorgfältiges Abwägen zwischen Gemeinwohl und Privatinteressen. Außerdem bedarf es fundierter Informationen. Daher müssen Sachwissen um Heimat und vernetztes Denken auf allen Bildungswegen gefördert werden.

Wir wünschen uns eine verbesserte Wahrnehmung und Anerkennung als Bildungsträger und die Einbeziehung der von uns vertretenen Inhalte in Lehr- und Weiterbildungspläne. Alle Multiplikatoren, die haupt- oder ehrenamtlich in der Vermittlungsarbeit aktiv sind, sind unsere Zielgruppe.

Das Zusammenwirken mit den staatlichen Akteuren, die für die Bewahrung und Entwicklung von Heimat eintreten – Denkmalpflege, Stadt- und Regionalplanung, Naturschutzbehörden u.a. – soll in verlässlichen Formaten stattfinden.

Das Engagement der Heimatverbände braucht Anerkennung und Unterstützung. Zur Förderung von Ehrenamt und Freiwilligenarbeit brauchen wir stabile hauptamtliche Strukturen sowie die notwendige finanzielle und personelle Sicherheit.

Heimat in Europa

Heimat hört nicht an politischen Grenzen auf: So mobil die Menschen sind, so mobil ist auch Heimat geworden. Heute leben und agieren viele Menschen nacheinander an mehreren, oft weit voneinander entfernten Orten, die sie als Heimat bezeichnen. Sie haben also mehrere Heimaten.

Eine wichtige Aufgabe unserer Zeit ist es, Menschen den Erwerb emotionaler Bindungen an weitere Heimaten zu ermöglichen. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zu einer erfolgreichen Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Aus der Überzeugung, dass Heimat dynamisch ist und den Zusammenhalt im größeren Rahmen braucht, fordern wir, dass die europäische Zusammenarbeit nicht auf wirtschaftliche Zusammenhänge verengt wird, sondern die in Europa beheimateten Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt des Handelns stellt. Deswegen müssen die Menschen, ihre Gefühle und Bedürfnisse immer im Blick behalten werden.

Viele Nachhaltigkeits-Akteure im Land Brandenburg

(19.03.2015)

Interviews von Brandenburg 21 im ganzen Land

 

Cornelia Petermann von Brandenburg 21 hat im Rahmen des Vereinsprojekts „Themenjahr Dorf“ in Interviews bei dörflichen Nachhaltigkeitsakteuren im ganzen Land nachgefragt, wie die Erwachsenenbildung für Nachhaltige Entwicklung umgesetzt wird, welche Probleme Akteure vor Ort haben und wie Unterstützung vom Land aussehen kann. Vor Ort engagieren sich die Akteure für spezifische Themen und Projekte. Ein Austausch mit anderen Akteuren, um aus Erfahrungen anderer zu lernen oder um neue Themen für sich zu entdecken, findet häufig jedoch nicht statt. Auch erfolgt eher selten eine aktive Beteiligung an der Nachhaltigkeitspolitik auf Landesebene.   

 

Nachhaltigkeit erfordert vernetztes und kausales Denken sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Lebensstilen und Werten. In den Regionen des Landes Brandenburg wird Nachhaltige Bildung von vielen freien Trägern angeboten im Sinne des Landesaktionsplans Bildung für Nachhaltige Entwicklung LAP BNE.   

 

Erkenntnis der Interviews: Die Nachfrage nach Bildungsangeboten in den Regionen des Landes ist da. Gleichzeitig sind viele Akteure stark ausgelastet. Zum Teil gibt es in den Projekten nur Teilzeitstellen plus Engagement, oder die Aufgaben werden ganz in der Freizeit erledigt. Fast alle lokalen Akteure berichten von Mehrbelastungen durch wegbrechende Strukturen insbesondere der Arbeitsmarktpolitik: Die Angebotspalette muss reduziert werden, was dann zum Einbruch von Besucherzahlen führt. Die Qualität vermindert sich. Es brechen Kooperationen und Austauschbeziehungen weg. Freiwillige werden überlastet. Zum Teil schließen alte Initiativen. Dauerhafter Nachwuchs ist selten.

 

Es gibt auch neue Akteure. Diese arbeiten mit anderen Handlungsmustern: weniger in Vereinen organisiert als in losen Initiativen, weniger regelmäßig, dafür mit begrenzten intensiven Aktionen.

Teilweise haben sich Initiativen große Aufgaben bis über ihre Grenzen hinweg gestellt, wie z.B. der Erhalt von Parkanlagen und Denkmalobjekten. In einige Projekte werden auch erhebliche Summen privaten Kapitals für das Gemeinwohl gesteckt. Allerdings verfügen viele Engagierte nicht über festes Einkommen oder Vermögen.

 

Alle Akteure haben gute Erfahrungen mit neue Veranstaltungsformen gemacht: Regionalmarkt, Sommercamp, Ernteeinsatz, Feste, Repair-Cafes, Büchertausch, Schenkenmarkt, interkulturelle Angebote.

 

Besonders Projekte zwischen Gemeinwohl und Einkommensgenerierung werden als interessant aber schwierig empfunden, da dort rechtliche Rahmenbedingungen nicht leicht herauszufinden sind. In diesem Kontext wären Beratungen, Qualifizierungen und Austausche wichtig, um persönliche Problemlagen oder auch Zurückhaltung aus Unkenntnis zu überwinden.

 

Häufig richten sich die Angebote an Randgruppen der Gesellschaft. Gerade hier wird gesellschaftlich wertvolle Arbeit geleistet in Bildung und Integration. Es fehlen jedoch regionale und lokale Ansprechpartner.

 

Akteure außerhalb von Bildung und wissenschaftlichem Kontext agieren meist handlungsbasiert. Für sie besteht ein verschiedener Beratungs- und Austauschbedarf. Für Austausche sind sowohl thematische Netzwerke als auch Landesveranstaltungen geeignet und noch mehr erforderlich. Dazu braucht es kontinuierliche Rahmenbedingungen mit Aufgabenverteilung, Zielsetzungen, Ansprechpartner und Mittel.

 

Obwohl es verschiedene Nachhaltigkeits-Portale in Brandenburg gibt, wird von vielen Akteuren in diesem Bereich vermehrter Bedarf formuliert.   

 

 

Um gute Ideen nachzumachen fragen die Akteure nach landesweiten Aufrufen, Öffentlichkeitsarbeit, Wettbewerben und finanziellen Mitteln für Anleiter, Vermittler und Weiterbildner, die zentral für den Anschub und die Verbreitung sorgen. Nur mit freiwilligem Engagement wird es bei der Größe des Landes nicht gelingen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung in die Breite zu tragen.

 

Chris Rappaport hat für Brandenburg 21 die Erkenntnisse der Recherchen im ganzen Land dem Umweltministerium vorgestellt. Bei einer gut besuchten Tagung in Königs Wusterhausen vor Akteuren der Bildung für Nachhaltige Entwicklung BNE und Umweltverbänden mahnte Brandenburg 21 an, die beschlossene Landesnachhaltigkeitsstrategie nun auch in die Kommunen zu tragen: Im Flächenland Brandenburg kann dies nicht ausschließlich ehrenamtlich geschehen, auch das Land Brandenburg muss weiter am Thema Nachhaltigkeit arbeiten.   

Foto zur Meldung: Viele Nachhaltigkeits-Akteure im Land Brandenburg
Foto: Recherche im Ökospeicher Wulkow/MOL

Runder Tisch in Reetz/Fläming

(23.02.2015)

Am 5.2.2015 fand der 2. Reetzer Runde Tisch statt. Der nächste ist am 5.3.2015 mit der Diskussion einer künftigen Arbeitsstruktur im Dorf.

Auf der Veranstaltung von Brandenburg 21 im Herbst im Bahnhof Wiesenburg mit Bürgermeister und vielen Ortsvorstehern hatte Ortsvorsteherin Gante mitgeteilt, regelmäßig einen Runden Tisch für alle Bürger des Dorfes zu veranstalten. Nun liegt der Entwurf einer Arbeitsstruktur vor, siehe Anlage.      

[Arbeitsstruktur für den Runden Tisch Reetz]

1900 Dorfbewohner teilen sich ein Auto

(15.01.2015)

Carsharing funktioniert in vielen Großstädten schon recht gut. Doch funktioniert solch ein Konzept auf dem Land?

Ein Dorf in der Eifel sagt „ja“: 1900 Dorfbewohner teilen sich nun ein Elektroauto.

 

zu lesen unter:
http://hd.welt.de/ausgabe-b/panorama-b/article136284017/1900-Dorfbewohner-teilen-sich-ein-Auto.html

 

Wie sich das Leben auf dem Land neu erfinden lässt

(15.01.2015)

neue Studie des Berlin Instituts:

„Von Hürden und Helden. Wie sich das Leben auf dem Land neu erfinden lässt“

 

Lest doch mal Seite 19: „MOBIL“ Märkisch-Oderland - Trampen mit der pinken Karte

http://www.berlin-institut.org/fileadmin/user_upload/Von_Huerden_und_Helden/BI_HuerdenUndHelden_Online-1.pdf

Dorf-Film

(13.01.2015)

einen beispielhaften Film über ein brandenburger Dorf meldet uns Birte Hoffmann von der Kunstinitiative landmade aus Strohdehne:
http://www.landmade.org/de/publikationen/film.html

HavelWasserwanderweg

(06.01.2015)

HavelWasserwanderweg

Das Projekt HavelWasserwanderweg beschreibt eine Rundtour für Kanuten auf der Mittleren Havel mit 10 Stationen. Im Konzept berücksichtigt wurden die „Naturschutzkonzeption zum Havelufer der Gemeinde Groß Kreutz“ des Umweltministeriums und die touristischen Planungen der Gemeinde Groß Kreutz (Havel). Das Projekt wurde im Tourismusstammtisch des Fördervereins im Dormotel am Bahnhof Götz vor Touristikern der Region vorgestellt. Mit der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) fand eine Sitzung des Tourismusausschusses zum Thema statt. Das Projekt wurde gefördert aus Lottomitteln des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

Kanuten können den Rundweg abrufen unter www.die-havel.de.

 

Groß Kreutz (Havel) im Dezember 2014

Tag der Dörfer

(04.12.2014)

Kurzberichte der Arbeitsgruppen

 

AG 1  Stadt > Land - Wanderer

(Moderation:  Dagmar Schmidt) Zusammenfassung der Ergebnisse

Zuwanderung und Rückkehr als Einbahnstraße? Was zieht Zuzug und Rückkehr an?

Die unterstützenden Faktoren sind letztendlich für alle Bewohner und Bewohnerinnen der ländlichen Räume ähnlich:

 

  • Nähe zu Bildung, vor allem freie Bildungsträger und Schulen, die Eltern und Kindern einen größeren Gestaltungsspielraum ermöglichen
  • Wurzeln und Erbe (Familienbetrieb, Land, Immobilien, Pflege)
  • Suche nach Ruhe und Entschleunigung
  • Gemeinschaft und Nähe
  • Leerstand von Räumen und Gebäude
  • Grundlegende Infrastruktur zur Daseinsvorsorge ist noch intakt, damit es nicht der „Oma nebenan“ Bedarf, um den Alltag zu organisieren
  • Vorhandene hohe Dichte von zivilgesellschaftlichen Institutionen (z.B. Vereine)
  • Mobilität und Transportmöglichkeiten (auch neue Apps wie MOL Mobil)

 

Die Realität vor Ort ist mehr, als statistisch erhobene Zahlen und Kennziffern es auszudrücken vermögen. Was braucht es also von Seiten der Zuzügler und Rückkehrer, um erfolgreich anzukommen?

 

Die Anwesenden betonten, dass die Übergänge und Entwicklungen, vor allem im Vergleich zum städtischen Kontext, länger brauchen als ursprünglich angenommen. Das Anlegen städtischer Maßstäbe erweist sich als kontraproduktiv.

 

Hilfreich ist, dass es mehr Menschen werden, die in die ländlichen Räume ziehen, sich also eine kritische Masse entwickelt. Der vermehrte Einsatz von Internet und Sozialen Medien erleichtert den Kontakt; in- und außerhalb der Region. Auch die veränderten Arbeitswelten ermöglichen heute dezentrale Arbeitsformen.

 

Die Akzeptanz vor Ort benötigt neben Zeit zudem eine behutsame Kommunikation. Sich mit den Interessen jüngerer Menschen auseinanderzusetzen fördert das Ankommen. Da diese oftmals auch auf der Suche nach neuen Impulsen sind und Unterstützung bei ihren Aktivitäten brauchen. Zudem dienen Kompetenzkooperationen zwischen den Initiativen dazu, die Ressourcen zu vermehren.

 

Wie verändern sich mit der Zeit die Aktivitäten vor Ort? Zunächst steht das eigene Ankommen im Vordergrund. Vor allem bei Familien spielt die Integration der Kinder in das Schulsystem eine wichtige Rolle. Der Aufbau der eigenen Reputation steht im Vordergrund. Die Maßstäbe verändern sich mit der Zeit und oftmals werden soziale, zivilgesellschaftliche Rollen übernommen beispielsweise als Projektträger und Arbeitgeber.

 

Wie können Gemeinden den Zuzug bewusst fördern? Problematische (Brandenburg spezifische) Konstellationen: Bildung: Wenig freie Schulen, da Land deren Gründung eher behindert als fördert. Das verhindert die Dezentralisierung durch Kleinstschulen oder mobile Lehrer und verhindert, dass Schule mehr als ein Unterrichtsort sein kann.

 

Einwohner: Statistiken und Zusammensetzung: Zuzügler die eher am Wochenenden oder kürzere Zeiten werden nicht erfasst und als Entwicklungsrelevanter Faktor wahrgenommen – haben auch keine oder weniger Mitspracherechte. Gleichzeitig spielen sie in attraktiven Wohnlagen (z.B. an Seen) eine große Rolle auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt, die zum Teil verhindert, dass die lokale Bevölkerung Zugang zu (familiengerechten) Immobilien erhält (Preistreiber).

 

Politische Kultur: Vielerorts herrscht in Brandenburg eher eine Top-Down Kultur, die den Bürgern und Bürgerinnen wenig Mitspracherechte einräumt.

 

Information und Wissen: Wenig(er) (aber steigende) Anbindung an die Informationsströme als in der Stadt. Weniger dichtes Angebot an Kultur, politische Bildungsangebote

 

Regionale Planung: Zuschnitte der Landkreise, regionalen Planungsgemeinschaften, Bundesländer entsprechen nicht den wahren, gelebten lokalen Bezugsräumen.

 

Vernetzung: Sowohl auf der internationalen, regionalen und lokalen Micro Ebene könnte mehr Vernetzung gefördert werden. Hierzu braucht es geeignete Stellen, die die langfristige und stetige Entwicklung von geeigneten Strukturen fördert und begleitet.

 

Was können Zuwanderer und Rückkehrende real leisten?

  1. Neues hineintragen, da die Erwartungen durch die eigenen Erfahrungen anderswo geprägt und erweitert sind.
  2. Als Katalysatoren zwischen lokalen Gruppen vermitteln und neue Kommunikationswege etablieren.
  3. Wertschätzende Gemeinschaftsbildung mit anderen Aktiven fördern.
  4. Risikofreudiger handeln, da der Umzug oft auch mit Idealismus und Bereitschaft auf Verzicht verbunden ist.
  5. Neue Nutzungskonzepte für leerstehende und brachliegende Gebäude und Gelände entwickeln.
  6. Verbindungen zwischen Land und Stadt herstellen, zum beiderseitigen Nutzen.

 

Was sind die Gefahren? „Burn out“ nach Jahren des besonderen Engagements.

 

AG 2 Zukunftsgerechte Umnutzung dörflicher Bausubstanz

(Moderation Christian Schäfer)

In vielen Brandenburger Dörfern mehren sich die Leerstände als Folge der demografischen Entwicklung und verstärkten Strukturwandels nach der Wende. Infrastruktureinrichtungen werden nicht mehr ausgelastet, viele der Mehrfamilienhäuser aus den 60ger Jahren stehen leer und verfallen, Arztpraxen werden nicht wiederbesetzt, viele ehemalige Dorfläden werden nicht mehr genutzt, Gaststätten tragen sich nicht mehr. Die zunehmende Überalterung verändert auch die Nachfragestrukturen

In dieser Situation bieten leerstehende Gebäude und die Notwendigkeit veränderter Angebote aber auch eine Chance zu zukunftsgerechter Umgestaltung. Beispielhaft hierfür steht der Versuch von Bürgern in Reichenberg, Gemeinde Märkische Höhe, die seit mehr als 10 Jahren leerstehende aber noch gut erhaltene Zentralschule Thomas Müntzer           (erbaut 1963) umzubauen in ein generationenübergreifendes Zentrum für Gesundheit, Begegnung und soziale Arbeit zum Beispiel mit Arztpraxen, Hauskranken- und Tagespflege, mit Tagesbegegnung für Jung und Alt, Musik, Sport, Einkaufen und Feiern. Dieses Konzept wurde entwickelt auf der Grundlage umfangreicher Befragungen der Bürger und einer mit Fördermitteln unterstützten professionellen Machbarkeitsstudie. Auch im politischen Bereich erfährt das Konzept breite Zustimmung.

Trotzdem droht die Realisierung zu scheitern oder sich jedenfalls bedrohlich zu verzögern, weil die zuständige Amtsleitung einen akzeptablen Erbpachtvertrag  u.a. mit dem Argument verweigert, erst müsse noch mal versucht werden, die Immobilie zu verkaufen, obwohl diese schon jahrelang vergeblich im Internet angeboten wurde. Hier wird in bedrückender Weise deutlich, wie ein mit erheblichem Zeitaufwand von Bürgern für Bürger entwickeltes, zukunftsorientiertes Umbaukonzept durch die Amtsleitung blockiert wird. Dies, ohne dass hierzu eine öffentliche Diskussion stattfindet mit den Bürgern, Politikern und Fachleuten.

Hier wird die Handhabung des Erbbaurechts in offensichtlich Gemeinwohl negierender Form, aber auch mit der Folge erheblich erschwerter Fördermittelakquisition, benutzt, um vermutlich andere, ebenfalls nicht öffentlich diskutierte Interessen zu verfolgen. So droht weiterhin noch jahrelanger, weiterer, sinnloser Leerstand und vor allem bei den bisher über Jahre engagierten Bürgern ein Gefühl von Ohnmacht gegenüber einer eigentlich dem Gemeinwohl verpflichteten Verwaltungsspitze.

Die AG lebendige Dörfer im Verein Brandenburg 21 wird auch weiterhin dieses Projekt begleiten und im Zweifelsfall hierzu versuchen, eine öffentliche Diskussion zu unterstützen. Z.B. könnte man überlegen, einen „Runden Tisch zur Zukunft einer demografiegerechten Gesundheits- und Altenversorgung in der Gemeinde Märkische Höhe„ zu initiieren.

 

Das zweite in der AG diskutierte Thema ging um die anspruchsvolle Gestaltung von leerstehender, umzunutzender und umzubauender Bausubstanz (wie z.B. den vielen Mehrfamilienhäusern aus den 60er Jahren). Es wird auch nochmals darauf verwiesen, wie wichtig eine gute Gestaltung ist in Bezug auf das „Sichheimischfühlen“ im Dorf zusätzlich zu dem Wert von denkmalgeschützter Bausubstanz (Baukultur = Lebenskultur = Beteiligungskultur).

Hier gibt es aber nicht selten auch Defizite bei der zuständigen Bauverwaltung. Um diese Lücke zu schließen entwickeln der BDA Brandenburg (Bund deutscher Architekten) zusammen mit der Brandenburgischen Architektenkammer derzeit ein Modell zur Bereitstellung von bau- und planungsfachlicher Expertise durch Gestaltungsbeiräte, welche unabhängig von wirtschaftlichen oder anderen Eigeninteressen den Kommunen beratend zur Seite stehen.

In der Diskussion wurde deutlich, dass es sich nicht nur um rein gestalterische Aufgaben sondern auch um Fragen angemessener Nutzungen handelt, die für das Dorf verträglich sind. Zu diesem Thema  zusammen mit interessierten Bürgern, BDA und Architektenkammer eine öffentliche Diskussion zu führen, wäre sicher hilfreich und könnte dazu beitragen, dass Dorfbewohner, aber auch ihre gewählten ehrenamtlichen Vertreter (die Ortsvorsteher und Gemeinderatsmitglieder) sich stärker interessieren und engagieren für die Entwicklung ihres Dorfes.

 

AG 3 Dorf - Gemeinde - Region: wer bestimmt die Entwicklung?

(Moderation Christian Wend)

Ziel dieser AG war es, die Möglichkeiten einer stärkeren Einflußnahme der Bürgerschaft und der untersten Siedlungsebene (Dorf als Ortsteil) auf die kommunale und regionale Ebene auszuloten. Ferner sollten praktische Beispiele von erfolgreicher Ortsteilpolitik dargestellt werden und die Möglichkeiten der künftigen LEADER – Förderung für eine demokratische Dorfentwicklungsdiskussion dargestellt werden.

 

Den kommunalrechtlichen Input für die angeregte Diskussion lieferte ein Beitrag von Dr. Tessmann (Hochschule für Wirtschaft            und Recht in Berlin) zum Ortsteilrecht und den Brandenburger Kommunalreformen. Die Gemeindegebietsreform in 2003 sollte die Effizienz der Verwaltung durch die Bildung größerer Gemeindeeinheiten stärken. Als Kompensation für das „Wegfusionieren„ der Dörfer als Verwaltungseinheiten und Rechtsträger der kommunalen Selbstverwaltung wurden den Ortsteilen neue Rechte gegeben:

  • Anhörungsrecht des Ortsbeirats im Gemeinderat
  • Vorschlagsrecht  an den Gemeinderat bei Belangen des Ortsteile, (aber ohne Vetorecht oder Druckmittel)
  • Entscheidungsrechte in Ortsteilangelegenheiten - sofern dies in der Hauptsatzung vorgesehen ist
  • Ortsteilbudget für die Förderung von Kultur und Brauchtum in den Dörfern (als Möglichkeit, also  nicht verbindlich)

Dr. Tessmann gab auch Einblicke in die aktuelle Diskussion zur erneut bevorstehenden Verwaltungsreform in Brandenburg. Es sollen noch größere Verwaltungseinheiten in Form von Amtsgemeinden (10.000 Einwohner) gebildet werden. Die politischen Gemeinden sollen jedoch in ihrer jetzigen Größe erhalten bleiben. Andererseits sollen die Amtsausschüsse künftig direkt gewählt werden, was ihnen eine stärkere Legitimation verleiht und sie letztlich doch in Konkurrenz oder Übermacht zur Gemeinde setzen dürfte.

 

Eine fachpolitische Diskussion zu Stellung und Rechten der Ortsteile werde nicht geführt; auch werde nicht analysiert, was die Reform von 2003 gebracht hat. Ausgangspunkt der Reformansätze seien fiskalische und organisatorische Überlegungen             (technokratische Reformlogik).

 

Der Ortsvorsteher von Groß Schauen, Holger Ackermann, berichtete von den mühsamen, aber insgesamt positiven Erfahrungen in seinem Ortsteil und der Gemeinde Storkow: hier ist es gelungen, den Ortsteilen von Storkow durch Bildung einer Ortsteilliste einen erheblichen Einfluß im Gemeinderat von Storkow zu verschaffen; dies war aber mit viel ehrenamtlicher Arbeit verbunden, um z.B. Ausschußvorsitze im Gemeinderat übernehmen zu können. Ferner haben die Ortsteile von Storkow ein OT-Budget zur Förderung der Vereins– und Kulturarbeit durchsetzen können, was sich äußerst positiv auf das Interesse und Engagement der Bürgerschaft ausgewirkt hat, auch wenn es nur um kleine Beträge geht. Das dörfliche Vereinsleben und seine Förderung spielt lt. Ackermann eine ganz wichtige Rolle für das Wohlbefinden der Bewohner.

 

Einen weiteren Input gab Chris Rappaport, Brandenburg 21, zum Thema „Künftige LEADER –Förderung – speziell für die Dorfentwicklung„. Nach seinen Informationen – die Förderrichtlinie ist noch nicht fertiggestellt – wird es künftig möglich sein, Dorfbefragungen und Bürgeraktivierung mit dem Ziel einer Leitbildentwicklung für die Dorfentwicklung gefördert zu bekommen. Wichtig ist, daß diese Bildungs- und Willensbildungsaktionen ins Rahmenkonzept der jeweiligen LAG passen. Der Eigenanteil der Träger beläuft sich voraussichtlich auf 25 %, Unternehmen erhalten eine 45 %-ige Förderung. Über die Förderwürdigkeit der Vorhaben wird von den LAGs und dem Landesamt im Frühjahr 2015 entschieden.

