Stöber, Lebendige Dörfer

Wie wohl füh­len sich die Menschen dort? Welche Bewälti­gungsstrategien ent­wickeln die Dorfbe­wohner, um dem (Agrar)-Strukturwan­del inno­vativ zu begegnen? Wel­che Akzente setzen Vereine, ehren­amtli­che Bürgermeister, engagierte Bür­gerinnen und Bürger und wie schaffen sie es, Kon­flikte kon­struktiv zu lösen, Risi­ken auszuschalten und ver­rückte Ideen aus­zuprobieren?

 

Diese Fragen beantwortet eine Studie, die in fünf ausgewählten Dörfern Brandenburgs durchge­führt wurde. Studierende der Humboldt und Freien Uni­versität Berlin führten eine aktionsfor­schungsorien­tierte Befragung mit Bewohnern, Gewerbetreiben­den und kom­munalpolitisch aktiven Bürgern durch, um die Lebendigkeit des Dorfes zu bestimmen. Die Methode erlaubt nicht nur eine Ist-Analyse der Stärken und Schwächen eines Dorfes. Sie erfasst darüber hinaus Potenziale, Visi­onen und Ziele einer Dorfgemeinschaft.

 

Die Studie beginnt mit einem einführenden Theorieteil. Es folgt eine Charakterisierung der Dörfer mittels Dorfprofilen und eine anschauliche Schilderung ausgewählter Beispiele für Lebendigkeit aus den Bereichen Dorfinfra­struktur, Kultur und Bildung, Umwelt- und Naturschutz und der Dorfökonomie. Eine ausführliche Indikatorenmatrix greift die Berei­che, Akteure und Prozessindikatoren für Le­bendigkeit mit ihren möglichen Ausprägungen auf. Diese Matrix ist eine Grundlage, mit der sich Dörfer auf ihre Lebendigkeit hin be­werten können. Die Studie schließt mit Empfehlungen an Dör­fer, an die kommunale Ver­waltung und an die überregionale Politik, wie man Dörfer und Be­wohner unterstützen kann, um sich durch Bürgerschaftliches Engagement einen lebendigen und lebensfähigen Ort zu schaffen bzw. zu erhalten. In einem Teil 2 folgen strategische Überlegungen zur Vernetzung und Mobilisierung der Dorf-Akteure im ländlichen Raum (Prof. Dr. Kurt Krambach).

> Die 100 Seiten starke Studie "Lebendige Dörfer - Bürgerbeteiligung im Alltag" finden Sie hier.