 

In der Diskussion wurden folgende Ergebnisse erreicht:

  • die Ortsbeiräte sollen ein aufschiebendes Vetorecht gegen Beschlüsse der Gemeindeverwaltung /Gemeinderat erhalten, die die Dörfer benachteiligen bzw. nicht dem Willen der Ortsteile entsprechen
  • Abgleich der Kommunalreform mit den aus der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes resultierenden Kernzielen               (Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks, breite Bürgerpartizipation und Bürgerbildung als befähigen des Handlungswissen)
  • Die vorhandenen Freiräume sollten genutzt werden, die Wünsche der Bewohner erfragt (Dorfbefragungen) und zu Dorfleitbildern weiterentwickelt werden.

 

Die AG Lebendige Dörfer von Brandenburg 21 e.V. sieht eine Aufgabe darin, die Anregungen aus der Diskussion aufzubereiten und in die Kommunalreformdiskussion auf Landesebene einzubringen.

 

AG 4 Dörfer – Gärten der Metropolen (Moderation Marion Piek) Flipchart-Protokoll

  • Brandenburger Lebensmittel/Bioprodukte sind zu wenig in Berlin erhältlich – Potential für die Land- und Ernährungswirtschaft nutzen
  • Keinen weiteren m2 Land(wirtschaftsfläche) für die Agrarindustrie und Bodenspekulanten!
  • Wie ist nachhaltigere Flächennutzung durch Bürgergenossenschaften möglich? Genossenschaften ls Organisationsmodell in Ostdeutschland neu bewerten und für das Modell werben. Dafür sind gute Beispiele aus Ostdeutschland zu beschreiben und Beratungsangebote erforderlich. àAufgabe für Brandenburg 21
  • Bausubstanz sichern, Gärten bewirtschaften und nicht verkommen lassen: ungenutzte Grundstücks- und potenzielle Nutzer-Börse erforderlich ähnlich www.stadtacker.net von Berlin 21
  • „Die Dörfer sind inzwischen in der Stadt.“ (G. Münich): zahlreiche Gemeinschafts- und interkulturelle Gärten u.ä. Projekte (Allmende)
  • Streuobstwiesen verknüpfen regionale Wertschöpfung mit Kulturlandschaftspflege/Biodiversität: großes Interesse bei Berlinern sich zu engagieren (Äpfel und Konsorten), wichtig ist Erhalt und Weitergabe des (noch) vorhandenen Wissens- und Erfahrungsschatzes
  • Unterstützung bei der weit verbreiteten Verknüpfung von Ehrenamt mir Erwerbsarbeit, Grauzone oft hinderlich bei Projektumsetzung, hier fehlen mehr Klarheit und Beratung (Steuern), Finanzämter beraten nicht, Risiko liegt beim Akteur
  • Regionalmarke VON HIER regionalisieren und mehr „kleine“ regionsspezifische Regionalmarken

Prämierungskultur für Lebens- und Genussmittel in Brandenburg als Mittel der Qualitätssteigerung

 

Der Tag der Dörfer wird im Rahmen des Themenjahres Dorf unterstützt vom
Programm Bildung für nachhaltige Entwicklung BNE des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

 

 

Foto zur Meldung: Tag der Dörfer
Foto: Tag der Dörfer

qou vadis Deutsche Dörferbewegung

(03.12.2014)

Dörfer existieren im bundesdeutschen föderalistischen System nicht, die unterste Ebene sind Großgemeinden. Insofern gibt es dazu keine staatlichen Statistiken.

 

aufgrund dieser Zentralisierungstendenzen auch in anderen europäischen Ländern haben sich bürgerschaftliche Strukturen entwickelt, vorrangig in Skandinavien ab den 60er Jahren und besonders im Baltikum, den Niederlanden, Schottland und auf dem Balkan.

Hela Sverige ska leva veranstaltet alle zwei Jahre den Dörferreichstag Landbygds Ricksdagen mit ca. 1.000 Dörfern und die Minister nehmen die Wünsche und Forderungen der Dörfer entgegen. inzwischen gibt es in allen Ländern Europas Dörferbewegungen, zusammengefasst in ERCA, der Allianz der europäischen Dorfbewegungen. Koordinatorin ist ylva.lundkvist@helasverige.se.

 

In Europa gibt es in Deutschland bisher die schwächste Struktur einer Dörfervertretung. Brandenburg 21 ist Mitglied in ERCA und vertritt dort Deutschland. es gibt den jährlichen Tag der Dörfer, der 6. findet am 11.10.2014 ab 10 Uhr in Burg Storkow statt.

 

auf Bundesebene hat die Deutsche Vernetzungsstelle dvs, eine Tochter des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Initiativen zum Zusammenschluss von Dörfern unterstützt www.netzwer-laedlicher-raum.de/dorf.  

einige Dörfer vorrangig aus Sachsen haben sich zusammengeschlossen unter www.erlebnisdoerfer.de.

ein Bundesverband Lebendige Dörfer mit zehn Mitgliedern hat sich im Herbst 2013 in Göttingen gegründet. der Verein hat noch keine Aktivitäten hervorgebracht. Kontakt: info@proLR.de.

 

 

GenussFestival in Potsdam gut besucht

(05.09.2014)

das GenussFestival im August auf dem Luisenplatz in Potsdam wird von allen 21 beteiligten Regionalproduzenten als Erfolg gewertet. An Ständen wurden regionale Produkte und Spezialitäten angeboten, die sich vom Massensegment der Nahrungsmittel deutlich abheben. Die beiden regionalen Nachhaltigkeits-Akteure Förderverein Mittlere Havel und GenussRegion Havelseen haben mit diesem 1. GenussFestival die traditionelle Obstregion Werder-Havelland hervorragend in der Landeshauptstadt präsentiert.

 

beim GenussStammtisch des Fördervereins haben die am GenussFestival beteiligten Regionalvermarkter nun eine weitere Präsentation in der Landeshauptstadt mit noch deutlicherer Betonung von Qualität angeregt. Geplant ist eine Präsentation von Regionalprodukten in der Adventszeit in Potsdam. Zusammen mit einem Marktverleiher sollen Verkaufshäuschen überdurchschnittlicher Qualität für geplant 10 regionale Produzenten zum Einsatz kommen. Vertieft werden soll der Kontakt zur Wirtschaftsförderung der Stadt Potsdam und des Landkreises Potsdam-Mittelmark sowie zu Institutionen und Verbänden wie des Tourismusverbandes Havelland, pro agro und weiteren regionalen Vereinen. Das Stattfinden einer weiteren Genuss-Präsentation in Potsdam ist abhängig von finanzieller Unterstützung durch die LEADER-Förderstellen.

Foto zur Meldung: GenussFestival in Potsdam gut besucht
Foto: GenussFestival in Potsdam gut besucht

Heimat in Brandenburg

(12.08.2014)

Die Heimatvereine Brandenburgs: Eine Analyse

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)

Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz

Master-Studiengang „Regionalentwicklung und Naturschutz“

Modul „Landschaftskultur“

Dozent: Prof. Dr. Jürgen Peters

Bearbeitender: Moritz Nahrendorf

 

Der vorliegende Text beschäftigt sich im Allgemeinen mit der Thematik der Heimatvereine in Brandenburg. Ein Ziel ist es, die Vereinslandschaft in Brandenburg ausführlich darzustellen. Dabei wird darauf geschaut, wie divers diese sich darstellt und welche Aufgaben die einzelnen Organisationen verfolgen. Im Besonderen ist als Hauptziel der Arbeit eine Liste erstellt worden, welche die Vereinsvielfalt Brandenburgs widerspiegeln soll. Sie soll einen Anstoß zur Gründung eines Dachverbandes geben, da im Land Brandenburg noch kein übergeordneter Landesverband besteht. Die Liste befindet sich im Anhang der Arbeit.

Zuerst wird sich jedoch mit der Frage beschäftigt, was Heimat überhaupt bedeutet und ob dieser Begriff in heutiger Zeit Bestand hat. Des Weiteren wird geklärt, welche Aufgaben Heimatvereine erfüllen und welche anderen Formen des Vereinslebens in ländlichen Gebieten vorkommen. Daraus resultierend werden die Ergebnisse nach Landkreisen sortiert vorgestellt, diese werden diskutiert und anschließend wird auf ihrer Grundlage ein Ausblick in die Zukunft erfolgen.

2. Begriffserklärungen

2.1. Was ist Heimat?

Das Brockhaus-Lexikon von 1984 schreibt zum Begriff "Heimat", dass dies der Ort sei, wo man zu Hause ist, welcher als Wohn-, Geburtsort und Umgebung diene sowie als Herkunftsland definiert sei (dtv-Brockhaus 1984, Bd. 8, S.42). Der Duden geht noch einen Schritt weiter und tituliert, dass Heimat der Ort sei, an dem man sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt“ (http://www.duden.de/rechtschreibung/Heimat, 16.07.2014 12:43Uhr).

Schaut man jedoch in die Literatur, gehen diese Definitionen nicht weit genug. Trotzdem können sich die verschiedenen Autoren der Fachtexte, welche sich mit dem Heimatbegriff beschäftigen, auf

keine einheitliche Definition einigen. Der Begriff ist zu umfassend und subjektiv gefärbt, um eine allgemeingültige Beschreibung zu finden. Bei der Recherche haben sich allerdings ein paar

grundlegende Charakteristika herauskristallisiert, welche "Heimat" recht treffend beschreiben.

Die Zitate beziehen sich fast in Gänze und wenn nicht anders angegeben auf das Buch der Universiät Hannnover mit dem Titel:”Der Heimatbegriff in der nachhaltigen Entwicklung. Inhalte,

Chancen und Risiken. Symposium am 5. und 6. November 2004 in Hannover”

So formuliert Angelika Wolf in einem Workshop-Bericht zu dem Thema "Heimat und Naturschutz", dass Geborgenheit, Vertrautheit und Zugehörigkeit zu einem bestimmten Ort zum Heimatgefühl gehören würden (S. 158). Jedoch spielten auch Eigenheiten der Landschaft, Brauchtum und Wertegemeinschaft eine wichtige Rolle (S. 158). Sie macht weiterhin deutlich, dass der Begriff meist auf lokaler Ebene genutzt werde und Orte mit „hoher eigener Identität bezeichne“ (S. 156). Es müssen jedoch neben den landschaftlichen Elementen auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Stichpunkte beachtet werden.

Jörg-Andreas Krüger geht noch einen Schritt weiter. Er bezieht zusätzlich die emotionale, sinnliche Ebene mit ein; gibt ihr sogar eine „entscheidende Schlüsselrolle“ (S. 155). Heimat sei in der

Kindheit verankert und somit „hoch emotional besetzt“ (S. 171). Somit werden nicht nur Naturräume umschrieben, sondern der Begriff beinhaltet darüber hinaus auch den Menschen und

dessen Kultur sowie seine „sozialen und emotionalen Bindungen in den von ihm bewohnten Raum“ (S. 171).

Über viele Jahre hinweg haftete dem Heimatbegriff ein ideologischer Ruch aus der Nazizeit an. (S. 170). Daher wird gefordert, dass nun eine reflexive Auseinandersetzung mit der Ideologisierung

geschehe und der Begriff frei vom Mief des Nationalsozialismus erneut in die Gesellschaft eingegliedert und revitalisiert werde. (S. 170). Dies könne genutzt werden, um eine regionale Identität der Bevölkerung zu schaffen, dadurch einen positiven Bezug zu ihrer Heimat und ein soziales Miteinander sowie überregionale Netzwerke zu generieren (S. 202).

2.2. Was sind Heimatvereine?

Eine allgemeine Definition findet man im Internet:

Es seien Vereine, die Besonderheiten und Traditionen der Region zu pflegen, zu bewahren und zu fördern sich auf die Fahne geschrieben haben. (http://de.wikipedia.org/wiki/Heimatverein,

16.07.2014 13:31Uhr).

Auch im Symposium von Hannover 2004 (siehe Quellenangaben) wurde sich ebenfalls mit der Frage, was Heimatvereine bewirken und welche Aufgaben sie haben, auseinandergesetzt. Sie sollen die Eigenarten einer Region herausarbeiten. Dies habe für den Tourismus erhebliche Bedeutung (S. 166). Ebenso könne die Arbeit der Vereine dazu führen, dass der Heimatbegriff wieder in den Köpfen der Bevölkerung präsent werde. Dies könne zur Partizipation in eben jenen Vereinen führen und das Engagement für die gesamte Region steigern. Die Effizienz von Heimatvereinen hängt stark von Einzelengagement auf ehrenamtlicher Basis ab (S. 166). In „Das Dorf: Landleben in Deutschland-Gestern und Heute“ wird direkt getitelt: „Vereine prägen das kulturelle und soziale Leben“ (Henkel 2012, S.159).

Das Aufgabenspektrum dieser Organisationen ist enorm. Es erstreckt sich von Natur- und Landschaftsschutz, Heimatpflege, Kulturförderung und kulturellen Angeboten bis hin zu der Aufarbeitung und Weitergabe der Heimatgeschichte, dem Betreiben von Heimatstuben und -museen und der Aufrechterhaltung alter regionaler Traditionen und Gebräuche (Henkel 2012, S.159 ff.). Durch diese breite Palette an Aktivitäten tragen Heimatvereine zur direkten und indirekten Förderung der Region und der dort lebenden Menschen sowie zu Landschaftspflege und Naturschutz bei. Dies sind die ausdrücklichen Ziele, welche von den Organisationen verfolgt werden.

Dorfvereine und -clubs stellen sich ähnliche Ziele, ihre Arbeit bezieht sich auf die Entwicklung der dörflichen Heimat. Der Heimatbegriff ist hier also enger gefasst. Der kleine Ort und das dörfliche Leben stehen im Mittelpunkt. Die Vereinsarbeit wird meist ehrenamtlich getätigt. Finanzen fließen nur über Mitgliederbeiträge oder geringe Entgelte für ausgerichtete Veranstaltungen in die Kassen.

Das größte Problem in diesen Strukturen ist die Nachwuchsgewinnung. Wie die Recherche ergab, ist das Durchschnittsalter der Mitglieder sehr hoch. Hier ist eine Verbesserung der Kommunikation nach außen notwendig.

In den einzelnen Bundesländern sollen Dachverbände all diese Aufgaben zusammenführen und verwaltend überwachen. Dazu später mehr.

3. Methodik

Die im Anhang befindliche Liste wurde komplett in Internetrecherche erstellt. Als hauptsächliche Informationsquelle diente die Domain http://www.brandenburg-abc.de. Hierbei ist auf die Kategorie "Dorf- und Heimatvereine" zu verweisen, die als Grundlage der Liste dient. Es werden hier unter anderem Heimatvereine, Dorfclubs, Geschichtsvereine und Ähnliches aufgelistet. Diese alphabetisch geordnete Zusammenstellung ist vom Autor komplett überarbeitet worden. Die meisten der genannten Adressen beziehen sich auf diese Internetseite.

Des Weiteren wurde vom Autor jeder Verein noch einmal bei www.google.de nachgeschlagen, um eventuell weitere, über die bereits vorhandenen hinausgehende Informationen zu den Organisationen zu finden. Bei manchen findet man dann eine Internetpräsenz, welche nicht auf der Seite www.brandenburg-abc.de vorkam. Dies wäre als Beispiel die Suche nach der Seite des Vereins Am Tor Zur Lausitz e.V.. Die Suche wird exemplarisch weitergeführt; in dem beschriebenen Beispiel führt dies zu http://www.am-tor-zur-lausitz.de/.

Sind entsprechende Auftritte der Vereine vorhanden, werden diese systematisch durchgearbeitet.

Bei den meisten Seiten findet man die Satzung des Vereins. Diese dient der Tätigkeitsbeschreibung der Organisation. Informationen zum Vorstand, zu bestimmten Mitgliedern und zu anstehenden Aktivitäten, die oft in einer Veranstaltungschronik dargestellt sind, dienen der weiteren Beschreibung des Vereins. Das Impressum bietet Aussagen zur realen Adresse des Vereins, zu

Ansprechpersonen mit jeweiliger Anschrift, zu Telefonnummern und E-Mail- Adressen.

Voraussetzung für die Aufnahme in die Liste war das Vorhandensein dieser Informationen.

Bei manchen Organisationen konnte man dazu keine Aussagen treffen, da keine Hintergründe auffindbar waren. Gelöst wurde dies durch weitere Recherche auf den Seiten der jeweiligen Gemeindeämter. Beispielhaft hierfür ist:

https://www.oranienburg.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=30985.

Diese Seiten bieten oftmals Informationen, die über das Brandenburg-ABC hinausgehen. Wenn keine Mailadressen auf den jeweiligen Vereinsseiten vorkamen, hat sich der Autor entschieden, die Mailadresse des jeweilig verantwortlichen Amtes in die Liste aufzunehmen. Dieses ist in seiner Funktion als Gebietskörperschaft für die Umsetzung der Interessen der Gemeinde verantwortlich und hat Rechtspersönlichkeit. Darüber hinaus sollen die Gemeinden als Ansprechpartner dienen und sind somit in Auskunftspflicht. Daher sind sie als Ansprechpartner geeignet.

Mit diesen Methoden ist die Liste in ihrer jetzigen Form erstellt worden. Alle Vereine, die nicht im Brandenburg-ABC vorkommen, wurden durch weitere Recherche herausgefunden. Die Gliederung der Adressliste erfolgt nach Landkreisen, welche in separaten Listen aufgeführt und weiterhin in einer Gesamttabelle dargestellt werden (vgl. Anhang). Die weitere Suche erfolgt somit ebenso nach

Landkreisen geordnet. Hauptsuchkriterium ist hierbei „Heimatvereine“ mit Anschluss des Landkreises. Als Beispiel ist hierbei das Havelland zu nennen. Suchwörter dafür sind

„Heimatvereine Havelland“. Als brauchbares Ergebnis kommt hierbei Folgendes heraus:

http://www.havelland.city-map.de/01100004/rathenow/vereine/heimatvereine

Diese Domains in den jeweiligen Landkreisen bieten Vereinsauflistungen, die ebenfalls über das Brandenburg-ABC hinausgehen. Die Informationen beziehen sich somit ebenso auf diese und weiterführende Seiten. Bei manchen Landkreisen war jedoch nichts Zusätzliches als das bereits Herausgefundene vorhanden.

Durch dieses Vorgehen wird ein großer Teil der Vereinslandschaft in Brandenburg widergespiegelt.

Jedoch kann die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sollten sich Personen oder Organisationen benachteiligt fühlen, entschuldigt sich der Autor ausdrücklich hierfür. Ein Nachtrag

in der Liste ist zu jeder Zeit möglich.

4. Ergebnisse

Allgemein kann gesagt werden, dass sich alle Heimatvereine mit ähnlichen Themenfeldern beschäftigen. Dies sind:

Heimatpflege, welche laut dem "Bayrischen Landesverein für Heimatpflege" die „Menschen unterstützt, die traditionelle Kulturerscheinungen mögen, erforschen und pflegen. Sie ist

„kultureller Umweltschutz und erzeugt Zusammenhalt“ (http://www.heimatbayern.

de/index.php/zeige/index/id/5; 26.07.2014, 13:13 Uhr).

Weitere Aufgabenbereiche sind die Erforschung der Heimatgeschichte und die Erstellung von Chroniken, Denkmalschutz, Kulturförderung und Ausrichtung von Veranstaltungen. Manch ein Verein betreibt darüber hinaus eine Heimatstube oder ein Heimatmuseum.

Dorfclubs und -vereine haben ähnliche Ziele. Der Unterschied zu den Heimatvereinen ist, dass die Dorfvereine speziell ihren eigenen Ort entwickeln wollen, um das Leben in ihm lebenswerter zu

gestalten. Somit bezieht sich ihr Heimatbegriff hauptsächlich auf das Dorf und nicht die Region an sich.

5. Diskussion

Schaut man auf das gesamte Land Brandenburg, kann konstatiert werden, dass eine recht vielfältige Vereinslandschaft vorliegt - 309 Vereine, die sich im Allgemeinen mit der Heimatpflege und der

Pflege von dörflichen Strukturen und Traditionen beschäftigen. Potsdam-Mittelmark ist hierbei als Landkreis mit den meisten Vereinen zu nennen. Der Grund dafür könnte die Nähe zu den

Hauptzentren Potsdam und Berlin sein und damit die Bestrebung entstehen, gerade deshalb regionale Besonderheiten in kleinerem Maßstab herauszustellen. Die Fülle an Vereinen liegt hier

vielleicht aber auch daran, dass dies der einwohnerstärkste Landkreis ist. Allerdings hängen die Vereinszahlen nicht generell von der Einwohnerstärke ab, wie sich herausstellte. Manch

schwächere Kreise, wie der Landkreis Prignitz, schlagen mit relativ vielen, stärkere, wie Oberhavel, jedoch mit sehr wenigen Organisationen zu Buche. Man kann also nicht davon ausgehen, dass Einwohnerstärke und Vereinsvielfalt korrelieren.

In allen Landkreisen sind Defizite aufzuzeigen. Hierbei sind die fehlenden Internetauftritte ebenso zu erwähnen wie teilweise Überschneidungen von Aufgabenbereichen in den Teilgemeinden.

Für die weitere Arbeit der Heimatvereine ist es existenziell, dass eine große Vielfalt an Zielen und Kompetenzen innerhalb der Organisationen besteht. Dies könnte dazu führen, dass weitere

Mitglieder geworben werden können. Durch eine breite Angebotspalette inklusive der Ausrichtung von sportlichen, kulturellen oder heimatgeschichtlichen Veranstaltungen steigt die Attraktivität von Heimatvereinen. Bei vielen Auftritten von Vereinen im Internet wurde der fehlende Hinweis auf Mitglieder festgestellt. Auch insgesamt konnten kaum Aussagen über Mitgliederzahlen getroffen

werden. Die auftretenden Probleme könnten im Land Brandenburg stark mit der Problematik der Demographie verzahnt sein. Durch die immer älter werdende Bevölkerung und die Abwanderung

junger Menschen aus strukturschwachen Gebieten im Land allgemein und in den Gemeinden im Besonderen ist es nicht verwunderlich, dass in den etwas „altbacken“ wirkenden Heimatvereinen der Nachwuchs fehlt. Die demographischen Probleme könnten ebenso der Grund dafür sein, dass in

manchen Landkreisen – hier ist exemplarisch Spree-Neiße zu nennen – ein derartiges Defizit an Heimatvereinen herrscht. Kritisch gesehen werden muss, dass viele Internetdomains nicht aktuell

sind oder zur Aktualität keine Aussagen getroffen werden konnten. Das macht es schwierig, etwas über den Bestand der Vereine auszusagen. Manche, die auf der Seite www.brandenburg-abc.de und auf Seiten von Gemeindeämtern aufgelistet sind, könnten aufgrund der Überalterung der Mitglieder oder infolge fehlender Ressourcen schon nicht mehr existieren. Dies wurde aus Erfahrung bestätigt.

Handlungsvorschläge zur Lösung der Probleme werden im folgenden Kapitel dargestellt.

6. Ausblicke zur Gründung eines Landesverbandes

Der wichtigste zu etablierende Faktor, der zu einer Verbreiterung des Angebots führen und Probleme beseitigen könnte, ist die Einrichtung einer übergeordneten Instanz - eines Dachverbandes.

Dieser sollte verschiedenartige Aufgaben übernehmen.

Zu nennen wären hierbei das Kümmern um die Probleme der einzelnen Vereine sowie deren Vertretung in rechtlichen Fragen. Dazu sind Experten einzubeziehen, welche problemorientierte

Lösungsansätze finden sollten.

Es müssten weiterhin die Interessen der Mitgliedsvereine auf höherer, staatlicher Ebene vertreten und durchgesetzt werden. Dies kann nur durch eine „kritische Masse“ erreicht werden. Das

bedeutet, dass der Dachverband Ressourcen sammeln sollte, um eine Lobby zu bilden und Stimmgewicht in staatlichen Angelegenheiten zu erlangen.

Der Dachverband müsste Informationen sammeln, ordnen und weitergeben. Die oberste Devise hierbei ist Vernetzung. Die erstellte Liste soll Grundlage dafür sein. Durch die Vernetzung könnte

und sollte ein Austausch zwischen Gemeinden, Landkreisen und auch mit anderen Dachverbänden aus anderen Bundesländern stattfinden. Der Austausch kann sich auf die verschiedenartigen

Themenfelder wie Erfahrungsaustausch, Veranstaltungen, geschichtliche Fakten verschiedener Regionen und Ähnliches erstrecken. Dies könnte zu neuen Ideen, überregionalen

Kulturveranstaltungen, neuen Erkenntnissen in der heimatlichen Geschichte und Traditionsaustausch führen. Im Besonderen ist hierbei auf die Entwicklung des Tourismus in den Gebieten zu schauen. Die Sammlung und Bereitstellung von Informationen zu touristischen Angeboten sollte eine der Hauptaufgaben des Dachverbandes sein. Dies könnte der überregionalen Bekanntheit der Gemeinden zuträglich sein. Die jeweiligen Heimatvereine sind dann jedoch in der Pflicht, weitere Informationen bereitzustellen und die besonderen Strukturen, die zur touristischen Attraktivität beitragen, zu erhalten und die Vereinsarbeit fortzuführen.

Ein Medium zur Kommunikation könnte, wie in anderen Bundesländern, eine überregionale Fachzeitschrift sein. Herausgegeben werden sollte sie vom zu gründenden Landesverband.

Inhaltlich gefüllt werden könnte die Zeitschrift mit Beiträgen und Aufsätzen zu verschieden Themen, erstellt von den Mitgliedern diverser Vereine.

Die Aufgaben und Ziele von Landesverbänden in anderen Bundesländern können exemplarisch mit dem Internetauftritt des Landes Sachsen-Anhalt (http://www.lhbsa.de/ueber-uns/der-verein.html) oder dem Auftritt des Bayrischen Heimatverbandes (http://www.heimatbayern.de/index.php/zeige/startseite) dargestellt werden. Die oben genannten Aufgaben und Ziele werden von diesen umgesetzt und vertreten. Brandenburg hat in der Beziehung noch

Nachholbedarf. Jedoch ergeben sich durch die große Vereinsvielfalt, viele touristisch nutzbare Angebote (z.B. Heimatmuseen), welche von Heimatvereinen getragen werden, Potenziale für die Zukunft. Diese vorhandenen Ressourcen und die unermüdliche Arbeit von ehrenamtlichen Mitgliedern bieten enorme Chancen, nicht nur für die Gemeinden, sondern für das ganze Land Brandenburg. Für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes und der Landkreise im Allgemeinen sollte daher ein Dachverband initiiert werden.

7. Quellenverzeichnis

Kirsch-Stracke, Roswitha & Julia Wiehe (Red.); Institut für Landschaftspflege und Naturschutz, Universität Hannover (Hrsg.): “Der Heimatbegriff in der nachhaltigen Entwicklung. Inhalte,

Chancen und Risiken. Symposium am 5. und 6. November 2004 in Hannover”; Hannover 2005

Henkel, Gerhard: “Das Dorf: Landleben in Deutschland – Gestern und Heute”; Konrad Theiss Verlag GmbH; Stuttgart 2012

Exemplarische Internetquellen:

http://www.brandenburg-abc.de/verzeichnis/index.php?kategorie=86

Hauptsuchseite

http://www.havelland.city-map.de/01100004/rathenow/vereine/heimatvereine

Hier findet man Vereine, die nicht im Brandenburg-ABC auftauchen.

https://www.oranienburg.de/verzeichnis/index.php?kategorie=86

Beispielhafte Seite von Gemeindeämtern

https://www.facebook.com/schoenfliess.nl/info

Beispielhaft für Seiten mit ausschließlichem Facebookauftritt

Foto zur Meldung: Heimat in Brandenburg
Foto: Heimat in Brandenburg

Brandenburger Preis für Nachhaltigkeit

(11.08.2014)

mit einem Foto ein Rückblick auf den Brandenburger Preis für Nachhaltigkeit:

über 100 Bewerbungen aus Brandenburg zeugen von hohem Engagement für Nachhaltigkeit im Ländlichen Raum.

in einer Feierstunde im Landtag wurden die ersten Preisträger gewürdigt:

 

1. Bürgergenossenschaft "Wiesenburger Bahnhof"
2.
"Lobetaler Bio und der Naturpark Barnim werben für Nachhaltigkeit"
3.
Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg

das Jury-Mitglied Chris Rappaport von Brandenburg 21 hielt die Laudatio auf den 2. Preisträger. 

Foto: Christoph Sobota, Brandenburg 21

Foto zur Meldung: Brandenburger Preis für Nachhaltigkeit
Foto: Chris Rappaport von Brandenburg 21 zwischen Ministerin Tack und den 2. Preisträgern

Besuch im Dorf

(19.06.2014)

Garrey im Fläming war das Ziel der AG Lebendige Dörfer. kurz vor Lutherstadt Wittenberg gelegen, gehört der 85-Einwohner-Ort gerade noch zu Potsdam-Mittelmark und Brandenburg. Nach der Begrüßung durch den Amtsdirektor von Niemegk stellte Dorf-AG-Mitglied Dr. Wolfgang Lubitzsch ausführlich die Dorfaktivität beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vor. Dabei kommt es auf Bürgerengagement an, nicht auf Blümchen und alleinige Dorf-Schönheit. Anschließend bot Günter Thiele die Unterstützung des Spreewalddorfes Pretschen für Dörfer an, die den Wettbewerb zur Entwicklung des Dorfes und Erstellung eines Leitbildes nutzen wollen.

 

Bei schönstem Wetter besichtigten anschließend die ca. dreissig Dörferakteure aus Potsdam-Mittelmark den in Bürgerarbeit restaurierten Wasser-Aussichtsturm im bergigen Fläming. Es wird zu überlegen sein, ob eine regionale Zusammenarbeit von Brandenburg 21 mit der Chronistenvereinigung Potsdam-Mittelmark den Heimatgedanken in Brandenburg voranbringt. Der Vortrag von Wolfgang Lubitzsch kann als power-point angefordert werden unter info@lebendige.doerfer.de.    

Durch aktive Bürgerbeteiligung den Erholungsort Raddusch attraktiver gestalten

(02.06.2014)

Raddusch hat etwa 700 Einwohner und ist seit 2004 Ortsteil der Stadt Vetschau/Spreewald. Im Biosphärenreservat Spreewald gelegen geht es immer wieder darum, behutsam ökologische u. ökonomische Interessen in Einklang zu bringen u. vor allem auch durch verstärkten Bürgersinn Projekte mit kleinem Budget in Gang zu setzen u. umzusetzen.

Als Erholungsort mit etwa 300 Übernachtungsbetten in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen will Raddusch attraktiver werden. Dazu zählt auch, dass Gäste aber natürlich auch Einheimische auf interessanten Wegen durch den Ort schlendern können.

Ein Grünordnungskonzept gibt es bislang nicht.

Klar war auch: ohne ein Mitmachen der Nicht-Kommunalen Grundstückseigentümer im Umfeld des Kahnfährhafens wird ein einheitliches Gesamtbild u.Gesamtkonzept nicht entstehen können.

Maßnahmen:

In mehreren Vor-Ort-Terminen mit den Landschaftsplanern Bronk und Fuhrmann wurden die örtlichen Gegebenheiten aufgenommen und analysiert. In Kleingruppen wurde dann festgestellt, dass aufgrund der eingetretenen Gegebenheiten es sinnvoll sei, besonders den Dorfplatz und alle Zugänge zum Hafengelände in die Überlegungen einzubeziehen und hier gestalterisch tätig zu werden.

Ortstypische Materialen verwenden: Holz und Stein

Von der Wasserseite den Ort erkunden

Sichtachsen schaffen

Sitzmöglichkeiten vermehrt aufstellen

Ortstypische und vor allem Standortgerechte Pflanzen:

•             Naturverträglich

•             Pflegeaufwand-

•             Biotope erhalten, stärken und ausbauen

Nach der Analyse insbesondere im Intensivworkshop der alle Interessierte einbezog:

•             Natur Hafen Park Raddusch als verbindende Wortschöpfung und gleichzeitig Konzeptbasis

•             Konsens: Schaffung eines Spielplatzes im Hafenbereich auf kommunaler und privater Hotelfläche

•             Haupteingang von der Dorfstraße:

o            geschwungenes Sitzmöbel als Blickfang: Bau in Eigeninitiative einiger Bürger vereinbart

o            Rodung der Koniferen durch Stadt ist erfolgt

o            Pflanzkonzept für Kirschbäume und Staudenrabatte liegt vor

o            Statt Rabatte werden nun gesponserte Kartoffelkisten hergerichtet und bepflanzt

•             Einigkeit mit Nachbarn über Gestaltung einer weiteren Zuwegung erzielt

•             Klarheit herrscht nun, wie die 3. Zuwegung gestaltet werden kann.

•             Anliegen: Nachtigallenbiotop erhalten ist in den Focus der Überlegungen gerückt

•             Dorfplatz wird neu gestaltet:

o            Pflanzen passend zum Dorfbild

o            Pflanzelemente entsprechend anpassen

o            Sitzgelegenheiten schaffen

In  einer Dorfversammlung wurden alle Vorschläge und Ergebnisse vorgestellt u. zur Diskussion gestellt.

Fazit: Mit externer Hilfe konnte ein Gesamtkonzept im Konsens entwickelt werden. Basis ist gelegt, durch Eigeninitiative der Bürger erste Maßnahmen umzusetzen. Aufgrund des zeitigen Frühjahres musste die geplante Pflanzaktion auf den Herbst d.J. verschoben werden. Es geht weiter voran mit dem Wohn- u. Erholungsort Raddusch.

Dorf und Kirche

(28.05.2014)

Die Kirche ist immer ein wichtiges Gebäude in der Silhouette des Dorfes.

Auch wenn Kirchen immer weniger genutzt werden, wäre ihr Verfall ein Verlust für das Dorf. Beim Erhalt von Dörfern ist Brandenburg 21 seit Jahren mit dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg verbunden.

Der Förderkreis beteiligt sich aktiv an unserer AG Lebendige Dörfer. in der neuesten Ausgabe des Mitteilungsblattes ALTE KIRCHEN des Förderkreises wird in verschiedenen Artikeln auf die Wichtigkeit des Bürgerengagements in Dörfern verwiesen. Info unter www.altekirchen.de

Heimat ist ein aktueller Begriff

(25.05.2014)

Brandenburg 21 war auf der Jahrestagung des Bund Heimat und Umwelt BHU in Tübingen vertreten. Heimat ist ein wieder aktueller Begriff. Für Brandenburg 21 sind Nachhaltigkeit und Dörfer die Schwerpunktthemen. In anderen Landesverbänden steht aktuell das Thema Migration und Integration vornan. Auch Neubürger begreifen nach wenigen Jahren ihren Wohnort als Heimat. Und selbst innerhalb Deutschlands ziehen die Leute dauernd um und haben so eine zeitweilige Heimat. Infos unter www.bhu.de

 

Themenjahr Dorf - lokale Nachhaltigkeitsakteure und deren Bezug zur Landesnachhaltigkeitsstrategie

(10.03.2014)

Brandenburg 21 plant 2014 Aktivitäten unter dem Titel Bildung für Nachhaltige Entwicklung BNE. Mit Unterstützung des Umweltministeriums wollen wir 7 Veranstaltungen und 5 Recherchen im ganzen Land durchführen:

  • Veranstaltungs-Thema 1: Testlauf als Workshop von Fragen zu Nachhaltigkeit in Kommunen
  • Veranstaltungs-Thema 2: Vor Ort Aktion im Garten-Außenbereich mit Vorstellung   von Lernangeboten und Kooperationen mit Bildung zum Praxisbezogenen Lernen und Bürgerschaftlichen Engagement
  • Veranstaltungs-Thema 3: Brainstorming Nachhaltigkeit als Werkstatt: Welche Themen aus der Nachhaltigkeitsstrategie sind den Lokalen Akteuren wichtig?
  • Veranstaltungs-Thema 4: Dörfertreffen: Was lernen die Dörfer von den Nachhaltigkeitsakteuren im Bezug zur Nachhaltigkeitsstrategie?
  • Veranstaltungs-Thema 5: Kompetenzschulung als Workshop: Was wünschen sich die Nachhaltigkeitsakteure zur Qualifizierung zur Verbesserung der Beteiligung?
  • Veranstaltungs-Thema 6: Austausch mit Vertretern des Landesnachhaltigkeitsbeirates: Verbesserung der Beteiligung – Wo sind die Pioniere des Wandels, wie werden sie sichtbar?
  • Veranstaltungs-Thema 7: Nachhaltigkeitstag der Dörfer: welche Kompetenzen haben Bürger/ Was ist ihr Wert? Mit bürgerschaftlichem Engagement unter Einbeziehung des Faktors Stadt - Land Beziehungen 
  • Recherche 1: geplant sind zehn Interviews bei Besuchen bei Nachhaltigkeits-Akteuren quer durchs Bundesland Brandenburg
  • Recherche 2: Evaluierung Dörferbefragung, geplant in den Dörfern Wulkow, Deetz und den Dörfern der Gemeinden Wiesenburg und Storkow
  • Recherche 3: Kontaktanbahnung gute Beispiele BNE der UN-Dekade aus dem Land Brandenburg
  • Recherche 4: Aktion Befragung beim Dörfertreffen
  • Recherche 5: Austausch mit dem Landesnachhaltigkeitsbeirat zur Untersetzung der Aussage der Landesnachhaltigkeitsstrategie zum Thema „Pioniere des Wandels“ 

Plädoyer: Das Dorf braucht eine Stimme

(10.03.2014)

Es gibt es nicht: das Dorf. es gibt lebendige Dörfer, die versuchen ihre Bürger zu aktivieren, mitzunehmen, sie mitgestalten zu lassen. und es gibt sterbende Dörfer, die einfach vor sich her leben, die überaltern, ohne Jugend und mit immer schlechter werdender Infrastruktur. das Thema Demografie ist bei Bürgern und Politikern angekommen. aber es ist nicht so, dass demnächst der letzte Dorfbewohner in die Stadt abwandert. zwar sind Läden, Kneipe und Kirche zu, Kommunen und Staat haben Schulden und Jugendclubs und Gemeindehäuser sind nicht mehr finanzierbar. weit weg vom Bürger im Dorf sind inzwischen Großgemeinden die unterste kommunale Ebene. Dörfer existieren nicht mehr in unserer föderalen Struktur und wenn es gut geht, werden Ortsteile noch angehört.  

 

Die AG Lebendige Dörfer des Nachhaltigkeitsvereins Brandenburg 21 ist mit ihren Treffen inzwischen Lobby der Ortsvorsteher und Heimatvereine. beim Tag der Dörfer im Spreewald trafen sich siebzig Dörfer und Dorfakteure tauschten sich aus. dort ist Lernen von Anderen angesagt, so haben z.B. die Ortsvorsteher der Kleinstadt Storkow eine Wahlliste zur Stadtverordnetenversammlung aufgestellt und sorgen als stärkste Kraft für einen Dialog Stadt-Umland auf Augenhöhe. auch mit einem eigenen Budget für ihre Dörfer gibt es gute Erfahrungen und damit ein haushaltsrechtlich zulässiges Zeichen gegen zentralistische Strukturen.

 

Ein Artikelschwerpunkt „Demografischer Wandel“ mit Ausführungen zur Vernetzung von Dörfern findet sich in der Alternativen Kommunalpolitik AKP vom März 2014, Bestellung unter http://www.akp-redaktion.de/. Einzelexemplare sind beim Vorstand von Brandenburg 21 erhältlich.    

„Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst 2013“: Bildband dokumentiert Projekt der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft

(01.03.2014)

Nach Ausstrahlung der sechsteiligen Fernsehdokumentation im Oktober 2013 auf ARTE liegt nun auch die Buchdokumentation zum Projekt „Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst 2013“ vor. Auf 48 Seiten schauen Künstler, Dorfakteure und Projektbeobachter in mehreren Einzelbeiträgen zurück auf sechs Monate intensiver Zusammenarbeit und vermitteln eindrucksvoll, welche Wirkung partizipative Kunst auf das Gemeinschaftsleben im Dorf entfalten kann.

 

Die sechsteilige TV-Dokumentation wurde an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen im Oktober 2013 auf ARTE ausgestrahlt. Die Videos der einzelnen Folgen sind unter www.doerfer-fuer-kunst.de abrufbar.

 

In der Pressemitteilung der Deutschen Stiftung für Kulturlandschaft finden Sie weitere Informationen zu dieser Publikation.

[Pressemitteilung vom 24.02.2014]

Foto zur Meldung: „Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst 2013“:  Bildband dokumentiert Projekt der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft
Foto: Kunst für Dörfer

Smart Villages - Lösungen zur Zukunftsfähigkeit des Landlebens

(23.02.2014)
Leben im ländlichen Raum ist zunehmend mit Einschränkungen verbunden: Wo früher 
die Post, der „Tante-Emma“-Laden und die Bank waren, gibt es nun oftmals nur 
noch leere Räume. Viele Dorfkneipen schließen ebenfalls, Busse fahren seltener. 
Für die Bewohner heißt das: Besorgungen, die sie bisher zu Fuß machen konnten, 
erfordern nun die Fahrt mit dem Auto. Zudem fallen mit den Läden auch Treffpunkte 
des Ortes weg. Häufig bleibt nur das aktive Vereinsleben, um das Dorf lebendig 
zu halten. 
Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen der Hochschule Rhein-Waal um Sprecher 
Prof. Dr.-Ing. Rolf Becker stellen sich im Projekt „Smart Villages - Lösungen zur 
Zukunftsfähigkeit des Landlebens“ diesen gesellschaftlichen Herausforderungen. 
Im Rahmen des Förderwettbewerbs FH-Struktur werden sie vom Ministerium für 
Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen mit 
240.000 Euro gefördert. 
Diese Lösungen erarbeiten die Wissenschaftler zunächst am Beispiel des 
niederrheinischen Dorfes Grieth – um sie später auch auf andere Orte zu übertragen. 
Denn Grieth ist mit seiner Struktur und seinen Problemen typisch für den nördlichen 
Niederrhein und besitzt daher Modellcharakter. Während an schönen Sommerwochenenden 
Touristen aus dem Ruhrgebiet auf der Rheinpromenade die Sonne genießen, sind die 
engen Gässchen und der Marktplatz ohne Geschäfte an Werktagen oft wenig belebt. 
Die letzte „Dorfkneipe“ wurde im letzten Jahr geschlossen. Es gibt nur ein 
Ausflugsrestaurant, das sich vor allem auf Touristen konzentriert sowie ein Hotel. 
Feste Einkaufsmöglichkeiten gibt es nicht mehr. 
Die Forscher stellen nun die Menschen in den Mittelpunkt: Gemeinsam mit den Griether 
Bürgern und der Stadt erarbeiten sie mögliche Zukunftskonzepte. Um eine Anlaufstelle 
zu bieten und einen Ausgangspunkt für Aktivitäten zu schaffen, wird für eine 
begrenzte Zeit ein Projektbüro im Dorf eingerichtet. Ein Bürger-Wiki, 
Diskussionsforen, Online-Fragebögen, Newsletter, E-Mail-Verteiler und 
Social Networks sollen den Austausch unterstützen.
Eine der verschiedenen Lösungen könnte ein Dorfladen sein, der gleichzeitig 
Post, Bank, Mitfahrzentrale, Sozialstation und ein betreutes Internetcafé verbindet. 
Hier können sich die Bürger treffen, soziale Kontakte pflegen und Informationen 
austauschen. Die Forscher entwickeln verschiedene alternative Konzepte, 
die sie in einem weiteren Schritt analysieren und bewerten. 
Auch die Verbindungen durch den öffentlichen Nahverkehr wollen die Wissenschaftler 
verbessern. Bislang fahren die Busse so selten, dass die Linien kaum genutzt werden. 
Ein „Regiotaxi“ könnte das stundenlange Warten künftig überflüssig machen 
und die Attraktivität des Nahverkehrs steigern. Weitere Lösungen sind Car-Sharing 
oder Mitfahrzentralen mit neuen Konzepten. In einer späteren Projektphase wollen 
die Wissenschaftler auch die Themen Energie, Tourismus und e-Mobilität, Senioren-WG, 
Studentisches Wohnen und Breitbandversorgung bearbeiten.

Quelle:  http://www.hochschule-rhein-waal.de/forschungszentrum/forschungsprojekte/smartvillages.html 

noch eine Studie zum Demografischen Wandel

(12.12.2013)

Die AG Lebendige Dörfer mit ihrem Sprecher Christian Schäfer und Ortsvorsteher Holger Ackermann
diskutierte beim Gesprächskreises ländlicher Raum zur Studie "Vielfalt statt Gleichwertigkeit
– Was Bevölkerungsrückgang für die Versorgung ländlicher Räume bedeutet" mit Manuel Slupina,
wiss. Mitarbeiter Berlin-Institut.
Klaus Hänel vom Reise und Tourismus-Museum im Aufbau www.reise-tourismus-Museum.de 
schrieb uns:
Ihr wart richtig toll vertreten. Danke für den Hinweis auf den Gesprächskreis
und ein Vorschlag nach der guten Veranstaltung:
 

Nach doch einigen Jahren Demografischer Wandel sollte man das Geld für die Forschung in diesem Punkt einschränken. Diese inzwischen langweiligen Untergangsszenarien sind doch destruktiv, die öffnen nicht, sind nicht innovativ.

 

Der Ansatz, sollte grundsätzlich umgedreht werden, schon seit Jahren wäre das gut gewesen:

Wie kann man aus dem Weniger an Menschen auf dem Lande Mehr Zufriedenheit, Glück Lebensqualität schaffen. Es geht nicht allein um Einwohnermengen.

 

Forschungsgeld nur noch in die Frage, welche Alternativen, welche Chancen, welche Innovationen können entstehen. Da in 20 Jahren eine ganz andere Struktur gegeben sein kann, wieso künstlich am Leben halten, das wir teuer subventionieren, und, niemand wirklich glücklich machen. Vielleicht kann man schon in 20 Jahren das Benzin nicht mehr bezahlen, Siedlungen und Gehöfte gehören zu Luxusarealen und wir halten für die Städte und Touristen das Ganze als Freilichtmuseum bereit, auch, weil inzwischen in Deutschland nur noch 60 Millionen Menschen leben, und Flugplätze mit unbezahlbaren Flügen in arme Länder, out sind. Wie in Tempelhof und Tegel werden die Flugplätze kleiner mit Elektroflugzeugen, leiser und weniger Menschen, haben mehr Zukunft, bessere Luft, mehr Innovation.  

 

Forschung vor der Frage, wem gehört das Land, und was macht, wer, draus. Heute sieht man doch, dass man auf dem Lande nur Spielball ist. Entweder ein Fotovoltaikkraftwerk, ein Windpark, Pflanzenmonopolstrukturen oder Vermoorungen fressen mit Autobahnen, Straßen  und industrielle Landwirtschaft alles auf.

 

Forschung nur noch in die Frage wieso in Kanada, Finnland, Norwegen, Frankreich Menschen die seit Jahrzehnten dort weit unterhalb der Besiedlungsdichte von Brandenburg liegen, Bildung und Versorgung sein kann? Was ist im europäischen und Weltmaßstab zu lernen?

 

Ist der Indikator „Menge Menschen“ als Erschlagargument, tatsächlich der beste Indikator. Wieso muss Deutschland 80 Millionen haben, wieso muss Brandenburg

2 Millionen haben, wieso können nicht weniger Menschen mehr Bildung, Glück, Autarkie und Selbstverantwortung haben, und müssen vielleicht nicht so viele Autobahnen, Straßen, Kläranlagen und Busse haben. Und wieso bauen wir Flugplätze, Autobahnen, Straßen für eine sterbende Gesellschaft, die auch die Folgekosten nicht tragen kann.

 

Wieso bündeln wir nicht mal alle Institutionen von Schönem Dorf der Länder bis zu Europa und Bund für Heimat, und schauen mal nach Geld, Synergien zur Zukunft der Siedlungen auf dem Lande? Also eine große Tagung mit Repräsentanten der Raumentwicklung, der Ortsvorsteher und Verwaltungsangestellten, zusammen mit allen die sich ums Land kümmern. Das wäre mal eine Energie mit Ausstrahlung. Aber diese ganzen kleinen Einzelinstitutionen, Vereine, Veranstaltungen, die haben doch keine Wirkung, aber es wird viel, viel Geld ausgegeben und Hoffnungen geweckt. 

 

Die Unterscheidungen in Siedlungen und Dörfer, in Vorstädte und Naturschutzdörfer, die muss einfach sein. Die Absurdität, dass mit insgesamt doch bislang viel zu vielen Mitteln, wild gefördert wird, aber ohne Wirkung und die Hemmnisse der Entwicklungen oft in der schlichten Kreisgrenze oder dem Ziel von

Bürgermeister a zu Bürgermeister b in der Nachbarstadt liegen, muss überwunden werden.

 

Der Missbrauch der Energiewende zu gestaltlosem Flächenfraß, obwohl Deutschland schon heute Strom exportiert, ist zu beenden.

 

Und dann die Sache mit dem Wachstum, das ja meist auf dem so genannten Bruttosozialprodukt basiert. Das ist doch ein vollkommen fehlerhafter Ansatz, der uns alle umbringt. Wenn der Umweltschaden durch einen Orkan in das Bruttosozialprodukt einfließt, wie kann dann dieser Indikator für uns hilfreich sein, wenn es um künftige Nutzungen und Lebensweisen in Siedlungsräumen außerhalb der Städte geht?

 

Einladung: Das Reise und Tourismus-Museum in Zauchwitz bei Beelitz macht 2014 eine Veranstaltung zur Kulturlandschaft Nuthe-Nieplitz, mit Gemälden aus der Region, Musik die sich aus der Bewunderung von Natur und Land speist, einem Landschaftsentwicklungsspiel, um die Wahrnehmung für den Reichtum des Landes zu schärfen, aber nicht weiter touristisch zu idealisieren, wo die Welt auf den Fotos immer schöner wird, die Realität aber immer grauer.

Dorfweihnachten in Brandenburg

(05.12.2013)

schöne Dorfweihnachten wünscht Brandenburg 21

und hier 
einen Weihnachtsgruß aus Pretschen (noch ohne Schnee). Grüße Günter Thiele

 

 

Foto zur Meldung: Dorfweihnachten in Brandenburg
Foto: Dorfweihnachten in Brandenburg

Dorfbewegung und Erfahrungsaustausch

(04.12.2013)

Einführungsvortrag von Prof. Kurt Krambach

beim Thementag am 3. Dezember im Haus der Natur:

Dorfbewegung und Erfahrungsaustausch

 

WAS VERSTEHEN WIR UNTER „DORF“ im Unterschied zur GEMEINDE?

 

Das Dorf ist eine relativ kleine ländliche Siedlung und lokale Gemeinschaft (historisch, meist in Jahrhunderten entwickelt).

Eine Gemeinde ist eine so genannte „kommunale Gebietskörperschaft“, die unterste administrative  Verwaltungseinheit, nach staatlichen Gesetzen geschaffen, verändert zusammengelegt, usw.

Kommunalpolitisch kann das Dorf eine Gemeinde oder Ortsteil einer Gemeinde sein. Durch kommunale Gebietsreformen und Vergrößerung der Gemeinden sind die meisten Dörfer, die früher eine selbstständige Gemeinde waren, zu „Ortsteilen“ von Gemeinden geworden.

       

 

 

WAS IST EINE DORFBEWEGUNG?

 

Eine Dorfbewegung ist eine Bewegung von Dörfern und für Dörfer.

Was heißt das?

Ø  „eine Bewegung von Dörfern“ bedeutet: Die Dorfbewegung besteht aus Dörfern; Dorfgemeinschaften sind Mitglieder der Dorfbewegung.

Das ist das Alleinstellungsmerkmal, das eine Dorfbewegung von anderen   Bewegungen oder Organisationen unterscheidet! Es gibt keine anderen Bewegungen oder Organisationen, die Dörfer als Mitglieder haben.

Ø  „eine Bewegung für Dörfer“ bedeutet: Die Dorfbewegung fördert und unterstützt

                                                                      die Dorfgemeinschaften.

 

Es gibt auch andere Institutionen und Organisationen, die Dörfer fördern und unterstützen. Jedoch eine weitere Besonderheit der Dorfbewegung ist, dass Dörfer durch andere Dörfer unterstützt und gefördert werden: Der Erfahrungsaustausch zwischen Dörfern ist die wichtigste Form, in der die Dorfbewegung die Dörfer fördert und deren Entwicklung unterstützt.

 

WIESO „BEWEGUNG“?

 

Ø  Eine Dorfbewegung besteht  aus Dörfern, die sich bewegen.

(in der Regel – es gibt auch Ausnahmen!)

WAS IST DAMIT GEMEINT?

 

Ø  Gemeint ist, dass Dorfgemeinschaften aktiv sind, sich um ihr Dorf kümmern

= „die Geschicke ihres Dorfes in die eigenen Hände nehmen“ (Vanessa Halhead) 

                                                           -  siehe die Entstehung von Dorfaktionsgruppen!

 

BEDEUTET  DAS; NUR „AKTIVE“ DÖRFER SIND IN DER DORFBEWEGUNG?

 

NEIN!

 

Ø  Eine Dorfbewegung besteht auch aus Dörfern, die von anderen lernen wollen,

                                                   in Erfahrungsaustausch mit anderen Dörfern treten wollen.

 

Also: Das Wesentliche einer Dorfbewegung ist:

A.) Sie besteht aus Dörfern,

(1)  aus Dörfern, die sich bewegen und es voneinander lernen wollen;

(2)  aus dem Erfahrungsaustausch zwischen den Dörfern (der auf allen Ebenen stattfinden kann: lokale, kommunale, regionale, Landes-, Bundes- und internationale Ebene.)

 

B.) Hinzu kommen die Formen, in denen die Dorfbewegung etwas für die Dörfer organisiert:

(3)  das Organisieren der Vernetzung von Dörfern (Erfahrungsaustausch, Kooperation);

(4)  die Vermittlung von Know how, von Bildung und neuen Erkenntnissen;

(5)  die Organisation von Begegnungen, Tagungen, Ländlichen Parlamenten, usw.

(6)  die Vertretung der Interessen der Dorfgemeinschaften.

 

 

 

 

 

WAS BEDEUTET:
Eine Dorfgemeinschaft nimmt die Geschicke ihres Dorfes in die eigenen Hände?

 

(1) Zusammenschluss der lokalen Akteure in einer Organisationsform

      unterhalb der Kommune

Die Akteure des Dorfes schließen sich zusammen, um unterhalb der kommunalen Ebene über die Entwicklung ihres Dorfes zu entscheiden, die eigenen Potenziale für die Geschicke ihres Dorfes eigenverantwortlich zu mobilisieren und ihr Handeln mit der Gemeinde abzustimmen bzw. zu koordinieren. Dieser Zusammenschluss geschieht in lokalen Organisationsformen, die sehr unterschiedlich sein können:

-        Dorfaktionsgruppen (Finnland, Schweden)

-        Dorfvereine, die alle Kräfte im Dorf bündeln, ohne andere Vereine zu dominieren (aus Dorfaktionsgruppe entstanden; Heimatverein Maasdorf; Ökospeicherverein Wulkow; Dorfgemeinschaftsverein Zinzow, …)

-        Ortsbeirat + Dorfvereine + Kirchengemeinde

-        Spezielle Formen des Zusammenschlusses: Wirtschaftsstammtisch Pretschen

-        Einzelne Persönlichkeiten

-       

Entscheidend ist, dass es Kräfte sind, die Einfluss und Anerkennung im Dorf haben und in der Lage sind, die Dorfgemeinschaft zu mobilisieren.

 

 

(2) Neue Formen der Selbstbestimmung über die dörflichen Belange

 

Welche Möglichkeiten hat ein Dorf, unterhalb der Gemeinde eigene Entscheidungen zu treffen?

Ø  Das hängt ab von den Eigeninitiativen und einem guten Verhältnis zur Gemeinde

Ø  Beispiele:

Eigene Projekte planen, die mit eigenen Mitteln realisiert werden können:

-        Kinderspielplatz (Dorfgemeinschaft + internationales Jugendwork-Camp

-        Gegen Entscheidungen von oben: Entscheidung, KITA zu erhalten

-        Dorffeste, Kinderfeste usw,.

Sich Gedanken machen über die Zukunft des Dorfes:

-        Leitlinien für Dorfentwicklung

-        Alte Entwicklungspläne erneuern

-        Zukunftswerkstatt

-        DORFPLAN in Kooperation mit der Gemeinde (siehe Bert)

Schlussfolgerung: Für Formen direkter Demokratie gibt es keine Grenzen durch staatliche Gesetze. Eigenverantwortung + guter Wille der Gemeinde sind entscheidend.

 

3. Seite, Geschicke ich die eigenen Hände zu nehmen:

 

(3) Selbstgestaltung der dörfliche Lebensqualität v. a. durch bürgerschaftliches  

    Engagement

 

 

WAS  KANN  EINE DORFGEMEINSCHAFT AUS EIGENER KRAFT GESTALTEN?

 

Ø  Im Grunde alles, wozu die eigenen Kräfte und Mittel reichen:

-        Dorffeste, Kulturleben im Dorf

-        Kampf um Erhaltung der KITA (Wulkow)

-        Lokale Ökonomie fördern

-        Soziale Unterstützung, Generarionenbegegnungen

Ø  Alles, wozu eigene Kräfte + erreichbare Fördermittel möglich sind

-        lokale Ökonomie: Kleinunternehmen-Ansiedlung fördern

-        Gemeinschaftseinrichtungen

-       

-       

Grundsatz: Von den Bedürfnissen des Dorfes ausgehen; nicht nur von Fördermitteln abhängig machen! Im Grunde kann Dorfgemeinschaft auf alles Gebieten des dörflichen Lebens aus eigener Kraft und durch bürgerschaftliches Engagement die Lebensqualität im Dorf verbessern (aber untershciedliche Möglichkeiten auf den einnzeln Gebieten.

 

 

Viel versprechende neue EU-Orientierung: „Gemeinschaftsgeleitete ortsbezogene Entwicklung fördern (z.B. kleine Förderbeträge, z.B Direktzugang des Dorfes zu Fördermitteln  > Hängt alles davon ab, wie Orientierung umgesetzt wird. (Neue Möglichkeiten durch LEADER?)

 

Zusammenfassung:

 

Die Geschicke des Dorfes in die eigenen Hände zu nehmen, umfasst vor allen drei Seiten:

 

Das zu fördern, ist die Grundaufgabe einer Dorfbewegung. Das sollte im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches zwischen Dörfern stehen.

 

Das bezieht sich auch auf alle Ebenen des Erfahrungsaustausches:

-        lokal

-        Gemeinde

-        Region

-        Land

-        Bund

-         EU

(Beispiel Selbstorganisation auf erstem Europäischen Ländlichen Parlament):

ØBeitrag über Probleme der Selbstorganisation in Arbeitsgruppe über Demokratie: Löste breite Diskussio über Verhältnis von direkter und repräsentativen Demokratie aus

ØBericht darüber im Plenum: Wertung als gutes Beispiel und wichtiges Problem

ØInternational zusammengesetzte Gruppe wird dieses Thema weiter bearbeiten.

Insofern hängen äußere und innere Funktion einer Dorfbewegung zusammen.

 

 

 

Foto zur Meldung: Dorfbewegung und Erfahrungsaustausch
Foto: Mitte: Ortsvorsteher Holger Ackermann aus Groß Schauen bei der Diskussion, Foto Dieter Wankmüller aus Reetz/Fläming

Ihre Meinung und Ihre Ideen sind gefragt: Äußern Sie sich jetzt zur Brandenburger Nachhaltigkeitsstrategie

(04.12.2013)

 

Sie wollten schon immer zum Thema Nachhaltigkeit mitreden und Landespolitik mitgestalten und die Richtung mitbestimmen?

Dann nutzen Sie die aktuelle Chance:

 

Das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat  den Entwurf zur Nachhaltigkeitsstrategie für das Land Brandenburg unter dem Link https://nachhaltig.brandenburg.de/nachhaltig/de/home veröffentlicht. 

 

Auch Sie sind herzlich eingeladen bei dieser online-Diskussion bis zum 20. Dezember 2013 Ihre Ideen und Ihre Meinung einzubringen.

 

MaP

Foto zur Meldung: Ihre Meinung und Ihre Ideen sind gefragt:  Äußern Sie sich jetzt zur  Brandenburger Nachhaltigkeitsstrategie
Foto: Skizze Wegweiser

Ergebnisse des ersten Europäischen Ländlichen Parlaments

(21.11.2013)

Prof. Dr. Kurt Krambach

Initiativgruppe Dorfbewegung

 

Berlin, 18. November 2013

 

Einige Ergebnisse des ersten Europäischen Ländlichen Parlaments

am 13. November 2012 im Gebäude des  Europäischen Parlaments,

Europäische ökonomische und soziale Kommission (EESC), Brüssel

 

Das erste Europäische Ländliche Parlament (ERP) war von drei zivilgesellschaftlichen europäischen ländlichen Netzwerken, der Vereinigung der Dorfbewegungen in Europa (European Rural Community Association /ERCA), der European Rural Alliance (ERA) und dem pan-europäischen Ländlichen Netzwerk (PREPARE) vorbereitet worden.

Am Vorabend des ERP vereinigten sich ERA und ERCA zur European Rural Community Alliance (ERCA).

 

Das ERP hatte 150  Teilnehmer/innen aus 30 europäischen Ländern und 70 Organisationen.

Von der Initiativgruppe Dorfbewegung nahmen Ulrike Schumacher, Holger Ackermann, Andreas Bergmann und Kurt Krambach teil.

 

Begrüßungsreden wurden gehalten von der Vorsitzenden der Agrarabteilung der EESC, Dilyana Slavova, und dem Kommissar für Agrarpolitik und Ländlichen Raum, Dacian Cioloş.

Er betonte in seiner Rede die hohe Wertschätzung der Europäischen Kommission für das erste zivilgesellschaftliche ERP und sah eine wichtige Rolle der Dorfbewegungen in den europäischen Ländern u. a. darin, die differenzierten Probleme und Forderungen der europäischen Dörfer an die Kommission heranzutragen, damit deren politische Entscheidungen gezielter und differenzierter erfolgen könnten.

Lucía Fernández de Soto aus einer kleinen spanischen Landstadt hielt ein hoch interessantes und sehr konkretes Referat über den Wandel, die Herausforderungen und Möglichkeiten der ländlichen Räume aus einer globalen Sicht.

Michael Dower / PREPARE  erläuterte in seinem Referat „Ganz Europa soll leben“ u. a., welche Rolle zivilgesellschaftliche Organisationen von Anfang an auf die ländliche EU-Politik hatten.

Vanessa Halhead / ERCA gab einen Überblick über die Entwicklung der Dorfbewegungen in Europa. Sie hob als jüngste Entwicklungen die Vorbereitung des staatlich geförderten, ersten zivilgesellschaftlichen Ländlichen Parlaments in Schottland und die mit großem Interesse beobachteten Fortschritte bei der Entwicklung einer Dorfbewegung in Deutschland. Schon in der Generalversammlung von ERCA am Vorabend war erneut betont worden, dass ERCA große Hoffnungen auf eine deutsche Dorfbewegung setzt, nicht nur wegen ihrer Bedeutung für die Entwicklung der Dörfer, sondern auch für die Stärkung der europäischen Dorfbewegung insgesamt.

Goran Soster/Prepare stellte eine Publikation mit Beispielen Ländlicher Parlamente verschiedener Dorfbewegungen vor.

Zwei finnische Sprecher stellten ein von ERA entwickeltes Projekt eines „Think Tank“ vor, in dem künftig europaweit Beispiele bester Ergebnisse von Dorfentwicklung (best practices), Methoden, Know how bereit gestellt werden sollen, von denen der Abschlussbericht bereits viele solcher Ergebnisse enthält.

 

Am Nachmittag fanden 6 Workshops statt, zu denen schon in der Vorbereitungszeit Vorschläge und Beiträge eingereicht werden konnten.

Im Abschlussplenum wurden die Ergebnisse der Workshops präsentiert und verkündet, dass an diesen Ergebnissen weiter gearbeitet werden soll, um sie bis Ende Dezember im Internet (www.europeanruralparliament.com ) zu veröffentlichen. Dort sind auch die reden und andere Materialien zu finden. Im Bericht über den Workshop „Demokratie für Dörfer“ wurde der Beitrag von Krambach über die „Selbstorganisation von Dörfern“ besonders hervorgehoben, der dort eine breite Diskussion über die Rolle der partizipativen Demokratie im Verhältnis zur repräsentativen Demokratie ausgelöst hatte.

 

Hauptergebnis des ERP war die Verabschiedung einer „Erklärung des ERP“ durch die Teilnehmer.

Wichtigste Aussagen sind

Ø   Es ist unser Ziel, einen noch ehrgeizigeren Ansatz für die integrierte ländliche Entwicklung in unserer Dörfern (ländlichen Gemeinschaften) zu erreichen. Der Ansatz, den wir fördern, ist multi-sektoral , ortsbezogen und lokal orientiert; er  basiert auf Partizipation und Partnerschaft.

Ø  Unsere ländlichen Regionen und ihre Bewohner sind eine wertvolle Ressource für ganz Europa. Diese Ressource sind nicht nur das Land und die natürlichen Ressourcen in den ländlichen Gebieten,  sondern die Erfahrungen, Fähigkeiten , eine reiche Kultur , die Vielfalt und Leistungsfähigkeit unserer Landbevölkerung und ihrer Gemeinschaften.

Ø  …von grundlegender Bedeutung für …die neuen Herausforderungen… sind die Probleme der Erhaltung kleiner und oft isolierten Populationen, nämlich der Kampf gegen die Zwänge  der Zentralisierung, der Verstädterung und Abwanderung und gleichzeitig für den Erhalt wettbewerbsfähiger Beschäftigung und Dienstleistungen.

Ø  …wir sehr begrüßen, dass LEADER für die ländliche Entwicklung erhalten bleibt und dass darin die Option  für alle Mitgliedsstaaten enthalten ist, die „Gemeinschaftsgeführte lokale Entwicklung“ (community-led local development) anzuwenden. Aber wir sind zutiefst enttäuscht über die Entscheidung der europäischen Institutionen, die Mittel für die Entwicklung des ländlichen Raums stark zu kürzen und den Mitgliedstaaten zu erlauben, erhebliche Mittel aus der 2. Säule in die Säule 1 für „Direktzahlungen“ umzuleiten.

Ø  Wir fordern die politischen Entscheidungsträger auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene auf, mit uns eine funktionierende Partnerschaft einzugehen und in den Dialog mit uns einzutreten, damit unsere Dörfer / ländlichen Gemeinschaften/ in ganz Europa leben und gedeihen!

(Die Forderungen sollen nach Bearbeitung der Ergebnisse der Workshops präzisiert werden)

 

*

Das Europäische Ländliche Parlament ist ein Ort, an dem sich Entscheidungsträger und Meenschen von der Basis (grass roots) begegnen, um gemeinsam Wege zu diskutieren, wie die lokale Entwicklung in den ländlichen Gebieten gestärkt werden kann.

ERP in ein Konzept, ein Ereignis, aber keine Organisation.

Das ERP wird zu einer zweijährlichen Tradition, jedes Mal in einem anderen Land.

*

Die Ergebnisse des ERP wurden am 14. November Mitgliedern des Europäischen Parlaments und der Kommission vorgetragen.

 

 

ANLAGE

ERKLÄRUNG DES EUROPÄISCHEN LÄNDLICHEN PARLAMENTS  (Rohübersetzung)
Brüssel, den 13. November 2013

 Die Volksvision vom ländlichen Europa
Wir, die Teilnehmer des ersten Europäischen Ländlichen Parlaments, präsentieren  folgendes.
Die Delegierten des Europäischen Ländlichen Parlaments kommen aus 30 Ländern und über 70 ländlichen Organisationen. Das Europäische Ländliche Parlament vertritt die Dörfer (ländlichen Gemeinschaften[1])  aus ganz Europa, um die ländliche soziale Agenda zu fördern. Wir haben "eine Volkvision für das ländliche Europa“


Es ist unser Ziel, einen noch ehrgeizigeren Ansatz für die integrierte ländliche Entwicklung in unserer Dörfern (ländlichen Gemeinschaften) zu erreichen. Der Ansatz, den wir fördern, ist multi-sektoral , ortsbezogen und lokal orientiert; er  basiert auf Partizipation und Partnerschaft. Wir befähigen die Landbevölkerung und ländliche Organisationen, eine führende Rolle in diesem Prozess spielen.


Ganz Europa soll leben![2]
Unsere ländlichen Regionen und ihre Bewohner sind eine wertvolle Ressource für ganz Europa. Diese Ressource sind nicht nur das Land und die natürlichen Ressourcen in den ländlichen Gebieten,  sondern die Erfahrungen, Fähigkeiten , eine reiche Kultur , die Vielfalt und Leistungsfähigkeit unserer Landbevölkerung und ihrer Gemeinschaften. Das ist der Geist Europas. Aber die Landbevölkerung ist mit speziellen Herausforderungen konfrontiert, um auch in der Zukunft erhalten zu bleiben. Diese Herausforderungen variieren von Ort zu Ort und auch zeitlich , aber von grundlegender Bedeutung für sie sind die Probleme der Erhaltung kleiner und oft isolierten Populationen, nämlich der Kampf gegen die Zwänge  der Zentralisierung, der Verstädterung und Abwanderung und gleichzeitig für den Erhalt wettbewerbsfähiger Beschäftigung und Dienstleistungen. Das Europäische Ländliche Parlament von 2013 hat diese und andere Fragen aufgeworfen und die wichtigsten Resultate werden später auf der Website zu finden sein[3].

Wir möchten betonen, dass wir sehr begrüßen, dass LEADER für die ländliche Entwicklung erhalten bleibt und dass darin die Option  für alle Mitgliedsstaaten enthalten ist, die „Gemeinschaftsgeführte lokale Entwicklung“ (community-led local development) anzuwenden. Aber wir sind zutiefst enttäuscht über die Entscheidung der europäischen Institutionen, die Mittel für die Entwicklung des ländlichen Raums stark zu kürzen und den Mitgliedstaaten zu erlauben, erhebliche Mittel aus der 2. Säule in die Säule 1 für „Direktzahlungen“ umzuleiten.

 
Eine funktionierende Partnerschaft für die Zukunft
Die Arbeit, die Nachhaltigkeit unserer Dörfer /ländlichen Gemeinschaften/ zu gewährleisten, kann nur durch lebendige lokale Demokratie und eine starke Partnerschaft zwischen denen, die Politik machen  und denen, die unsere ländlichen Gebieten leben und arbeiten, erreicht werden.

Wir fordern die politischen Entscheidungsträger auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene auf, mit uns eine funktionierende Partnerschaft einzugehen und in den Dialog mit uns einzutreten, damit unsere Dörfer / ländlichen Gemeinschaften/ in ganz Europa leben und gedeihen!

ERCA                            PREPARE

 

STATEMENT FROM THE EUROPEAN RURAL PARLIAMENT
Brussels, November 13, 2013


A people’s vision for rural Europe

We, the participants of the first European Rural Parliament, present the following.
The delegates to the European Rural Parliament were drawn from 30 countries and over 70 rural organisations. The European Rural Parliament represents rural communities across Europe to promote the rural social agenda. Ours is “A people’s vision for rural Europe”

It is our aim to achieve a more ambitious approach to integrated rural development in our rural communities. The approach we promote is multi-sectoral, place-based and locally focussed and based on participation and partnership. We also enable rural people and organisations to play a leading role in this process

All Europe shall live!

Our rural areas and people are a precious resource for the whole of Europe. This resource is not just the land and natural resources contained in rural areas, but the experience, skills, rich culture, diversity and capacity of our rural people and communities. This is the spirit of Europe. But, rural people face many special challenges in sustaining themselves into the future. These challenges vary from place to place and over time, but fundamental to them are the issues of sustaining small and often isolated populations, combatting the pressures of centralisation, urbanisation, out-migration and maintaining competitive employment and servicing. The 2013 European Rural Parliament addressed these and other issues, the main outputs of which are contained in the appendix.

We wish to emphasise that we highly welcome the fact that LEADER is preserved in Rural Development, and that the option is in place for member states to use Community Led Local Development. However, we are deeply disappointed about the decision of European institutions to severely cut into the Rural Development budget and to allow member states to move substantial funds from Pillar 2 to Pillar 1, direct payments.

A working partnership for the future

The work of addressing the sustainability of our rural communities can only be undertaken through vital local democracies and a strong partnership and between those who make policy affecting our rural areas, and those who live and work within them.

We are calling on policy makers at European, national and regional levels to join us in a functional partnership, and to enter into dialogue with us to enable our rural communities to live and thrive across Europe!


ERCA                                                                                         PREPARE

 

[1] „Rural Community“ meint hier „Dorf“ als lokale Gemeinschaft und nicht die Landgemeinde

[2] Das ist eine Übertragung des programmatischen Namens der schwedischen Dorfbewegung: „Ganz Schweden soll leben“, womit gemeint ist, auch die Dörfer und die schwach besiedelten Gebiete sollen leben.

[3] Es ist geplant, dass die 6 Workshops ihre Ergebnisse weiter aufbereiten und konkretisieren, damit sie bis Ende Dezember auf der Website des ERP veröffentlicht werden können.

Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg gegründet

(14.11.2013)

Am denkwürdigen 9. November haben sich Verbände der Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, lokale Bürgerinitiativen sowie andere zivilgesellschaftliche Kräfte und Initiativen zum Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg gegründet. Unter dem nachdrücklichen Beifall der mehr als 200 Tagungsteilnehmer beurkundeten 34 Gründungsorganisationen mit ihrem Logo und der Unterschrift auf dem Gründungsbanner ihre Mitgliedschaft im Aktionsbündnis und bestätigten damit auch das Gründungspapier. Das Bündnis fordert einen grundsätzlichen Systemwechsel in der Agrarpolitik des Landes Brandenburg, des Bundes und der EU.

Einführend erläuterten Vertreter der drei Initiativgruppen (Sascha Philipp, FÖL; Thomas Volpers, BUND; Sybilla Keitel, BI Kontra Industrieschwein Haßleben) ihre Motivation, zur Gründung dieses Bündnisses aufzurufen und benannten dabei gravierende Systemfehler der hiesigen wie der globalen Landwirtschaft. Kritisiert wurde der Wahnsinn der weltmarktorientierten Geflügel- und Schweinehaltung, das Abholzen des tropischen Regenwaldes zum Futteranbau für unseren Fleischkonsum, den zunehmenden Anbau von Energiepflanzen und die damit einhergehenden dramatischen Verluste der Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt auf den Äckern. Anschließend rief Martin Häusling, MdEP und Landwirt, die Politik auf, diese Probleme zu lösen und wünschte dem Aktionsbündnis, von dem er sich eine Ausstrahlung auf ganz Ostdeutschland erhofft, viel Kraft. Michael Wimmer, FÖL und einer der Sprecher des Aktionsbündnisses, warb um mehr Verständnis bei den Städtern für die Anliegen der Landwirtschaft. Gleichzeitig machte er aber deutlich, dass die Zivilgesellschaft das Recht und die Pflicht hat, sich in die agrarpolitische Diskussion einzumischen. Besonders augenfällig sei dies bei den Massentierhaltungsanlagen, die in Brandenburg gerade wie Pilze aus dem Boden schießen. Es sei daher ein Anliegen des Bündnisses, die immer mehr entstehenden Bürgerinitiativen in ihrem Kampf gegen die meist ortsfremden Investoren mit ihren geplanten Massentierhaltungsanlagen in Brandenburg tatkräftig zu unterstützen. Wimmer sieht das Bündnis als Vertreter der Interessen der Mehrheitsgesellschaft an gesunden Lebensmitteln und kündigte an, die Diskussion in aller Öffentlichkeit zu führen. Er warb zugleich um den bäuerlichen Berufsstand: „Wir wollen den Berufsstand schützen – auch vor sich selbst“ und lud unter diesem Gesichtspunkt den Bauernverband ein, gemeinsame Ziele zu verfolgen. Wimmer kündigte an, dass sich das Aktionsbündnis mit kreativen Protesten zu Wort melden wird, u.a. bei den Agrarministerkonferenzen, für die Brandenburg 2014 Gastgeber ist. Als erste öffentliche Aktion wird sich das Bündnis an der Großdemonstration „Wir haben es satt“ zur Internationalen Grünen Woche beteiligen.

 

MP+Ft

[Gründungspapier Aktionsbündnis Agrarwende]

[Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg]

Foto zur Meldung: Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg gegründet
Foto: Gründungsmitglieder des Aktionsbündnisses Agrarwende

Einladung zum 19.11.2013: Viele Dörfer, eine Stimme – Lebensqualität im Dorf

(13.11.2013)

Einladung zum 19.11.2013 um 14:00 Uhr

Viele Dörfer, eine Stimme – Lebensqualität im Dorf

Am kommenden Dienstag beginnt der "Themenmonat Dorf" des Vereins Brandenburg21 mit einer Open Space Veranstaltung. "Die Mitmachkonferenz bietet viel Raum für das was Ihnen wichtig ist. Sie diskutieren und bearbeiten selbst bestimmt die Fragen, die ihnen besonders am Herzen liegen", lädt die Moderatorin Dorothee Bornath aus Wiesenburg alle Interessierten ein. Wie es gehen könnte wird der Ortsvorsteher aus Groß Schauen, Holger Ackermann in einem Eröffnungsvortrag aufzeigen. Der Hobbyimker ist nicht nur Ortsvorsteher in dem Storkower Ortsteil, er ist auch Stadtverordneter, ob der öffentliche Kartoffelerntestart, zu dem 3000 Menschen kommen, ob Dörferbefragungen durch Studenten: Ackermann macht auf das Landleben aufmerksam und zeigt wie es lebenswert gestaltet werden und eine Zukunft haben kann. Seine Erfahrungen will das aktive Mitglied des Vereins Brandenburg 21 zu Beginn des Seminars darlegen. " Sie können Verbündete finden und von den Erfahrungen anderer profitieren. Oder sie können einfach nur in angenehmer Atmosphäre einen Überblick über das Thema Lebensqualität im Dorf gewinnen", wirbt Bornath für den Nachmittag, an dem  parallele Arbeitsgruppen in drei Runden stattfinden. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden veröffentlicht und weitere Schritte können vereinbart werden. Eine Dokumentation der Ergebnisse steht für jeden Teilnehmer am Ende zur Verfügung. Die Frage nach dem Nutzen kann leicht beantwortet werden: man erfährt viel Nützliches über das Leben und die Perspektiven in Brandenburger Dörfern, es gibtRaum & Zeit, um eigene Ideen zu entwickeln, man kann sichmit Gleichgesinnten austauschen und ein Netzwerk knüpfen sowieHilfe von anderen Engagierten erhalten, um kreative Lösungen zu finden.

geplanter Ablauf:   14:00 Uhr Begrüßung und Impulsvortrag, 14:45 Uhr Einführung in den Open Space Marktplatz,  15:30 Uhr      1. Arbeitsgruppenrunde, 16:30 Uhr                 2. Arbeitsgruppenrunde, 17:30 Uhr 3. Arbeitsgruppenrunde, 18.30 Uhr Auswertung und Verabredung weiterer Zusammenarbeit

Für Rückfragen steht Chris Rappaport (Vorsitzender Brandenburg 21 e.V.) 033207-52480, E-Mail: info@lebendige-doerfer.de zur Verfügung

26.11. Schutz der Umwelt und nachhaltige Entwicklung im Dorf

03.12. Wie können Dörfer zusammenarbeiten?

10.12. Dörferbefragung und Dörferleitbild

Jeweils Dienstag  am 19. und 26. November sowie 03. und 10.Dezember ,14.00-20.00 Uhr

Großer Saal, Haus der Natur, Lindenstraße 34, 14467 Potsdam

WIRD UNTERSTÜTZTaus dem Programm Bildung für nachhaltige Entwicklung BNE des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

[Fernsehbeitrag von Brandenburg aktuell am 12.11. zum Thema Sterbende Dörfer]

Fotos vom Tag der Dörfer im Spreewald

(27.10.2013)

Liebe Dorffreunde,

hier das Fotoalbum vom Tag der Dörfer im Spreewald unter www.bilderbecker.de mit Dank für die Genehmigung zur Verbreitung an
Peter Becker aus Raddusch
Chris Rappaport

Brandenburg 21

Vorstand

 

die Veranstaltung wurde unterstützt aus Zuwendungen aus Einnahmen der Lotto- Konzessionsabgabe des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Veröffentlichungen zu Lebendigen Dörfer

(15.10.2013)

Dorfbewegung – auch in Deutschland?

von Kurt Krambach, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Dorfbewegungen in Europa (ERCA)

In: engagement-macht-stark!

Magazin des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement

3. Jahrgang, Ausgabe 1/2013, S. 60 – 63.

 

Eine Dorfbewegung – das sind erstens Dorfgemeinschaften, die sich bewegen, die Geschicke ihres Dorfes in die eigenen Hände nehmen. Wo viele Dörfer zu so genannten Ortsteilen von großen Gemeinden wurden, ist das Dorf unterhalb der Gemeindeebene zu einer neuen Ebene sozialen Handelns geworden, auf der die Dorfgemeinschaften die Entwicklung ihres Dorfes planen, durch bürgerschaftliches Engagement die dörfliche Lebensqualität verbessern und dazu ihre eigenen Kräfte  mobilisieren.

Eine Dorfbewegung – das ist zweitens die Vernetzung von Dörfern und der Erfahrungsaustausch zwischen den Dorfgemeinschaften innerhalb von Gemeinden, in der Region und landesweit.

Drittens spielen Dorfbewegungen eine wichtige Rolle als Lobby, als politische Interessenvertretung der Dörfer in der Gesellschaft.

Der Autor geht der Frage nach, wo und wie Anfänge einer Dorfbewegung in Deutschland entstehen, angeregt u. a. durch die 25 Dorfbewegungen in Europa und deren Vereinigung (ERCA) – European Rural Community Association.

 

 

Engagement im Umbruch im ländlichen Raum in Brandenburg

von Manfred Bauer, Referatsleiter in der Staatskanzlei Brandenburg:

In: Ebenda, S. 56 – 59

 

Die Freiwilligenarbeit findet landauf und landab in stabilen Quoten statt. Vereine tragen die Hauptlast des bürgerschaftlichen Engagements im ländlichen Raum aber auch in zeitlich befristeten Projekten wird erstaunliches geleistet…  Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur für die nachfolgenden Generationen kann insbesondere in schrumpfenden Regionen nur in Kooperation mit staatlichen Stellen, freien Trägern, Initiativen und Stiftungen sichergestellt und dadurch die Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht werden… Der demografische Wandel macht es erforderlich, dass offensiv für die Aufnahme eines bürgerschaftlichen Engagements geworben werden  muss…

 

 

Dorfbewegung – warum und wie

Reihe Papers, hrsg. von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, ISSN 2194-0916,

Oktober 2013, 76 S.

von Kurt Krambach, Mitglied der Initiative für eine Dorfbewegung in Deutschland und der AG Lebendige Dörfer in Brandenburg

einige Buchexemplare sind bei Brandenburg 21erhältlich

Die Publikation kann kostenlos unter bestellung@rosalux.de bestellt werden.

Im Internet herunter zu laden unter: http://www.rosalux.de/publication/39912.

 

Ausgehend davon, dass das Dorf als sozialräumliche lokale Existenzform auf dem Lande eine bleibende Zukunft hat, wird anhand von Erfahrungen der bisher 25 Dorfbewegungen in Europa dargestellt, was eine Dorfbewegung ist, welchen Nutzen sie für die Dörfer und die Gesellschaft hat. Gestützt auf empirische Analysen in 34 Dörfern (6 Gemeinden) des Landes Brandenburg wird untersucht, welche Potenziale Dorfgemeinschaften haben, eigenverantwortlich die Entwicklung ihres Dorfes zu planen, die lokale Lebensqualität durch bürgerschaftliches Engagement zu verbessern und die eigenen Kräfte zu organisieren. Diese zivilgesellschaftliche Kraft der Dorfgemeinschaft wird mit dem Begriff „Selbstorganisation“ erklärt. Anhand der Erfahrungen der AG Lebendige Dörfer im Verein Brandenburg 21 werden  Schritte, Erfahrungen und Probleme auf dem Weg zu einer regionalen Dorfbewegung beschrieben. Die Arbeit endet mit der Darstellung erster Aktivitäten der „Initiative für eine Dorfbewegung in Deutschland“, die während der Internationalen Dorfkonferenz 2011 in Berlin gegründet worden war. (Dokumentation der Konferenz unter www.rosalux.de/event/43471/internationale-dorfkonferenz-2011. )

Zum Abschluss werden die Vereinigung der Dorfbewegungen in Europa ERCA (European Rural Community Association) und das Programm des ersten zivilgesellschaftlichen ”Europäischen Ländlichen Parlaments” (2013) vorgestellt.

Möglichkeiten der Teilnahme am ersten „Europäischen Ländlichen Parlament“

(26.08.2013)

Während des 10. Ländlichen Parlamentes der Dörfer Estlands (9. bis 11. August 2013) fand eine Beratung über das erste Europäische Ländliche Parlament (ERP) statt. Dieses erste ERP wird am 13. November 2013 in Brüssel stattfinden.

Es ist vorgesehen, dass aus jedem Land wenigstens 3 Personen teilnehmen können, die mit der Dorfentwicklung befasst sind, darunter möglichst auch Akteure aus den Dörfern. Die Konferenzsprache ist Englisch. Uns wurde angeboten, dass wegen der Größe und föderalen Struktur der Bundesrepublik mehr als drei Personen teilnehmen könnten, z. B. eine Person aus jedem Flächen-Bundesland.

Analog den nationalen Ländlichen Parlamenten, die zweijährlich von einigen Dorfbewegungen veranstaltet werden, soll auch das ERP eine Form der Begegnung von Dorfakteuren und politischen Entscheidungsträgern „auf Augenhöhe“ sein. Es wird zweijährlich jeweils in einem anderen Land stattfinden und den Dorfbewegungen die Möglichkeit zum internationalen Erfahrungsaustausch bieten. Grundlegendes Ziel ist, dass die Dorfbewegungen sich als bedeutende Akteure auf der europäischen Ebene, als zivilgesellschaftliche Kraft und Förderer der Dorfentwicklung präsentieren und auf diese Weise Einfluss auf die EU-Politik für den ländlichen Raum nehmen können. Das ERP soll eine kräftige „Stimme“ der Dorfbevölkerung werden. Insofern ist auch unsere Teilnahme am ERP eine Möglichkeit, Einfluss auf die EU-Politik zu nehmen und Erfahrungen mit anderen Dorfbewegungen auszutauschen.

Das Programm, Möglichkeiten der Teilnahme an der inhaltlichen Vorbereitung, Anmeldebogen usw. sind unter www.europeanruralparliament.com zu finden. Dort kann auch ein Newsletter abonniert werden. Während der Tagung in Estland wurde das Programm zeitlich gekürzt, sodass am 13. November noch die Möglichkeit besteht, abends nach Hause zu fliegen. Es empfiehlt sich, bereits am 12. November anzureisen und rechtzeitig eine Übernachtungsmöglichkeit zu buchen. Am 12. November abends findet eine Veranstaltung statt, während der zwanglose Begegnungen der Teilnehmer mit EU-Politikern und Mitgliedern des Europäischen Parlamentes (MdEP) vorgesehen sind.

Da das erste ERP nur an einem Tag stattfindet, ist die Vorbereitung besonders wichtig.

Die aktive Mitwirkung der Teilnehmer ist vor allem in drei Formen möglich:

a) „Contribution“: Es besteht die Möglichkeit, bereits jetzt konkrete Fragen und Vorschläge aus der Sicht der Dorfentwicklung oder politische Anliegen in kurzen Texten einzureichen.

b) Arbeitsgruppen während des Parlaments am 13. November sollen die Möglichkeiten bieten, diese und andere Probleme zu diskutieren und Schlussfolgerungen abzuleiten.

c) Bereits am Vorabend bietet das Treffen mit EU-Politikern die Möglichkeit, politische Fragen von der lokalen bis zur europäischen Ebene zu diskutieren.

d) „Outcomes“: Das wichtigste Ergebnis des ERP soll eine gemeinsame Stellungnahme zur Politik der lokalen und der europäischen Ebene der ländlichen Entwicklung sein.

 

Wenn die Reise- und Übernachtungskosten nicht von der eigenen Institution oder regional gedeckt werden können, wäre eine Möglichkeit, an Europaabgeordnete des jeweiligen Bundeslandes heranzutreten mit der Bitte, ob diese Kosten von dort getragen werden können.

Wenn Sie planen, an diesem ersten ERP teilzunehmen, möchte ich Sie bitten, mir das mitzuteilen, damit wir uns abstimmen und gegebenenfalls Unterstützung organisieren können.

Kurt Krambach, Info bitte auch an Brandenburg 21

Arbeitskonferenz INITIATIVE DORFBEWEGUNG am 10. Oktober in Berlin im Bundestag

(26.08.2013)

Liebe Interessenten und Aktive der INITIATIVE DORFBEWEGUNG in Deutschland.

Wir möchten dem Wunsch entsprechen, dass viele unter Ihnen/Euch ein persönliches Treffen erwarten, um sich auszutauschen und über wichtige Themen und Punkte zu sprechen. Mit der Arbeitskonferenz wollen wir auch die INITIATIVE DORFBEWEGUNG nach ihrer Entwicklungs- und Gründungsphase weiter voran führen. Wir wollen konkrete Schritte besprechen und verabschieden. Wir haben festgestellt, dass wir diese wichtigen Themen besser face-to-face entscheiden.

Die beiliegende Tagesordnung soll als Überblick für den Diskussionsablauf dienen. Informationen und Dokumente zur Vorbereitung können von einem noch zu bestätigten Zeitpunkt an über Internet abgerufen werden. Die Information erfolgt mit der Teilnahmebestätigung.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir darum, uns schnellstmöglich das Interesse an einer Teilnahme per E-Mail zu nennen. Vielen Dank.

 

Tagesordnung 10. Oktober 2013 Berlin / Bundestag

10:00 Uhr Ankunft und Get-together

10:30 Uhr Eröffnung und Begrüßungen

10:50 Uhr Strategie der Initiative Dorfbewegung, das Netzwerk und kooperatives Instrument für die Entwicklung und den Wissenstransfer für die Dörfer

anschl. Diskussionen, Moderation: Moderation Team

12:15 Uhr Mittagspause

13:00 Uhr Statement Finanzierung der Initiative Dorfbewegung

anschl. Diskussion, Moderation: Moderation Team

14:00 Uhr Kommunikation und Information

anschl. Diskussion; Moderation: Moderation Team

14:45 Kaffee

15:00 Uhr Gemeinsame Ausarbeitung einer Resolution zur formalen Gründung der Initiative Dorfbewegung und der damit verbundenen Folgeschritte und Maßnahmen (Satzung, Gremien, Inhalte, Maßnahmen)

Moderation: Moderation Team

17:00 Uhr Kaffeepause

17:15 Uhr Zusammenfassung der Punkte für die Resolution und Ausblick

17:30 Uhr Ende / Verabschiedung

 

Für organisatorische Fragen oder weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Professor Krambach oder das Büro von Thorsten Rohé unter tel  0151-70 30 88 65 oder E-MAIL thorstenrohe@t-online.de

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und das wir Sie/Euch in Berlin begrüßen dürfen.

Mit den besten Grüßen

Professor Dr. Kurt Krambach - PD Dr. Karl Martin Born - Sören Bronsert - Thorsten Rohé


Sozialminister Baaske: Viele ländliche Regionen Brandenburgs verlieren Einwohnerinnen und Einwohner

(05.04.2013)

Mit dem Projekt „Dorfkümmerer“ unterstützt das Brandenburger Sozialministerium mit Hilfe des ESF und des Generali Zukunftsfonds Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich dieser Entwicklung entgegenstellen und sich für die Zukunft ihrer Orte einsetzen. Die Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) für das Projekt in 2012/2013 von insgesamt rund 100.000 Euro fliessen an iq consult.

http://www.masf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.327029.de

Die ZEIT: Sollen wir die Dörfer aufgeben?

(05.04.2013)

in dieser Woche befasst sich die "ZEIT im Osten" auf drei Seiten mit dem Thema Demografie: Sollen wir die Dörfer aufgeben?

Eine Streitschrift aus Sachsen-Anhalt provoziert: Der Staat könne sich seine Provinz nicht mehr leisten. Muss, wer auf dem Land leben will, künftig selbst für seinen Wohlstand sorgen?

Außerdem: Wie Staatskanzleichef Johannes Beermann den Polen erklärt, dass die demografische Entwicklung mehr Chance als Problem sei.

Und: Der Journalist Wulf Stibenz wohnt in einem Lausitzer Waldhaus, im Nirgendwo. Ein Korrespondentenbericht von dort, wo der demografische Wandel längst vollzogen ist.

DIE ZEIT jetzt am Kiosk. www.zeit.de/diesewoche



Tag der Dörfer 2013 im Spreewalddorf Raddusch

(28.03.2013)

6. Tag der Dörfer 2013 in Raddusch – „Dorf heißt Zukunft“

 

Erstmalig in der Spreewaldregion

Ein Angebot für Bildung und Netzwerkarbeit im ländlichen Raum

 

 

Der Verein Brandenburg 21 e.V. plant gemeinsam mit dem Dorf Raddusch – einem Ortsteil der Stadt Vetschau - die Durchführung des „Tag der Dörfer“ am 19. Oktober 2013.

 

In mehreren Regionen Brandenburgs hat eine derartige Veranstaltung mit unterschiedlichen Themensetzungen bereits stattgefunden. Im Jahr 2013 soll der „Tag der Dörfer“ auf dieser Ebene erstmals Einwohner und Dörfer des Spreewalds zusammenführen. Eingeladen sind darüber hinaus alle Dörfer des Landes Brandenburg, um ihre Erfahrungen bei der ländlichen Entwicklung auszutauschen. Die Dörfer wollen diskutieren, wie das Thema „Dorf heißt Zukunft“ in Projekte für die kommenden Jahre umzusetzen ist und wie dabei auf die spezifischen Rahmenbedingungen der Region und der Landschaft eingegangen und sensibilisiert werden kann. Der „Tag der Dörfer“ ist eine Tagesveranstaltung mit verschiedenen Vorträgen, spezifischen Arbeitsgruppen und Gesprächsrunden. Die Teilnehmerzahl wird mit bis zu 120 Personen kalkuliert.

 

Ziel der Veranstaltung ist es, durch Kompetenzaustausch, gegenseitiger Engagement- und Motivationsstärkung und dem Ausloten von politischen Rahmenbedingungen Eckpunkte zu erarbeiten, um den ländlichen Raum als zukunftsfähigen und leistungsstarken Arbeits-, Lebens- und Erlebnisort zu entwickeln.

 

 

 

Hintergrund

Die Arbeitsgemeinschaft „Lebendige Dörfer“ im Verein Brandenburg wurde 2005  gegründet. In ihr arbeiten landesweit Praktiker, Wissenschaftler und Multiplikatoren zusammen, mit dem Ziel die Dorfgemeinschaften darin zu stärken, ihre Potentiale zu entfalten und die örtliche Lebensqualität zu verbessern.[1] 2008 wurde das Konzept beschlossen mit den folgenden Zielen:

  • Kommunikation und Erfahrungsaustausch zwischen Dörfern fördern;
  • Nachhaltige Dorfentwicklung durch Bürgerengagement unterstützen;
  • Innovative bürgerschaftliche Ansätze von Dorfvereinen / Ortsvorstehern etc. publik machen;
  • Zusammenarbeit zwischen Dörfern mit dem Charakter einer Dorfbewegung entwickeln;
  • Dörfliche Interessen an die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger streuen;
  • Zum Prozess der politischen Willensbildung und Lobbyarbeit für nachhaltige Dorfentwicklung beitragen

 

 

 

Zu unseren Angeboten gehören:

  • Kommunikation über das Internetportal www.lebendige-doerfer.de einschl. eines Newspaper
  • Die jährlichen landesweiten Tage der Dörfer
  • InfoBriefe der AG Dorf (kostenlos per email über )
  • Aktivierende Dorfbefragungen (PLA-Methode „Küchentischgespräche“)
  • Wanderausstellung mit beispielhaften Erfahrungen aus und von Dörfern

 

Viele Dörfer in den ländlichen Regionen haben ähnliche Probleme: demografischer Wandel, Verlust der Infrastruktur, verödete Dorfkerne. Um die Dorfgemeinschaft „in Gang“, d.h. lebendig zu halten gilt es den Spagat zwischen Beruf, Familie und Arbeit für die Dorfgemeinschaft zu meistern, Gleichgesinnte zu finden, zu aktivieren, um die Entwicklung im Dorf positiv zu befördern. Seit 2007 findet darum jährlich ein  landesweiter TAG DER DÖRFER im Land Brandenburg nach dem der Vorbild der Ländlichen Parlamente in Schweden statt, jeweils in Kooperation mit lokalen Partnern und in wechselnden Regionen. Wichtige Themen waren – immer unter dem Aspekt, was die Dörfer aus eigener Kraft tun können: „Dorfökonomie und regionale Wertschöpfung“, „Wie dem demografischen Wandel aktiv begegnen?“, „Dörfliche Eigeninitiative und die Lebendigkeit von Dörfern“ und „Leben und Arbeiten in der Kulturlandschaft“.

 

Der „Tag der Dörfer“ dient dem systematischen Erfahrungsaustausch der Dorfbewohner untereinander, Begegnungen mit Politikern und Akteuren, dem Knüpfen neuer Verbindungen und der Vermittlung von Know-how und praktische Hilfe für die Herausforderungen der Dorfentwicklung. Die Ergebnisse sind auf andere Regionen in Brandenburg übertragbar. Seit 2011 berichten die Ausrichter vorhergehender Tage der Dörfer darüber, welche Entwicklungen in der Region vorangeschritten sind und wo es weiterer Unterstützung bedarf. So wird sichergestellt, dass die Ergebnisse nicht „verpuffen“ und einer nachhaltigen Dorfentwicklung – die immer auch ein dynamischer Prozess ist – dienen.

 

Erstmalig in der Spreewaldregion:

Schwerpunkt 2013 ist die Auseinandersetzung mit demokratischen Instrumenten in der Dorfentwicklung, wie z.B. dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und den Dörfernetzwerken auf  regionaler, landesweiter und bundesweiter Ebene. Vor dem Hintergrund der geplanten Gebietsreform im Land Brandenburg besteht in den Dörfern ganz aktuell Diskussionsbedarf über die Rolle der Ortsbeiräte (Arbeitstitel: Starke Ortsbeiräte – Starke Dörfer: Was ist leistbar, was muss geändert werden?) und über die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung in immer größer werdenden Einheiten. Instrumente, wie der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ regen an, über den Tellerrand zu blicken. Die positive Energie, die der Wettbewerb freisetzt, macht Chancen deutlich, lässt aber auch Grenzen erkennen, die ein Dorf alleine nicht bewältigen kann. Raddusch ist der OSL-Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2012. Alle teilnehmenden Dörfer der Spreewaldregion erhalten auf dem „Tag der Dörfer“ die Möglichkeit der gemeinsamen Präsentation, des Austausches und der gemeinschaftlichen, nachhaltigen Weiterentwicklung der Ideen des Wettbewerbes in der Spreewaldregion über den Wettbewerbszeitraumes hinaus. Das gemeinsame Engagement ist auf andere Regionen in Brandenburg übertragbar.

 



[1] Weitere Informationen unter www.lebendige-doerfer.de

und zur deutschlandweiten Vernetzung unter:www.netzwerk-laendlischer-raum.de/dorf

Nahversorgung in ländlichen Räumen, Studie erschienen

(19.02.2013)

Eine neue Veröffentlichung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung beleuchtet die Nahversorgung in ländlichen Räumen. Die vom Johann Heinrich von Thünen-Institut erarbeitete Studie gibt einen Überblick über die Situation in Deutschland, ausgewählte europäische Beispiele und aktuelle Handlungsansätze zur Sicherung der ländlichen Nahversorgung.

Die vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) wissenschaftlich begleitete Untersuchung beschreibt im ersten Teil den Forschungsstand sowie die unterstützenden Instrumente der Raumordnung und Förderpolitik.

Anschließend werden verschiedene Versorgungskonzepte im Hinblick auf ihren Beitrag zur Nahversorgung, ihre soziale Funktion, ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit und ihre Übertragbarkeit untersucht und bewertet. Für die Untersuchung wurden im Rahmen des Forschungsprojektes nach einer großangelegten Querschnittsanalyse vier Standorte genauer untersucht.

Zur Nutzung internationaler Erfahrungen für die deutsche Diskussion wurden außerdem sechs Länderbeispiele mittels Literatur- und Internetrecherche skizziert und mit Blick auf einen möglichen Vorbildcharakter für die Nahversorgung ländlicher Räume in Deutschland betrachtet.

Schließlich wurden Experteninterviews mit Vertretern übergeordneter Organisationen geführt, um die ermittelten Versorgungsansätze in die weitere Diskussion einzubetten und Handlungsempfehlungen formulieren zu können.

Aus den Ergebnissen der Untersuchung werden Empfehlungen für die Raumentwicklungspolitik abgeleitet.

Grüne Woche 2013 - WIR waren dabei!

(31.01.2013)

Berlin/Breese (cw). Große Aufregung herrschte am vergangenen

Samstag an der Breeser Waldschule. Der Bus stand bereit und

es ging los Richtung Berlin. Etwa 50 Fahrgäste aus der Gemeinde stiegen ein. Eingeladen hatten die Verantwortlichen zum Thema,,Lust

aufs Land" und die Gemeinde Breese durfte sich in der Halle 4.2 präsentieren.

 

mehr... (siehe Pressemeldung, WochenSpiegel vom 26.01.2013)

[Pressemeldung]

Foto zur Meldung: Grüne Woche 2013 - WIR waren dabei!
Foto: Grüne Woche 2013 - WIR waren dabei!

Kostenlose Informationen zum Stromsparen im Internet

(23.01.2013)

Mit der Internetplattform der Stromsparinitiative stehen jetzt viele Aktivitäten zur Stromberatung unter einem Dach kostenlos zur Verfügung. Mit dem Online-Ratgeber kann der Verbrauch im eigenen Haushalt eingeordnet und herausgefunden werden, welche Einsparpotenziale vorhanden sind. Je nach Bedarf kann man zwischen den kostengünstigsten, schnellsten und wirksamsten Stromspar-Tipps auswählen. Kontaktdaten von Experten vor Ort sind nach Eingabe der Postleitzahl abrufbar.

Zu finden sind auch weiterführende Links u.a. zu Stromspartipps des Umweltbundesamtes, zur Broschüre „Energie clever nutzen“ des Bundesumweltministeriums (mit Energiewegweisern in den Bereichen Haushalt, Unterhaltung, Büro, Bauen und Sanieren, Heizen, Warmwasser und Strom) sowie zur Broschüre „99 Wege Strom zu sparen“ des Ökoinstituts und der Verbraucherzentrale NRW.

Ft.

Quelle: Ztschr. Umwelt, Januar 2013, S. 11-13 (Hrsg.: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)

[Internetplattform "Energiewende - die Stromsparinitiative"]

Kulturdenkmal des Jahres 2013

(18.12.2012)

Der Bund Heimat und Umwelt BHU präsentiert historische Amts- und Rathäuser als Kulturdenkmal des Jahres 2013. Durch Eingemeindungen erlitten viele dieser historischen Denkmäler einen Funktionsverlust. Die Gebäude repräsentieren hoheitliche Selbstständigkeit und sind heute wichtig zum Erhalt der Kulturlandschaft.

 

Brandenburg 21 unterstützt das Projekt Kulturdenkmal des Jahres 2013. Das Alte Amtshaus Golzow bei Brandenburg (Foto) wurde 1717 als erstes Landratsamt des heutigen Landkreises Potsdam-Mittelmark errichtet. Der in Brandenburg inzwischen seltene historische Fachwerkbau steht unter Denkmalschutz. Brandenburg 21 möchte im Jahr 2013 auf Kulturdenkmale hinweisen. Zur Veranstaltung in Golzow werden Mitstreiter gesucht, bitte melden unter .  

Foto zur Meldung: Kulturdenkmal des Jahres 2013
Foto: Kulturdenkmal des Jahres 2013

Dörferbefragung als Bürgerbeteiligung im ländlichen Raum

(18.12.2012)

Dörferbefragung

Brandenburg 21 hat zusammen mit Hochschulen inzwischen drei Runden Dörferbefragung durchgeführt: 2006 fünf Dörfer in Brandenburg, hier der Abschlussbericht eines der ersten Dörfer

http://www.die-havel.de/F%C3%B6rderverein%20Mittlere%20Havel-Dateien/Dorfergebnisbericht%20Deetz_Endfassung.pdf.

2009 wurden alle sechzehn Dörfer der Gemeinde Wiesenburg befragt  http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/band1_gemeindewiesenburg_mark20_1_2009.pdf. Die aktuelle Dörferbefragung von 2012 umfasst zehn Ortsteile und Dörfer sowie die Kernstadt Storkow  http://www.hnee.de/Master-Studiengaenge/Regionalentwicklung-und-Naturschutz/Doerferbefragung-in-Storkow-E6329.htm.

 

Die Methode Dörferbefragung hat sich bewährt. Brandenburg 21 möchte die Dörferbefragung Gemeinden in Brandenburg als Standardinstrument zur Bürgerbeteiligung empfehlen. Im LEADER-Prozess könnte die Dörferbefragung dem zielgerichteten Einsatz von Fördermitteln dienen.

 

Aufruf: Brandenburg 21 bittet um eure Einschätzungen zum Instrument Dörferbefragung. Reaktionen bitte an

Kulturerbe erhalten

(06.12.2012)

Volkslieder und Märchen, Jahrmarktskultur oder das deutsche Brot gehören zum kulturellen Erbe. Die Vielfalt des Kulturerbes geht über Kunstwerke, Gebäude und historische Städte  hinaus. Brandenburg 21 begrüßt den Beitritt Deutschlands zum UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes.

Die Bürger in Brandenburg lieben ihre Heimat. In fast jedem Dorf gibt es einen Heimat- oder Kulturverein. Über das Dorf hinaus auf Regional- und Landesebene fehlt hingegen weitgehend bürgerschaftliches Engagement. Der landesweite Nachhaltigkeitsverein Brandenburg 21 ist Landesverband im Bund Heimat und Umwelt BHU. Mit seiner AG Lebendige Dörfer gibt Brandenburg 21 Dörfern eine Stimme und trägt damit zum Erhalt von Heimat bei.

Kontakt: www.lebendige.doerfer.de und www.nachhaltig-in-brandenburg.de

Studie zur Dörferbefragung erschienen

(19.11.2012)

Dörferbefragung in Storkow

34 Studenten der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde HNEE befragten die Bürger der Dörfer von Storkow und werteten 294 Fragebögen aus. Herausgekommen ist ein 165-seitiger Bericht zu Stärken, Problemen, Wünschen, Potenzialen und Ideen aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner. Am 30. Oktober 2012 übergab Benjamin Nölting im Namen der Studierenden den Bericht an die Bürgermeisterin Frau Schulze-Ludwig im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung.

[Text Dörferbefragung]

Lädchen für das Land

(01.10.2012)

Lädchen für das Land

LEBENSMITTEL Wer auf dem Dorf lebt, muss für den Einkauf oft in die nächste Stadt. Minimärkte sollen das ändern

aus der TAZ! vom 15.09.2012:

 

http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=wu&dig=2012%2F09%2F15%2Fa0020&cHash=807493acdbd9344bfd51fff9926ce5d2

Landsbygdsriksdag: Cornelia Behm (MdB) besucht internationale Dorfkonferenz in Schweden

(30.09.2012)

Cornelia Behm besuchte vom 6. bis 8. September 2012 im Rahmen einer Delegationsreise des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Deutschen Bundestag die Dorfkonferenz(„Landsbygdsriksdag“) in der schwedischen Provinz Blekinge.

 

Ebenfalls mit dabei waren Dr. Ulrike Schumacher und Holger Ackermann (Arbeitsgemeinschaft Lebendige Dörfer im Verein Brandenburg 21), Prof. Kurt Krambach (Vorstandsmitglied von ERCA und Mitglied der Initiativgruppe Dorfbewegung in Deutschland) sowie Mirko Klich aus Thüringen (Initiativgruppe Dorfbewegung in Deutschland).

 

Im Zentrum der internationalen Tagung mit Gästen aus ganz Europa standen die Potentiale einer in Entscheidungsprozesse eingebundenen Zivilgesellschaft sowie die Rolle gerade jüngerer lokaler TrägerInnen von Entwicklungsprojektenin ländlichen Räumen. Außerdem gab es ein Programm für ausländische Gäste, welches sich u.a. mit der Rolle der nationalen und europäischen Politik befasste.

  

Im Ergebnis Ihres Besuchs der 12. Dorfkonferenz in Ronneby, Schweden vom 6. bis 8. September erklärt Cornelia Behm, Sprecherin für Ländliche Entwicklung:

 

„Bei der Dorfkonferenz in Ronneby ging es nicht nur um die Frage, wie die Zukunft der ländlichen Räume gestaltet werden soll, sondern auch darum, wer diese Aufgabe überhaupt übernehmen wird. In einer Fülle von Vorträgen, Seminaren, Diskussionsrunden, Exkursionen und kulturellen Beiträgen wurden die Themen, mit denen sich Menschen in ländlichen Räumen beschäftigen (müssen), beleuchtet. Erstaunlich war die Resonanz: Die etwa 800 TeilnehmerInnen beteiligten sich in diesen vier Tagen engagiert daran Lösungen zu finden, wie der ländliche Raum lebenswert bleibt.

 

Die Veranstalter der Dorfkonferenz, die Bewegung ‚Ganz Schweden soll leben‘ hatten aber nicht nur viele Dorfaktionsgruppen aus Schweden und aller Welt eingeladen, sondern auch zahlreiche MinisterInnen aus dem schwedischen Kabinett sowie Parteivorsitzende. Sie alle versicherten, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die ländliche Entwicklung verbessern zu wollen und versprachen eine nicht unerhebliche Aufstockung der finanziellen Mittel, insbesondere für den Ausbau des schnellen Internets. Hier zeigte der Druck des ländlichen Schwedens auf die Politik erste Erfolge.

 

Angesichts der Tatsache, dass PolitikerInnen nach der Legislaturperiode

wechseln, können sich kaum feste Beziehungen zwischen Aktionsgruppen und Politik herausbilden. Dieses Problem ist in allen Ländern das gleiche. Um so wichtiger ist es doch, dass Staaten eine Strategie für die ländliche Entwicklung haben. Hier sind bspw. Finnland und Schweden deutlich weiter als Deutschland, wenn auch dort die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

 

Inzwischen rufen viele europäische Dorfbewegungen in regelmäßigen Abständen sogenannte Dorfparlamente ein. In Schottland soll das erste im nächten September stattfinden. Die TeilnehmerInnen aus Deutschland wären froh, wenn wir hier bald nachziehen würden. Ich als Bundespolitikerin würde das sehr begrüßen und mit Kräften unterstützen. Schließlich wissen die Menschen auf dem Land am besten, was für sie gut ist. Nur die Zusammenarbeit auf Augenhöhe von ländlichen Bewegungen, Verwaltung und Politik kann dafür sorgen, dass ganz Deutschland lebt.“

 

[Pressemitteilung MdB Cornelia Behm ]

Foto zur Meldung: Landsbygdsriksdag: Cornelia Behm (MdB) besucht internationale Dorfkonferenz in Schweden
Foto: Landsbygdsriksdag: Cornelia Behm (MdB) besucht internationale Dorfkonferenz in Schweden

Eine Stimme für die Landbevölkerung in EUROPA

(27.09.2012)

Pressemiteilung über ein „Europäisches Ländliches Parlament“, das während des 12. Ländlichen Parlaments von Schweden (6. – 9. September 2012) beschlossen wurde.

 

Die schwedische Ländliche Parlament, das vom 6. bis 9. September in Ronneby / Südschweden stattfand, setzte den Ausgangspunkt für eine Entwicklung von europäischer Bedeutung. Die Fusion von zwei pan-europäischen ländlichen Netzwerken, der Europäischen Ländlichen Allianz ERA (European Rural Alliance ) und der Vereinigung der Dorfbewegungen in Europa ERCA (European Rural Community Association) wird den Weg ebnen für ein bedeutendes Netzwerk, das der Landbevölkerung aus ganz Europa eine gewaltige Stimme verleiht, die es  ermöglicht, die politischen Entscheidungsträger in Brüssel zu erreichen. Überdies wird es den Tausenden Dörfern aus ganz Europa die Möglichkeit geben, Kontakte zu knüpfen und ihre Erfahrungen in der ländlichen Entwicklung auszutauschen.

 
Die europäischen Netzwerke für den ländlichen Raum haben sich zudem verpflichtet, das erste Europäische Ländliche Parlament zu veranstalten, das innerhalb der nächsten 2 Jahre stattfinden soll. Das wird die Möglichkeit einer direkten Verbindung mit den Politikern und Entscheidungsträgern sowohl auf der europäischen als auch auf der nationalen Ebene geben. Staffan Bond, Hauptmanager der schwedischen Dorfbewegung „Ganz Schweden soll leben“  (Hela Sverige skal leva), sagte:" Ich bin froh, dass wir beschlossen haben, diese beiden Netze zusammenführen. Einigkeit gibt Kraft! Die breite Unterstützung für ein Europäisches Ländliches Parlament macht einen weiteren wichtigen Schritt möglich. Ich hoffe, wir können das erste zivilgesellschaftliche Europäische Ländliche Parlament schon im Spätherbst 2013 in Brüssel veranstalten und werden dabei von Mitgliedern des Europäischen Parlaments (MEPs) verschiedener Länder unterstützt. Engagierte schwedische Europaabgeordnete haben bereits zu einem entsprechenden Vorbereitungstreffen eingeladen.

 

Indem er diese bedeutsamen Ergebnisse würdigte, sagte Eero Uusitalo, Präsident der Europäischen Ländlichen Allianz (ERA): "Ländliche Angelegenheiten sind so komplex und haben somit so viele verschiedene Interessengruppen, dass wir  Schritt für Schritt eine gemeinsame europäische ländliche Stimme erheben und eine entsprechende Politik erreichen müssen. Wenn wir vorwärts kommen wollen, was wir ja auch anstreben, brauchen wir eine gemeinsame Plattform, um unsere gemeinsamen europäischen ländlichen Angelegenheiten und Probleme zu bewältigen. Dies wird es uns ermöglichen, aus dem Wissen aus den Erfahrungen überall in Europa zu profitieren und politischen Einfluss zu erlangen Die EU braucht einen echten zivilgesellschaftlichen ländlichen Partner, um gemeinsam die EU-Instrumente für die ländliche Entwicklung zu verbessern.


Bert Broekhuis, Präsident der Europäischen Vereinigung der Dorfbewegungen(ERCA)  sagte: "Im ländlichen Raum leben viele unterschiedliche Menschen und wir haben dort die unterschiedlichsten   Arbeitsverhältnisses; Ländliche Politik muss das berücksichtigen, wenn wir weiterhin lebensfähige Dörfer sichern wollen. Wir begrüßen die Einbeziehung aller ländlichen Interessen und Akteure in dieses Netzwerk und wir repräsentieren die breiten Interessen der ländlichen Regionen. Die neue Organisation wird ein Partner der EU und der nationalen Regierungen sein und wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit."

 


HINWEISE

Die European Rural Community Association (ERCA) ist das Netzwerk der nationalen und regionalen Dorfbewegungen in Europa; es nimmt Anteil an deren Arbeit und will sie stärken und es gibt den Dörfern die Möglichkeit, ihre Stimme zu erheben.


Website: http://www.ruralcommunities.eu
Kontakt für Informationen: Staffan Bond:  0046-70-5341350

Die European Rural Alliance (ERA) ist eine Plattform für die Koordination und Artikulation der Interessen der ländlichen Netzwerke in ganz Europa.
Website: http://www.europeanrural.eu
Kontakt für Informationen: Peter Backa:    0035840590444

[ERCA ERA Press release 2012_09_17]

Artikel zu Kulturlandschaften in Brandenburg erschienen

(09.09.2012)

In der Fachzeitschrift Brandenburgische Denkmalpflege 2012 Heft 1 erschien der Artikel "Kulturlandschaft Lenzer Wische". In den Anmerkungen verweist die Autorin Irmelin Küttner mehrfach auf Veröffentlichungen des Bund Heimat und Umwelt BHU, dessen Landesverband Brandenburg 21 ist. Auch wird das Gründungsmitglied von Brandenburg 21 Silke Stöber zitiert mit dem Artikel "Zwischen Landflucht und Lebens(t)raum. Wege zu lebendigen Dörfern in Brandenburg".

Tag der Dörfer 2012 fällt aus

(27.08.2012)

Der für den 13. Oktober 2012 geplante landesweite 6. Tag der Dörfer fällt in diesem Jahr leider aus, da bis zum jetztigen Zeitpunkt keine Zusage für eine finanzielle Unterstützung erfolgte.

 

 

 

Dorfbewegung in Deutschland - Anmeldevordruck für Dörfer

(21.07.2012)

von Sören Bronsert, Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume, Bonn:

Mitte letzten Jahres trafen sich 25O Dorfakteure aus ganz Deutschland mit Vertretern der Vereinigung von Dorfbewegungen europäischer Länder auf einer internationalen Konferenz in Berlin. Neben aktuellen Fragen der Dorfentwicklung diskutierten die Teilnehmer anhand internationaler Erfahrungen auch die Umsetzungsmöglichkeiten
von Dorfbewegungen in Deutschland. Ein wesentliches Ergebnis: Dörfer kommen in Bewegung.

Nach dem Prinzip ,,Wir bewegen uns selbst" stößt die ldee einer Dorfbewegung auf starkes lnteresse. ln kurzer Zeit haben sich Ansprechpartner in einigen Bundesländern gefunden. Sie übernehmen eine koordinierende Aufgabe und sind Multiplikatoren im Rahmen der sich formierenden Dorfbewegung. Die Initiativgruppe möchte gemeinsam mit anderen Dorfgemeinschaften aus verschiedenen Bundesländern regionale sowie ein bundesweites Netzwerk ins Leben rufen.

Warum braucht Deutschland eine Stimme für die Dörfer?
Es gibt vor allem drei Gründe für ein Dorf , Teil einer Dorfbewegung zu werden: Eine Vernetzung der Dörfer auf kommunaler, regionaler oder Landesebene ermöglicht systematischen Erfahrungsaustausch, Vermittlung von Know-how und praktische Hilfe für die Herausforderungen der Dorfentwicklung. Zusammen sind die Dörfer stärker, sie können ihre lnteressen im näheren Umfeld, in der Gemeinde oder in der Region gemeinsam vertreten. Vereint kann sie wichtige lmpulse für die Ausgestaltung der ländlichen Strukturentwicklung sowie für die Dorferneuerung und -entwicklung geben.

 

Wir laden alle engagierten Dorfbewohner und Vertreter von Dorfvereinen und Oftsbeiräten ein, sich aktiv in die Entstehung einer Dorfbewegung einzubringen.


Kontakt: Arbeitsgemeinschaft „Lebendige Dörfer“
im Verein Brandenburg 21 e.V., Lindenstr. 34,
Haus der Natur Potsdam,

 

weitere Informationen: http://www.lebendige-doerfer.de/texte/seite.php?id=112207

 

 

Anmeldevordruck für Dörfer im Download.

[Rückmeldeformular]

Foto zur Meldung: Dorfbewegung in Deutschland - Anmeldevordruck für Dörfer
Foto: Dorfbewegung in Deutschland - Anmeldevordruck für Dörfer

Präsentation der Abschlussveranstaltung zur Dörferbefragung in Storkow

(10.07.2012)

Die Studenten der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberrswalde haben eine Präsentation zur Abschlussveranstaltung der Dörferbefragung in Storkow den Bürgern vorgestellt (Anlage).

[Download]

Kunst fürs Dorf - Dörfer für Kunst

(07.07.2012)

Die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft lädt Dörfer mit bis zu 3000 Einwohnern aus dem gesamten Bundesgebiet ein, sich um die Teilnahme an ihrem Projekt "Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst 2013" zu bewerben. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2012

 

Von April bis September 2013 werden drei von einer Fachjury ausgewählte Dörfer bei sich einen Künstler beherbergen, der in engem Austausch mit den Bewohnern des Ortes ein künstlerisches Projekt realisiert.

 

Die Stiftung übernimmt das Honorar für die Künstler in Höhe von je 20.000 Euro, die Dörfer stellen ihnen Wohnung und Atelier zur Verfügung.

 

Die Ausschreibungsunterlagen stehen unter www.doerfer-fuer-kunst.de zum Download bereit.

 

Schriftliche Bewerbungen bitte bis zum 30. September 2012 an:

Landschafft! Deutsche Stiftung Kulturlandschaft
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin

 

Gut besuchte Präsentation der Dörferbefragung in Burg Storkow

(23.06.2012)

Mehr als sechzig Bürger interessierten sich am Freitag auf Burg Storkow für die Dorfposter und diskutierten mit Studenten die Erfahrungen von einer anstrengenden Befragungswoche. Bürgermeisterin Schulze-Ludwig bescheinigte den Studenten Erfolg und lud zu einem erneuten Besuch im kommenden Jahr ein. Der landesweite Nachhaltigkeitsverein Bandenburg 21 erläuterte in Storkow die Methode Dörferbefragung. Der Kontakt in den Dörfern war besonders dank der engagierten Ortsbürgermeister herzlich und intensiv. Eine Dokumentation wird von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde zum Herbst erstellt.   

Dörferbefragung in Storkow

(13.06.2012)

32 Studenten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde sind für 5 Tage in den Dörfern der Stadt Storkow unterwegs und befragen die Bürger nach ihren Wünschen. Brandenburg 21 führt seit Jahren Dörferbefragungen durch mit dem Ziel, die Bürger stärker in die Entwicklung der Dörfer einzubinden.

 

„Angesichts des demografischen Wandels haben nur „Lebendige Dörfer“ mit engagierten Bürgern eine Zukunft“, so der Vorsitzende Chris Rappaport.  Brandenburg 21 unterstützt mit Dörferbefragungen die Bürger im ländlichen Raum, mehr als nur bei den Pflichtaufgaben der Gemeinden stehen zu bleiben.  Angeregt von Vorbildern aus Skandinavien arbeitet der landesweite Nachhaltigkeitsverein an einem landesweiten Netzwerk „Lebendiger Dörfer“. Die Ergebnisse der derzeitigen Dörferbefragung werden am Freitag, den 22. Juni um 15 Uhr in Burg Storkow zusammen mit der Stadt und der Hochschule vorgestellt.    

 

die Studenten sind gut angekündigt:

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1024930/

und

http://www.blickpunkt-brandenburg.de/nachrichten/suche.html?ort=Storkow&os=1

 

Kontakt:

Holger Ackermann

OT Groß Schauen

15859 Storkow (Mark)

 

Tel. 03 36 78 - 6 29 71

E-Mail:

 

oder

 

Dr. Benjamin Nölting

Gastprofessur Regionalentwicklung

Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)

Friedrich-Ebert-Str. 28; D-16225 Eberswalde

Tel.: 03334/657 335

Fax: 03334/657 282

E-mail:

www.hnee.de/run

 

 

 

Dokumentation der Konferenz "Mehr Nachhaltigkeit für Brandenburg" erschienen

(19.04.2012)

Im Frühjahr 2011 lud die Landtagsfraktion der LINKEN zu einer Diskussion des Eckpunktpapiers des Landesnachhaltigkeitsstrategie ein.

In der Broschüre sind nun  nachzulesen:

  • die Position der Fraktion der LINKEN, vorgetragen durch Umweltministerin Anita Tack
  • Empfehlungen des Nachhaltigkeitsbeirats des Landes Brandenburg, vorgestellt durch Prof. Dr. Manfred Stock
  • sowie erste Stellungnahmen ausgewählter Initiativen im Land, darunter :
 
  • der Städte- und Gemeindebund Brandenburg e.V.,  Karl-Ludwig Böttcher
 
  • der DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach
 
  • die Landesbauernverband Brandenburg e.V. , Uwe Tiet
 
  • die anerkannten Naturschutzverbände, Franziska Sperfeld
 
  • der Brandenburg 21 e.V., Marion Piek
 
  • die ANU Brandenburg, Mareike Lehnert
 
  • der VENROB e.V., Uwe Prüfer
   

 

[Broschüre ]

Wanderausstellung "Lebendige Dörfer" ist in Seelow zu besichtigen

(13.04.2012)

Am 12. April 2012 wurde im Foyer des Landratsamtes des  Landkreises Märkisch-Oderland in Seelow die Wanderausstellung "Lebendige Dörfer" eröffnet.

 

Bei der Eröffnungsveranstaltung übergaben Chris Rappaport und Marion Piek (beide Vorstand von Brandenburg 21) und Christian Schäfer (stellvertretender Sprecher der AG Lebendige Dörfer im Verein Brandenburg 21) die "Golzower Erklärung" vom 5. Tag der Dörfer 2011 "Leben und Arbeiten in der Kulturlandschaft" an Landrat Gernot Schmidt und Bürgermeister Klaus-Dieter Lehmann.

 

Jutta Lieske (MdL) zog als Moderatorin des 5. Tags der Dörfer eine positive Bilanz und betonte seine Bedeutung für die Vernetzung von Dörfern und der Stärkung ihrer Eigenverantwortung und Selbstorganisation.

 

Die Ausstellung ist  für einen Monat im Foyer des Landratsamts Seelow zu sehen. Alle Interessierten sind herzlich zu einem Besuch eingeladen. Danach wandert sie in das Oderbruchdorf Golzow.

 

[Dokumentation des ]

[Informationen zur Wanderaustellung]

Foto zur Meldung: Wanderausstellung "Lebendige Dörfer" ist in Seelow zu besichtigen
Foto: Wanderausstellung "Lebendige Dörfer" ist in Seelow zu besichtigen

Grundtvigprojekt auf Studienreise in der Slowakei

(05.04.2012)

PRESS RELEASE

 

The last phase of the European Project Capacities Over 50’ As Rural Development Tool (popularly called 50+) is getting started: the project is co-financed by the European Commission within the Learning Partnership of the LLP – Grundtvig Programme.

After over a year of activity, the ten partner organizations, next 11th April, will meet in Bratislava (Slovak Republic) so as to start the last itinerant study tour organized by the Rural Organization for Community Activity of Banska Bystrica.

This visit will enable the participants to learn how people, especially adults aged over 50 living in rural areas of the Slovak Republic, can contribute to the social and economic development of their region: all this can be possible by means of visits to local development projects realised at local or national level.

The study tour will last up to April 14th: during these days all the participants will also have the possibility to share and exchange ideas for the follow-up of the project.

The last step will be the project meeting inSloveniaon next June.

We remind you that the project Capacities Over 50’s As Rural Development Tool aims at collecting the good practices of rural development strategies, which involve people over 50, carried out at national level and transferable to other European countries.

For more information about the project please contact Ms. Tvrdonova by email:

German contact: Silke Last, E-mail:   

 

more: http://www.lebendige-doerfer.de/texte/seite.php?id=103144

 

 

Gründen wir eine Dorfbewegung!

(31.03.2012)

Dorfbewegung ab sofort online!

(Zeichnung Heyko Stöber i.R.d. ERCA/rls Dorfkonferenz 2011)

 

Die Initiative zur Gründung einer Dorfbewegung in Deutschland  hat nun einen ersten gemeinsamen Internetauftritt auf der Website der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Raume (dvs).

 

Pünktlich zum Erscheinen der neuen Ausgabe des Magazins LandInForm 01/2012 mit dem offiziellen Aufruf ist der Link www.netzwerk-laendlicher-raum.de/dorf freigeschaltet.

 

Die Website dient als gemeinsame Plattform der Dorfbewegung. Dort finden Sie erste Informationen zu dieser Initiative.

 

Dörfer für Dörfer - gemeinsam ist man stärker!:

Die Initiative hat einen gemeinsamen Aufruf zur Gründung einer Dorfbewegung in Deutschland mit einem Rückmeldeformular und einer kleinen Themenabfrage verfasst. Ziel des Aufrufes ist es, möglichst

viele Dörfer in allen Bundesländern zum Mitmachen zu gewinnen. Es gilt das Motto: "Dörfer für Dörfer - gemeinsam ist man stärker!"

 

Den Aufruf mit Rückmeldeformular finden Sie hier: 

Aufruf zur Gründung einer Dorfbewegung in Deutschland mit Rückmeldeformular pdf

 

Weitere Informationen:

Gründen wir eine Dorfbewegung: LandInForm 1/12 pdf

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Gründen wir eine Dorfbewegung!
Foto: Gründen wir eine Dorfbewegung!

Dokumentation zum 5. Tag der Dörfer in Golzow

(12.03.2012)

Die Dokumentation des 5. Tags der Dörfer 2011 in Golzow zum Thema "Leben und Arbeiten in der Kulturlandschaft" ist nun erschienen und kann als pdf heruntergelden werden.

[Link zur Dokumentation des 5. Tags der Dörfer 2011 in Golzow]

Golzower Erklärung

(30.01.2012)

 

Ergebnisse des 5. TAG DER DÖRFER im Land Brandenburg

veranstaltet im Landkreis Märkisch Oderland in Golzow am 29. Oktober 2011

Thema: Leben und arbeiten in der Kulturlandschaft

 jetzt online

 

[Golzower Erklärung]

Preisträger des Wettbewerbs zum Tag der Regionen 2011 in Berlin

(30.01.2012)

Im Veranstaltungsjahr 2011 rief das Aktionsbündnis Tag der Regionen in Kooperation mit dem Bundesverband der Regionalbewegung erneut zum bundesweiten Wettbewerb der Aktionen auf.

Die Tag der Regionen Veranstaltungen sollten Inhalte und Botschaften wie die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, nachhaltige Wirtschafts- und Konsumformen, faires Verhalten zu Umwelt und Mitmenschen klar und überzeugend vermitteln. In der Preisverleihungsveranstaltung am 27. Januar auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin überreichte Bundesministerin Ilse Aigner zwei Gewinnern aus Sachsen Anhalt, einem Preisträger aus Sachsen sowie einem aus Hessen die Auszeichnungen.

[Preisträger des Wettbewerbs zum Tag der Regionen 2011 in Berlin vorgestellt]

Schlaglichter „Leben und arbeiten in der Kulturlandschaft“

(17.12.2011)

Bericht "Schlaglichter" zum 5. Tag der der Dörfer am 29. Oktober 2011 erschienen

 

Einen Bericht von der Veranstaltung schrieb Gerold Fierment (Brandenburg 21 e.V.)

Fotos: Silke Last (Brandenburg 21 e.V., AG Lebendige Dörfer)

 

Golzow im Oderbruch – bekannt durch die filmische Langzeitdokumentation „Die Kinder von Golzow“ war 50 Jahre nach Beginn der Filmarbeiten“ (1961 – 2007) Gastgeber für den 5. Tag der Dörfer im Land Brandenburg. Über 100 Teilnehmer tauschten sich darüber aus, wie das Oderbruch als attraktiver Arbeits-, Wirtschafts- und Lebensraum erhalten und gestaltet werden kann. Zukunftsweisende Antworten auf diese Frage gerade im Oderbruch, in dieser durch die menschliche Arbeit entstandenen und nur durch sie zu erhaltenden Kulturlandschaft, sind auch über die Region hinaus interessant.

 

[Download]

Pretschen ist Kreissieger beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

(08.12.2011)

Auf der Kreistagssitzung  am 7.12.2011 zeichneten Kreistagsvorsitzende Uta Tölpe und Landrat Stephan Loge die Gewinner des diesjährigen Kreiswettbewerbs des Landkreises Dahme-Spreewald "Unser Dorf hat Zukunft" aus.

Bereits zum siebenten Mal wurde der Wettstreit um das schöne, aktive und zukunftsorientierte Dorf im Landkreis Dahme-Spreewald durchgeführt. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr acht Orte beteiligt.

Mit 80 von 100 möglichen Punkten wurde Pretschen, ein Ortsteil der Gemeinde Märkische Heide, als Siegerdorf gekürt. Damit verbunden sind ein Preisgeld von 2750 Euro und die Chance, am kommenden Landeswettbewerb teilzunehmen.
Mit nur einem Punkt weniger erreichte die Gemeinde Straupitz den zweiten Platz und erhielt dafür 1600 Euro. Mit 77 Punkten schaffte es der Ortsteil Fürstlich Drehna aus der Stadt Luckau auf den dritten Platz und konnte sich über einen Gewinn von 1100 Euro freuen.

 

Vertreter aus allen anderen teilnehmenden Orten wurden mit einer Urkunde und einer Prämie von 100 Euro geehrte. Dazu zählen die Gemeinden Kümmritz, Kreblitz, Schlabendorf und Zieckau aus der Stadt Luckau sowie Lubolz als Ortsteil von Lübben.

Loge lobte insbesondere die vielfältigen Aktivitäten, die mit großem Engagement auch ohne Einsatz bedeutender Fördermittel in den Gemeinden zur Entwicklung und Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Er bestätigte allen Teilnehmern, dass sich ihre Orte als lebenswerte und entwicklungsfähige Gemeinschaften rühriger und aktiver Bürger dargestellt haben. "In allen Orten wurde das besondere "Wir-Gefühl" zwischen den alt Eingesessenen und den neu Zugezogenen, zwischen Alt und Jung deutlich", sagte er. Dabei sei die Rückbesinnung auf vorhandene Traditionen und deren
Förderung in der örtlichen Gemeinschaft besonders wichtig. In allen Orten wurde die Natur als fester Bestandteil der bisherigen und weiterenEntwicklung einbezogen. Sie stehe dabei für das eigene Lebensgefühl aber auch als Grundlage für einen attraktiven Tourismus. Loge bedauerte, dass sich auch an diesem Wettbewerb keine Gemeinde aus dem nördlichen Kreisgebiet beteiligt habe.

Aufgerufen zur Teilnahme am Wettstreit waren alle Dörfer und Ortsteile, in denen nicht mehr als 3000 Einwohner leben. Die acht teilnehmenden Kommunen wurden von einer Bewertungskommission, die unter Federführung des Landwirtschaftsamtes arbeitete, unter die Lupe genommen. Betrachtet hat dieJury hauptsächlich Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung sowie Landschaftsplanung.

Pressestelle Landkreis Dahme-Spreewald

Dörfer in Aktion - Dörfer rocken den Landtag!

(24.11.2011)

 

Am 24.11.2011 wurden die erfolgreich durchgeführten 41 Aktionen des Thüringer LEADER-Wettbewerbs „Dörfer in Aktion“ (www.doerfer-in-aktion.de) durch Landtagspräsidentin Birgit Diezel im Thüringer Landtag begrüßt. Der „Rhönpaulus“ aus Dermbach (www.rhönpaulus-musical.de) und das Percussion-Ensemble aus Trusetal (eine der prämierten Aktionen) stellten alle durchgeführten Aktionen begeisternd vor. Herr Minister Jürgen Reinholz (TMLFUN) würdigte im Anschluss alle Projektteilnehmer und ihr bürgerschaftliches Engagement. Spontan kam es zu einem gemeinsamen Tommeln des Percussion-Ensembles mit Frau Diezel, Herrn Reinholz und den Abgeordneten. An der Veranstaltung nahmen 150 Personen teil.

 

Im Landtagsgebäude wurden zeitgleich eine Posterausstellung zu den durchgeführten Aktionen und eine Fotoausstellung mit den von Kindern und Jugendlichen gemachten Fotos zum Thema „Mein Lieblingsort in meinem Heimatdorf“ (ein weiteres prämiertes Projekt) gezeigt. Die Dokumentation aller erfolgreich durchgeführten Aktionen liegt in Form einer Broschüre vor.

 

Der Wettbewerb 2010/11, durch den die Umsetzung beispielhafter Ideen der Stärkung gemeinsamer dörflicher Aktivitäten mit einem Sachkostenzuschuss von max. 3000 T€ unterstützt wurden, wurde von den Regionalen Aktionsgruppen Leader „Wartburgregion“, „Henneberger Land“ und „Hildburghausen-Sonneberg“ durchgeführt.

 

Unter dem Motto „Dörfer bewegen das Land!“ wurden am Vormittag die unterschiedlichen Dimensionen des soziales Lebens und Engagements im heutigen mitteleuropäischen Dorf in Deutschland und Thüringen beleuchtet. Es wurden Ansätze dörflicher Selbsthilfe und politischer Unterstützung mit Gästen aus den Bundesländern Brandenburg (AG Lebendige Dörfer/Brandenburg 21), Hessen, Nordrhein-Westfalen (Südwestfalen), Sachsen-Anhalt und Sachsen, mit Abgeordneten des Thüringer Landtages, Vertretern aus Ministerium (TMLFUN) und Behörden sowie mit Akteuren der Thüringer Regionalen Aktionsgruppen (Leader) diskutiert.

 

Ein zentraler Befund war: Es gibt vielfältiges Engagement und Ehrenamt in den Dörfern, das in Thüringen statistisch fast doppelt so hoch wie in den Städten ausfällt – so Herr Dr. Düssel von der Thüringer Ehrenamtsstiftung. Die Dörfer sind lebendig, was auch die durchgeführten 41 Aktionen und der Tag im Landtag zeigen. Auf der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die Organisatoren des Wettbewerbs mit den Vertretern der Aktionen und den anwesenden Abgeordneten die Weiterführung des Wettbewerbs in den nächsten Jahren sowie die Ausweitung auf den gesamten Thüringer Raum. Dafür benötigen jedoch die Dörfer neben ihrer Eigeninitiative auch weiterhin die öffentliche und politische Unterstützung des Landes.

 

Der Wettbewerb „Dörfer in Aktion“ zeigt, dass das Licht in den Thüringer Dörfern noch lange nicht ausgeschaltet ist. Es gibt viele Bürger und Vereine, die das Leben auf dem Dorf und im ländlichen Raum aktiv gestalten. Viele investive Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren zu Recht in den Dörfern getätigt. Nun gilt es, die Entwicklung in den Dörfern, die nur durch die dort lebenden Menschen gestaltet werden kann, nachhaltig zu unterstützen. Dafür werden unbürokratische und verhältnismäßig geringe finanzielle Hilfestellungen benötigt – so eine weitere zentrale Erkenntnis aus der Abschluss-veranstaltung „Dörfer in Aktion“ im Thüringer Landtag.

 

Weitere Informationen:

RAG LEADER Wartburgregion e.V. (c/o IPU Erfurt)
Mirko Klich
Tel.: 0361/55048814; 0361/5660430 (Sekretariat: Frau Malsch)
E-Mail:
Internetseiten: www.doerfer-in-aktion.de; www.rag-wartburgregion.de

 

[Download]

Foto zur Meldung: Dörfer in Aktion - Dörfer rocken den Landtag!
Foto: Dörfer in Aktion - Dörfer rocken den Landtag!

"Tag der Dörfer" in Golzow mit guter Ressonanz durchgeführt

(01.11.2011)

Am 29.10. fand im Oderbruch-Dorf Golzow der 5. Tag der Dörfer statt.

Über 100 Gäste aus ganz Brandenburg fanden sich ein, um zum Thema "Leben und Arbeiten in Kulturlandschaften" gemeinsam zu diskutieren. Am Ende des Tages wurde die Golzower Erklärung verabschiedet, die zuvor von den 4 Arbeitsgruppen erarbeitet worden war:

 

 

  • Jugend mit Zukunft
  • Vereinbarkeit von Kulturlandschaft und Energiewirtschaft
  • Kulturlandschaft als Arbeits- und Wirtschaftsraum
  • Lokale Demokratie und Bürgerschaftliches Engagement für die Kulturlandschaft.

 

Zusammen mit einer Dokumentation des Tages wird die Erklärung in kurzer Zeit auf dem Portal www.lebendige-doerfer.de  eingestellt.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der LAG Oderland, der Gemeinde Golzow und dem Verein Brandenburg 21 durchgeführt mit LEADER-Mitteln und in der Organisation vor Ort von der Arbeitsinititive Letschin unterstützt.

 

Foto zur Meldung: "Tag der Dörfer" in Golzow mit guter Ressonanz durchgeführt
Foto: "Tag der Dörfer" in Golzow mit guter Ressonanz durchgeführt

„Back to the countryside”- Eindrücke vom IX. Ländlichen Parlament der Dörfer Estlands

(31.10.2011)

 „Back to the countryside“- Zurück auf’s Land- lautete das Motto des IX. Ländlichen Parlaments der Dörfer Estlands, das vom 5. – 7. August 2011 in Roosta, Lääne (Westestland) stattfand. Eingeladen hatten die Estländische Dorfbewegung KODUKANT und KODUKANT Läänemae „Unsere Heimat Lääne“. Die Dorfbewegung KODUKANT wurde nach schwedischem Vorbild 1997 gegründet und hat heute  5.000 Mitglieder, bestehend aus über 20 nichtstaatlichen Organisationen, den 15 Regionalvereinen Estlands, vielen Dorfvereinen und weiteren Organisationen.

 

Das „Mobile Ländliche Parlament“ – Kommt in unser Dorf und schaut es Euch an!

Über 40 ausländische Teilnehmer  aus 17 europäischen Ländern nahmen den Aufruf der Dörfer Estlands ernst und nutzten die Gelegenheit, sich während einer 2-tägigen Studienreise, die dem Ländlichen Parlament vorgeschaltet war, mit lokalen Initiativen in den Dörfern auszutauschen und gute Praxisbeispiele vor Ort kennenzulernen. Unter ihnen waren auch Carola Werner und Silke Last von der Arbeitsgemeinschaft „Lebendige Dörfer“ im Verein Brandenburg 21 und Mirko Klich von der RAG LEADER Wartburgregion in Thüringen, um Anregungen zu sammeln zur Vorbereitung  eines Ländlichen Parlamentes in Deutschland.

 

In Workshops diskutierten die Teilnehmer ihre Eindrücke,  tauschten sich aus über Beispiele anderer europäischer Länder und formulierten erste Anregungen für die künftige Dorfentwicklung in Estland. Dabei lag der Schwerpunkt auf zwei Fragestellungen: „Wie können Dorfbewohner noch besser und frühzeitiger in die Entwicklung der ländlichen Räume einbezogen werden und welche Möglichkeiten gibt, es junge Leute zu ermutigen, die lokale Wirtschaft zu entwickeln?“

 

Der Ruf zur Rückkehr – Estlands Werben für das Leben auf dem Land

Doch der Titel „Back to the countyside“ meint noch mehr, er steht für den Ruf zur Rückkehr in die Heimat, zur Rückkehr zu den Wurzeln und zur Erhaltung des  -nur schwer zu erfassenden- kulturellen Erbes der Gemeinden. Die Botschaft richtet sich insbesondere an die Menschen, die Estland einst verlassen haben und an die Dorfbewohner, die in die Städte zogen.

 

Auf dem IX. Ländlichen Parlament trafen sich 350 Teilnehmer aus den Regionen Estlands, über 40 ausländische Gäste und viele freiwillige Helfer. Die Eröffnungsrede hielt, wie üblich, der Präsident des Landes Estland – ein Zeichen der Wertschätzung des Ländlichen Parlaments und der Arbeit der Dorfbewegung KODUKANT.  Das Parlament tritt alle 2 Jahre an wechselnden Orten des Landes zusammen. Am Ende eines jeden Parlamentes werden Arbeitsaufträge  aus den Beiträgen der Teilnehmer abgeleitet. Über den Stand der Abarbeitung dieser Aufträge legt KODUKANT zu Beginn des nächsten Parlaments Rechenschaft ab. KODUKANT ist Mitglied im Agrarausschuss des Landes und  ist somit Sprachrohr und Vertreter der ländlichen Bevölkerung. Dies wäre auch eine gute Möglichkeit in Deutschland, den Bewohnern der ländlichen Räume -über die politischen Parteien hinaus- eine Stimme in den Landes- und Bundesparlamenten zu geben.

 

Schulungen für „Dorfälteste“

Die Arbeitsgruppen diskutierten 2011 die Landwirtschaftspolitik,  insbesondere  bezogen auf die Umsetzungsmöglichkeiten in den LEADER Aktionsgruppen (LAG) und für die in der ländlichen Entwicklung Tätigen. Wie können z.B. die Regierung und die lokale Verwaltung die Gemeinden und Dörfer besser in die Entscheidungsprozesse einbeziehen? Weitere Themen waren: „Lokale Produkte“, „Unternehmerdörfer“, die Rolle der kleinen Unternehmen auf dem Lande, die Bewahrung des kulturellen Erbes der Dörfer Estlands, die Bedeutung des lebenslangen Lernens oder die Entwicklung der „Küstendörfer“.  Jeder Workshop endete mit einer Zusammenfassung der Hauptideen. Diese wurden 4 Themenfeldern zugeordnet und öffentlich ausgehangen. Jeder Teilnehmer konnte  nun 10 Punkte vergeben. Die Ideen mit den meisten Punkten wurden in das Arbeitsprogramm für die nächsten 2 Jahre aufgenommen.  Besonders viele Punkte bekam der Vorschlag, die Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher (in Estland heißen die Ortsvorsteher „Dorfälteste“) weiter zu schulen – eine gute Anregung  auch für Deutschland.

 

Gesang und Tanz und Yoga am Strand

Neben der Arbeit in den Arbeitsgruppen ist das Parlament aber auch Begegnungsmöglichkeit bei  Gesang, Tanz, gemeinsamem Essen und sportlichen Wettkämpfen. Die einzelnen Regionen boten Spezialitäten am „Regionalen Buffet“, maßen sich bei der „Spaßolympiade“ und ehrten die Sieger des Wettbewerbes „Dorf des Jahres“.  Frühaufsteher konnten den Sonntagmorgen mit Yoga am Strand beginnen.

 

Die Atmosphäre auf dem Ländlichen Parlament war von einer fast unbeschreiblichen Freude über die Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches geprägt. Die Ernsthaftigkeit, mit der in den Arbeitsgruppen diskutiert wurde und die Einforderung der Lösung der Probleme zeigte die große Verbundenheit der Bewohner Estlands mit ihrem Land und mit ihren Dörfern. „Kommt zurück nach Estland – kommt zurück in die Dörfer Estlands“, war nicht nur Titel des IX. Ländlichen Parlaments, sondern ist auch Botschaft. Estland geht seit Jahren einen konsequenten Weg in der Entwicklung  seines ländlichen Raumes, von dem Deutschland noch weit entfernt ist. Herzlichen Dank für die Einblicke in die Dorfbewegung Estlands, die wir erhalten durften. Herzlichen Dank an KODUKANT und hoffentlich ein Wiedersehen zum X. Ländlichen Parlament der Dörfer Estlands, denn wir haben noch viel zu lernen. 

 

Silke Last

AG „Lebendige Dörfer“ im Verein Brandenburg 21

 

1.November 2011

 

 

[IX. Ländliches Parlament in Estland 2011_PPP (4 MB)]

Foto zur Meldung: „Back to the countryside”-  Eindrücke vom IX. Ländlichen Parlament der Dörfer Estlands
Foto: „Back to the countryside”- Eindrücke vom IX. Ländlichen Parlament der Dörfer Estlands

Befragung zur „Situation von Nachhaltigkeitsinitiativen in Brandenburg“

(24.08.2011)

Die Landesregierung hat im Februar 2011 „Eckpunkte einer Strategie für Nachhaltige Entwicklung des Landes Brandenburg“  beschlossen und den landesweiten Konsultationsprozess zur Verabschiedung einer Landesnachhaltigkeitsstrategie
eröffnet.

Mit der Befragung zur „Situation von Nachhaltigkeitsinitiativen in Brandenburg“ will Brandenburg 21 e.V.  Erfahrungen und Fortschritte im Nachhaltigkeitsprozess vor Ort dokumentieren, Probleme aufzeigen und Perspektiven sichtbar machen.

 

Wir möchten Sie bitten, sich an der Befragung zu beteiligen, damit ein möglichst aussagekräftiges Bild von der Situation der örtlichen Akteure entsteht und in der politischen Diskussion vermittelt werden kann.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit. Man benötigt etwa 30 Minuten.

 

Die Ergebnisse werden im November 2011 in einem Workshop vorgestellt und diskutiert, zu dem Brandenburg 21 e.V. einladen wird. Die abschließende Dokumentation wird u.a. dem MUGV und dem Nachhaltigkeitsbeirat Brandenburgs als Element des Konsultationsprozesses zur Landesnachhaltigkeitsstrategie überreicht und wird ab Januar 2012 im Internet unter: www.nachhaltig-in-brandenburg.de verfügbar sein.

Das Projekt wird vom MUGV und der ANU gefördert.

 

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihre Zeit.

 

Brandenburg21 e.V.

[Fragebogen (doc)]

Neuer Bio-Einkaufsführer für Berlin-Brandenburg

(07.08.2011)

Die Fördergemeinschaft ökologischer Landbau (FÖL) informiert darüber, dass ein aktueller Bio-Einkaufsführer erschienen ist.

Die mit 850.000 Exemplaren bundesweit größte Auflage eines regionalen Bio-Einkaufsführers kann die gemeinnützige FÖL nur dank der Unterstützung von Sponsoren und der Kooperation mit starken Distributionspartnern und anderen Organisationen realisieren.

Die Bestellung der Broschüre oder auch die online-Recherche der Adressen der Bio-Betriebe ist möglich unter dem folgenden Link möglich. 

 

[Link zum Bioeinkaufsführer]

Foto zur Meldung: Neuer Bio-Einkaufsführer für Berlin-Brandenburg
Foto: Neuer Bio-Einkaufsführer für Berlin-Brandenburg

Tag der Regionen 2011: neue Broschüre motiviert zur Teilnahme

(31.05.2011)

Unter dem Dach des Tag der Regionen präsentieren sich bundesweit Jahr für Jahr mehr Initiativen, Vereine, Handwerks-, Landwirtschafts- und Gastronomiebetriebe sowie Unternehmen, um in breiten Netzwerken für Regionalität zu werben. Sie werden damit Botschafter ihrer eigenen Region. Sie setzen sich ein für mehr Lebensqualität, für Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe, den sozialen Zusammenhalt und eine Bewahrung der Kultur. Unter dem Stichwort „Ich mache mit, weil ...“ motiviert die neu erschienene Aktionstagsbroschüre zur Teilnahme am Tag der Regionen. 
 

[Broschüre (pdf, 1,2 MB)]

[Mehr Informationen zum Tag der Regionen ]

"Ist unser Osterei gefährdet?" - bundesweite Kampagne am 11. März 2011 für mehr Verbraucherschutz

(04.03.2011)

Der Skandal um dioxinverseuchtes Futtermittel hat die Lebensmittelindustrie erschüttert und die Verbraucher verunsichert.
Zum Auftakt der Fastenzeit im Hinblick auf Ostern haben das Aktionsbündnis Tag der Regionen und der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. nun zur bundesweiten Kampagne "Ist unser Osterei gefährdet? - Garantierte Transparenz mit regionalen Eiern" aufgerufen, um für die Chancen der Regionalität zu werben.

Rund um den 11. März 2011 werden Akteure des Aktionsbündnisses Tag der Regionen, Regionalinitiativen und viele weitere Aktive an bundesweit 20 Standorten von Hannover bis Fridolfing in Oberbayern Aktionen rund um den Schwerpunkt "Regionales Ei" organisieren.

Ausführliche Informationen zu den Hintergründen der Kampagne sowie einen Überblick über die einzelnen geplanten Aktionen mit detaillierten Orts- und Zeitangaben finden Sie in der Aktionsübersicht.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen der Bundesverband der Regionalbewegung zur Verfügung.

Bundesverband der Regionalbewegung e.V.
Andrea Winter
Museumstr. 1
91555 Feuchtwangen
Tel.:0049-(0)9852-1381
E-Mail: ">

[Aktionsübersicht]

[www.regionalbewegung.de]

Mitgliederversammlung von Brandenburg 21 wählte neuen Vorstand

(15.02.2011)

Am 12. Februar fand im Büro der Lokalen Agenda 21 Teltow die Jahresmitgliederversammlung des Vereins Brandenburg 21 statt.

Der Bericht des scheidenden Vorstands wurde von den Mitgliedern angenommen. Zusammen mit dem Arbeitsprogramm wird er in den kommenden Tagen veröffentlicht. Es wurde darüber hinaus beschlossen, das Arbeitsprogramm des Vereins für die kommenden 2 Jahre auf einer Klausur am 2. April strategisch neu auszurichten.

Im neuen Vorstand sind vertreten:

  • Marion Piek, Vorsitzende
  • Silke Last, Stellvertretende Vorsitzende
  • Chris Rappaport, Kassierer
  • Carola Werner. Schriftführerin
  • Wolf-Christian Schäfer
  • Christoph Sobota

Dr. Gerold Fierment hat sich von der Vorstandstätigkeit zurückgezogen, wird aber den Verein und die AG Brandenburgische Werkstatt Lokale Agenda 21 weiterhin eng begleiten und in der Redaktion dieses Portals mitarbeiten. Wir danken Gerold Fierment für sein langjähriges und kompetentes Engagement als Mitglied des Vorstands.

Foto zur Meldung: Mitgliederversammlung von Brandenburg 21 wählte neuen Vorstand
Foto: Mitgliederversammlung von Brandenburg 21 wählte neuen Vorstand

Neuer Leitfaden für Kommunale Politik- und Nachhaltigkeitsprozesse erschienen

(28.11.2010)

Es lohnt sich als Kommune, Nachhaltigkeit gemeinsam mit allen AkteurInnen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft voranzutreiben. Wie dies gelingen kann und Hürden überwunden werden können, beschreibt eine neue Broschüre des Umweltbundesamtes, der Leitfaden "Gemeinsam Fahrt aufnehmen! Kommunale Politik- und Nachhaltigkeitsprozesse integrieren".

Darin werden an konkreten Beispielen aus dem kommunalen Alltag veranschaulicht, wie PolitikerInnen, Verwaltungs- oder AgendavertreterInnen durch die gezielte Kombination von ausgewählten Instrumenten zu einer stärkeren und wirkungsvolleren gemeinsamen Koordination von Nachhaltigkeitsprozessen in der Kommune kommen können. Im Mittelpunkt steht dabei das Zusammenspiel von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Der Leitfaden steht hier als Download zur Verfügung:

[Kommunale Politik- und Nachhaltigkeitsprozesse integrieren]

Petkuser Erklärung auf 4. Tag der Dörfer verabschiedet

(27.09.2010)

Am 25. September wurde in Petkus bei Baruth der 4. Tag der Dörfer gemeinsam vom VAB Luckenwalde und von Brandenburg 21 durchgeführt.  Im neu eröffneten Petkuser Sportzentrum wurden ganz vielfältige Ansätze und lokale Initiativen zur Erhaltung und Gestaltung lebendiger Dörfer in Brandenburg vorgestellt. Die 105 Teilnehmer und Teilnehmerinnen diskutierten in vier Arbeitsgruppen Unterstützungsbedarfe an die Politik, die als "Petkuser Erklärung" von ihnen unterzeichnet wurde.

Eine Dokumentation ist in Erstellung und kann ab November hier abgerufen werden.

Nun ist der Verein Brandenburg 21 mit seiner AG lebendige Dörfer auf der Suche nach einem Dorf, dass 2011 Ausrichter des 5. Tags der Dörfer sein möchte.

[Pressebericht]

Dokumentation 17. Dorfsymposiums in Bleiwäsche

(22.06.2010)

Das 17. Dorfsymposium des Interdisziplinären Arbeitskreises Dorfentwicklung fand vom 02.-04. Mai im westfälischen Bleiwäsche statt. Es widmete sich der Thematik "Aktive Dorfgemeinschaften. Partizipation und Bürgergesellschaft". Sie finden hier die Dokumentation, die den offiziellen Bericht der AK-Sprecher, einen Zeitungsartikel aus der Süddeutschen Zeitung und die "Resolution von Bleiwäsche" enthält. Die Resolution ist als Denkanstoß und Argumentationsgrundlage zu verstehen. Sie soll dem Anliegen einer Dorfentwicklung mit und für die Bewohner des Dorfes Nachdruck verleihen.

[Download]

Solarfeuerwehr Kerkwitz - Investieren in Zukunft statt Abbaggerung

(11.06.2010)

Genossenschaft vergibt Solaranteile in von Braunkohleabbau bedrohtem Dorf

Kerkwitz/ Berlin, 31.05.2010. Während die brandenburgische Landesregierung Kerkwitz und weitere Dörfer in der Lausitz für neue Braunkohletagebaue umsiedeln will, besteht nun bundesweit die Möglichkeit, direkt in die Zukunft von Kerkwitz
zu investieren. Die Solargenossenschaft Lausitz vergibt Anteile an einer Solaranlage, die auf dem Dach des Feuerwehrhauses des Dorfes entstehen soll. Der Umweltverband GRÜNE LIGA fordert dazu auf, auf diesem Wege ein Zeichen für die Zukunft des Ortes zu setzen.

"Die Bedrohung benachbarter Orte durch den Kohlebergbau war einer der Anlässe für die Gründung unserer Solargenossenschaft in Guben. Wir wollen etwas für nachhaltige Energieerzeugung in der Region tun. Die ersten fünf Objekte 2010 unserer Genossenschaft werden in Kürze fertiggestellt sein. Das sechste soll direkt im bedrohten Dorf Kerkwitz entstehen." sagt Matthias Bärmann von der
Solargenossenschaft Lausitz.

René Schuster von der GRÜNE LIGA - Gruppe aus Cottbus sagte: "Wer einen Anteil der Solarfeuerwehr Kerkwitz kauft, setzt ein Zeichen dafür, dass Kerkwitz bleibt. Vattenfall und die Brandenburger Landesregierung wollen Kerkwitz abbaggern, wir wollen es retten." Schuster kündigte an, die Aktion in Berlin zu präsentieren: "Als Umweltverband ist uns wichtig, dass sich auch Menschen außerhalb der Lausitz zu Kerkwitz bekennen. Deshalb präsentieren wir die Solarfeuerwehr Kerkwitz mit einem Stand auf dem Berliner Umweltfestival am 6.Juni. Dort können Interessenten mit der Genossenschaft und Bürgern aus der betroffenen Region direkt ins Gespräch kommen."

Da bisher keine rechtlich wirksame Entscheidung zum von Vattenfall geplanten Tagebau vorliegt, bestehen in Kerkwitz keinerlei Baubeschränkungen. In der vom Tagebau bedrohten Region wird intensiv am Aufbau zukunftsfähiger
Energieversorgung gearbeitet. Neben den Genossenschaftsanlagen entstanden und entstehen privat weitere Solardächer. Im ebenfalls bedrohten Nachbarort
Atterwasch baut ein ansässiger Landwirtschaftsbetrieb derzeit eine Biogasanlage.

Das beiliegende Informationsblatt zum Projekt "Solarfeuerwehr Kerkwitz" faßt die wichtigen Informationen für Interessenten zusammen. Weitere Hintergrundinformationen bieten die Internetseiten
; www.lausitzer-braunkohle.de

[Infoblatt Solarfeuerwehr Kerkwitz]

[Weitere Hintergrundinformationen bietet die Internetseite www.solar-lausitz.de]

Engagementförderung im ländlichen Raum Ostdeutschlands Abschluss des Projektes E-Lotsen

(03.03.2010)

In den Jahren 2008 und 2009 widmete sich die bagfa verstärkt der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements im ländlichen Raum Ostdeutschlands. Hier finden Sie Informationen zur Arbeit der bagfa und Hintergrundinformationen zum Thema.

Die Dokumentation des Abschluss-Workshops in Magedeburg haben wir hier eingestellt.

[E-Lotsen Abschluss-Experten-Workshop]

Internationales Projekt "Neue Beschäftigung auf dem Lande" ist gestartet

(20.02.2010)

Das Projekt ermöglicht mit mehreren Workshops und Tagungen über einen Zeitraum von 2 Jahren den Vergleich und Erfahrungsaustausch zwischen arbeitsmarktlichen Lösungsansätzen für den Ländlichen Raum. Deutsche Partner sind neben der Depowi, das Amt Scharmützelsee, das BIC Frankfurt (O.) und weiteren auch der Verein Brandenburg 21.

Am 24./25.2.2010 findet in Bad Saarow eine erste internationale Konferenz statt in der sich auch die Partner aus Österreich, Polen, Rumänien und Bulgarien vorstellen.

[Mehr Informationen zum Projekt erhalten Sie bei der Deutsch-Polnische Wirtschaftsentwicklungs-GmbH.]

Kurzatmig oder nachhaltig?

(09.12.2009) lautete der Titel einer Veranstaltung der Brandenburgischen  Landeszentrale für Politische Bildung, an der die AG Lebendige Dörfer mitwirkte.  Dr. Albert Statz leitete in das Thema ein mit seinem Referat zur Nachhaltigkeitspolitik in Brandenburg. Marion Piek stellte in ihrem Vortrag die Vereinsaktivitäten des Brandenburg 21 vor. Das Referat zu den Dörfern an der Peripherie finden Sie hier als PDF. 

[Vortrag AG Lebendige Dörfer ]

Positionspapier des Bundesverbandes der Regionalbewegung

(22.09.2009) Der Bundesverband der Regionalbewegung setzt sich als Zusammenschluss zahlreicher Verbände und Akteure für ein umfassendes Konzept der Regionalität ein. Neben der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs berücksichtigt das Konzept auch die „Nahversorgung" mit Bildung, Informationen, Einkommen und Mitbestimmung. Mit dem beigefügten Papier will er alle Bewerber, die für ein Mandat im 17. Deutschen Bundestag kandidieren, zum Dialog für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung unserer Regionen einladen. 

[Positionspapier]

Kinder! Konsum! Kommunikation! Vita-Regio-Tag 2009

(15.09.2009)

die Wulkower Zeitung zur Auswertung des Vitaregiotags ist als PDF-Dokument verfügbar:

 

http://oekospeicher.de/auswertung-herunterladen.html

 

Bei Bedarf schickt der Ökospeicher e.V. auch eine Papierausgabe.

 

Mit besten Grüßen

Fred Pilarski

Verantwortlich im Auftrag von Oekospeicher e.V.: Fred Pilarski

 

Bitte wenden Sie sich an:

info@oekospeicher.de

 

 

[WUZ Sonderausgabe Vita-Regio-Tag]

Wiesenburg ist Landessieger im Dorfwettbewerb in Brandenburg, Sonderpreis für Wallmow

(11.07.2009)

Der Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ist eine gute Möglichkeit, das Dorf zu präsentieren und - wenn man Glück hat - als Sieger daraus hervorzugehen und in der Öffentlichkeit  Anerkennung zu finden. In diesem Jahr ist es Wiesenburg, dem größten Ortsteil der Landgemeinde Wiesenburg/Mark in Potsdam-Mittelmark gelungen, die Jury zu überzeugen. Insgesamt gab es 66 Bewerbungen.

 

Wallmow in der Uckermark bekommt den Sonderpreis für das gute Zusammenleben von Alt- und Neubürgern, die Entwicklungsbemühungen der Initiativen Verein Zuckermark, der Jugendkunstschule und dem sozialen Wohnprojekt PROWO werden hervorgehoben. 

 

Auf Bürgerengagement und aktive und lebendige Dörfer werden beim Wettbewerb seitens der Jury immer stärker Wert gelegt. "...Nur eine lebendige Dorfgemeinschaft ist in der Lage, viele zu begeistern, zu motivieren mitzumachen und somit den Sozialverbund - Dorf - zu erhalten" wird der Staatssekretär in der Pressemitteilung des MLUV zitiert.  

 

In Wiesenburg/Mark wurde 2008 in Kooperation mit der Humboldt-Universität und der AG Lebendige Dörfer im Verein Brandenburg 21 e.V. eine Befragung durchgeführt, die das Bürgerengagement aller Ortsteile der Gemeinde Wiesenburg/Mark, die Probleme, Wünsche und Interessen der Bürgerinnen und Bürger erfasst hat (siehe Foto). Positiv aufgefallen ist neben dem hohen Engagement der Menschen vor Ort eine vorbildliche bürgernahe und innovative Verwaltung, die gerade solches Engagement konstruktiv unterstützt. 

 

Die AG Lebendige Dörfer beglückwünscht die beiden Dörfer und die dort lebenden und arbeitenden Menschen und Initiativen für diese Anerkennung. Hut ab auch vor allen Dörfern, die am Wettbewerb teilgenommen haben. 

Foto zur Meldung: Wiesenburg ist Landessieger im Dorfwettbewerb in Brandenburg, Sonderpreis für Wallmow
Foto: Wiesenburg ist Landessieger im Dorfwettbewerb in Brandenburg, Sonderpreis für Wallmow

Reformvorschläge zum demographischen Wandel

(07.07.2009)

In einer neuen Studie plädiert das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung radikale Erneuerung der Politik - gerade in den peripheren ländlichen Gebieten müsse umgedacht werden und ein kleinteiliger, dezentraler Ansatz sorgt für höhere Planungsautonomie in den Regionen. Die sechs Kernthemen, die es anzupacken gilt, heißen

  1. dezentrale Energieversorgung
  2. Wertschöpfungsketten und regionale (ökologische) Produkte
  3. Bewegungsfreiheit (Kurze Wege, Ruftaxis, etc.)
  4. Nachbarschaftsschulen
  5. dezentrale Gesundheitsversorgung (Gemeindeschwester etc.)
  6. Soziale Begegnung und Versorgung (moderner multifuntionaler Dorfkonsum)
Das Brandenburgische Netzwerk für Lebendige Dörfer greift diese Themen auf und eine Anzahl von Dörfern und Initiativen erprobt schon lange solche dezentralen Ansätze - teilweise aus eigener Kraft.
Die Studie Demografischer Wandel - eine Studie unter Berücksichtigung der neuen Länder ist mit einem Kommentar des BMVBS auf der Seite des Ministeriums veröffentlicht.

[Artikel in Freie Presse Chemnitz vom 23.6.2009 ]

Über 300 Kinderbilder aus der Prignitz jetzt online

(21.05.2009)
Im letzten Jahr lobte die AG Lebendige Dörfer zusammen mit den Organisatoren des Kreisernetefestes in Groß Breese einen Malwettbewerb aus.

Über 300 Bilder aus 6 Prignitzer Grundschulen wurden eingereicht.  Das Thema lautete:

 

Ich lebe gerne in der Prignitz, weil....

 

Die Bilder werden erstmalig in ihrem ganzen Umfang in unserer Fotogalerie veröffentlicht. Viel Spaß beim Ansehen der Bilder.

 

Wir möchten uns auf diesem Wege bei den Sponsoren der Sparkasse Prignitz, dem Landwirt Ulf Oestreicher und dem Landschaftspflegeverband „Rühstädter Elbtalaue“ e. V., dem fleissigen Jury-Team und allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern und Lehrern der Grundschulen Karstädt, Putlitz, Bad Wilsnack und Breese für ihre tolle Mitarbeit bedanken.

[Meldung Kinderbilder Prignitz sind online]

Foto zur Meldung: Über 300 Kinderbilder aus der Prignitz jetzt online
Foto: Über 300 Kinderbilder aus der Prignitz jetzt online

Tagungsdokumentation E-Lotsen im ländlichen Raum

(18.03.2009)

Engagementlotsen (E-lotsen) können eine kompetente Unterstützung für Bürger sein, Engagementbereiche zu identifizieren und Austausch von Engagement-Interessen und Aktivitäten zu bündeln. Im ländlichen Raum Ostdeutschlands ist Freiwilligen-Engagement eine wichtige Ressource. Siehe auch http://bagfa.de/index.php?id=118

Den Link zur Dokumentation der Tagung finden man im Internet unter:  http://bagfa.de/index.php?id=147.

Die Veranstaltung ist eine Grundlage für das weitere Vorgehen der BUndesarbeitsgemeinschaft der Freiwliigenagenturen (bagfa), das Thema E-Lotsen weiter voran zu treiben. Gemeinsam mit den Landesfreiwilligenangenturen (lagfa) sollen länderspezifische Lösungen für E-Lotsen im ländlichen Raum entwickelt werden. Hilfreiche Anregungen und Informationen zum Thema wird die bagfa in Kürze unter http://bagfa.de/index.php?id=118 freischalten.

 

[Die Tagung wird mit dem Einführungsvortrag der AG Lebendige Dörfer aus Brandenburg eröffnet. ]

Dorfläden gehören zum lebendigen Dorf

(27.02.2009)

findet die AG lebendige Dörfer und unterstützt damit die Initiative der Akademie 2. Lebenshälfte Potsdam-Mittelmark, die einen guten Auftakt mit der Veranstaltung "Den Laden ins Dorf holen" machte. In der Heimvolkshochschule am Seddiner See wurde am 04.12.08 die Initiative aus Schleswig-Holstein „Marktreff" vorgestellt. Dort fördert das Landwirtschaftsministerium Läden in bisher nicht versorgten Dörfern mit 50 %, sofern die Initiative von der Gemeinde ausgeht.

Rund 30 Akteure überwiegend aus Potsdam-Mittelmark diskutierten im Anschluss über innovative Konzepte der Grundversorgung im dörflichen Kontext. Aus einigen Dörfern der Region kündigten Ortsvorsteher und Vereine an, auch in Brandenburg Dorfläden aufbauen zu wollen. 
Vertreter der AG Dorf suchten am Rande der Veranstaltung Kontakt zur Akademie 2. Lebenshälfte und vereinbarten, das Thema weiter gemeinsam voranzutreiben. So ist für Herbst 2009 eine Veranstaltung beider Vereine in Vorüberlegung.

 

Das Modell DORV aus Nordrhein-Westfalen mit der dortigen Initiative für die ländliche Versorgung wird in der nächsten Veranstaltung am 01.04.09 durch Heinz Frey vom DORV-Zentrum im TGZ Belzig ab 13.30 Uhr vorgestellt. Gleichzeitig wird der BürgerKiosk der FH Brandenburg vorgestellt und diskutiert. Moderation Dorothee Bornath.    

[Zusammenfassung Den Laden im Dorf lassen]

Brandenburg 21 e.V. begrüßt neue Mitglieder

(17.11.2008)

Auf der Mitgliederversammlung des Vereins Brandenburg 21 e.V. am 14.11.2008 im Haus der Natur Potsdam wurden die Aktivitäten des Jahres 2008 und der Ausblick auf das Jahr 2009 besprochen.

Besonders gefreut hat sich der Verein über die neuen Mitglieder aus Berlin, Groß Breese, Roddan, Schlepzig und Vetschau.

Im Vorstand gab es einen personellen Wechsel. Das Vorstandsmitglied Silke Stöber verabschiedete sich, da sie im nächsten Jahr beruflich sehr stark eingebunden ist. Wolf-Christian Schäfer tritt die Nachfolge an und freut sich auf die vielfältigen Aufgaben als Sprecher der AG lebendige Dörfer. 

 

2. Tag der Dörfer in Groß Breese endete erfolgreich

(08.10.2008)

Mit der Groß Breeser Erklärung endete in diesem Jahr der 2. Tag der Dörfer, auf dem sich rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu brennenden Themen rund um das Thema Miteinander der Generationen im Dorf austauschten. Neben einem Erfahrungsaustausch, was das Dorf selbst tun kann, dem demographischen Wandel innovativ zu gestalten, wurden einige Forderungen an die Landespolitik (ressortübergreifend) formuliert.

[Groß Breeser Erklärung ]


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